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Monopol - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 18.04.2019 ⋅ Seiten 146-149 ⋅ Lesedauer ca. 5 Min.

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ELMGREEN & DRAGSET „PRADA MARFA“, 2005

Eine Monografie zeigt die visuelle Erzählkunst von ELMGREEN & DRAGSET

Seit 1995 arbeiten Michael Elmgreen und Ingar Dragset fast symbiotisch zusammen – erst als Paar, später als Partner. Obwohl die beiden sicherlich noch lange nicht am Ende ihrer Karriere sind, wirft der monografische Band der „Contemporary Artists Series“ von Phaidon einen Blick zurück. Gerade die Anfänge des dänisch-norwegischen Duos, die der New Yorker Kritiker Martin Herbert in seinem Text nachzeichnet, zeigen die Konsequenz, mit der sie ihre Themen durchdeklinieren. In einer ihrer ersten Performances Mitte der 90er-Jahre zogen sie einander lange, weiße Strickröcke am offenen Faden vom Körper. Der Zeitlupenstriptease war auch ein Kommentar zu verstaubten Bildern von Männlichkeit.

Wenig später nahmen sie ihre eigenen Körper aus der Gleichung und fingen an, die Räumen zugrunde liegenden Machtstrukturen sichtbar zu machen. Ihre fortlaufende Serie der „Powerless Structures“ umfasst mittlerweile über 200 Arbeiten, in denen sie den öff entlichen Raum ...

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