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Titelbild von OBJEKT - epaper. In der Ausgabe 7/2018 geht es um die Themen: Heimtextil: Expo für Architekten auch in 2019. Lesen Sie gerne Architekturzeitschriften und Bauzeitschriften? Dann empfehlen wir Ihnen OBJEKT - epaper als digitales Abo (eAbo) und Einzelheft zum sofort Loslesen oder als Geschenkabo zum Vorbestellen.
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Ausgabe 7/2018 vom 14.06.2018
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Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift OBJEKT - epaper die aktuelle Ausgabe 7/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Meine erste Berührung mit Produktdesign war 1956 die Radio-Plattenspieler-Kombination »Braun SK 4«, die im Volksmund »Schneewittchensarg« genannt wurde. Es handelte sich um ein Röhrenradio mit einem Plattenspieler in einem ganzseitig geschlossenen Gehäuse aus Metall und Holz mit Plexiglasdeckel. Dieses Gerät war mit nichts vergleichbar, was es auf dem Markt bereits gab. Ich war mächtig beeindruckt. Seitdem stand die Marke Braun für Design schlechthin. Die Namen der beteiligten Designer spielten überhaupt keine Rolle. Solche Marken gibt es immer noch, die für Design stehen wie Artemide, Alessi oder Vitra, aber immer im Zusammenhang mit einem Designernamen. Heute steht beim Produktdesign meis tens der Name des Designers im Vordergrund. Und Firmen, die mit berühmten Designern zusammenarbeiten, wollen hauptsächlich vom Bekanntheitsgrad des Designers profitieren (Imagetransfer). Das hat dazu geführt, dass auch »Markenbotschafter« eingesetzt werden, also Personen, die einen hohen Bekanntheitsgrad, aber mit Design nichts zu tun haben.
Im Laufe meiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Redakteur bin ich einer Reihe von Designern, als Designer tätigen bildenden Künstlern und Markenbotschaftern begegnet, die alle auch herausragende Persönlichkeiten waren (im Guten wie im Bösen). Ettore Sottsass war 78 Jahre alt, als ich ihm begegnet
bin. Er sah so alt aus wie er war, aber seine Stimme, seine Gesten, seine Gedanken waren jung. Ich war sehr beeindruckt. Gerhard Richter, der wohl berühmteste Maler der Welt, trat sehr bescheiden und zurückhaltend auf - eine
sehr sympathische Erscheinung. Als zurückhaltend und sympathisch habe ich
auch Matteo Thun empfunden. Ganz anders dagegen Luigi Colani. Er tritt lärmend auf, beschimpft unflätig seine Designerkollegen und hat offensichtlich daran riesigen Spaß - seine Kreationen sind trotzdem gut. Auch Ulf Moritz
habe ich als besonders unangenehmen Knochen empfunden. Aber auch er
hat schöne Produkte entworfen. Von den Modedesignern ist Guido Maria
Kretschmer als besonders sympathisch zu nennen. Vivienne Westwood
ist schrill und muss als Gesamtkunstwerk verstanden werden. Von den
Architekten, die Produkte in unserer Branche entwerfen, ist Hadi Teherani als der wohl Geschäftstüchtigste zu nennen. Ich habe einmal einige Stunden mit ihm verbringen dürfen, die ich als sehr angenehm und informativ in Erinnerung behalten habe. Zu den sogenannten Markenbotschaftern kann es keine allgemeingültige Aussage geben. Vivi Bach und Senta Berger hinter-
ließen bei mir einen positiven Eindruck. Dieter Bohlen würde bei mir keinen
Kaufimpuls auslösen. Aber das ist natürlich subjektiv. Da darf ich den be-
deutenden Handelsunternehmer und Tapetenfan Eberhard Beeth (Schlau/
Hammer) zitieren, der mir zum Thema Markenbotschafter gesagt hat: »Die
tun der Tapete durchaus gut. Nicht dass die geschmacklich unbedingt eine Bereicherung wären, aber bei der Preisgestaltung wirkt sich das positiv aus.«
Beim Thema »Produktdesign« in dieser Ausgabe gebe ich objektiv einen
Überblick über den ganzen Komplex.

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift OBJEKT - epaper die aktuelle Ausgabe 7/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …

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