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Klassik, Jazz und Hifi

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Zeitschrift FONO FORUM - epaper Editorial

Lesen Sie, was Herr Arnt Cobbers in dieser FONO FORUM Ausgabe 06/2016 vom 12.05.2016 schreibt:

Liebe Leserin, lieber Leser!

Es mag Menschen geben, die all ihre Kleidungsstücke auf einen Haufen werfen und sich jeden Morgen das herausziehen, was sie brauchen. Die meisten anderen sortieren Hemden zu Hemden, Hosen zu Hosen, Socken zu Socken. Für jede Kleidergattung ein eigenes Fach oder eine Schublade. Eine gewisse Ordnung macht das Leben leichter, überschaubarer, besser handhabbar. Und das gilt nicht nur für den Kleiderschrank. Kategorien und Abgrenzungen, De_nitionen und Schubladen prägen unser Leben und Denken, meist auf sinnvolle, zuweilen auf unsinnige Weise. Und manchmal merkt man mit der Zeit, dass die alte Ordnung nichts mehr taugt. Weil es plötzlich Hosenröcke gibt, Kleidungsstücke also, die in keine Schublade mehr passen – oder in zwei gleichermaßen gut. In kaum einem Bereich ist das Schubladendenken so ausgeprägt wie in der Musik. Da gibt es die Klassik und den Pop, den Jazz und die Volksmusik mit jeweils Dutzenden von Sub-Genres, die von ihren Anhängern gern sehr fein ausdi_erenziert und gegeneinander abgegrenzt werden. Die Klassik ist die Hochkultur, die zu Recht vom Staat subventioniert wird, sagen deren Anhänger. Pop ist der wahre Ausdruck unserer Zeit, antworten die Popfans. Während die Freunde des Jazz ihre Musik als die einzige wahre Mischung aus Individualität, Intellekt und Groove preisen.

Man könnte meinen, die Grenzen seien klar gesteckt. Verbissen hält man in Deutschland an der Trennung von E- und U-Musik fest, allerorten entstehen Konzerthäuser, die ausschließlich für klassische Musik geeignet sind. Und in den Radio- und Fernsehprogrammen wird fast nur noch Popmusik gespielt. Doch paradoxerweise gibt es immer weniger Menschen, die nur Klassik oder nur Jazz hören. Und viele Pophörer, die sich auch für Klassik und Jazz begeistern können. Junge Menschen wachsen heutzutage mit einem Stilmix auf, der ihnen selbstverständlich erscheint. Der ihren Geschmack prägt. Und der ihr Scha_en beein_usst, wenn sie denn eines Tages selbst Musiker werden. Was ist Klassik? Was ist Jazz? Was ist Pop? Vielleicht war das nie ganz eindeutig zu beantworten. Heute jedenfalls ist es bei mancher Musik schlicht unmöglich, sie in eine der gängigen Schubladen zu stecken, ohne ihr unrecht zu tun. Immer mehr Musiker machen eine Musik, die sich einfacher Kategorisierung entzieht und sich zudem o_ auch außereuropäischen Traditionen ö_net. Weil sich unser kultureller Horizont immer mehr erweitert – und die Lust immer größer wird, individuelle Wege zu gehen. Natürlich hat es schon immer Künstler und Musiker gegeben, die Grenzen überschritten und Stile zusammengeführt haben. Doch es scheint, als sei die klassische Musik an einen kritischen Punkt gekommen: Wird sie als fest de_nierte „Sprache“ zum – immer wieder neu interpretierten – Museumsgut? Oder entwickelt sie sich weiter, indem sie sich anderen Genres ö_net und deren Ein_üsse aufnimmt? Werden die Grenzen neu gesteckt? Oder werden sie gänzlich fallen?

Im FONO FORUM werden wir verstärkt der Frage nachgehen, wie die Zukun_ der klassischen Musik – und des Jazz – aussehen kann. Wir beobachten neue Entwicklungen und stellen Ihnen Musiker und Projekte vor, die sich zwischen den derzeit noch getrennten Welten der verschiedenen Genres bewegen. Wie Yo-Yo Ma, der sich als klassisch ausgebildeter Cellist mit Gleichgesinnten aus anderen Musikkulturen vernetzt und unter dem Namen Silk Road Project hochinteressante Musikund Bildungsprojekte entwickelt. Was ihn antreibt, sich permanent zwischen den Welten zu bewegen, lesen Sie im Interview ab Seite 12.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre!

Steckbrief von FONO FORUM - epaper

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Es hat sofort alles geklappt, die Lieferung wurde sogar vor angegebenen Datum geliefert.
29.05.2016