REVIEW

Monopol - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 18.04.2019 ⋅ Seiten 124-129 ⋅ Lesedauer ca. 10 Min.

REVIEW

MICKEY MAHAR UND JOSH JOHNSON BEIM REHEARSAL FÜR ANNE IMHOFS AUSSTELLUNG „SEX“, TATE MODERN, LONDON, 2019

In London geht ANNE IMHOF nach „Faust“ mit „Sex“ aufs nächste Level

Warum Sex? Anne Imhof lächelt und sagt, sie möge kurze Titel. Hier im Kellergeschoss der Tate Modern befanden sich, als das Museum noch ein Kraftwerk war, die Tanks. Der Geruch von Öl hängt als Ahnung in der Luft, die Situation ist bunkerhaft. Sie habe, sagt die Künstlerin, seit Tagen kein Tageslicht mehr gesehen. Die Masse der Architektur, die ganze Schwere des Gebäudes ist bei der Pressekonfer - enz zu „Sex“ spürbar. Auch das Gewicht, das auf einer neuen Arbeit lasten muss, die auf ein Meisterwerk folgt.

Anne Imhof bekam für ihre mehrstündige Performance „Faust“ in Venedig 2017 den Goldenen Löwen verliehen, „Sex“ ist ihre erste Arbeit seitdem. Über zehn Tage waren die Tanks, gegen die der deutsche Pavillon winzig ist, tagsüber als Ausstellung begehbar: Das Publikum spazierte über einen Steg, der im brutalistischen Rund zur Tribüne wurde. Über drei Räume präzise platziert waren ...

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