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Lesen Sie das Editorial von ZfSp Zeitschrift für Sozialpädagogik - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift ZfSp Zeitschrift für Sozialpädagogik - epaper die aktuelle Ausgabe 2/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Um mich im Folgenden ganz verständlich zu machen, muss ich beinahe ein Jahr zurückgehen: Es war Donnerstag, der 27. Juli 2017, als morgens um 7 Uhr die Welt noch in Ordnung war. Einen Tag zuvor hatte mir ein gewisser ‚Alexander Dobrindt‘ am Telefon einen fabrikneuen Porsche Cayenne Diesel zum Schnäppchenpreis angeboten, als Dienstwagen etwa, ich könne ja mal mit Herrn Engelhardt darüber reden. Sicherlich eine von diesen Fake News, dachte ich spontan, misstrauisch geworden durch dieses Insiderwissen. Offiziell hatte ich mir allerdings Bedenkzeit ausbedungen und mir zu diesem Zweck die Nummer für den Rückruf notiert. Alles andere hätte als uncool gewirkt, gelte ich doch in der Redaktion, auch in der Familie, als Autofreak. Auch unser – unlängst ja auch Donald Trump zwecks Heilung seiner narzisstischen Störung anempfohlener – Wackel-Dackel hatte aufgemerkt, als spüre er, es gehe um etwas Großes, also um etwa eine neue, größere Hutablage. Ich wollte gerade meinen Kindern und dem Hund gleich dazu – meine Frau war schon zur Arbeit – die tägliche Standpauke halten, als, gegen 8 Uhr, schon wieder einer am Telefon hing, diesmal direkt am Redaktionsapparat, und mir erzählte, mich als Sozialpädagogen würde doch sicherlich interessieren, dass im aktuellen Spiegel 30/2017 (vom 22. Juli 2017, S. 138), Rubrik Hohlspiegel, der Briefkopf eines Kreisausschusses des Wetteraukreises abgedruckt sei mit dem Absendervermerk: Fachstelle für unbekleidete minderjährige Ausländer. Ich benötigte erst ein wenig, um den schenkelklopfenden Lärm meines Telefongegenübers nachvollziehen zu können – dann fiel der Groschen: „unbekleidet“ statt „unbegleitet“ – witzig, aber auch nicht so ein Brüller, dass wir von der Zeitschrift für Sozialpädagogik deswegen ein Fass aufmachen und, wie vom Anrufer offenbar erhofft, den Kollegen vom Wetterauer Fachbereich Jugend und Soziales einen einschenken würden. „Shit happens!“, versuchte ich zu erläutern. Aber mein Telefonpartner, offenbar, wie mich sein Äpplewoi-unterlegtes Gebabbel annehmen ließ, aus dem Wetteraukreis, also des Englischen nicht mächtig, verstand mich einfach nicht. Aha, also wieder so einer! Denn eigentlich hatte mich mein ganzes Leben über noch nie jemand wirklich verstanden.

„Ha! ha!“, dröhnte es seinerzeit durchs Wohnzimmer – ich erinnere mich deswegen noch so genau daran, weil wir alle nun, im Frühsommer 2018, Zeuge des Zwergenaufstandes vom Typ ‚konservative Revolution‘ jenes Alexander Dobrindt geworden sind und mir jedenfalls, nach Bildung dieser Bundesregierung mit Dobrindts Chef Horst Seehofer (CSU) als Heimat- und Heimführungsminister, das Lachen zu vergehen beginnt. Aber, um dies nicht etwa als parteipolitisches Statement anfechtbar zu machen: Schuld daran trägt auch Alexander Smoltczyk mit seiner ergreifend betitelten Story Ein Schiff wird kommen im Spiegel Nr. 3 / 13.1.2018, S. 82-87. Lieber Herr Smoltczyk, dieser Titel, angelehnt an das Liedchen der vormaligen Wehrmachtsdrossel (Lili Marleen) Liese-Lotte Helena Berta Bunnenberg, auch Lale Andersen genannt, ist, wie mir scheinen will, nicht wirklich klug gewählt. Dies wurde mir gut vier Woche später klar, beim Anschauen des auf ARD ausgestrahlten dystopischen Flüchtlingsdramas Aufbruch ins Ungewisse, das, wären Sie, Herr Smoltczyk, Textchef bei ARD, möglicherweise unter dem Titel Ein Schiff wird gehen gelaufen wäre. Aber wieder im Ernst geredet und um zum Szenario dieses möglicherweise als Kommentar zum AfD-Wahlergebnis vom September 2017 gedachten Fernsehspektakels zu kommen: Ein durchgehend rechtspopulistisch regiertes Europa als Fluchtursache für Nomalveranlagte – dies scheint mir nicht ganz aus den Fingern gesaugt zu sein, soll heißen: Ich möchte im Moment nicht ausschließen, dass wir zu Nietzsches 175. Geburtstag am 15. Oktober 2019 oder etwas später Vergleichbares erleben werden, nun ja: vielleicht noch nicht gleich zur Flucht Animierendes.

Vielleicht aber zumindest geistig Abstoßendes, der Vorbereitung in Richtung einer schönen neuen Welt nur voller Rechter Dienendes. Nicht umsonst wussten Nazis – wie Alfred Baeumler, Alfred Rosenberg (1893-1946) oder der „Judenschlächter von Krakau“ Hans Frank (1900-1946) – schon immer Nietzsches Geburtstag (gemeint ist diesmal der 100. am 15. Oktober 1944) für Danksagungen dieser Art zu nutzen (landeten allerdings zwei Jahre später, jedenfalls zwei von ihnen, die mit den Lebensdaten Bezeichneten, in Nürnberg am Galgen, ein bei der Pegida ja recht gut angesehenes Symbol). Aber weg von solch‘ düsteren Gedanken hin zur sicherlich strahlenden Zukunft voller blauer Augen und blonder Haare im Identitäre-Bewegung- Einheitsschnitt samt Nietzs-CHE-T-Shirt mit „Nichts ist wahr, alles ist erlaubt“-Beflockung: Vielleicht – so würde ich jedenfalls als Drehbuchautor jenes AfD-Flüchtlingsdramas vom Februar 2018 weitermachen – stehen uns ja für den 15. Oktober 2019 Nietzschegrüße ins Haus aus der Feder des „Starautoren der angloamerikanischen ‚Alternative Right‘-Szene“ (Martin Lichtmesz), also des insoweit offenbar des Schreiben kundigen muskelbepackten und Tatoo-bewehrten Brachialmaskulisten Jack Donovan (Der Weg der Männer [2016]). Der erneut – so ein denkbares Szenario –, wie schon 1934 bei vielen Nazis oder 2007 beim Donovan-Verleger Götz Kubitschek (AfD) beobachtbar (vgl. Sebastian Kaufmann in: Zeitschrift für Sozialpädagogik, Heft 1/2017: 91 f.), die zackige Antwort „Hier!“ gibt auf Nietzsches Frage: „[W]o sind die Barbaren des 20. Jahrhunderts?” Vielleicht noch ergänzt um die zaghaft angebrachte Korrektur (auch Rechte können rechnen!), ob es nicht „21.“ statt „20.“ Jahrhundert heißen müsse. Und erweitert um den Kommentar von Lichtmesz, des Donovan-Fürsprechers bei Kubitscheks rechtsradikalem Antaios-Verlag in Schnellroda, Donovan weise dem an ‚Heldenphobie‘ leidenden „vergrübelten deutschen Leser […] einen befreienden und erfrischenden Weg.“ Dann nämlich, so scheint mir, wird bald schon der Ausblick frei auf ein erneut, wie am 15. Oktober 1944, in Trümmern liegendes Deutschland.

Womit ich bei der Zeitschrift für Sozialpädagogik bin, die sich eben dies – das Publizieren von Wichtigem aus der Feder von Wichtigen – zum Credo erhoben hat und diesem Credo gerade jetzt, in politisch brisanten Zeiten, in besonderer Weise verpflichtet bleibt! Und die, mit dieser Zielsetzung, Unterstützung erfährt durch Marie Bergmann, die schon im Editorial von Heft 4/2017 (S. 342) als neues Redaktionsmitglied vorgestellt wurde und nun, seit Anfang Februar 2018, als „Chefin vom Dienst“ fungiert. Ich begrüße sie mit Freude und im Wissen um ihr Leistungspotential.
Berlin, im März 2018, Christian Niemeyer
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Kategorie Zeitschriften für Pädagogik

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