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Neues Denken, Klartext, Gesundheit

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Aktuelles Titelbild von Nexus Magazin - epaper. In der Ausgabe 79/2018 geht es um die Themen: Komplementärtherapie; Browns Gas und die medizinische Wasserstoffforschung; Holistische Gesundheit; Die wahren Ursachen von Herzerkrankungen; Bewusstwerdung; Die Heilung der Wetiko-Psychose; Verschwiegene Studie; Empirische Forschungen zu Geistheilung; Orthomolekularmedizin; Subklinischer Skorbut, Vitamin C und Verbrennungen; Aborigine-Legenden; Steinzeitkrieg im Zentrum der Welt; Anthropologie; Die Turmschädel der Götter; Twilight Zone; Eine Vision vom Ende der Zeit. Lesen Sie gerne Wissenschaftsmagazine? Dann empfehlen wir Ihnen Nexus Magazin - epaper als digitales Abo (eAbo) und Einzelheft zum sofort Loslesen oder als Geschenkabo zum Vorbestellen.
Aktuelles Titelbild von Nexus Magazin - epaper. In der Ausgabe 79/2018 geht es um die Themen: Komplementärtherapie; Browns Gas und die medizinische Wasserstoffforschung; Holistische Gesundheit; Die wahren Ursachen von Herzerkrankungen; Bewusstwerdung; Die Heilung der Wetiko-Psychose; Verschwiegene Studie; Empirische Forschungen zu Geistheilung; Orthomolekularmedizin; Subklinischer Skorbut, Vitamin C und Verbrennungen; Aborigine-Legenden; Steinzeitkrieg im Zentrum der Welt; Anthropologie; Die Turmschädel der Götter; Twilight Zone; Eine Vision vom Ende der Zeit. Lesen Sie gerne Wissenschaftsmagazine? Dann empfehlen wir Ihnen Nexus Magazin - epaper als digitales Abo (eAbo) und Einzelheft zum sofort Loslesen oder als Geschenkabo zum Vorbestellen.
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Lesen Sie das Editorial von Nexus Magazin - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Nexus Magazin - epaper die aktuelle Ausgabe 79/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Liebe Leser,

was ist der Tod? Für die Anhänger der westlichen Religionen ist er etwas Endgültiges: Sie sehen darin das Ende der körperlichen Existenz, nach der der Sterbliche vor seinen Schöpfer tritt und - wenn er sein Sündenregister nicht überstrapaziert hat - auf ewig ins Himmelreich eingeht. Für die Jünger des modernen Materialismus ist sowieso Schluss: Ihnen zufolge gehen nach dem Tod die Lichter aus und unser Körper löst sich, zusammen mit allem, was als „Ich“ bezeichnet wurde, in seine Bestandteile auf. Zwischen beiden Extremen gibt es unzählige Varianten, und gerade in jüngster Zeit hatten die Zurückgekehrten Konjunktur, doch im Grunde lassen sich sämtliche Spekulationen auf einen simplen Fakt herunterbrechen: Das, was wirklich geschieht, weiß nur der Sterbende selbst - und für die Menschen, die er zurücklässt, bleibt ein Fragezeichen.

Ich sitze in einem weißen Skoda Yeti, der die Ag hinunterbraust. Gesteuert wird das Auto von Amara, einem Deutschen, der sich vor 30 Jahren, einer inneren Eingebung folgend, nach Indien begeben und in eine vedische Priesterlinie einweihen lassen hat. Die acht Stunden, in denen wir im Auto sitzen, fliegen nur so vorbei: Wir unterhalten uns über die Kraft der alten Agnihotris, die mit ihren Homa-Feuern über Jahrtausende die Erinnerung an den geistigen Ursprung des Universums aufrechterhielten, über die echten Naadi-Palmblattbibliotheken, die seit Generationen von einer Familie betreut werden und zu denen er Führungen organisiert, über die Bescheidenheit wahrer Lehrer und das herrschende Kali-Yuga, in dem die Menschen von Gier getrieben und die Rechtschaffenheit wie der Glaube an Gott Stück für Stück korrumpiert werden, bis sie gänzlich in Vergessenheit geraten.

„Veda“, sagt er, „das heißt Wissen. Und dieses Wissen war einst auf der ganzen Welt verbreitet.“

„Einst“ meint die Zeit vor dem Kali-Yuga, vor der letzten großen Katastrophe. Die vedischen Texte behaupten von sich, archaische Überbleibsel dieses Wissens zu sein - und selbst dieser Bruchteil ist so tief und exakt, dass man ein ganzes Leben damit zubringen kann, ihn zu studieren. Je länger wir uns unterhalten, je mehr Sanskritbegriffe Amara mir auslegt, desto klarer wird mir: Diese uralten Texte sind ein magischer Spiegel der modernen Wissenschaft. Es ist eine hochrationale, fast technische Sprache - nur, dass diese eben nicht die materielle Welt beschreibt, sondern die geistige. Das Gespräch erinnert mich wieder daran, wie geschlossen das Weltbild der Veden ist, wie stimmig.

Wir unterhalten uns auch über Leben und Tod. Den Veden zufolge sind wir unzerstörbare Seelenfunken, ein Teil Vishnus, des Schöpfers aller Universen. Auch das haben wir vergessen, weil wir von der Raumzeit umhüllt und ins Spiel von Leben und Tod verstrickt sind: samsara, den karmischen Kreislauf. In diesem Kreislauf werden wir wieder und wieder geboren, bis alle karmischen Bindungen, die wir im Laufe unserer zahlreichen Inkarnationen angesammelt haben, aufgelöst sind.

Wenn ein Mensch stirbt, so lässt er den Veden zufolge nur sein Vehikel zurück, seinen Körper. Das sei wie mit diesem Auto, sagt Amara: „Ich steuere es, aber ich bin es nicht.“ Daher gibt es bei den vedischen Priestern auch kein Bestattungsritual, wie wir es kennen: Die Rituale, die durchgeführt werden, dienen der Transformation, der Lösung von der physischen Ebene. Sie sollen es den Zurückgebliebenen genauso wie dem Toten erleichtern, von der materiellen Welt und den Verhaftungen, die sich im körperlichen Leben angesammelt haben, loszulassen.

Ein solches apara prayoga - ein „Nachtod“-Ritual - ist der Grund, warum wir gemeinsam unterwegs nach Akams sind: Am 3. September ist Thomas Kirschner verstorben, der Mann, der NEXUS nach Deutschland brachte und über Jahre dieses Magazin war. Er selbst war Agnostikerund dogmenfrei, hatte aber in den Veden einen Schatz entdeckt, zu dem es ihn immer wieder zurücktrieb. Thomas wollte kein Gewese um seinen Tod, aber da er uns viel bedeutet hat, haben wir beschlossen, ihn im kleinen Kreis zu verabschieden.

Am nächsten Morgen sitze ich gegen 10:30 Uhr in einer familiären Runde aus Mitarbeitern und Freunden auf der Terrasse unseres Verlagsgebäudes. Amara hat seine rituelle Kleidung angelegt und sitzt im Schneidersitz vor kleinen Tischchen. Wir schauen nach Süden - nur Totenrituale werden in diese Richtung ausgeführt; sie sollen Yama, den Herrn des Todes, günstig stimmen, damit er den Verstorbenen aufnimmt und in die nächste Inkarnation geleitet. Das Tischchen säumen Messingschalen mit Sesam und Reis, Obst und Blumenköpfen, ein Kännchen Wasser steht dazwischen. Links und rechts auf dem Tisch stehen hohe Deepam-Lampen aus Messing, in die ich Sesamöl gefüllt habe - Sesam gilt als besonders rein, daher wird er vor allem bei Totenzeremonien verwendet. Zwischen den Lampen, im Hintergrund, lehnt ein Bilderrahmen, in dem Thomas lächelt.

Nachdem Amara rituell seine Hände gereinigt hat, ruft er Ganapathi Ganesh, den Herrn der Yogis an, der den Pfad für alle erleuchteten Wesen vorgibt. Er soll etwaige Hindernisse beseitigen und den Anwesenden die Tür in die höheren Sphären öffnen. Amara nennt astronomischen Zeitpunkt und Ort der rituellen Handlung sowie den Namen des Verstorbenen, um den Vorgang in die Akasha-Chronik einzutragen. So wird er bis zum Ende aller Zeiten gespeichert sein, und alle Anwesenden werden, so Amara, bis zu ihrem eigenen Tod einen Nutzen daraus ziehen. Thomas’ Frau zündet die Öllampen an, auch eine kleinere vor dem Bild, das für Thomas steht.

Dann nimmt Amara ein Muschelhorn in die Hände und bläst hinein: Dreimal schallt ein klarer Ton in die Allgäuer Berge und kehrt zu uns zurück. Der Ton ist ein weiterer Schutz: Er baut ein Feld auf, um störende Einflüsse fernzuhalten.

Das Glöckchen, das der Priester als Nächstes schwingt, und die Mantren, die er dazu aus den heiligen Texten rezitiert, versetzen mich in Trance. Es ist ein diffuser Flashback, aus dem sich die Kernerinnerungen pellen - meine eindrücklichsten Begegnungen mit Thomas. Ich stehe wieder, geführt von einer schrägen Verquickung und dem Wunsch, beim jungen deutschen NEXUS mitzumachen, in der Paul-Neumann-Straße in Potsdam an der Tür und klingele. Thomas öffnet, bittet mich herein, hört sich meine Geschichte an, und drückt mir, weil ich so aufgekratzt bin, zwei Goldstäbe in die Hand - ein Frequenzgerät, das mich beruhigen soll. Er dreht es auf, mich durchzuckt ein Schlag … Ich bin in einem Seminarraum, irgendwo in Berlin. Es ist eines der letzten Feldenkrais-Seminare, die Thomas durchführt, bevor er sich endgültig und ausschließlich dem Verlag widmet. Vor Kurzem habe ich angefangen, für NEXUS zu übersetzen – es ist ein Text von Steven Greer. Thomas fleddert mir meine Übersetzung auf den Tisch, die mit roten Anmerkungen übersät ist: „Ist nicht dein Ernst, oder? Das nennst du Übersetzung?“ Ich bin wie vor den Kopf gestoßen, und beginne, mir die wichtigsten Stilbücher reinzuziehen … Ich liege im Garten des Potsdamer Verlagshauses, die Druckfahne des „Organischen Universums“ von Giuliana Conforto in der Hand, als Thomas aufgeregt auf die Terrasse stürmt und meint, er hätte gerade das Bucheines verrückten Typen aus dem Internet geladen: der heiße Jim Humble, sei ein alter Goldgräber und habe ein Wundermittel gegen Malaria entdeckt …

Die Erinnerungen verschmelzen. Das Gefühl, das in mir hochkommt, kenne ich von den christlichen Begräbnissen, die ich bisher erlebt habe: Da ist diese Trauer über das unwiderruflich Vergangene, die Erinnerungen an die Erlebnisse mit einer Person, die nie wieder da sein wird. Gleichzeitig ist da aber auch ein Schauer von Freiheit, Grenzenlosigkeit, Freude. In solchen Situationen kann ich nie sagen, ob ich weine oder lache. Amara reißt mich aus meinen Gedanken.

„Daniel, kannst du mal den Weihrauch holen? Der ist in so einer gelben Kiste.“



Weiterlesen: https://www.nexus-magazin.de/artikel/lesen/editorial-ausgabe-79

Herzlich
Ihr Daniel Wagner
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Kategorie Wissenschaftsmagazine

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11 Produktbewertungen für Nexus Magazin - epaper
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keinen Kommentar für diese Zeitschrift
10.12.2017

keinen Kommentar möglich für diesen Artikel
03.06.2017

Sehr guter Inhalt, sehr gut aufbereitet
Verfasst von Günter U. | Vorchdorf | 18.05.2017

keinen Kommentar muss die Zeitschrift erst lesen
06.04.2017

sehr gut - nur dieses ständige und alles bewerten geht mir auf den Wecker
22.11.2016

Themen außerhalb der "normalen Tagespresse" machen diese Zeitschrift zur Rarität. Deshalb weiterzuempfehlen für Leute die etwas außergewöhnliches Lesen und Erfahren möchten.
Verfasst von Joerg H. | Schlier | 12.07.2016

Ware wie zugesagt, Lieferung perfekt da Download. Alles bestens, gern wieder.
Verfasst von Martin M. | Bochum | 09.06.2016

Das Magazin enthält viele interessante Beiträge, die auch zum Nachdenken anregen.
Verfasst von Burkhard K. | Döbeln | 14.02.2016

Den Artikel würde ich weiterempfehlen
13.11.2015

Im Nexus-Magazin finde ich stets die Infos, die ich den Mainstream-Medien so nicht finde.
Verfasst von Christiane K. | Ulm | 13.10.2015

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