Home / Fachzeitschriften / Pädagogik / Betrifft Mädchen - epaper
Gedruckt
Digital

Zeitschrift Betrifft Mädchen - epaper

Die Zeitschrift wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

 - mehr 
Zum Magazin
Schlagzeilen dieser Ausgabe
Rechtspopulismus und Antifeminismus Nein danke!
epaper-Abo als Weihnachtsgeschenk
4 Ausgaben pro Jahr ab 24.12.2018
25,99 EUR*
epaper-Abo
4 Ausgaben pro Jahr
25,99 EUR*
epaper-Einzelheft
Ausgabe 4/2018 vom 02.10.2018
6,99 EUR*
Vorbestellung epaper-Einzelheft
Ausgabe 1/2019 ab 05.02.2019
6,99 EUR*
Stöbern Sie im Archiv vonStöbern Sie im Archiv von
Betrifft Mädchen - epaper 
Betrifft Mädchen - epaper bestellen und Vorteile sichern
  • Mit dem Probeabo Betrifft Mädchen 30 Tage gratis testen
  • 10,00 EUR billiger als das Jahresabo der gedruckten Ausgabe
  • Sofort loslesen oder Startdatum des Abos selbst bestimmen
  • Gratis Geschenkurkunde zum Ausdrucken mit persönlichem Gruß
  • Sicher und einfach bezahlen

    VISAMasterCardPayPalSEPA

  • Kostenloser Trusted Shops Käuferschutz für noch mehr Sicherheit
  • epaper auf 5 Geräten gleichzeitig lesen: im Web & per App
Betrifft Mädchen - epaper (PDF) für iPhone & iPadBetrifft Mädchen - epaper im Google Play StoreBetrifft Mädchen - epaper im Amazon Shop für Android Appsepaper lesen und United Kiosk Konto verwalten in der Bibliothek

Lesen Sie das Editorial von Betrifft Mädchen - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Betrifft Mädchen - epaper die aktuelle Ausgabe 4/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Liebe Leser*innen,
mit dem Erstarken der AFD und der Neuen Rechten in Europa werden antifeministische Positionen und Bestrebungen in politischen Auseinandersetzungen immer lauter. Mehr denn je werden demokratische und emanzipatorische Errungenschaften infrage gestellt und mehr als zuvor ist eine wachsende Polarisierung in den Debatten um Geschlecht und Sexualität zu beobachten. Zu beobachten ist auch, dass die Angriffe auf frauen*politische Errungenschaften ein weltweites Phänomen darstellen. Vor wenigen Wochen wurden Schwangerschaftsabbrüche in Argentinien endgültig für illegal erklärt. Und in Österreich strich die türkis-blaue Regierung zahlreichen feministischen Vereinen die Fördergelder.

Dieser Entwicklung geht eine antifeministische Stimmung einher, die von tragenden Politiker*innen, Konservativen, religiösen Fundamentalist*innen bis hin zu sogenannten Männer*rechtsbewegungen verkörpert wird. Sei es Donald Trump mit seinen höchst sexistischen Kommentaren gegenüber Frauen*, Tayyip Erdogan, der zahlreiche Frauen* organisationen verfolgen und schließen ließ oder Julia Klöckner (CDU), die den sogenannten „Marsch für das Leben“ – ein Zusammenschluss von Abtreibungsgegnger* innen – unterstützte.

Sie alle haben Verbindungen zur Neuen Rechten und sie alle vereint ein konservatives Frauen*bild mit klassischen Rollenmodellen, in der die „natürliche Ordnung der Geschlechter“ wiederhergestellt werden soll. Der Antifeminismus ist dabei das verbindende Element zwischen Rechtspopulist*innen, religiösen Fundamentalist*innen, (National)Konservativen und rechtsnationalen Gruppierungen. Feministische Mädchen*arbeit findet aktuell in einer Zeit statt, in der das Selbstbestimmungsrecht von Mädchen*, Frauen* und LGBTIQ-Personen zur Angriffsfläche von Rechtspopulist*innen wird. Sie findet statt in einer Zeit, in der „der Feminismus“ zum Feindbild erklärt und als Bedrohung konstruiert wird (vgl. Juliane Lang in diesem Heft).

Diese Ausgabe der „Betrifft Mädchen“ möchte zeigen, in welchen unterschiedlichen Facetten der aktuelle Antifeminismus zum Tragen kommt. Antifeminismus begegnet uns nicht nur in politischen Auseinandersetzungen, sondern auch in der feministischen und emanzipatorischen Mädchen*arbeit. Sie ist elementares Bestandteil der „Identitären“ und reicht bis zu den „Grauen Wölfen“. Wie präsent ist das Phänomen Antifeminismus in der Arbeit mit Mädchen*? Wie begegnen wir in der alltäglichen pädagogischen Arbeit rechtspopulistischen Meinungen – bei Adressat_innen, bei Kolleg_innen? Ist eine nachhaltige Bearbeitung überhaupt möglich? Wie kann es gelingen Räume für alle offen zu gestalten? Die Autor*innen dieses Heftes nehmen in ihren Beiträgen unterschiedliche Blickpunkte zu diesem Thema ein:
Juliane Lang thematisiert in ihrem Beitrag, wie neonazistische Akteure und rechtspopulistische Parteien sich zunehmend in Debatten um Geschlechter- und Gleichstellungspolitiken einmischen. Dabei geht es ihnen vordergründig um die Herstellung eines Bedrohungsszenarios „Gender“ und um die Mobilisierung gegen geschlechtliche und sexuelle Vielfalt. Wie die extreme Rechte hierüber den Anschluss an gesellschaftlichen Debatten sucht, erklärt Juliane Lang in ihrem Beitrag. Was tun, wenn sich Kolleg*innen in der Mädchen*arbeit antifeministisch äußern? Wie sollte man mit Mädchen* umgehen, die rechtspopulistische Positionen vertreten? Mit diesen Fragen befasst sich Johanna Sigl und zeigt Handlungsstrategien auf, mit denen die Soziale Arbeit auf antifeministische und rechtspopulistische Angriffen und Diskursen reagieren kann.

Katharina Nöbl und Judith Goetz* beschäftigen sich in ihrem Beitrag mit Ideologie und Politiken der rechtsextremen „Identitären“. Dabei geht es insbesondere um die Frage, welche Identifikationsmöglichkeiten die Identitären für junge Mädchen* und Frauen* anbieten. Kemal Bozay und Lena Wiese thematisieren in ihrem Beitrag ultranationalistische Einstellungen und Überzeugungsmuster bei türkeistämmigen Mädchen* und Frauen*, die bei den Grauen Wölfen aktiv sind. Dabei beziehen sie sich auf qualitative Interviewergebnisse, die im Rahme einer Studie mit ultranationalistischen Frauen geführt wurden. Was extrem rechte Selbstpositionierungen von jungen Frauen* für die pädagogische Praxis und die politische Bildungsarbeit bedeuten, klären die Autor*innen im Anschluss. Dass soziale Projekte konkret von antifeministischen und rechtspopulistischen Anfeindungen bedroht sein können, zeigt der Beitrag von Matthias Müller anhand verschiedener Beispiele aus Berlin. Hier kommt es nicht nur darauf an, sich selbst klar für eine offene und emanzipative Gesellschaft zu auszusprechen, sondern auch politisch und überregional solidarisch zu handeln.

Kai Dietrich, Karola Jaruczewski und Willy Vetter greifen mit dem Projekt „MUT-Interventionen“ die theoretisch beschriebenen Handlungsstrategien im Umgang antifeministischen Positionierungen auf und setzen sie in ihrer Arbeit mit Praktiker*innen um. In ihrem Beitrag stellen sie vor, wie sie in Beratungsprozessen menschenrechtsorientierte Positionierungen bestärken und professionalisieren wollen und dabei versuchen rechtspopulistische und frauenfeindliche Diskurse aufzudecken. Die Vielschichtigkeit im Umgang mit rechten Diskursen zeigt auch, dass Mädchen* und junge Frauen* seltener ins Blickfeld demokratiepädagogischer Interventionen geraten.

Was bedeutet ein Erstarken von rechtspopulistischen Parteien für die Jugend(verbands) arbeit? Und wie sollte Jugendarbeit auf rechte Positionen und Angriffe reagieren? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Maja Tölke vom Landesjugendring NRW und fordert eine konsequente Jugend( verbands)arbeit, die entschieden für demokratische Werte einsteht und sich gegen rechts positioniert. Unter „Wie wir das sehen“ kommt die feministische Gruppe „Rosen unterm Beton“ aus Mannheim zu Wort. Die jungen Frauen* berichten nicht nur, wie sie antifeministische Angriffe erleben, sondern überlegen auch, wie feministische Positionierungen ein stärkeres Gewicht bei gesellschaftlichen Debatten bekommen können.

Nicht zuletzt hat uns die Arbeit in der Redaktion mit einem ungewohnt politischen Thema bisweilen an unsere Grenzen gebracht. Die Frage, in wie weit ein Raum für unterschiedliche politische Positionierungen gegeben sein sollte und wo die Grenze des Aushaltbaren für uns erreicht ist, wurde kontrovers diskutiert. Nicht zuletzt muss jedes Mädchen*, jede Frau*, jede politischen Gruppe und jede Institution immer wieder selbst um die eigenen Grenzen und ihre Bedeutungen ringen.
Wir hoffen, mit dieser Ausgabe der Betrifft Mädchen auch in Ihren (Arbeits-) Kontexten Diskussionen, neue Perspektiven und Aushandlungsstrategien anzuregen. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Mirka Brüggemann und Lütfiye Ciftci
Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Betrifft Mädchen - epaper die aktuelle Ausgabe 4/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …
Mehr zeigen

Steckbrief von Betrifft Mädchen - epaper

Lieferzeit Abo sofort, mit der aktuellen Ausgabe
Lieferzeit Einzelheft sofort
Ausgabe 4/2018 vom 02.10.2018
Nächste Ausgabe 1/2019 am 05.02.2019
Erscheint quartalsweise , 4 Ausgaben pro Jahr
Sprache Deutsch
Zugriff nach der Registrierung online in der Bibliothek lesen & als PDF downloaden
Kategorie Zeitschriften für Pädagogik

* inkl. Mehrwertsteuer und Servicepauschale für Einrichtung und Versand
TrustedShops Bewertung
-/5.0 
noch keine Produktbewertungen für Betrifft Mädchen - epaper
Leser und Leserinnen, die Betrifft Mädchen - epaper bestellt haben, bewerten dieses Produkt sicher über Trusted Shops. Sagen Sie uns Ihre Meinung:
Bewerten
Kennen Sie schon diese Kategorien?
Entdecken Sie
aktuelle
BESTSELLER
NEWCOMER,
frisch für Sie
eingetroffen
Sparen Sie bei
Zeitschriften
mit RABATT
Stöbern Sie
durch ALLE
KATEGORIEN
Unsere Webseite verwendet Cookies, um Ihnen einen optimalen Service zu bieten. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden. Mehr Informationen.
×