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Eheversprechen
… werden oft gebrochen. Manche erst nach Jahrzehnten, manche schon nach wenigen Wochen. Nicht selten ist das der Fall, wenn es sich um Zweckheiraten handelt. Die Verbindungen werden von Familien ausgehandelt, ein juristisch wasserdichter Vertrag dient der Absicherung. Dann wird feierlich geschworen. Im Privatbereich ist das seltener geworden. Im Politbetrieb gehört es zum Alltag.

Ende April machte die Sorge die Runde, die im Koalitionsvertrag vorgesehenen Sonderausschreibungen für erneuerbare Energien könnten nun doch nicht kommen. Die Unterschriften unter dem Ehevertrag zwischen Union und SPD waren da kaum wenige Wochen alt. Eine missliche Situation. Womit ist im weiteren Verlauf der Legislaturperiode zu rechnen, wenn das gerade erst abgegebene Versprechen so schnell vergessen wird? Sicher, das CDU-geführte Bundeswirtschaftsministerium versucht sich an einem schwierigen Spagat. Nach wie vor gilt das Mantra, die Kosten der Energiewende so niedrig wie möglich zu halten (Seite 34). Ohne das Gesamtsystem genau zu analysieren, werden einzelne Kostenblöcke betrachtet, lautet demgegenüber der Vorwurf von Wissenschaftlern wie Felix Matthes. Die Erneuerbaren-Vergütung hat es der Bundesregierung besonders angetan. Weil knappe Ausschreibungsvolumen mit hoher Wahrscheinlichkeit die Gebotspreise drücken – und das ist das erklärte Ziel –, sind die Sonderausschreibungen akut gefährdet. Doch zur Erinnerung: Man hatte sich aus Not auf die zusätzlichen Ausbaumengen verständigt, weil Deutschland die Klimaschutzziele für 2020 klar verfehlen wird.

Zudem, wie passt das Zurückrudern zu dem Versprechen, den Erneuerbaren-Anteil bis 2030 auf 65 Prozent anheben zu wollen? Dazu braucht es jährlich hohe Aufstellungszahlen bei Sonne und Wind. Werden die nicht realisiert, wird es wohl auch nichts mit einer anderen Zusage – nämlich die Klimaschutzziele für 2030 einzuhalten. Zumal es die Regierung beim Ausstieg aus der emissionsintensiven Kohleverstromung nicht eilig hat, wie Wirtschaftsminister Altmaier jüngst erklärte (Seite 21). Die Probleme verdichten sich.

Immerhin, in seiner Zuständigkeit für die Systemtransformation will Altmaier jetzt mehr Tempo beim Bau neuer Stromtrassen machen. Dass der Netzausbau ein Nadelöhr der Energiewende ist, hat sich längst herumgesprochen. Wir haben dem Thema unsere Titelstrecke gewidmet (Seite 22). Denn die neue Bundesregierung hat auch das Stromnetz in den Koalitionsvertrag mit aufgenommen, will an dessen Ausbautempo den Erneuerbaren-Zubau orientieren. Wie sehen die Konzepte der Politik dazu aus? Besonders gegen die Widerstände in den Regionen will Altmaier etwas tun. Die Menschen sollen besser mitgenommen werden. Doch mit klaren Worten zum tatsächlich nötigen Umfang des Leitungsbaus tut man sich schwer – mehr Erneuerbare, das bedeutet nicht nur mehr Erzeugungsanlagen, sondern auch größere Leitungskapazitäten, als bislang geplant sind.

Damit stellt sich am Ende die Frage, ob nicht nur die Regierungsparteien vertragsbrüchig werden, sondern auch Deutschland. Es geht schließlich um ein internationales Versprechen, die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens bis 2050. Bis dahin ist die aktuelle Parteien-Ehe aber ohnehin schon lange Geschichte.

Jörg-Rainer Zimmermann, Chefredakteur
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Delivery time single issue immediately
issue 5/2018 of 04.05.2018
Published monthly , 12 issues per year
Language German
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Category Economical Magazines & Political Magazines

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