Gedruckt
Digital

Zeitschrift Immobilien & Finanzierung - epaper

Der langfristige Kredit

 - mehr 
Leseprobe  
epaper-Abo
24 Ausgaben pro Jahr
352,08 EUR*
epaper-Einzelheft
Ausgabe 9/2018 vom 31.08.2018
25,00 EUR*
Vorbestellung epaper-Einzelheft
Ausgabe 10/2018 ab 04.10.2018
25,00 EUR*
Stöbern Sie im Archiv vonStöbern Sie im Archiv von
Immobilien & Finanzierung - epaper 
Immobilien & Finanzierung - epaper bestellen und Vorteile sichern
  • Immobilien & Finanzierung - epaper bestellen und Vorteile sichern
  • Mit dem Probeabo Immobilien & Finanzierung 30 Tage gratis testen
  • 84,24 EUR billiger als das Jahresabo der gedruckten Ausgabe
  • Sofort loslesen oder Startdatum des Abos selbst bestimmen
  • Gratis Geschenkurkunde zum Ausdrucken mit persönlichem Gruß
  • Sicher und einfach bezahlen

    VISAMasterCardPayPalSEPA

  • Kostenloser Trusted Shops Käuferschutz für noch mehr Sicherheit
  • epaper auf 5 Geräten gleichzeitig lesen: im Web & per App
Immobilien & Finanzierung - epaper im Amazon Shop für Android Appsepaper lesen und United Kiosk Konto verwalten in der Bibliothek

Lesen Sie das Editorial von Immobilien & Finanzierung - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Immobilien & Finanzierung - epaper die aktuelle Ausgabe 9/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Das alte Lied
Am 11. August feierte die digitale Vermietungsplattform Airbnb ihr zehnjähriges Bestehen. Hinter (und voraussichtlich auch vor) dem Start-up liegt eine rasante Expansion. Das US-Unternehmen ist inzwischen mit über fünf Millionen gelisteten Unterkünften in 191 Ländern und rund 81 000 Städten weltweit präsent. Experten schätzen den Unternehmenswert auf rund 31 Milliarden US-Dollar. Davon abgesehen hagelte es zum Ehrentag aber auch reichlich Kritik. Neben den Hoteliers, denen Airbnb seit jeher ein Dorn im Auge ist, haben sich unlängst auch Bürgermeister rund um den Globus dem Kampf gegen den Newcomer verschrieben. Der einhellige Vorwurf: Durch die Vermietungsplattform wird den ohnehin stark angespannten Wohnungsmärkten wertvoller Wohnraum entzogen. Dem versucht man mit heftigen Maßnahmen entgegenzuwirken: In München beispielsweise droht jedem, der seine Wohnung länger als acht Wochen über Airbnb vermietet, ein Bußgeld von 500 000 Euro. In Berlin soll das mit Wirkung zum 1. Mai verschärfte Zweckentfremdungsverbot Einhalt gebieten, derzeit allerdings noch mit mäßigem Erfolg. Dabei ist das Treiben bei genauerem Hinsehen wohl nicht viel mehr als der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein. Deutschlandweit sind derzeit rund 130 000 Wohnungen auf dem Vermietungsportal registriert. Der Anteil derjenigen, die ihr Zuhause gelegentlich vermieten, wenn sie verreist sind, aber grundsätzlich selbst bewohnen und daher keinen Wohnraum entziehen, liegt laut Airbnb bei 93 Prozent.

Vor diesem Hintergrund erscheint die Empörung deutscher Kommunalpolitiker wohl doch etwas übertrieben. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, das US-Unternehmen würde als (willkommener) Sündenbock herhalten müssen, um von eigenen Versäumnissen abzulenken. Expertenschätzungen zufolge müssen deutschlandweit in den kommenden Jahren jährlich mindestens 350 000 neue Wohnungen entstehen. Davon ist man weit entfernt. Der vor allem in den Großstädten teils immense Nachfrageüberhang führt seit Jahren zu steigenden Preisen und Mieten, was die Politik zu immer neuen Eingriffen in den ohnehin schon stark regulierten Wohnungsmarkt veranlasste.

Mietpreisbremse, Bestellerprinzip, aber auch die Energieeinsparverordnung und der teilweise Zwang zur Fassadenbegrünung – all das schafft keineswegs einfachere Bedingungen für den Wohnungsneubau. Im Gegenteil. Der anhaltende Anstieg der Mieten und Preise ist der beste Beleg für die Wirkungslosigkeit. Entsprechend spricht sich der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in seinem gerade vorgelegten Gutachten „Soziale Wohnungspolitik“ für ein spürbares Zurückdrehen der staatlichen Eingriffe in den Wohnungsmarkt aus. Sein Fazit ist ernüchternd: Mietpreisbremse wirkungslos. Sozialer Wohnungsbau verfehlt seine Ziele, weil viele der Wohnungen von Menschen belegt seien, die inzwischen dem sozial bedürftigen Status finanziell durch höhere Einkommen entwachsen sind. Die 34 Ökonomen empfehlen stattdessen, kostentreibende Eingriffe wie die Energieeinsparverordnung zu überdenken, das Wohngeld zu erhöhen, eine Absenkung der Grunderwerbsteuer bundeseinheitlich auf das frühere Niveau von 3,5 Prozent (Einnahmeausfälle könnten durch eine höhere Besteuerung der Bodenwerte aufgefangen werden) sowie eine Reform der Grundsteuer hin zu einer reinen Bodensteuer, damit der Anreiz zur Bebauung steigt.

Hinzu macht das Bundesinstitut für Bau-, Stadtund Raumforschung (BBSR) ein hausgemachtes Problem der Kommunen aus: In einem Gutachten heißt es, der Wohnungsneubau sei in zunehmend komplexe Abstimmungs- und Abwägungsaufgaben (rechtlich, politisch) eingebunden. Die daraus entstehenden Verzögerungen, Unsicherheiten und die resultierenden inhaltlichen Forderungen an den Wohnungsneubau wirken insgesamt hemmend und zusätzlich preistreibend.

Zusammengefasst heißt all das: Wie immer geht es auf den Wohnungsmärkten um das richtige Zusammenspiel von Staat und Markt (sofern es dies überhaupt geben kann) sowie um die Zwangslage der Kommunen, die zwischen Gewerbe- und Wohnungsbauflächen abwägen müssen, zumindest in den gefragten Regionen immer zu wenig Bauland haben, ihre Planungs- und Vergabeverfahren optimieren können, durch steuerliche Anreize auf Einnahmen verzichten und durch eine Erhöhung der Förderung mehr Ausgaben tolerieren müssen. Und wie immer gibt es ganz offensichtlich vor allem Verlierer: Menschen, die sich Wohnen nicht mehr leisten können, Investoren, die sich gegängelt fühlen, Politiker, die angefeindet werden. Recht machen kann man es niemand. Denn anständig Wohnen wird in Deutschland längst als unantastbares Grundrecht empfunden. Es ist das alte Lied. Aber irgendwie ist es doch auch beruhigend, dass alle paar Jahre über dieselben Themen heftigst gestritten wird und es alles in allem in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland doch ganz gut funktioniert hat mit der sogenannten Wohnungsbaupolitik – egal ob Staat oder Markt, ob sozial oder Rendite.
Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Immobilien & Finanzierung - epaper die aktuelle Ausgabe 9/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …
Mehr zeigen

Folgen Sie Immobilien & Finanzierung - epaper


Gerne informieren wir, die United Kiosk AG, Sie kostenlos per E-Mail über neue Ausgaben von Immobilien & Finanzierung - epaper, aktuelle Aktionen und andere Produkte, wie zum Beispiel angebotene Zeitungen oder Zeitschriften. Dazu erheben wir auch personenbezogene Daten. Wenn Sie damit einverstanden sind, klicken Sie einfach nach Eingabe Ihrer Daten auf den Button „gratis abonnieren“ und erklären Sie damit Ihre Einwilligung.
Falls Sie keine Infos mehr bekommen möchten, können Sie Ihre Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft hier widerrufen.
Gerne informieren wir, die United Kiosk AG, Sie kostenlos per E-Mail über neue Ausgaben von Immobilien & Finanzierung - epaper, aktuelle Aktionen und andere Produkte, wie zum Beispiel angebotene Zeitungen oder Zeitschriften. Dazu erheben wir auch personenbezogene Daten.
Mehr zeigen

Steckbrief von Immobilien & Finanzierung - epaper

Lieferzeit Abo sofort, mit der aktuellen Ausgabe
Lieferzeit Einzelheft sofort
Ausgabe 9/2018 vom 31.08.2018
Nächste Ausgabe 10/2018 am 04.10.2018
Erscheint zweiwöchentlich , 24 Ausgaben pro Jahr
Sprache Deutsch
Zugriff nach der Registrierung online in der Bibliothek lesen & als PDF downloaden
Kategorie Businessmagazine

* inkl. Mehrwertsteuer und Servicepauschale für Einrichtung und Versand

Stöbern Sie im Archiv von Immobilien & Finanzierung - epaper

Entdecken Sie mehr von "Fritz Knapp Verlag GmbH"
TrustedShops Bewertung
-/5.0 
noch keine Produktbewertungen für Immobilien & Finanzierung - epaper
Leser und Leserinnen, die Immobilien & Finanzierung - epaper bestellt haben, bewerten dieses Produkt sicher über Trusted Shops. Sagen Sie uns Ihre Meinung:
Bewerten
Entdecken Sie
aktuelle
BESTSELLER
NEWCOMER,
frisch für Sie
eingetroffen
Sparen Sie bei
Zeitschriften
mit RABATT
Stöbern Sie
durch ALLE
KATEGORIEN
Unsere Webseite verwendet Cookies, um Ihnen einen optimalen Service zu bieten. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden. Mehr Informationen.