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Lesen Sie das Editorial von ÖKOJAGD - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift ÖKOJAGD - epaper die aktuelle Ausgabe 4/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Liebe Leserinnen und Leser,

die Reaktionen auf unser letztes Heft mit den umfangreichen Beiträgen zum Schwarzwild und der Afrikanischen Schweinepest haben gezeigt, dass die Schwerpunktbildung mit der vielseitigen Erörterung der verschiedensten Aspekte aktueller Entwicklungen auf positive Resonanz stößt. Auch die Rückkehr und weitere Ausbreitung großer Beutegreifer ist so ein Phänomen, in dem eine Vielzahl von Faktoren eine Rolle spielt.

Dabei zeigt Karoline Schmidt unter dem treffenden Titel „Wolf – Problem oder Problemlöser?“ die Wechselwirkungen zwischen den flächendeckend hohen Schalenwildbeständen, dem jagenden Menschen und den wiederkehrenden Wölfen sehr facettenreich auf. Einerseits ist der Wolf zwar ein Problem und stellt in erster Linie Weidetierhalter vor ungewohnte Aufgaben, könnte andererseits aber auch zur Lösung der, durch die nach wie vor aufgrund der verbreiteten Hegementalität bedingten, Schalenwildproblematik beitragen. Die direkten Auswirkungen der Wolfsvorkommen auf ihre Beutetiere sind aufgrund vieler unterschiedlicher Voraussetzungen sehr differenziert, in der Regel jedoch geringer, als gemeinhin angenommen. „Ebenso wenig wie der Wolf den Jäger, kann der Jäger den Wolf ersetzen“, zeigt die Autorin an verschiedenen Beispielen auf. Doch die Flexibilität, Bereitschaft zur Veränderung und Abgehen von starren Bejagungsgewohnheiten wird durch das Vorkommen von Wölfen auf jeden Fall gefördert. Insbesondere bei der Waldjagd wird die Unberechenbarkeit des Erfolgs größer, was aber auch einen größeren Reiz der Jagd ausmachen kann, ja ausmachen sollte, wenn die Motivation zur Jagd nicht von Schießbudenmentalität geprägt ist. Auch in anderen Beiträgen wird deutlich, dass aufgrund der enormen Größe der Beutegreiferreviere die quantitative Einflussnahme auf die Schalenwildbestände vergleichsweise gering bleibt.

In unserem zweiten Beitrag räumt die Autorin Birgit Mennerich-Bunge mit vielen Missverständnissen und Fehlinterpretationen von Begriffen auf wie Habituierung, Konditionierung oder der vielzitierten „natürlichen Scheu“, die durch jagdliche Verfolgung wieder hergestellt werden müsse. Sie leitet ganz klar her, dass eine Bejagung von Wölfen oder die vermeintliche Wiederherstellung von „Respekt“ gegenüber Menschen keinen Einfluss auf sein Verhalten gegenüber dessen Nutztieren haben wird. Einzig und allein negative Erfahrungen bei Angriffen auf Schafe oder andere Weidetiere durch wirksame Elektrozäune oder Herdenschutzhunde können das Verhalten von Wölfen dauerhaft beeinflussen, das sie dann auch an ihre Nachkommen weitergeben werden. Dass sich Wölfe in einer dicht besiedelten Kulturlandschaft an die Anwesenheit von Menschen, seine Siedlungen und Infrastruktur gewöhnen und diese genau einzuschätzen wissen, ist gar nicht zu vermeiden und auch nicht von vornherein problematisch. Unbedingt verhindert werden muss aber, dass Wölfe mehrfach die Erfahrung machen, dass Nutztiere eine risikoarm zu erlangende Beute sind oder die Anwesenheit von Menschen mit anderen Nahrungsquellen verknüpft wird, sie gar durch Futter angelockt werden.
Im Beitrag von Gerd Bauer vom ÖJV Hessen werden die gefährlichen Folgen der Anköderung von Wölfen und Bären zu touristischen Zwecken eindrücklich geschildert.

Die Idee, ein Zertifikat für „predator friendly farming“ einzuführen, also eine beutegreiferfreundliche Tierhaltung zu honorieren, könnte ein Mosaikstein in der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung für die von der Mehrheit der Bevölkerung gewünschte Anwesenheit des Wolfes in Deutschland sein. Einen anderen Mosaikstein stellt die Initiative WikiWolves dar, in der auf ehrenamtlicher Basis Freiwillige bei Herdenschutzmaßnahmen tatkräftige Hilfe leisten.

Doch die lobenswerten Aktivitäten der Zivilgesellschaft können die Verpflichtung auch der politischen Entscheidungsträger und zuständigen Behörden nicht ersetzen.
Das für die landwirtschaftliche Tierhaltung in erster Linie zuständige Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft muss endlich nicht nur durch Rufe nach Wolfsabschüssen und Obergrenzen von sich reden machen, sondern aktive Maßnahmen zum Herdenschutz und einer weitergehenden Unterstützung der Weidetierhaltung ergreifen.

Ihnen allen wünsche ich noch eine erfolgreiche Drückjagdsaison und alles Gute im noch Neuen Jahr 2019, in dem der ÖJV weiter für eine zukunftsfähige und gesellschaftlich akzeptable Jagd arbeiten und, falls erforderlich, auch kämpfen wird.

Herzlichst Ihre
Elisabeth Emmert

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift ÖKOJAGD - epaper die aktuelle Ausgabe 4/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …

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Kategorie Naturzeitschriften, Landwirtschaftszeitungen und Umweltmagazine

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