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10 HOT STORIES: HOLLYWOODS NEUE MÄCHTIGE: NETZWERKERINNEN


Grazia - epaper ⋅ Ausgabe 23/2019 vom 29.05.2019

Gegenbewegung zu den alten Macho-Seilschaften: In Hollywood schließen sich immer mehr erfolgreiche Frauen zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen. Von ihnen kann man sich einiges abgucken!


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Bildquelle: Grazia, Ausgabe 23/2019

NEULICH BEI DEN FILMFESTSPIELEN IN CANNES RISSEN SICH VOR ALLEM FRAUEN UM EINE EINLADUNG zur Global Gift Gala. Nicht etwa, weil Brad Pitt (55) oder Leonardo DiCaprio (44) bei dem Event gewesen wären. Im Gegenteil. Als Co-Moderatorin Eva Longoria (44) über Female Empowerment und den Zusammenhalt von Frauen sprach, hingen VIP-Ladys, Schauspielerinnen, Produzentinnen und Regisseurinnen der US-Latina an ihren ...

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NEULICH BEI DEN FILMFESTSPIELEN IN CANNES RISSEN SICH VOR ALLEM FRAUEN UM EINE EINLADUNG zur Global Gift Gala. Nicht etwa, weil Brad Pitt (55) oder Leonardo DiCaprio (44) bei dem Event gewesen wären. Im Gegenteil. Als Co-Moderatorin Eva Longoria (44) über Female Empowerment und den Zusammenhalt von Frauen sprach, hingen VIP-Ladys, Schauspielerinnen, Produzentinnen und Regisseurinnen der US-Latina an ihren Lippen. „Ich schöpfe viel Kraft aus den inspirierenden Frauen um mich herum“, erklärte Eva selbstbewusst, die bei ihrem Auftritt auch für ihre Eva Longoria Foundation warb. „Ich fühle mich in dieser Konstellation niemals allein, sondern bestärkt. Bestärkt, mehr zu tun und mehr zu sein.“ Allein dafür würden wir der engagierten Mutter und Geschäftsfrau gern eine Goldene Palme in der Kategorie „Female Power“ verleihen.

TV- und Filmstar Eva ist nur einer der vielen weiblichen Stars, die endlich enger zusammenrücken, Netzwerke bilden, um sich in allen Business- und Lebenslagen mehr zu unterstützen. „Es ist kein flüchtiger Trend, sondern längst eine Bewegung“, erklärt die Schauspielerin stolz.

Es ist die Gegenbewegung zu den Männerbündnissen in Hollywood. Früher zogen ausschließlich die Bosse mit den dicken Zigarren im Mund die Strippen, schanzten sich die Deals zu. Dass die Mädels das genauso gut oder noch besser beherrschen, zeigen Stars wie Reese Witherspoon (43), Gwyneth Paltrow (46) und Amy Schumer (37), die Netzwerl-uueens der Filmbranche. Sie werden dafür gefeiert, dass sie innerhalb ihrer Clique großzügig Tipps und Kontakte weitergeben, offen über Gehälter sprechen, Feedback geben und Komplimente verteilen. „Wir sind gerade dabei, einen ganz neuen Archetyp zu kreieren“, jubelt etwa Gwyneth über die Sisterhool-uelle. „Wir geben nicht mehr viel darauf, wie wir wahrgenommen werden. Wir stärken uns gegenseitig, wir vernetzen uns, um uns gegenseitig zu unterstützen!“ Klar, dass die Oscar-Preisträgerin und Goop-Gründerin mit ihrem prall gefüllten Adressbuch eine der begehrtesten Gesprächspartnerinnen zwischen L. A. und New York ist. Bei ihren „Goop Wellness“-Summits rennen die Gäste der Blondine regelmäßig die Bude ein. Alle wollen diskutieren, gemeinsame Projekte auf den Weg bringen, und sie hoffen wahrscheinlich auch darauf, dass ein wenig des paltrowschen Unternehmergeists auf sie abfärbt.

TEAM SONNENSCHEIN

Reese liebt es, mit anderen Frauen zusammenzuarbeiten und Zeit zu verbringen. Bei der Arbeit für ihre Produktionsfirma Hello Sunshine schmiedet sie immer wieder neue Kontakte und Allianzen.

10 HOT STORIES

” ES IST KEIN TREND, SONDERN EINE BEWEGUNG!“

GWYNNIES MÄDELS

Die Schauspielerin mag es esoterisch und alternativ. Die Ladys in ihrem Dunstkreis können sich für ihre verrückten Ideen begeistern. Man hilft und versteht sich untereinander.

AMYS TRUPPE

Die Komikerin pflegt seit Jahren enge Freundschaften zu ihrem Business-Circle. Authentizität wird in ihrem Kreis großgeschrieben. „Nehmt uns so, wie wir sind, oder lasst es“, lautet die selbstbewusste Devise.

Ähnlich sieht es bei Leinwandheldin Reese aus. Die Ex von Ryan Phillippe (44) ist mit ihrer Produktionsfirma Hello Sunshine eine weitere strahlende Botschafterin der weiblichen Post-Harvel-ueinstein-Ära. Mit ihrer Firma unterstützt sie ausschließlich Filmprojekte von Frauen für Frauen. „Ich denke an alle Mädchen, die uns erwachsene Frauen dabei beobachten, wie wir zu Architekten unserer eigenen Zukunft werden. Diese Mädchen sind meine größte Motivation.“ Mit ihren Filmprojekten will sie weibliche Protagonistinnen in all ihrer Unterschiedlichkeit und Verletzlichkeit zeigen. „Frauen sollen endlich ihr gewaltiges Potenzial erkennen“, sagt sie. Dafür tut sie sich mit anderen Powerfrauen wie Cameron Diaz (46), Drew Barrymore (44) und Julia Roberts (51) zusammen. Von ihr produzierte Filme wie „Gone Girl“ oder „Der große Trip – Wild “ wurden zu Welterfolgen. Für die von ihr und Nicole Kidman (51) produzierte Serie „Big Little Lies“ wurde sie mit Auszeichnungen geradezu überschüttet!

Nicht minder erfolgreich: Amy Schumer (37), gerade Mutter geworden. Die Schauspielerin sprach bei den Elle Women in Hollywood Awards über ihre Vorliebe fürs Netzwerken: „Ich finde es toll, Mitglied einer Gang zu sein! Klingt das nicht wunderbar kraftvoll?!“

In Deutschland könnten wir übrigens Nachhilfe in Sachen#supportyourlocalgirlgang gebrauchen. Zumindest ist das die Ansicht von Karin Kreutzer, Professorin für Social Business an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht. Sie kommt in einer Studie zu dem Schluss: Frauen netzwerken immer noch schlechter als Männer. Warum? „Frauen sind zurückhaltender, ihr Netzwerk zu instrumentalisieren. Sie möchten eine Beziehung in der Tendenz nicht zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen und achten zuerst darauf, die Beziehung ausgeglichen zu halten“, erklärt die Professorin.

„Oft sind sie sogar bereit, mehr zu geben, als sie bekommen. Das führt dazu, dass Frauen bereits bestehende Netzwerke nicht so effektiv nutzen wie Männer.“ Ein bisschen mehr Hollywood kann uns da also überhaupt nicht schaden.


TEXT: KATHRIN MECHKAT; MITARBEIT: MIRJA JOCHUM; FOTOS: DDP IMAGES (5), GETTY IMAGES (13), IMAGO IMAGES (2), INSTAGRAM@REESE WITHERSPOON, INTERTOPICS, PICTURE ALLIANCE (6), PICTURE PRESS (2), PR