KATAR: WÜSTEN RO SE

Monopol - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 28.03.2019 ⋅ Seiten 26-27 ⋅ Lesedauer ca. 4 Min.

KATAR: WÜSTEN RO SE

Katar hat sich ein neues Nationalmuseum von Stararchitekt JEAN NOUVEL entwerfen lassen. Der Bau ist atemberaubend – und könnte sogar den politischen Absolutismus untergraben

EIN BESUCH

„Desert Rose“ – so heißen vielleicht B-Movies über verblühte Provinzschönheiten. Doch Jean Nouvel hätte keine bessere Formel finden können für sein neuestes Projekt. Denn das Schicksal des Staates, für den der französische Stararchitekt seinen jüngsten Solitär entwarf, lässt sich an den Blütenformationen, die den lyrischen Namen Wüstenrose tragen, gut ablesen. Dass Katar, ungefähr so groß wie Hessen, das reichste Land der Welt werden würde, war der unwirtlichen Halbinsel am Persischen Golf nicht in die Wiege gelegt. Jetzt erhebt sich das gerade eröffnete National Museum of Qatar wie eine Wüstenrose aus arabischem Sand – als sinnfälliges Bild für diesen kometenhaften Aufstieg.

1904, gut 50 Jahre nachdem sich die aus dem Norden Katars eingewanderte Sippe der al-Thani den Flecken ...

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