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Lesen Sie das Editorial von Nationalpark - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Nationalpark - epaper die aktuelle Ausgabe 4/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
als Kind habe ich, wenn ich unbeobachtet war, die von Bauern ausgehobenen Drainagegräben in der Nähe meines Elternhauses in Nordhessen immer wieder zugeschüttet, weil die Tümpel, in denen ich erste Begegnungen mit Stichlingen, Molchen, Fröschen und Kröten hatte, leerzulaufen drohten. So lange ich im Naturschutz tätig bin, nämlich seit fast 60 Jahren, war der Kampf um den Erhalt von Arten und Lebensräumen immer ein entscheidender Teil der Arbeit. Daran hat sich bis heute nichts geändert, wie uns zum Beispiel Hambach lehrt: Von den einst 4.000 Hektar eines historisch alten Waldes sind ganze 200 Hektar übriggeblieben, und auch um die muss noch hart gerungen werden. Die Umdeklarierung des Waldes zum Forst hat seine Zerstörung leichter gemacht. Sprache hat eben eine nicht zu unterschätzende Wirkung auf Wahrnehmung, Bewertung und Umgang mit Natur, wie es die Schweizer Autoren Caviola und Weiss in diesem Heft darlegen.

Der Ausgang der Landtagswahlen im Oktober in Bayern und Hessen wird für den Naturschutz in Deutschland nicht unbedingt förderlich sein. In Bayern wird es wohl auch künftig keinen weiteren Nationalpark geben, und wenn in Hessen 80 Prozent der 2.300 bis 2.800 Windkraftanlagen in Wäldern errichtet werden, wird man den Lebensräumen, in denen ich als Kind geerdet worden bin, durch Rodung, Zerschneidung und Versiegelung schwer zusetzen. Aber noch eine dritte Wahl aus dem Oktober, nämlich die des rechtsgerichteten, menschenverachtenden Populisten Bolsonaro zum neuen Präsidenten Brasiliens, wird der biologischen Vielfalt der Erde tiefe Wunden schlagen, die kaum verheilen werden. Unter seiner Regentschaft dürfte sich die Abholzung des Regenwaldes im Amazonasbecken und der nachfolgende Anbau von Soja durch Großagrarier noch beschleunigen. Mit einem gehörigen Teil des südamerikanischen Sojas wiederum wird unsere bundesdeutsche Massentierhaltung bedient, womit unmittelbar der Beitrag von Wilhelm Breuer tangiert ist. Aus sehr persönlicher, sehr berührender Sicht beschreibt er den Niedergang seines elterlichen Hofes, der das ganze Dilemma der zerstörerischen EU-Agrarpolitik – das Wachsen oder Weichen – zeigt. Ich habe es in meinem Heimatort in Nordhessen ganz ähnlich erlebt.

In Niedersachsen hat sich, nicht allzu weit von meinem Wohnort Osnabrück entfernt, im zurückliegenden Herbst ein eigentlich vermeidbares Drama ganz anderer Art abgespielt, als die Bundeswehr in dem größten noch existierenden Hochmoor dieses Bundeslandes nach langen Wochen extremer Trockenheit den ausgetrockneten Torfkörper mit einer Rakete in Brand geschossen hat. Durch den wochenlangen Schwelbrand ist die Tinner Dose (so der Name des Moores), über die ich 1981 meinen ersten Beitrag für die Zeitschrift Nationalpark geschrieben habe, empfi ndlich geschädigt worden. Spezialisierten Arten wie zum Beispiel Hochmoorlibellen (vgl. den Artikel im Heft) ist damit ein weiterer Lebensraum im einst an Hochmooren sehr reichen Niedersachsen verlorengegangen. Gott sei Dank gibt es im Naturschutz so engagierte Menschen wie Edgar Reisinger, über den Siegfried Klaus im vorliegenden Heft berichtet. Sie sind es, die immer wieder Licht in diese Welt mit den vielen düsteren Machenschaften bringen.

Dass Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, die bevorstehende Advents- und Weihnachtszeit Licht bringen und dass Sie dieses Licht durch das kommende Jahr leiten werde, wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen.
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Kategorie Naturzeitschriften, Landwirtschaftszeitungen und Umweltmagazine

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