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Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Musik & Kirche - epaper die aktuelle Ausgabe 2/2019 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Ein neues evangelisches Gesangbuch?
„Was singen wir morgen?“ lautete die Überschrift einer hochkarätig besetzten Tagung im Michaeliskloster Hildesheim, die vom 31. Oktober bis 2. November 2018 stattfand.
Durch die Jahrhunderte dienten Gesangbücher für die Kirchen als Basis des gottesdienstlichen Gesanges und gaben zugleich wichtige Impulse für die persönliche und gemeindliche Spiritualität. Gleichzeitig galten Gesangbücher immer auch als Identitätsmarker des Christseins in der jeweiligen Generation, jedes Gesangbuch spiegelt die musikalischen Vorlieben und theologischen Glaubensinhalte seiner Zeit wider. Die Herausgabe eines neuen evangelischen Gesangbuchs ist demnach nicht nur eine musikalische Aufgabe, sondern zugleich Signal einer theologischen Erneuerung. Weit vorausschauend war deshalb die EKD initiativ und fällte im Jahr 2017 die Grundsatzentscheidung für ein neues Gesangbuch, das in etwa (acht bis) zehn Jahren erscheinen soll. Die Tagung im Michaeliskloster Hildesheim wertete gleichzeitig die hymnologischen Impulse aus, die das Liederheft freiTöne, eine gemeinsame Publikation zum Reformationssommer und Kirchentag im Jahr 2017, für das Singen in der Kirche gesetzt hat. Es wurden grundlegende Fragen zur Entwicklung einer aktuellen Kriteriologie für ein neues Gesangbuch (noch ohne die Verbindlichkeit einer bereits eingesetzten Gesangbuchkommission), im Kreis versammelter Fachkompetenz u. a. aus den verschiedenen Landeskirchen in vielen Workshops thematisiert und diskutiert. Dazu gehörten zum Beispiel die Fragen der Singbarkeit, der stilistischen Ausgewogenheit, der theologisch-poetischen Qualität, der Wort-Ton-Beziehung, des inhaltlichen Aufbaus (Rubriken), der Möglichkeiten einer digitalen Version und andere. Bisweilen richtete sich der Blick auch über den deutschen Tellerrand hinaus, zum Beispiel nach Skandinavien. Die grundsätzlichen Vorträge widmeten sich u. a. der soziologischen Frage von Zielgruppen und ihren Hörgewohnheiten.

Thies Gundlach, Vizepräsident der EKD, wies in seinem profunden Einführungsvortrag darauf hin, dass die Herausgabe eines neuen Gesangbuchs nicht nur eine musikalische Aufgabe, sondern zugleich Zeichen einer theologischen Erneuerung sei. Die EKD werde eine Steuerungsgruppe zur Vorbereitung des neuen Gesangbuchs einsetzen, die an die Gesangbuchkommission, den Rat der EKD und eine Reihe anderer Gremien angebunden sein solle. Zur Eröffnung präsentierte Jochen Arnold internationale Lieder aus freiTöne, Stephan Goldschmidt berichtete von dem großen EKD-weiten Liedwettbewerb, der für freiTöne initiiert worden war. Arnd Schomerus beleuchtete den Bibelbezug und den Aspekt Leichter Sprache, LKMD Gunter Kennel führte in die Tagzeitenliturgien ein, LKMD Beate Besser kommentierte den Gender-Aspekt. Meinrad Walter sprach in seinem Vortrag über die Aufgaben und Bedeutungen eines Gebet- und Gesangbuches mit der Erfahrung des neuen Gotteslob, das vorab in 160 Gemeinden erprobt wurde. Seinen Rückblick auf „Fünf Jahre Gotteslob“ finden Sie in diesem Heft auf Seite 104.

Michael Meyer-Blanck wies darauf hin, dass ein Gesangbuch – anders als eine Agende – ein Abbild dessen sei, was tatsächlich gesungen wird. Das EG sei außerdem ein kirchliches Lernbuch und ein überaus vielseitiges außerliturgisches Gebetbuch. Kord Michaelis analysierte den Gebrauchswert des EG und fragte, wie dieser erhöht werden könne. Heinrich Gembris legte eine Analyse zu den musikalischen Präferenzen in verschiedenen Lebensaltern vor: Präferierte Musik löse die stärksten positiven Emotionen aus. Aspekte der Musikvermittlung und Religionspädagogik bzw. Begleitpublikationen sollten bei der Konzeption eines neuen Gesangbuchs daher von Anfang an mitbedacht werden.

Auch das Verhältnis von Stammteil und Regionalteilen muss geklärt werden, Goldschmidt plädiert für nur noch ein Rückmeldeverfahren in die Landeskirchen, Bernhard Leube setzt sich für ein transparentes Prozedere bei der Erarbeitung des neuen Gesangbuchs ein.

Neben dem wertvollen Meinungsaustausch und den durchaus kontroversen Diskussionen entstanden als Ertrag dieser Tagung die „20 Thesen zu einem neuen Gesangbuch“, die sich als Anregungen zur Weiterarbeit der in Hildesheim geführten Diskussionen verstehen (S. 91).

Singen gehört zu den ureigenen Glaubensäußerungen evangelischer wie katholischer Christen. Dies war auf dieser Tagung unausgesprochen und uneingeschränkt Konsens. Ähnlich wie auf katholischer Seite die Herausgabe des neuen Gotteslob und der Einheitsübersetzung und auf evangelischer Seite die Erneuerung der Perikopenordnung oder die Revision der Lutherbibel schwierige und langwierige Prozesse waren, ist die Erneuerung des Gesangbuches ganz sicher eine Mammutaufgabe mit erheblichem Abstimmungsbedarf: Welchen Zweck soll ein neues Gesangbuch erfüllen, soll es zusätzlich auch ein Gebet-, Haus- und Lehrbuch sein? Welche Struktur/welchen Aufbau muss es aufweisen, welche Publikationsformen werden nötig sein? Soll es weiterhin Regionalteile geben?

Wie kann die Spannung zwischen Traditionalität und Modernität (Pop-Anteile) gelöst werden, welche Lieder können (sollten?) entfallen und welche neu aufgenommen werden? Wie können hervorragende Lieddichter für neue Lieder gewonnen werden? Welche Strophen und Tonhöhen werden verändert, welche Veränderungen am Bibelwortlaut sind für professionelle Nutzer und Gottesdienstbesucher noch tolerabel? Sollten nicht – gut reformiert – alle Psalmen Eingang finden? Welche Bekenntnisse und Gebete für welche Situationen soll in den Anhang? Bei der zunehmenden Pluralisierung der Stile und Präferenzen werden die Abstimmungsprozesse für ein neues Gesangbuch ganz sicher langen Atem und wohlwollende Geduld der Beteiligten erfordern. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre dieses Heftes zu einem großen Projekt

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Musik & Kirche - epaper die aktuelle Ausgabe 2/2019 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …

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Steckbrief von Musik & Kirche - epaper

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Ausgabe 2/2019 vom 15.03.2019
Erscheint 2-monatlich , 6 Ausgaben pro Jahr
Sprache Deutsch
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Kategorie Kunstmagazine und Kulturmagazine
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