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Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Die Mediation - epaper die aktuelle Ausgabe 1/2019 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Veränderungskonflikte sind normal

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

schon in der Bibel steht geschrieben: „Denn der Sohn verachtet den Vater, die Tochter widersetzt sich der Mutter, die Schwiegertochter ist wider die Schwiegermutter; und des Menschen Feinde sind seine eigenen Hausgenossen“ (Micha 7). Hier hing offensichtlich der Haussegen schief. Kein Wunder, denn die „Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen“ (Aristoteles). Streit und fehlendes Verständnis zwischen den Generationen scheint so alt zu sein wie die Menschheitsgeschichte und somit zunächst einmal etwas völlig Normales. Bis heute ist die Welt am Zwist zwischen Alter und Jugend noch nicht zugrunde gegangen. Uns muss also nicht bange werden. Doch gibt es etwas, worin sich unsere derzeitige Entwicklung von früheren unterscheidet? Zu beobachten ist, dass wir in sehr dynamischen Zeiten leben. Sich rasant wandelnde Gesellschaften stellen das Zusammenleben von Generationen vor neue Herausforderungen. Und Veränderungen machen uns zunächst einmal Angst, denn wir Menschen lieben stabile, verlässliche Verhältnisse. Evolutionsbedingt fürchten wir veränderte Rahmenbedingungen. Wir nehmen sie oft als Bedrohung wahr.

Wenn die „Jagdgründe“ verschwinden, machen wir uns Sorgen. Und je älter wir sind, umso stärker wollen wir an Bewährtem festhalten. Wir wünschen uns Kontinuität und Vertrautes. Das Wehklagen über die Jugend, so meine Einschätzung, sagt also mehr über den Klagenden aus als über den Adressaten. Neben dem Unbehagen an Veränderungen spielt vielleicht noch ein weiteres Phänomen eine Rolle: In sich schnell verändernden Gesellschaften ist Erfahrungswissen, das von Generation zu Generation weitergegeben wird, zunehmend überholt. Was vor zwanzig Jahren noch richtig war, kann heute falsch sein und umgekehrt. Geht damit die Rolle der Älteren als RatLiebe Leserinnen, liebe Leser, schon in der Bibel steht geschrieben: „Denn der Sohn verachtet den Vater, die Tochter widersetzt sich der Mutter, die Schwiegertochter ist wider die Schwiegermutter; und des Menschen Feinde sind seine eigenen Hausgenossen“ (Micha 7). Hier hing offensichtlich der Haussegen schief. Kein Wunder, denn die „Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen“ (Aristoteles). Streit und fehlendes Verständnis zwischen den Generationen scheint so alt zu sein wie die Menschheitsgeschichte und somit zunächst einmal etwas völlig Normales.

Bis heute ist die Welt am Zwist zwischen Alter und Jugend noch nicht zugrunde gegangen. Uns muss also nicht bange werden. Doch gibt es etwas, worin sich unsere derzeitige Entwicklung von früheren unterscheidet? Zu beobachten ist, dass wir in sehr dynamischen Zeiten leben. Sich rasant wandelnde Gesellschaften stellen das Zusammenleben von Generationen vor neue Herausforderungen. Und Veränderungen machen uns zunächst einmal Angst, denn wir Menschen lieben stabile, verlässliche Verhältnisse. Evolutionsbedingt fürchten wir veränderte Rahmenbedingungen. Wir nehmen sie oft als Bedrohung wahr.

Wenn die „Jagdgründe“ verschwinden, machen wir uns Sorgen. Und je älter wir sind, umso stärker wollen wir an Bewährtem festhalten. Wir wünschen uns Kontinuität und Vertrautes. Das Wehklagen über die Jugend, so meine Einschätzung, sagt also mehr über den Klagenden aus als über den Adressaten. Neben dem Unbehagen an Veränderungen spielt vielleicht noch ein weiteres Phänomen eine Rolle: In sich schnell verändernden Gesellschaften ist Erfahrungswissen, das von Generation zu Generation weitergegeben wird, zunehmend überholt. Was vor zwanzig Jahren noch richtig war, kann heute falsch sein und umgekehrt. Geht damit die Rolle der Älteren als Ratgeber, geachtete Wissensträger und Vermittler verloren? Und wenn ja, wie wirkt sich dieser Rollenverlust auf das Zusammenleben der Generationen aus?

Zu den oben skizzierten, bruchstückhaften Beobachtungen kommt noch ein zumindest in der jüngeren Menschheitsgeschichte neuer Trend hinzu: Wir werden immer älter. Dies führt zu einer alternden Gesellschaft. Grafisch lässt sich diese Veränderung der Altersstruktur sehr gut visualisieren: Die bekannte Alterspyramide, mit der bisher die Altersverteilung der Gesellschaft dargestellt wurde, verändert sich immer mehr hin zu einer Urne; irgendwann wird sie vielleicht der Form eines Zepters ähneln. Die Auswirkungen dieses demografischen Wandels werden leidenschaftlich diskutiert. Doch wie entwickelt sich eine Gesellschaft, in der die ältere Generation die Mehrheit stellt? Wie geht sie insbesondere mit Konflikten um?

Wir meinen, diese und viele weitere Fragen sind so spannend und wichtig, dass man sich ihnen ausführlicher widmen sollte. Und sie bergen eine Menge Potenzial für die weitere Entwicklung der Mediation und damit für alle Mediatorinnen und Mediatoren. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles Gute für das Jahr 2019!

Mit herzlichen Grüßen aus Leipzig

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Die Mediation - epaper die aktuelle Ausgabe 1/2019 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …

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Ausgabe 1/2019 vom 27.12.2018
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Kategorie Businessmagazine
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