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11 Warnzeichen verraten Diab etes


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Frau im Spiegel - epaper ⋅ Ausgabe 37/2022 vom 07.09.2022
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Bildquelle: Frau im Spiegel, Ausgabe 37/2022

WAR BEREIT ZU LERNEN Alexandra Park fiel es anfangs schwer, ihren Lebensstil zu ändern

Alexandra Park, 33 Gibt Erfahrungen weiter

„Ich habe viele Fehler gemacht“

Kurz bevor die Schauspielerin die Rolle als Prinzessin Eleanor in der Serie „The Royals” bekam, wurde bei ihr Diabetes Typ 1 festgestellt. „Ich habe dann viele Fehler gemacht, um Karriere und Erkrankung unter einen Hut zu bringen.“ Doch heute hat Alexandra Park den Diabetes im Griff. Sie schrieb das Buch „Sugar High“ über ihre schmerzhaften Erfahrungen.

90 Zahl der Woche

bis 95 Prozent der Deutschen mit Diabetes haben Typ 2, so das Bundesgesundheitsministerium

Die Kurve zeigt steil nach oben. Hatten 2015 circa sieben Millionen Deutsche Typ-2-Diabetes, waren es laut „Deutschem Gesundheitsbericht Diabetes 2022“ letztes Jahr schon 8,5 Millionen. Hinzu kommt, so schätzen Experten, eine Dunkelziffer von mindestens zwei Millionen Betroffenen. Sie ahnen womöglich nicht einmal, dass sie einen Diabetes haben. Denn ein erhöhter ...

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... Blutzuckerspiegel schleicht sich ein, schmerzt nicht. Dabei droht Gefahr für den gesamten Organismus. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Krank heiten steigt bei Frauen um das 6-Fache an, warnt die Deutsche Diabetes Gesellschaft. Demenz-E rkrankungen nehmen durch

Durchblutungsstörungen im Gehirn um 36 Prozent zu, so eine Studie der Universität Glasgow. Doch Folgeschäden wie Gefäß-, Augen- oder Nierenprobleme, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall lassen sich vermeiden. Bei diesen elf wichtigen Frühwarn-Symptomen, die US-Forscher der renommierten Mayo Clinic zusammengestellt haben, besser den Blutzucker vom Hausarzt checken lassen. Liegt er im Grenzbereich oder ist nur leicht erhöht, kann man ihn durch Abnehmen auf einen Body-Mass-Index von 27 und mindestens 150 Minuten Kraft- sowie Ausdauersport pro Woche wieder auf ein gesundes Level senken.

1 Dunkle Verfärbung an Nacken und Gelenken Wenn die Insulin-Resistenz der Zellen zunimmt, kann sich die Haut in Nacken, Gelenkbeugen, den Achseln und den Leisten graubraun verfärben. Überall da, wo Haut auf Haut reibt.

2Hefepilze Glukose ist ein idealer Nährboden für den Hefepilz Candida albicans. Er verursacht Soor im Mund, führt zu Pilzerkrankungen der Scheide. Bei mehr als zwei Infektionen in zwei Monaten unbedingt Blutzuckerwerte checken lassen.

3Sehstörungen Ein hoher Blutzuckerspiegel zieht Wasser aus den Augenlinsen. Sie können nicht mehr ausreichend fokussieren, das Auge sieht häufig nur noch verschwommen. Unbehandelt kann es zu Schäden an den Blutgefäßen der Netzhaut kommen.

GETRÜBTER BLICK Bei Diabetes kann es zu verschwommenem Sehen kommen

4 Empfindliches Zahnfleisch und geröteter Gaumen Diabetes erhöht den Glukose-Spiegel im Speichel. Parodontitis-Mundkeime vermehren sich. Das zeigt sich durch ein empfindliches, geschwollenes rotes Zahnfleisch, Mundgeruch und Bluten.

5 Schlechter Atem Bei hohen Zuckerwerten kann der Körper kein Insulin einsetzen, um Energie zu gewinnen, und baut Fettzellen ab. Als Abbau-Produkte entstehen Ketonkörper, die den Atem – wie nach längerem Fasten – süßlich-säuerlich riechen lassen, fast wie Nagellack oder reifes Obst.

Nick Jonas, 29 Hilft aufzuklären

„Fühlte mich allein gelassen“

Der jüngste Bruder der Pop-Rock-Band „Jonas Brothers” bekam im Alter von 13 Jahren die Diagnose Typ-1-Diabetes. Er hatte zuvor scheinbar ohne Grund mehrere Kilo Gewicht verloren. „Damals habe ich mich sehr allein gefühlt“, verriet er später. Das habe ihn dazu veranlasst, sich für Kinder mit Diabetes einzusetzen. Seine Ratschläge und Erfahrungen sind häufig Thema seiner Posts in den sozialen Netzwerken. Außerdem engagiert sich Nick Jonas in der American Diabetes Association und gründete den Verein „Beyond Type 1“.

UNANGENEHME FOLGE Mundgeruch trotz Zähneputzen? Das ist ein Alarmsignal!

6 Trockene und juckende Haut Bis zu 70 Prozent der Menschen mit Diabetes bekommen Probleme mit der Haut. Denn ein hoher Zuckerspiegel führt zu vermehrter Harnausscheidung und damit l zu Wasserverlust. Das trocknet die Haut aus. Dazu lösen die Stresshormone der Nebennierenrinden Adrenalin und Cortisol oft heftigen Juckreiz aus.

MUTMACHER-NEWS AUS DER FORSCHUNG

. Wer zehn Prozent Gewicht verliert und ein bewegtes Leben führt, hat gute Chancen, Diabetes Typ 2 unter Kontrolle zu bekommen, sogar zu besiegen, sagen Diabetologen der Universität Cambridge. Das klappt auch noch fünf Jahre nach der Erst-Diagnose. Eine rigorose Acht-Wochen-Diät von 700 Kalorien pro Tag stellt sogar nach zehn Jahren jeden zweiten Patienten wieder auf Normbereich. . Das Diabetes-Medikament Metformin, das Patienten verschrieben bekommen, damit sie möglichst kein Insulin spritzen müssen, hält das Gehirn offenbar länger jung und fit. Das hat jetzt eine Studie des Garvan Institute of Medical Research in Sydney gezeigt.

Demenz-Erkrankungen treten seltener auf. Das Mittel schützt auch vor Herzkrankheiten, Krebs, Leberentzündungen und hat eine starke Anti-Aging-Wirkung. . Elektromagnetische Felder verringern den Blutzuckerspiegel, verbessern eine Insulin-Resistenz. Im Laborversuch wirkt das von Forschern der Universität Iowa entwickelte Verfahren bereits nach drei Tagen. Es wird derzeit in Klinik-Studien erprobt. . Täglich etwa ein Gramm Zimt essen senkt den Nüchtern-Blutzucker, berichten Forscher des Joslin Diabetes Center in Boston. Denn der Stoffwechsel verarbeitet Kohlenhydrate besser.

7 Infektanfälligkeit Der erhöhte Blutzuckerspiegel schwächt die weißen Blutkörperchen der Abwehr. Deshalb neigen Betroffene zu Blasenentzündungen und Erkältungen. Zudem werden Wunden nicht mehr ausreichend mit Vitalstoffen für die Reparatur versorgt, weil das Blut zäher fließt.

8 Schwäche und Erschöpfung Durch eine Insulin-Resistenz wandeln die Zellen Glukose nicht mehr ausreichend in Energie um. Rund 61 Prozent der Frühdiabetiker fühlen sich daher schlapp, erschöpft. Und: Oft stören nächtliche Toilettengänge den Schlafrhythmus so sehr, dass es am nächsten Tag zu bleierner Müdigkeit kommt.

9 Gewichtsverlust und Dauerhunger Fehlt der Energielieferant Glukose, greift der Körper Muskeln und Fettreserven an. Immer wachsam werden, wenn in sechs bis zwölf Monaten ohne eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten mehr als fünf Prozent des Gewichts oder über 4,5 Kilo verloren gehen. Der ständige Hunger verschwindet auch beim Essen nicht.

10 Kribbeln und Brennen Bei jedem dritten Diabetiker treten früh Nervenschäden auf. Das zeigt sich durch Kribbeln, Brennen, Taubheit oder ein gestörtes Kälte- bzw. Wärme-Empfinden – vor allem an Zehen, Fingern, Armen und Beinen. Dagegen kann die Einnahme von Benfotiamin (z. B. milgamma protekt, rezeptfrei, Apotheke), einer Vorstufe von Vitamin B1, helfen.

11 Bedürfnis nach Wasser Bei hohem Blutzucker arbeiten die Nieren auf Hochtouren, um die Glukose über den Urin auszuscheiden. Dabei geht Flüssigkeit verloren und der Durst nimmt zu. ◼

TYP 1 ODER TYP 2?

. Diabetes Typ 1 Diese Form beginnt meist schon im Kindesalter. Bei der Autoimmunreaktion zerstören fehlgeleitete Zellen des Immunsystems die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse. Es kommt zu einem totalen Mangel des Hormons Insulin. Betroffene müssen es ihr Leben lang spritzen. .

Diabetes Typ 2 ist mit 90 bis 95 Prozent die häufigere Form der Erkrankung und tritt meist etwa ab 40 Jahren auf. Bei ihr produziert die Bauchspeicheldrüse zwar noch Insulin, das für die Energiegewinnung Zucker aus dem Blut in die Zellen schleust. Doch die Körperzellen verlieren ihre Empfindlichkeit für das Hormon, entwickeln eine Insulin-Resistenz. Übergewicht, Bewegungsmangel, eine zuckerreiche Ernährung oder eine erbliche Vorbelastung sind oft ursächlich.

Salma Hayek, 56 Schock in der Schwangerschaft

„Ich hätte doch weniger süße Früchte essen sollen“

Erst mit 41 Jahren wurde der Hollywood-Star Mutter. Ihre Schwangerschaft war von anhaltender Übelkeit geprägt. Dann der Schock, als bei ihr Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert wurde. „Ich wünschte, ich hätte zu Beginn meiner Schwangerschaft nicht so viele süße Früchte gegessen“, erklärte Salma Hayek später. Denn bei dieser Form von Diabetes wird der Zucker langsamer von den Körperzellen aufgenommen.