ESSAY: DER ITALIENISCHE PATIENT

Monopol - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 18.04.2019 ⋅ Seiten 36-40 ⋅ Lesedauer ca. 6 Min.

ESSAY: DER ITALIENISCHE PATIENT

DIE VENEDIG-BIENNALE STEHT FÜR VIELFALT UND TOLERANZ – UND FINDET IN EINEM LAND STATT, DAS VON DIESEN WERTEN IMMER WENIGER WISSEN WILL. EINE BESTANDSAUFNAHME


Fotos: Philipp Zechner/Alamy/mauritius images (vorherige Doppelseite). Castello di Rivoli Museo d’Arte Contemporanea, Rivoli-Torino in comodato Fondazione per l’Arte Moderna e Contemporanea CRT. © The Artist, Courtesy Michael Werner Gallery, New York and London


Wenn am 11. Mai die 58. Kunstbiennale von Venedig eröffnet, steuert Italien noch auf einen anderen Gedenktag zu: Die populistische Regierung aus Fünf-Sterne-Bewegung und Lega Nord wird im Frühsommer ein Jahr alt. Ein Grund zu feiern ist das allerdings nur für einen Teil des Landes. Italiens Demokratie sei in Gefahr, schrieb der Schriftsteller und Mafia-Experte Roberto Saviano kürzlich in einem Gastbeitrag im britischen „Guardian“. Die ausländerfeindliche Rhetorik der Regierung bringe ein Klima des Hasses hervor. Rassistische Aggression gegen Migranten und jeden, der keine weiße Haut hat, breite sich aus. Einwanderer, die nur 8,7 Prozent der ...

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