Porträt.LAURE PROUVOST: Im Arm des OKTOPUS

Monopol - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 18.04.2019 ⋅ Seiten 80-89 ⋅ Lesedauer ca. 8 Min.

Porträt.LAURE PROUVOST: Im Arm des OKTOPUS

EIN ATELIERBESUCH BEI LAURE PROU VOST IST WIE EINE VISITE IM WUNDERLAND. AUCH IHR FRANZÖSISCHER PAVILLON AUF DER VENEDIG-BIENNALE VERSPRICHT EIN BESONDERER TRIP ZU WERDEN

LAURE PROUVOST, VORBEREITENDE SKIZZE FÜR „FOUNTAIN“, 2018

Wenn es nach Laure Prouvost ginge, würde dieser Text mit einem Gespräch in einem Oktopus beginnen. Künstlerin und Autorin würden sich von einem Riesenkraken verschlingen lassen und sich irgendwo in den unmöblierten Tentakeln, einem eher schleimigen Coworking Space, ein hübsches Plätzchen zum Reden suchen.

Ganz so psychedelisch wird es dann doch nicht, wenn man die 41jährige Französin in ihrem Studio im Süden Antwerpens besucht. Im peitschenden Regen der Hafenstadt sieht der unscheinbare Backsteinbau in einer Seitenstraße nahe dem Kanal wenig magisch aus. Aber wer in Laure Prouvosts verrümpelte Kreativkammer vordringen möchte, muss sich einem AliceimWunderlandMoment stellen. In den wohnzimmergroßen Raum führt nur ein einziges Loch in einer Sperrholzwand, das einem durchschnittlich großen Menschen ungefähr bis zur Hüfte reicht. Als ...

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