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Schlagzeilen dieser Ausgabe
STERBEN UND TOD Lebensende in der refl exiven Moderne
Mediale Inszenierung des berauschten Todes
Trauerarbeit auf der Gasse
Palliative Care im Migrationskontext
Lebensende in der Psychiatrie
Gutes Sterben in der Substitutionsbehandlung
Psychotherapie mit psychoaktiven Substanzen
Sterben im Justizvollzug
Forschungsspiegel Sucht Schweiz
epaper-Einzelheft
Ausgabe 2/2016 vom 12.04.2016
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Lesen Sie das Editorial von SuchtMagazin - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift SuchtMagazin - epaper die aktuelle Ausgabe 2/2016 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Lesen sie was Marcel Krebs und Sonja Hug,, in dieser SuchtMagazin Ausgabe 2/2016 vom 12.04.2016 schreibt:

Liebe Leserin, lieber Leser

Sterben und Tod sind nicht einfach natürliche, biologische Vorgänge, sondern immer auch gesellschaftlich und kulturell geformt. Exemplarisch zeigt dies im vorliegenden Heft die Fotoserie von Sabine Rock zum Umgang mit dem Tod in verschiedenen Kulturen. Ein Grundmerkmal im Zuge der fortschreitenden Modernisierung moderner Gesellschaften ist jedoch, dass nicht mehr einfach gestorben wird, sondern Sterben zunehmend zur letzten riskanten Lebensphase des modernen Individuums wird, welche unter der gesellschaftlichen Leitvorstellung des «guten Sterbens» zu verlaufen hat (vgl. Schneider). Aber gerade für Randständige ist ein Sterben in Gemeinschaft und optimaler Betreuung oft nicht möglich: Sterben ist ein einsamer und isolierter Abschied vom Leben (vgl. Zemp).

In den 1970er- und 80er-Jahren war der Konsum von illegalen Drogen eng mit einer direkten Gefährdung des Lebens verbunden. Heute ist dies viel weniger der Fall. Die Viersäulenpolitik und mit ihr v. a. die Medikalisierung des Heroinkonsums hat dazu geführt, dass es immer weniger Herointote gibt. Gleichzeitig ist die Anzahl der tabakbedingten Todesfälle in der Schweiz seit 1995 in etwa gleich geblieben, Verschiebungen ergaben sich einzig bei den Geschlechtern. Der einsame Tod an einer Überdosis auf einer öffentlichen Toilette ist also selten geworden, nicht aber der Tod nach einer langen Tabak- und/oder Alkoholsucht. Sterben, Tod und Sucht sind nach wie vor verbunden.

Was sich verändert hat, ist die öffentliche Wahrnehmung und die moralische Bewertung. War es in den 1980er-Jahren der illegale Drogenkonsum, der moralisch missbilligt wurde, hat sich der Fokus hin zum gesundheitsgefährdenden Konsum von Tabak verschoben. Der Artikel von Sandro Cattacin und Fiorenza Gamba zeigt auf, wie sich die Darstellung und Wahrnehmung des berauschten Todes seit den 1960er-Jahren bis heute verändert hat. Dabei wird deutlich, dass Tod, Sterben und Rausch immer assoziiert worden sind. Der Deutungszusammenhang allerdings ist jeweils stark abhängig vom Zeitgeist. So wagen Cattacin und Gamba denn auch einen Ausblick auf vielleicht kommende Zeiten, in der der berauschte Tod als eine Möglichkeit eines glücklichen Todes gesehen wird. Eine solche Möglichkeit stellt Peter Gasser mit dem medizinisch-therapeutisch kontrollierten Einsatz von bewusstseinserweiternden Substanzen vor. Damit sollen Menschen in der letzten Lebensphase in der Auseinandersetzung mit ihrem Sterben unterstützt werden. Nicht der berauschte Tod ist hier das Ziel, sondern eine möglichst umfassende Betreuung am Lebensende.

Die Thematik Sterben und Tod in Verbindung mit Substanzkonsum wirft auch Fragen nach der Versorgung von Menschen mit Suchterkrankungen am Lebensende auf. Was bedeutet Palliative Care in der Behandlung von suchtkranken Patienten und Patientinnen (vgl. Salis Gross) und welche ethischen Fragen stellen sich im Behandlungsalltag (vgl. Reiter-Theil)? Wie können hier im Spannungsfeld zwischen dem Respekt vor der Autonomie der PatientInnen und der Fürsorgeverantwortung eines Behandlungsteams refl ektierte Entscheidungen getroffen werden?

Solche ethischen aber auch konzeptuellen Herausforderungen werden auch in einem Gespräch mit zwei Fachpersonen aus der heroingestützten Behandlung (Brandt, KODA Bern) und der Langzeitpfl ege (Zölch, Solina Spiez) diskutiert. Sie gehen auf konkrete Situationen der Betreuung von immer älter werdenden und sterbenden Menschen mit langjährigen Suchtkarrieren ein. Über den Umgang mit dem Thema Tod und Sterben auf der Gasse schreibt Franz Zemp in seinem Essay. Wieder andere Herausforderungen stellen sich im Gefängnis, wo die Betreuung von Sterbenden durch die Logik des Justizvollzugs zusätzlich erschwert wird. Dies zeigt sich gerade auch am Beispiel der Versorgung von SuchtpatientInnen in diesem Rahmen (vgl. Hostettler/Marti/Richter).

Die verschiedenen Beiträge machen deutlich, dass das «gute Sterben» von suchtkranken Menschen nicht «einfach» durch eine professionelle Hilfe erreicht werden kann. Vielmehr stehen wir hier vor der Herausforderung, wie Menschen am «Rande» der Gesellschaft in Gemeinschaften und damit in vertrauter Umgebung in Würde sterben können.

Sonja Hug, Marcel Krebs
Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift SuchtMagazin - epaper die aktuelle Ausgabe 2/2016 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …
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Kategorie Pflegezeitschriften und medizinische Fachzeitschriften

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Inhaltlich leider wenig mit Sucht zu tun :-(
13.10.2018
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