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12 NOTEBOOKS IM TEST GRENZ GÄNGER


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Computer Bild - epaper ⋅ Ausgabe 17/2022 vom 12.08.2022

Notebooks

Die Notebook-Hersteller liefern 2022 eine ganze Armada neuer Geräte – über alle Klassen hinweg:Von großen 17-Zoll-Notebooks über reisetaugliche 13-Zöller bis hin zu praktischen Notebook-Tablet-Kombis (Convertibles) ist alles dabei.Wie schlagen sich aktuelle Windows-11-Geräte im Test?

Schmerzgrenze bei Käufern

Für den schmalen Geldbeutel gibt es Modelle schon für deutlich unter 300 Euro. Für Käuferinnen und Käufer mit dickem Portemonnaie sind Geräte für 5000 Euro oder mehr auf dem Markt. Die Schmerzgrenze vieler Nutzer liegt bei 1000 Euro. Deshalb hat COMPUTER BILD zwölf Notebooks bis 1000 Euro auf den Prüfstand gestellt.

Preisgrenzen im Test

Im Testfeld befinden sich Geräte für nahezu jeden Geldbeutel: Einsteigergeräte für unter 400 Euro,Mittelklassegeräte um 700 Euro und Oberklasse-Notebooks, die an der 1000-Euro-Marke kratzen. Nur eine Modellgattung hat COMPUTER BILD ausgeschlossen: die ...

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... leistungsstarken Gaming-Notebooks. Denn die kosten in der Regel mehr als 1000 Euro.

Zollgrenzen nach Aufgabe

Für Nutzer ebenso wichtig wie die Preisfrage ist die Größe eines Notebooks. Und die hängt natürlich davon ab, wie sie den Rechner hauptsächlich einsetzen wollen:

Vorwiegend mobil: Wer viel auf Reisen ist, freut sich über ein kompaktes wie leichtes Notebook.Da sind 12 und 13 Zoll große Geräte genau die richtigen.Sie wiegen meist etwas über 1 Kilogramm und beanspruchen nur die Fläche eines DIN-A4-Blattes. So passen sie auch in viele kleinere Rucksäcke – etwa die Testkandidaten Lenovo Yoga 6 (13 Zoll) und Microsoft Surface Laptop Go 2 (12 Zoll).

Meist stationär: Wer hingegen einen Ersatz für seinen in die Jahre gekommenen Schreibtisch-PC sucht und auch in Zukunft vor allem stationär am Notebook arbeitet, sollte zu einem 16 oder 17 Zoll großen Notebook greifen. Sie sind so groß wie ein DIN-A3-Blatt und in der Regel um die 2 Kilogramm schwer. Im Test: das Honor MagicBook 16 (16 Zoll) und dasThomson Neo 17 (17 Zoll).

Mobil und stationär: Wer sowohl mobil als auch stationär arbeitet, für den sind 14 Zoll große Notebooks oder Modelle in der bei Käuferinnen und Käufern beliebtesten Größe, die 15 Zöller, wie gemacht. Ihr Gewicht liegt meist deutlich unter 2 Kilogramm, ihre Größe genau zwischen DIN A4 und DIN A3.Im Test: vier 14-Zoll-Notebooks und vier Geräte mit 15-Zoll-Display.

Klar abgegrenzte Typen

Doch die Notebooks lassen sich nicht nur nach Preis und Displaygröße, sondern auch nach Typ unterscheiden. Im Test vertreten:

Klassische Notebooks: Dazu zählen die sechs geprüften 15,16 und 17 Zoll großen Geräte.

Ultrabooks: Die 12, 13 und 14 Zoll großen Geräte gehören zur Gattung der Ultrabooks (oder auch Evo-Laptops). Sie sind besonders dünn,leicht und kompakt.

Convertibles: Mit dem Lenovo Yoga 6, HP Envy X360 15 und Thomson Neo 360 X sind auch sogenannte Convertibles imTestfeld. Das sind Modelle, die sich dank drehbarem Display sowohl als Notebook wie auch als Tablet nutzen lassen.

Grenzwertige Verarbeitung

Egal, welcher Notebooktyp: Eine Eins-a-Verarbeitung ist Pflicht. Klar, von einem 17-Zöller für nur 380 Euro dürfen Käuferinnen und Käufer kein edles Alu-Kleid erwarten. Das Kunststoffgehäuse des Thomson Neo 17 ist aber eine Zumutung. Es ist derart weich, dass es sich mühelos zusammendrücken lässt. Offenbar war der Hersteller von der Bauweise selbst wenig überzeugt und pflanzte zur Stabilisierung eine Metallstange ins Gehäuse (siehe Bild Seite 68 oben).

Ebenfalls wenig überzeugend ist das 14 Zoll große Convertible Neo 360 X des gleichen Herstellers. Auch sein Gehäuse wirkt billig.

DerTouchscreen wackelt bei jeder Berührung wie Pudding. Das gilt im Übrigen auch für das auf den ersten Blick edel wirkende Microsoft Surface Laptop Go 2,das auch sehr viel besser verarbeitet ist. Aber sein Touchscreen-Deckel ist wie beim Thomson mit einem labberigen Scharnier an der Bodeneinheit befestigt.

Ein Hingucker ist hingegen das Yoga 6: Lenovo überzieht den Displaydeckel mit Stoff – in der Farbe DarkTeal (Dunkelgrün).

Bildqualität: Grenzenlos gut?

Apropos Display: Neben einer wertigen Verarbeitung sollte ein Notebook auch einen Bildschirm mit hoher Darstellungsqualität haben. Und die beginnt bei der Auflösung. Denn je mehr Pixel sich auf dem Display tummeln, desto mehr Details sind zu sehen, etwa von Fotos oder Filmen. Selbst günstige Notebooks sollten heute mindestens Full HD mit 1920 x 1080 Bildpunkten bieten. Zwei Testkandidaten stechen hier einmal mehr negativ hervor: das Surface Laptop Go 2, das Inhalte nur mit 1536 x1024 Pixeln zeigt. Bei dem 12-Zöller (30 Zentimeter Diagonale) lässt sich das aber noch verschmerzen, weil die Pixel vergleichsweise dicht beieinanderliegen.

Ganz anders beim Thomson Neo 17 mit großer 43-Zentimeter-Diagonale:Websites, Fotos und Videos gibt der nur in der altertümlichen Auflösung von 1600 x 900 Pixeln wieder. Die Wiedergabe wirkt teils schwammig – scharf geht anders. Leider nicht die einzige Schwäche des Display. Es zeigt Inhalte nur dunkel und mit blassen Farben. Und schon bei leicht seitlicher Betrachtung können Nutzerinnen und Nutzer kaum noch etwas erkennen.

Wie es sein soll, zeigt Huawei mit dem MateBook 14. Die Wiedergabe auf dem 14 Zoll großen Display (36 Zentimeter Bilddiagonale) mit 2160x1440 Pixeln ist schön scharf, und Farben sind beinah originalgetreu. Und dank einer Maximalhelligkeit von 451 Candela pro Quadratmeter fällt beim Einsatz draußen die Flucht in den Schatten flach: Auch bei viel Sonnenschein lässt sich etwas auf dem Display erkennen. Somit taugt das Huawei Mate-Book 14 als Arbeitstier im Freien.

Komfort bei Thomson in Grenzen

Bei der Arbeit ist natürlich nicht nur ein gutes Display wichtig, sondern auch eine komfortable Tastatur-Touchpad-Kombi – besonders bei Geräten, die vorwiegend zum Einsatz kommen. Als top stuften dieTester die Eingabegeräte des Lenovo Yoga 6 ein: Die Tastatur bietet einen guten Druckpunkt und ein angenehmes Schreibgefühl. Das Touchpad ist schön groß, setzt Eingaben präzise und ohne Verzögerungen um.

Klasse: Lenovo legt dem Yoga 6 noch einen Stift bei, mit dem sich schnell und einfach Skizzen und Notizen anfertigen lassen. Aber dieTastaturen undTouchpads von neun weiteren Testkandidaten überzeugten ebenfalls. Negativ fielen wieder einmal die Geräte von Thomson auf – insbesondere das große Neo 17. DessenTastatur federt beim Tippen von Texten stark nach, die Tastatur hat einen schwammigen Druckpunkt. Die Oberfläche des Touchpads ist außerdem unangenehm rau. Mausklicks erfordern viel Kraft und sind nur in einem kleinen Bereich desTouchpads möglich.

PREISVERLAUF NOTEBOOKS

Saftige Erhöhung: Der Durchschnittspreis über alle bei Idealo gelisteten Notebooks ist ab Beginn der Coronakrise Anfang 2020 um gut 35 Prozent nach oben geschnellt.

Tempo ohne Grenzen?

Die Thomson-Notebooks stechen auch nicht bei der Arbeitsgeschwindigkeit hervor. Kein Wunder, als Motoren dienen nur lahme Intel-Celeron-Prozessoren. Bei dem Preis ist aber auch nicht mehr drin. Für unter 400 Euro gibt es eben keinen Rennwagen.

Deshalb brauchen Nutzer selbst bei einfachen Internet- und Office-Aufgaben viel Geduld. Neben dem Einstiegsprozessor stecken imThomson Neo 360 X zwei weitere Tempobremsen: Der Arbeitsspeicher (RAM) ist mit 4 Gigabyte sehr knapp. Windows 11, Programme und Daten lagern zudem auf einem langsamen eMMC-Speicher, der mit effektiv 115 Gigabyte auch noch winzig ist.

Top in den Tempoprüfungen waren hingegen das Honor MagicBook 16 und das Medion Akoya P15651. Warum? Das Honor arbeitet mit einem starken AMD-Prozessor, dem Ryzen 5 5600H. Ihm stehen 16 Gigabyte RAM zur Seite. Der Arbeitsspeicher des Medion misst ebenfalls 16 Gigabyte. Als Motor dient ein bärenstarker Core-i7-Prozessor von Intel (siehe Bild vom geöffneten Medion unten). So absolvierten beide Notebooks die Prüfungen mit einem richtig hohen Tempo. Wartezeit mit Däumchendrehen? Gab es selbst bei kräftezehrenden Foto- und Videobearbeitungen kaum.

Wo liegt die Ausdauergrenze?

Manko: Die starke Hardware im Medion genehmigte sich viel Energie. Es kam im Test keine vier Stunden ohne Steckdose aus. Das unterboten nur noch die beiden Thomson-Notebooks (Vergleich von Tempo und Akkulaufzeiten ganz unten). Das reicht so nicht einmal für eine Bahnfahrt von Hamburg bis Frankfurt am Main.

Zum Vergleich: Fast bis Italien kommen Nutzer mit dem Lenovo Yoga 6. Das schaffte im Test beinah zehn Stunden, bevor der Akku restlos leer war. Und für eine volle Akkuladung benötigte das Lenovo keine zwei Stunden – ein sehr guter Wert.

[il]

Ein Blick ins Innere des Medion P15651: Die Core-i7-CPU 1 sitzt unter einer Heatpipe, der Arbeitsspeicher unter einem Blech 2 . Der MX450-Grafikchip 3 befindet sich ebenfalls unter einer Heatpipe. Die M.2-SSD 4 ist eingehüllt, Platz für eine zweite 2,5-Zoll-SSD gibt es 5 , doch fehlen die Anschlüsse. Hier hätte Medion besser einen größeren Akku 6 einbauen sollen.

FAZIT

Hohes Arbeitstempo, ein gutes Display, Eins-a-Eingabegeräte und eine mit fast zehn Stunden extrem lange Akkulaufzeit: Mit diesem harmonischen Vierklang wanderte der 13-Zöller Lenovo Yoga 6 13 (2022) auf den ersten Platz. Aber nicht jeder will 899 Euro oder mehr für ein Notebook ausgeben. Für 350 Euro weniger gibt es den 15 Zoll großen Preis-Leistungs-Sieger Huawei MateBook D 15. Der bietet zwar nicht die gleich hohe Bildqualität, arbeitete im Test aber ebenfalls flink, kam fast sieben Stunden ohne Steckdose aus und hat eine gute Tastatur-Touchpad-Kombi – wenn auch ohne Tastaturbeleuchtung.

DAS BESTE NOTEBOOK-ZUBEHÖR

Tastatur-Maus-Set

Die Tastatur des Sets Logitech MK850 bietet ein gutes Schreibgefühl, die Maus lässt sich angenehm bedienen.

Preis: 70 Euro.

TESTERGEBNIS gut 1,9

27-Zoll-Monitor

Der Philips 272E1GAEZ überzeugte mit hoher Bildwiederholrate und hoher Farbtreue – und das zum fairen Kurs.

Preis: 200 Euro.

TESTERGEBNIS gut 2,0

Tintentankdrucker

Der Epson EcoTank ET- 8500 trumpft mit extrem niedrigen Druckkosten, hohem Tempo und guter Druckqualität auf.

Preis: 550 Euro

TESTERGEBNIS gut 1,5

Externe SSD

Daten zu sichern ist Pflicht. Dafür eignet sich die WD My Passport SSD mit hohem Tempo und 1 Terabyte Speicher sehr.

Preis: 130 Euro.

TESTERGEBNIS sehr gut 1,2