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Lesen Sie das Editorial von Kinderkrankenschwester - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Kinderkrankenschwester - epaper die aktuelle Ausgabe 8/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Man kann nicht nicht kommunizieren. Paul Watzlawick (1921–2007)
Paul Watzlawick war ein österreichisch-amerikanischer Kommunikationswissenschaftler, Psychotherapeut, Soziologe, Philosoph und Autor. Seine Arbeiten hatten großen Einfluss auf die Familien-, Paar- und allgemeine Psychotherapie. Bekannt jedoch wurde er dem breiten Publikum mit seinem Satz zur Kommunikationslehre, der bereits Generationen von Schülern das Leben schwer gemacht hat: „Man kann nicht nicht kommunizieren“. Basierend auf dieser Feststellung entwickelte Watzlawick fünf Grundregeln zur menschlichen Kommunikation, die er als Axiome bezeichnete. Axiome sind Grundsätze, die keines Beweises bedürfen, erklären sie sich doch quasi selbst.

Man kann also nicht nicht kommunizieren, „denn jede Kommunikation (nicht nur mit Worten) ist Verhalten und genauso, wie man sich nicht nicht verhalten kann, kann man nicht nicht kommunizieren“. Belegt wird diese These mit dem Beispiel der Frau, die im Wartezimmer eines Arztes sitzt und auf den Boden starrt. Auf den ersten Blick kommuniziert sie nicht. Nonverbal teilt sie aber den anderen Patienten mit, dass sie keine Kommunikation wünscht.

Das zweite Axiom lautet „Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt, wobei letzterer den ersten bestimmt.“ Im übertragenen Sinne bedeutet dies, dass meine Beziehung zu einer Person bestimmt, wie eine Aussage zu verstehen ist. Laut Watzlawick enthält jede Äußerung eine Beziehungsaussage. Rein informative Kommunikation gibt es demnach nicht.

Hier knüpft der dritte Grundsatz an, der da lautet: „Die Natur einer Beziehung ist durch die Interpunktion der Kommunikationsabläufe seitens der Partner bedingt.“ Klingt kompliziert, meint aber vereinfacht, dass jeder Reaktion eine Gegenreaktion folgt. Die Kommunikation verläuft kreisförmig, ohne dass man einen Anfangspunkt ausmachen könnte. Beispielhaft steht hier die Kommunikationssituation zwischen Ehepartnern. Sie nörgelt, weil er sich ständig zurück zieht. Er zieht sich zurück, weil sie ständig nörgelt, was wiederum zur Folge hat, dass sie weiter nörgelt. Auch im Pflegealltag lassen sich passende Beispiele finden. Der Patient beschwert sich, dass ihm zu wenig Zeit gewidmet wird. Die Pflegekraft widmet aber diesem Patienten deshalb so wenig Zeit, weil er unbequem ist. Das hat wiederum zur Folge, dass er sich weiterhin beschwert. Ein Teufelskreis, der schwer zu durchbrechen ist.

Das vierte Axiom lautet: „Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten“ und bedeutet, dass Kommunikation nicht nur im gesprochenen Wort (digital) erfolgt, sondern auch analog, also mit Entsprechungen. Während die analogen Elemente häufig Beziehungen ausdrücken, spiegeln die digitalen die Inhaltsebene wider. Das birgt Konfliktpotential durch Fehlinterpretationen seitens der Gesprächspartner. Tränen können sowohl Schmerz als auch Freude ausdrücken und ein Kuss ist nicht immer reine Symphatiebekundung. Ein Beispiel: Das Küsschen, das ein Kind von seinen Eltern bekommt, kann einerseits Ausdruck der Zuneigung sein. Es kann aber auch bedeuten: „Wir wollen unsere Ruhe haben, geh bitte spielen“. Nur wenn diese Aktion von weiteren Aktionen (entweder in den Arm nehmen oder das Kind zum Spielen schicken und sich abwenden) oder verbalen Bekundungen „Mami hat dich lieb“ oder „So, und jetzt geh bitte spielen“ begleitet wird, lässt sie sich eindeutig interpretieren. Hierin liegt auch der Grund, warum Kinder Ironie nicht deuten können.

Der letzte Grundsatz lautet: „Zwischenmenschliche Kommunikationsabläufe sind entweder symmetrisch oder komplementär, je nachdem ob die Beziehung zwischen den Partnern auf Gleichgewicht oder Unterschiedlichkeit beruht.“ Heißt im Klartext, dass im Fall von symmetrischer Kommunikation zwei gleichstarke Partner agieren, die Gleichheit und Verminderung von Unterschieden erreichen möchten. Schwierig wird es, wenn beide Partner versuchen, sich gegenseitig auszustechen. Schlimmstenfalls kommt es zur symmetrischen Eskalation. Bei komplementären Gesprächsverläufen hingegen gibt es immer einen überlegenen und einen unterlegenen Part. Beide Partner ergänzen sich in ihrem Verhalten. Nicht immer, man ahnt es bereits, mit Erfolg für beide. Während „Gegensätze ziehen sich an“ immer noch den positiven Austausch suggeriert, bedeutet die negative Variante, dass sich einer auf Kosten des anderen profiliert. Ein Beispiel aus dem Stationsalltag: A ist Stationsleitung mit entsprechendem Durchsetzungsvermögen. Wieder einmal erfordert ein hoher Krankenstand, dass Kollegen einspringen. Auch Kollege B ist angefragt, eine gutmütige Natur, die schlecht nein sagen kann. So hat A nun wieder einen funktionierenden Dienstplan und glänzt bei den Vorgesetzten, während B überlastet ist und Erholung dringend nötig hätte. Sprache ist so alltäglich und doch, betrachtet man Watzlawick und die Kommunikationsforschung, so scheint „unfallfreies“ Sprechen gar nicht möglich. Kommunikation scheint per se konliktbehaftet.

Sollte man also das Motto „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ verinnerlichen und nur noch sprechen, wenn es sich gar nicht vermeiden lässt? Dann bliebe aber noch die nonverbale Kommunikation, die Verräterin. Besser wäre es, wenn Worte und Körpersprache übereinstimmen und eindeutige Botschaften senden. Klare Ansagen sind wichtig auch im Berufsleben. Aber auch die dazu gehörige Haltung muss stimmen und auch die Bereitschaft, etwaige Zweifel direkt aus dem Weg zu räumen, gehört unbedingt zu einer gelungenen Kommunikation. Schließlich ist das ganze Leben eine fortwährende Botschaft.

Sabine Schwabe-Douah

Dieser Ausgabe liegt eine Beilage der Firma Ausbildungszentrum Laktation und Stillen, Porta Westfalica, bei. Wir bitten unsere Leser/innen um Beachtung!
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Kategorie Pflegezeitschriften und medizinische Fachzeitschriften

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