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10 SOS-Signale, mit denen der Körper uns vor Krank heiten warnt


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Funk Uhr - epaper ⋅ Ausgabe 2/2022 vom 07.01.2022

Gesundheit

Es knarzt im Kreuz, rumort belastend im Bauch oder drückt in den Beinen? Dann sind Hausärzte wie Dr. Mohsen Radjai für ihre Patienten die erste Anlaufstelle. Der als „Dr. Mo“ aus dem ARD- Morgenmagazin und der WDR-Sendung „Wissen macht Ah!“ bekannte Experte schwört auf effektive Medizin ohne fragwürdigen und teuren Schnickschnack (siehe Buchtipp), die den ganzen Menschen im Blick behält. Er rät zudem, auf unseren „inneren Arzt“ zu hören. Für FUNK UHR hat er 10 SOS-Signale des Körpers zusammengestellt, die Sie ernst nehmen sollten.

1 Tagsüber immer müde: Stockt nachts der Atem?

Medizinischen Rat sollte zum Beispiel jeder einholen, der sich tagsüber immer wie gerädert fühlt, unvermittelt einnickt, morgens zudem über Mundtrockenheit oder Kopfweh klagt. „Er könnte unter einer Schlafapnoe leiden: Das heißt, ...

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Bildquelle: Funk Uhr, Ausgabe 2/2022

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Medizinischen Rat sollte zum Beispiel jeder einholen, der sich tagsüber immer wie gerädert fühlt, unvermittelt einnickt, morgens zudem über Mundtrockenheit oder Kopfweh klagt. „Er könnte unter einer Schlafapnoe leiden: Das heißt, während der Nachtruhe kommt es wiederholt zu Atemstillständen“, erklärt Dr. Radjai. Betroffene schnarchen meist sehr laut, was ihre Bettnachbarn stört. Durch die Krankheit steigt ihr Risiko für Unfälle, Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall. Wichtig: Auch Probleme wie eine Fettleber oder manche Schilddrüsenleiden begünstigen eine fortwährende Tagesmüdigkeit.

2 Übermäßiger Durst: Könnte es Diabetes sein?

„Ständiges Durstgefühl in Verbindung mit übermäßigem Trinken, vermehrtem Wasserlassen und einem Leistungsknick kann ein Warnsignal bei Diabetes sein“, weiß der Experte. Leider macht sich so was aber erst relativ spät bemerkbar. Daher sollten gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren alle drei Jahre zum kostenlosen Gesundheits- Check-up gehen. Zwischen 18 und 34 haben sie einmalig Anspruch darauf.

3 Unterschätzter Killer: Ist der Blutdruck zu hoch?

Beim Check-up wird unter anderem auch der Blutdruck bestimmt. Gut so, denn ist er dauernd zu hoch, begünstigt das eine Arteriosklerose sowie deren mögliche Folgen wie Herz- oder Hirninfarkt. „Bluthochdruck gilt nicht umsonst als stiller Killer“, verdeutlicht Dr. Radjai. „Anfangs macht er keine Symptome oder eher unspezifische wie etwa Ohrensausen, ein Gefühl intensiven Herzklopfens oder wiederkehrendes Nasenbluten. Diese bitte beachten.“

4 Schmerzen beim Gehen: Quält Gelenkverschleiß?

Wiederholte Anlaufschmerzen in Knien oder Hüfte deuten auf Arthrose hin. Dr. Radjai: „Zunächst spürt man sie nur während der ersten Schritte, später anhaltend bei Belastungen, zuletzt sogar in Ruhe. Frühe Schmerz- und Bewegungstherapie sowie der Abbau von Übergewicht sind das A und O, um Gelenk-OPs zu vermeiden.“

5 Scharfe Stiche im Zeh: Stört zu viel Harnsäure?

Plötzlicher scharfer Schmerz wie von tausend Nadelstichen in Zehen, Fingern oder Knien? „Das ist typisch Gicht, im Blut sind dann erhöhte Harnsäurespiegel feststellbar“, erläutert Dr. Radjai. Meist zeigen sich solche Anfälle als erstes im großen Zeh.

6 Übler Rummel im Bauch: Sind es Gallensteine?

Treten nach dem Verzehr kurz gebratener fettiger Speisen wiederholt Krämpfe im Oberbauch, gepaart mit Übelkeit, auf? „Dahinter stecken vielfach Gallensteine“, verrät der Arzt. Ein Rumoren im Bauch mit Blähungen und Durchfällen wird hingegen häufig nach dem Verzehr individuell unverträglicher Nahrung, etwa mit viel Milch- oder Fruchtzucker, beobachtet. Wer ein Reizdarmsyndrom (RDS) hat, kann ebenso darunter leiden, zudem unter Bauchkrämpfen sowie im Wechsel auch unter Völlegefühl oder Verstopfung. „Daneben sorgen Infekte sowie seltener chronische Entzündungen für Darmprobleme.“

7 Zu schnell aus der Puste:Schwächelt das Herz?

Auch Kurzatmigkeit bei Anstrengungen wie dem Treppensteigen sollten Sie nie als lästige Lappalie abtun. „Die Atemnot kann unter anderem durch eine Herzschwäche bedingt sein, ebenso wie durch ein schweres Lungenleiden“, warnt Dr. Mo.

92% der Deutschen haben einen Hausarzt. Gut so, denn er ist unser Lotse in einem Meer voller verdächtiger Beschwerden

UNSER EXPERTE

Dr. med. Mohsen Radjai, Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin aus Köln (www.hausaerztekoeln-nippes.de)

8 Die Hölle im Haupt: Ist das eine Migräne?

Wer häufig unter Kopfweh leidet, doktert besser ebenfalls nicht allein dran herum. Die Mehrzahl der Betroffenen hat Spannungskopfschmerzen – die meist dumpfdrückenden Charakter haben und beidseitig belasten. Oder Migräne – die in der Regel einseitig pulsierend bzw. pochend auftritt und sich bei Aktivitäten verstärkt. „Da die Dauereinnahme von Schmerzmitteln auf lange Sicht ebenfalls Kopfweh verursachen kann, sollte man sich gemeinsam mit dem Arzt eine wirksame, aber gut verträgliche Therapiestrategie erarbeiten.“

9 Geschwollene Beine: Machen Gefäße schlapp?

Werden die Beine schwer und die Füße dick, ist oft eine Venenschwäche schuld. Jedoch nicht immer. „Es könnten auch Herz- oder Nierenprobleme, ein Lymphödem oder andere Störungen schuld sein“, so Dr. Radjai. Immer gilt: abklären lassen!

10 Blutiger Stuhl: Probleme im Magen oder Darm?

Zu den wichtigsten SOS-Signalen des Körpers zählt Blut im Stuhl. Radjai: „Nur der Gang zum Arzt schafft Klarheit, woher es stammt, ob etwa ein Magengeschwür, Polypen oder Hämorrhoiden die Quelle sind. Nehmen Sie zudem die Darmkrebsvorsorge wahr (Infos: www.darmkrebs.de).“

BUCH-TIPP

„Medizin ohne Schnickschnack“ von Dr. med. Mohsen Radjai, Gräfe und Unzer, 16,99 Euro