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Habemus Kohleausstieg: Eine Kommission soll es richten S.24
Streitgespräch: Brauchen wir den Netzausbau? S.16
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Wer nicht will, der findet Gründe
Ein Hoffnungsschimmer? Mit der Kohlekommission ist etwas auf den Weg gebracht, das – sollte es gut gehen – Deutschland ein wenig von der zuletzt verloren gegangenen politischen Glaubwürdigkeit zurückgeben kann. Nachdem von der Politik mit dem Atomausstieg ein auf Vernunft gegründeter Wandel unserer Energiewelt eingeleitet worden war, ist es nun gelungen, einen Prozess aufzusetzen, der den Kohleausstieg ermöglichen soll. Dem Thema ist unsere Titelstrecke gewidmet – auch weil der Ausgang offen ist (S. 24).

Über das energiewirtschaftliche und klimapolitische Versagen der Bundesregierung, mit fataler Signalwirkung für die Weltgemeinschaft, wurde in diesem Magazin oft berichtet. Zu erleben, dass die Politik nun ihr Versagen im Klimaschutzbericht 2017 selbst dokumentieren musste, ist erschütternd. Doch ein echter Kurswechsel ist nicht erkennbar – trotz Kohlekommission. Im Gegenteil. Die Rhetorik der politisch Verantwortlichen weist in eine andere Richtung. Seit seiner Zeit als Bundesumweltminister übt sich Peter Altmaier, getreu dem Motto „Wer will, findet Wege, wer nicht will, der findet Gründe“, in einer mit Floskeln gespickten, pseudo-kausalen Argumentation, mit der die Energiewende zwar nicht verhindert wird, mit der sie aber auch nicht vorwärtskommt.

Der jüngst von Altmaiers Wirtschaftsministerium veröffentlichte Monitoringbericht zur Energiewende belegt, dass erst ein Bruchteil der bis 2018 gesetzlich geforderten Stromleitungen realisiert wurde. Weil nun das eine seit Jahren nicht gelingt, soll das andere – der Erneuerbaren-Ausbau – ausgebremst werden. Die Union blockiert mit dem Argument fehlender Netze die versprochenen Sonderausschreibungen. Das schadet dem Klimaschutz, das schadet der gesamten Erneuerbaren-Branche, die ein immer wichtiger werdender Wirtschaftsfaktor ist – und somit schadet es auch den heimischen Standortkommunen, wie derzeit in der Stadt Aurich zu erleben ist (S. 68).

Gerne erklärt man im Wirtschaftsministerium, die ideologischen Kämpfe zwischen alter und neuer Energiewelt seien beendet. Und tatsächlich macht sich langsam auch in den etablierten Konzernen ein Energiewende-Mainstream breit. Doch Peter Altmaier ist mit seiner Strategie nun auch auf dem diesjährigen BDEW-Kongress durchgefallen, vor investitionswilligen, aber verunsicherten Unternehmensvertretern (S. 80). Das Fazit mag lauten: Würde die deutsche Energiewirtschaft genauso unentschlossen agieren, wie die Politik ihren Pflichten bei der regulatorischen Weichenstellung nachkommt, nähme der bereits eingetretene volkswirtschaftliche Schaden nochmals massiv zu.

Wenn in den kommenden Monaten der Kohleausstieg besonders im Fokus steht, dann dürfen deshalb wichtige Themen wie der Netz- und der Erneuerbaren-Ausbau nicht vernachlässigt werden. Wir haben darüber mit den Energieexperten Felix Matthes und Volker Quaschning diskutiert (S. 16). Beide scheuen im Detail nicht die Kontroverse. Was sie aber eint, ist das Eintreten für den Klimaschutz.

Das ist ein Fingerzeig für die Kohlekommission. Ist es ihr nicht möglich, den Kohleausstieg mehrheitlich als Gemeinschaftsaufgabe zu begreifen, könnte dieses Gremium scheitern. Das droht aber auch, wenn die Politik die Ergebnisse am Ende wie gehabt in ein fadenscheiniges Wer-nicht-will-findet-Gründe-Schema übersetzt, so wenig wie möglich unternimmt und dafür die Schuld einem vielköpfigen Expertenkreis zuweisen kann. Deutschland würde dann endgültig seine klimapolitische Glaubwürdigkeit verlieren, nachdem es bereits viel von seiner internationalen Vorreiterrolle bei der Energiewende eingebüßt hat. Die Kohlekommission macht etwas Hoffnung und birgt zugleich enorme Risiken.

Jörg-Rainer Zimmermann, Chefredakteur
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issue 7/2018 of 05.07.2018
Published monthly , 12 issues per year
Language German
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Category Economical Magazines & Political Magazines

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