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10 Tipps bei: Blasenschwäche


LandApotheke - epaper ⋅ Ausgabe 3/2018 vom 13.06.2018

Wenn beim Lachen und Niesen immer wieder Urin abgeht, ist das für die Betroffenen eine große Belastung. Hausmittel können die Blase stärken und den Harndrang reduzieren.


Artikelbild für den Artikel "10 Tipps bei: Blasenschwäche" aus der Ausgabe 3/2018 von LandApotheke. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: LandApotheke, Ausgabe 3/2018

KÜRBISKERNE Die Samen von Kürbissen sind den meisten Menschen eher als knackige Zutat für Salate bekannt, nicht aber als Heilmittel. Und doch enthalten sie wertvolles Kalium, Calcium und Magnesium, alles Stoffe, die das Zusammenspiel von Muskeln und Nerven unterstützen. Pflanzenhormone, die sogenannten Lignane, stärken zusätzlich die Beckenmuskulatur. Drei Esslöffel Kürbiskerne am Tag genügen.

Stress reduzieren

Wenn sich die ...

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... Blasenschwäche schon in jungen Jahren zeigt, ist das meist ein Anzeichen dafür, dass sie psychisch bedingt ist. Stress hat viele negative Auswirkungen auf unseren Körper, eine davon ist ständiger Harndrang. Ein entspannendes Vollbad kann dabei helfen, zur Ruhe zu kommen und die Muskeln zu entkrampfen. Auch empfehlenswert sind Meditation und Yoga. Es mag seltsam klingen, aber man kann seine Blase auch trainieren. Dabei ist es wichtig, nicht jedem Harndrang sofort nachzugeben und die Toilette aufzusuchen. Dennoch sollten Betroffene die Blase regelmäßig entleeren, damit sie nicht unnötig gereizt wird. Am besten gewöhnen sie sich dafür feste Zeiten an.

CRANBERRYSAFT

Weil Menschen mit Blasenschwäche wenig trinken und ihre Nieren, die Blase und die Harnröhre nicht richtig durchgespült werden, sind sie anfällig für Infektionen. Cranberrysaft enthält Proanthocyanidin, einen sekundären Pflanzenstoff, der die Keime daran hindert, sich in den Harnwegen einzunisten. Zwei bis drei Gläser am Tag sind die ideale Vorbeugung. Im Alltag geben spezielle Einlagen, die den abgehenden Urin aufsaugen und Gerüche binden, Sicherheit – vor allem unterwegs.

Propolis ist eine zähflüssige Masse, mit der Bienen ihren Stock abdichten und vor Bakterien und Pilzen schützen. Eben wegen dieser antibiotischen, antiviralen und antimykotischen Wirkung sagt man dem Bienenharz nach, dass es Infektionen aller Art hemmen und obendrein die Funktion der Blase stärken kann. Dafür zweibis dreimal täglich einige Tropfen Propolis-Tinktur von einem Imker oder aus der Apotheke auf ein Stück Würfelzucker geben und diesen langsam im Mund zergehen lassen.

Die geschwächte Muskulatur stärken

Frauen sind häufig während und nach der Schwangerschaft und in den Wechseljahren von Blasenschwäche betroffen. Dann ist es wichtig, die Beckenbodenmuskulatur täglich mit speziellen Übungen zu trainieren, die eine Frauenärztin oder die Hebamme empfiehlt. Sport ist überhaupt das beste Mittel gegen Blasenschwäche. Doch Vorsicht: Joggen und Tennis belasten die Beckenbodenmuskulatur, Schwimmen und Radfahren sind besser.

SCHACHTELHALM

Zwei Handvoll getrockneten Ackerschachtelhalm in 500 ml Wasser aufkochen und zwei Stunden köcheln lassen. Immer wieder Wasser nachgießen, damit nichts anbrennt. Dann vom Herd nehmen und abgedeckt ziehen lassen. Den fertigen Sud mit etwas Wasser verdünnen und dreimal täglich ein Glas davon trinken. Enthält viel Kieselsäure, die das Bindegewebe stärkt und indirekt bei Harninkontinenz hilft.

ECHTE GOLDRUTE Sie wächst an Wegrändern und ist mit ihren leuchtend gelben Blüten kaum zu übersehen: die Echte Goldrute. Sie wird seit dem Mittelalter eingesetzt und hilft vor allem bei Blasenentzündungen und einer chronischen Reizblase. 1 TL getrocknete Goldrute mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Davon täglich mehrere Tassen und – weil der Tee stark harntreibend wirkt – dazu mindestens zwei Liter Wasser trinken. Bevor man sich mit Hausmitteln selbst behandelt, ist es wichtig, einen Hausarzt, Gynäkologen oder Urologen aufzusuchen, damit die Ursache für die Blasenschwäche abgeklärt wird. Bei den Frauen ist meist die Beschaffenheit des weiblichen Körpers die Ursache. Dennoch ist ein Besuch beim Arzt sinnvoll – bei Männern mit Blasenschwäche sogar noch mehr.

Mit Wasser waschen

Viele Duschgele und Seifen greifen mit ihrem basischen pH-Wert die Scheidenflora an und öffnen damit Keimen Tür und Tor. Grundsätzlich sollten sich alle Frauen, aber besonders diejenigen mit Blasenschwäche, die zu Harnwegsinfektionen neigen, im Intimbereich nur mit lauwarmem Wasser waschen und auf spezielle Pflegeprodukte verzichten – sie sind ohnehin unnötig. Weil die Symptome bei vielen Frauen mit kalten Füßen verstärkt werden, sollten sie sich nach der Dusche oder nach dem Bad schnell abtrocknen und in warme Kleidung schlüpfen.

Viel trinken Viele Betroffene denken den ganzen Tag an nichts anderes als den nächsten Gang zur Toilette. Oft trinken sie dann absichtlich wenig, um das Problem zu umgehen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Dadurch wird der Urin konzentriert und der Harndrang sogar noch verstärkt. Viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen ist bei einer Blasenschwäche sehr wichtig. Zwei Liter Wasser und Fruchtschorlen sollten es am Tag mindestens sein.

HAFER Oft macht die Blase in den Wechseljahren Probleme. Der Östrogenmangel schwächt Beckenbodenmuskulatur, Bindegewebe und die Schleimhäute werden nicht mehr so gut durchblutet. Lindern lassen sich diese Beschwerden mit Hafer, der Phytohormone enthält und Hormonschwankungen entgegenwirkt. Als stärkendes Frühstück jeden Tag eine Wohltat für den ganzen Körper.


FOTOS MAURITIUS IMAGES (2)/CULTURA /WESTEND, PETER RAIDER (1), SHUTTERSTOCK (6)