ZUM STEUERPARADIES VERDAMMT

Cicero - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 28.03.2019 ⋅ Seiten 88-91 ⋅ Lesedauer ca. 6 Min.

ZUM STEUERPARADIES VERDAMMT

Schon oft musste sich Luxemburg neu erfinden. Doch auch nach den Leaks bleibt das kleine Land eine abhängige Steueroase – bis auf wenige Ausnahmen

Wir leben seit 30 Jahren von Ausländern, die ihr Geld nach Luxemburg bringen. Deshalb können wir hier eine Sozialpolitik machen und Infrastrukturen bauen, die kein anderes Land fertigbringt.“ Selten hat ein Luxemburger den Kern des eigenen Erfolgsmodells so aufrichtig auf den Punkt gebracht wie der ehemalige Finanzminister Luc Frieden. Seine Worte stammen aus einer Parlamentsrede des Jahres 2005, als die damalige Regierung die Abschaffung der Vermögensteuer beschlossen hatte. Doch sie haben noch immer Gültigkeit.

Die Attraktion von ausländischem Kapital ist bis heute ein wichtiges Standbein des Geschäftsmodells des Großherzogtums. Das Bankgeheimnis, und damit das im Land gehortete Schwarzgeld aus aller Welt, ist zwar passé. Auch von den schwarzen Listen der OECD ist man mittlerweile verschwunden. Doch Luxemburg hat seine lukrative „Nischenpolitik“ längst diversifiziert. Die paradiesischen Zustände gelten heute ...

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