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Zeitschrift journal für lehrerInnenbildung - epaper

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Manuela Keller-Schneider, Daniela Sauer und Andrea Seel - LehrerInnenbildung und Praktikumslehrpersonen Deutschland – Österreich – Schweiz
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Lesen Sie das Editorial von journal für lehrerInnenbildung - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift journal für lehrerInnenbildung - epaper die aktuelle Ausgabe 4/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Fragen nach dem Stellenwert und der Ausgestaltung von schulpraktischen Erfahrungsräumen in der LehrerInnenbildung werden in Deutschland, Österreich und der Schweiz derzeit verstärkt diskutiert. Damit rücken auch jene Lehrpersonen in den Fokus des Interesses, die Studierende in ausbildungsbezogenen Praktika an Schulen in ihren Klassen begleiten. Das vorliegende Themenheft widmet sich der Aus- und Weiterbildung dieser AkteurInnen. Welche Erwartungen werden an die Praktikumslehrperson gestellt? Welche Voraussetzungen müssen für die Tätigkeit erfüllt sein? Welche fachspezifischen, pädagogischen und didaktischen Kenntnisse, welches Professionsverständnis, welche kommunikativen Fähigkeiten und Coachingkompetenzen sind für diese Aufgabe erforderlich? Welche Qualifizierungsangebote gibt es und welche Wirkungen lassen sich beobachten? In der Auseinandersetzung mit der Thematik fällt speziell eines auf: Allein die Bezeichnung für diese Gruppe von Professionellen ist vielfältig. Da gibt es Besuchs-, Betreuungs-, Ausbildungs- und PraxislehrerInnen, aber auch Praxislehrpersonen, PraxispädagogInnen, Praktikumslehrkräfte oder MentorInnen. Die Bezeichnungen spiegeln länderspezifische, gesetzliche, aber auch standortspezifische und institutionelle Rahmungen wider. Sie geben Hinweise auf zugrunde liegende Professionalisierungskonzepte, markieren Paradigmenwechsel oder sind schlichtweg Ausdruck von Gepflogenheiten.

Für den Titel dieses Themenhefts haben wir uns im Herausgeberinnenteam für die Bezeichnung Praktikumslehrpersonen entschieden, in der Hoffnung, dass dieser Begriff für den deutschsprachigen Raum die gemeinte AkteurInnengruppe möglichst treffsicher umreißt. In den Beiträgen hingegen werden von den AutorInnen auch die in ihrem Kontext je üblichen Begrifflichkeiten verwendet. Um den nationalen Unterschieden Rechnung zu tragen, geben wir als Herausgeberinnen in einem einführenden Beitrag einen Überblick über aktuelle Entwicklungen im Bereich der schulpraktischen Studien in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie der Tätigkeit von Praktikumslehrpersonen, den an sie gestellten Anforderungen und ihrer Aus- und Weiterbildung einen entsprechenden Rahmen. In der Folge analysiert Tobias Leonhard die ambivalent betrachtete Aufgabe von Praxislehrpersonen, die einerseits für die Studierenden Orientierungsfiguren darstellen und von den Ausbildungsinstitutionen als wichtige AkteurInnen umworben werden, andererseits von diesen insbesondere dann mit Skepsis betrachtet werden, wenn die Einsozialisation in den Beruf die Ausbildungsaufgabe dominiert. Ein Lösungsansatz zeigt sich in einem ko-konstruktiven Vorgehen der sich ergänzenden Perspektiven. Im Beitrag von Stefanie Schnebel werden Überlegungen zur Bedeutung der Praxislehrpersonen in der Begleitung von angehenden LehrerInnen ausgeführt sowie erforderliche Kenntnisse und Kompetenzen abgeleitet, wobei betont wird, dass sich diese von den Kompetenzen von Lehrpersonen unterscheiden und insbesondere auch die Reflexion eigener Überzeugungen und Werthaltungen erfordern. Mirjam Schwegler, Christa Scherrer und Patrik Bachmann erläutern das an ihren Institutionen entwickelte und realisierte Konzept der kompetenzorientierten Ausbildung von Praxislehrpersonen. Dabei werden die für die Aufgabe von Praxislehrpersonen spezifischen Herausforderungen thematisiert, die sich im Ausbalancieren von Nähe und Distanz zu den Studierenden sowie in der Doppelfunktion als Lehrperson und Praxislehrperson zeigen.

Einblicke in die an der Universität Oldenburg und der Universität Vechta seit 2014 jährlich stattfindende Oldenburger MentorInnenqualifikation bieten Jana-Katharina Dressler, Julia Michaelis und Fedor Stern. Im Fokus der drei Module stehen die Haltung und Rolle der MentorInnen (Modul 1), die Gesprächsführung (Modul 2) sowie die Unterrichtshospitation und -reflexion (Modul 3).

Karin Kleinespel, Maya Zastrow und Will Lütgert widmen sich mit dem Projekt „Ausbildung der Ausbilder (AuAu)“ der Herstellung von Kohärenz schulischer und universitärer Lernbegleitung. Der Beitrag präsentiert ausgewählte Ergebnisse dazu, unter welchen Bedingungen AkteurInnen der universitären und schulischen LehrerInnenbildung Interesse und Motivation entwickeln, um in einem ko-konstruktiven Prozess die Kohärenz auf dem Gebiet der Unterrichtsentwicklung zu fördern.

Isolde Malmberg, Emanuel Nestler und Maximilian Piotraschke berichten von einem Qualifizierungsprogramm für als MentorInnen tätige Praktikumslehrpersonen mit stark fachbezogenen Schwerpunkten. Ergänzend zu fachunspezifischen Elementen der Ausbildung und ihrer Verzahnung mit fachspezifischen führen sie konkrete Vorgehensweisen in der Qualifizierung von Musiklehrpersonen aus.

Am Beispiel einer fachdidaktischen Begleitlehrveranstaltung zeigen Silke Pfeifer und Sonja Unger, wie mit der Methode der dialogischen Intervention neue schulpraktische Erfahrungsräume geschaffen werden können, die die Selbstwahrnehmung der PraxislehrerInnen an der Schnittstelle zwischen Universität und Schule stärken und den Aufbau einer professionellen Identität als MentorIn unterstützen.

Tina Hascher, Sibylle Rahm, Miriam Grüning und Anja Winkler leiten in ihrem Stichwort- Beitrag den Begriff der Praktikumskultur über den Schulkulturbegriff her und ziehen aus der Erforschung und Bestimmung von Praktikumskulturen im Rahmen der binationalen Studie COPRA (Coaching im Praktikum) Schlüsse für die Ausbildung von Praktikumslehrpersonen. Im Methodenatelier stellen Annelies Kreis und Ruth Schäfer-Franke anhand konkreter Vorgehensweisen in einem Training dar, wie MultiplikatorInnen der LehrerInnenbildung und Praxislehrpersonen in der Arbeit mit Videos Kompetenzen zu lernwirksamen Dialogen in Unterrichtsbesprechungen erwerben, um damit einen wichtigen Beitrag in der Ausbildung von angehenden Lehrpersonen zu leisten.

Insgesamt zeugen die Beiträge des Themenheftes davon, dass sich die Bedeutung und Rolle von Praktikumslehrpersonen in der Ausbildung von Lehrpersonen verändert. Damit rückt auch die Frage ihrer Qualifizierung in den Fokus. Neben bisher üblichen allgemeinen Beratungs- und Beurteilungskompetenzen geht es darum, die fachlichen, fachdidaktischen und pädagogischen Expertisen zu erweitern, das eigene pädagogische Handeln und zugrunde liegende Überzeugungen zu reflektieren und sich mit Fragen von Professionalisierung und Professionalität zu befassen. Es gilt, über die Identität als LehrerIn hinaus auch eine als Praktikumslehrperson aufzubauen und ein Bewusstsein für die spezifische Rolle zu entwickeln, die an der Schnittstelle zwischen Universität und Schule steht und sich auf beide Institutionen ausrichtet. Neben Schulungsformaten etablieren sich in diesem Zusammenhang zunehmend auch hybride Räume, in denen Praktikumslehrpersonen, Dozierende der Hochschulen, aber auch Studierende gemeinsam und in komplementären Rollen an den oben skizzierten Themen arbeiten.

Den verschiedenen Ansätzen ist gemeinsam, dass sie weit gesteckte Ziele verfolgen. Inwiefern das in den dafür zur Verfügung stehenden zeitlichen Dimensionen möglich ist – die Angebote reichen von Tagesveranstaltungen bis hin zu umfangreichen Ausbildungen – bleibt offen. Die Herausforderung besteht darin, auf eine Passung von angestrebten und erreichbaren Zielen zu achten und eine Begleitforschung zu implementieren, die neben der Zufriedenheit der TeilnehmerInnen und deren Wahrnehmung ihres Kompetenzerwerbs auch einen Blick darauf wirft, inwieweit sich die angebotenen Qualifizierungsmaßnahmen tatsächlich auf die Begleitung studentischer Professionalisierungsprozesse auswirken.
Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift journal für lehrerInnenbildung - epaper die aktuelle Ausgabe 4/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …
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Steckbrief von journal für lehrerInnenbildung - epaper

Lieferzeit Einzelheft sofort
Ausgabe 4/2018 vom 15.11.2018
Nächste Ausgabe 1/2019 am 01.03.2019
Erscheint quartalsweise , 4 Ausgaben pro Jahr
Sprache Deutsch
Zugriff nach der Registrierung online in der Bibliothek lesen & als PDF downloaden
Kategorie Zeitschriften für Pädagogik

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