KÜNSTLERPORTRÄT: Menschliches, Zwischenmenschliches

mundus - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 01.03.2019 ⋅ Seiten 6-11 ⋅ Lesedauer ca. 5 Min.

KÜNSTLERPORTRÄT: Menschliches, Zwischenmenschliches

Zur Malerei vonMaike Günther

Vor einigen Jahren erschien ein Buch mit dem gleichnamigen Titel, das fast anderthalbtausend Antworten auf diese Frage enthält. Eine unter ihnen ist besonders bemerkenswert, und kein geringerer als Leonardo da Vinci hat sie geäußert: „Kunst ist eine stumme Dichtung“.
Künstler konnten sich bis zur Erfindung von Videokunst oder Klanginstallationen nicht auf akustische Weise äußern. Maler, Bildhauer und Fotografen besaßen aber eine andere Möglichkeit zu sprechen: mit Gesichtsausdruck, Körperhaltung und Gesten ihrer Motive. Es sind in der Kunstgeschichte oft jene Bilder berühmt geworden, die Gemütsbewegungen auf besonders intensive Weise durch Mimik und Körpersprache auszudrücken verstehen. Man denke hier an dieBetenden Hände von Albrecht Dürer oder anDer Schrei von Edvard Munch. Haltung und Dynamik einer Figur, die Position ihrer Hände, ihr Blick oder die Öffnung des Mundes sind für den Künstler wichtige Gestaltungsmerkmale, um zu vermitteln, wie der im Bild dargestellte Mensch sich fühlt und was er dem Betrachter ...

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