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„13 Spiele ungeschlagen: Das ist Wahnsinn, das ist verrückt!“


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Sport Bild - epaper ⋅ Ausgabe 36/2022 vom 07.09.2022

SPORT BILD-AWARD 2022

MANNSCHAFT DES JAHRES

Artikelbild für den Artikel "„13 Spiele ungeschlagen: Das ist Wahnsinn, das ist verrückt!“" aus der Ausgabe 36/2022 von Sport Bild. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Sport Bild, Ausgabe 36/2022

Ein Moment voller Glück : 42 Jahre nach dem S ieg im Uefa-Pokal gewa nn Eintracht den Europ a-League-Pott nach einem 6:5 n. E. gegen die Glasgow Rangers im Finale von Sevilla

25 Jahre des Wartens beendet

Seit Schalkes Eurofightern 1997 hatte kein deutsches Team mehr den Uefa Cup oder den Nachfolge-Wettbewerb, die Europa Leauge, gewonnen. Dann kam Eintracht Frankfurt 2022.

Im ersten Jahr von Trainer Oliver Glasner (48) setzte sich die Mannschaft in der Gruppenphase als Erster gegen Fenerbahçe Istanbul, Piräus und Antwerpen durch. In der K.o.- Phase warfen die Euro-Helden Betis Sevilla, Barcelona und West Ham raus und blieben im gesamten Wettbewerb ungeschlagen. Das 3:2 in Barcelonas Camp Nou vor 30 000 mitgereisten Frankfurtern gilt schon jetzt als „Jahrhundertspiel“. Im Finale gab es gegen die Glasgow Rangers ein dramatisches 6:5 nach Elfmeterschießen.

Am Tag danach feierten rund 200 000 Fans die Mannschaft beim Autokorso und auf dem Römer-Balkon in Frankfurt. SPORT BILD sagt „Danke“ für den Titel und herzlichen Glückwunsch an die ...

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... „Mannschaft des Jahres“!

Vielen Dank an u nsere Award-Sponsoren !

„Das Spiel in Barcelona hätte nicht drei Minuten länger gehen dürfen, sonst hätten wir den Ausgleich und die Verlängerung bekommen“

Oliver Glasner

SPORT BILD: Herr Trapp, Herr Glasner, herzlichen Glückwunsch zum SPORT BILD-Award 2022 in der Kategorie „Mannschaft des Jahres“. Gemeinsam haben Sie mit Eintracht Frankfurt die Europa League gewonnen und, abgesehen von den Bayern, als erstes Team seit 25 Jahren einen internationalen Titel nach Deutschland geholt. Was hat Ihre Mannschaft, was keine andere hat?

KEVIN TRAPP (32): Unseren Teamspirit! Ich habe in meiner Karriere einige Teams erlebt, aber so einen Zusammenhalt habe ich selten mitbekommen. Natürlich hatten auch wir Spieler, die auch mal enttäuscht oder weniger zufrieden waren. Aber das hat sich nie auf das Team übertragen. Deswegen waren wir als Mannschaft wahrscheinlich oftmals gesehen besser als viele unserer Gegner. Das war der entscheidende Faktor dafür, dass wir erfolgreich waren.

OLIVER GLASNER (48): Es hat sich wirklich jeder in den Dienst der Mannschaft gestellt und seine persönliche Situation dem großen Ganzen untergeordnet.

Was ist mit diesem Team in Ihrer Champions-League-Gruppe mit Tottenham, Sporting und Marseille möglich?

Und wäre das Weiterkommen ein noch größerer Erfolg als der Europa-League-Titel?

GLASNER: Wir gehen in unsere erste Champions-League-Saison ganz klar mit dem Ziel, die Gruppenphase zu überstehen und in die K.o.-Runde einzuziehen. Dafür müssen wir an unserem Leistungszenit spielen, das wollen wir auch zeigen.

„Ich habe noch ein Video von der Auslosung gegen Barça, die Stimmung im Team war gewaltig“

Kevin Tra pp

Womit hat Sie Ihre Mannschaft letzte Saison das erste Mal überrascht, Herr Glasner?

GLASNER: Noch als ich Wolfsburg-Trainer war, habe ich in den Spielen gegen Eintracht gemerkt, dass in dieser Mannschaft viel Energie steckt. Als wir am Saisonanfang bis September kein Spiel gewonnen hatten, haben trotzdem alle mitgezogen und das Vertrauen in uns Trainer nicht verloren. Da ist Tuta, der nach dem Pokal-Aus in Mannheim sieben Spiele nicht eingesetzt wird und dann gegen den FC Bayern in der Abwehr den ersten Sieg in München seit fast 22 Jahren sichert.

Gonçalo Paciência kommt in der Gruppenphase gegen Antwerpen rein und übernimmt die Verantwortung, in der letzten Minute einen Elfmeter zum Sieg zu verwandeln. Dabei hat er nicht vor Selbstvertrauen gestrotzt, weil er zuvor nur wenig Spielzeit erhalten hat. Das waren die Momente, die uns weit nach vorne gebracht haben.

Können Sie mit über drei Monaten Abstand begreifen, was Sie mit dem Finalsieg in Sevilla erreicht haben? Und wie oft denken Sie daran?

GLASNER: Es ist ehrlicherweise nicht mehr so präsent, aber in Momenten wie auf dem Flug zur Preisverleihung kommen die Bilder wieder. Als wir Anfang August den Supercup in Helsinki gegen Real Madrid gespielt haben, hatten wir tagsüber etwas Zeit alleine im Hotel. Da ist mir erst so richtig bewusst geworden, was wir hier erreicht haben. Dass wir am Abend im europäischen Supercup gegen den Champions-League-Sieger Real Madrid antreten dürfen. Das 0:2 war dann die erste gemeinsame europäische Niederlage von Kevin und mir. Wenn ich mir vor Augen führe, dass wir den Titel mit 13 ungeschlagenen Spielen geholt haben, denke ich: Das ist Wahnsinn, das ist verrückt! Was haben wir da geleistet? Und je häufiger ich damit konfrontiert werde, desto unglaublicher ist es.

TRAPP: Da gibt es nicht mehr viel hinzuzufügen. Wir werden das erste Mal in der Vereinsgeschichte in der Champions League antreten. Gefühlt spricht jeder, ob SGE-Fan oder nicht, von dieser Reise durch Europa. Bei uns im Stadion gibt es den Song „Schwarz-weiß wie Schnee“, den die Fans immer kurz vor Anpfiff singen. Darin singen sie normalerweise „wir holen den DFB-Pokal“… jetzt singen sie eben „den Uefa Cup“. (lacht)

Welches war der Moment, als Sie gemerkt haben, das wird es?

GLASNER: Unsere Leistung im Achtelfinal-Hinspiel bei Betis Sevilla.

TRAPP: Das war bis zu dem Zeitpunkt eines unserer besten Spiele!

GLASNER: Wir haben 2:1 gewonnen, aber das hätte auch 4:1 oder 5:1 ausgehen können. Betis war zuvor gerade ins spanische Pokalfinale eingezogen und hatte einen Lauf. Das hat uns bewusst gemacht, dass wir viele Mannschaften vor Probleme stellen können.

TRAPP: Dann folgte noch das Rückspiel zu Hause und das Kopfball-Tor von Hinti (Hinteregger; d. Red.) in der 119. Mi-nute, das uns das Weiterkommen gesichert hat. Da haben wir gemerkt, dass wir auch das Momentum auf unserer Seite haben.

Und dann kam Barcelona …

TRAPP: Ich habe noch ein Video von der Auslosung auf dem Handy, die Stimmung im Team war gewaltig. Wir haben uns gefreut, weil wir wussten: das wohl attraktivste und schönste Spiel, das man bekommen konnte, auch wenn wir krasser Außenseiter waren. Aber man hat direkt gemerkt, wir können das schaffen, wir können sie schlagen.

„Wenn du nach 42 Jahren etwas zum ersten Mal wieder erreichst und glaubst, du musst das bestätigen, machst du Fehler“

Oliver G lasner

GLASNER: Drei Tage nach der Auslosung hat Barcelona 4:0 gegen Real Madrid gewonnen. Da dachte ich kurz: Ach du Scheiße! Aber wir haben uns intensiv auf die Aufgabe vorbereitet, und die Jungs haben den Glauben entwickelt, dass alles möglich ist. Glaube versetzt Berge, und die haben wir versetzt.

TRAPP: Wir hatten zu diesem Zeitpunkt einfach das Gefühl, dass wir sehr weit kommen können, auch wenn das Finale noch weit weg war. Ähnlich war es 2019, als wir erst im Halbfinale an Chelsea gescheitert sind. Da haben wir gemerkt, was der Glaube auslösen kann.

GLASNER: Und dann waren wir in einem Flow. Beim Rückspiel in Barcelona (3:2 für Frankfurt; d. Red.) hätte das Spiel nicht drei Minuten länger gehen dürfen, sonst hätten wir den Ausgleich und die Verlängerung bekommen. Bei West Ham im Halbfinale ging im Hinspiel ein Fallrückzieher der Engländer an die Latte.

TRAPP: Wie gesagt, das Momentum war bei uns.

Das gilt auch für die 118. Minute im Finale gegen die Glasgow Rangers, das 6:5 nach Elfmeterschießen endete, als Sie mit einer schon jetzt legendären Fußparade das 1:1 festgehalten haben. Wie haben Sie das an der Seitenlinie gesehen, Herr Glasner?

GLASNER: Ich habe das ehrlicherweise gar nicht genau mitbekommen. Ich hatte gedacht, dass der Schuss an den Pfosten ging. Danach habe ich nur gesehen, dass Kristijan Jakic den Nachschuss mit dem Kopf noch über das Lattenkreuz gelenkt hat. Erst beim Essen in Frankfurt, als die Szene auf einem Bildschirm lief, habe ich gesehen, was das für eine unglaubliche Parade war!

TRAPP: Es geht auch weniger um die Parade als um das, was wir geleistet haben. Rafael Borré hatte vorher den Ausgleich geschossen, Filip Kostic mit einer eigentlich unmöglichen Flanke die Vorlage gegeben. In dieser Saison hat jeder seinen Teil dazu beigetragen, dass wir erfolgreich waren.

Was hat die Mannschaft gedacht, als zwei Tage später Fotos von Oliver Glasner aus dem „Bierkönig“ aufgetaucht sind?

TRAPP: (lacht) Wir haben sie direkt rumgeschickt, auch mehrfach. Es waren ja genügend davon im Internet. Es war einfach richtig lustig und irgendwie auch sympathisch.

GLASNER: Mir hat damals keiner was geschrieben (lacht).

Herr Trapp, was zeichnet Ihren Trainer sonst aus?

TRAPP: Er ist ein Trainer, der überall, wo er war, Erfolg hatte. Er achtet sehr auf Details, hat immer einen Plan und weiß genau, wie er die Mannschaft einstellen muss. Ich muss wirklich sagen, dass es zurzeit viel Spaß macht, weil wir einen Trainer haben, der die Mannschaft und einen selbst besser macht. Und, Herr Glasner, was zeichnet Ihren Torwart Kevin Trapp aus?

GLASNER: Neben seiner Qualität im Tor ist Kevin ein Musterprofi. Er ist einer der Ersten, die morgens da sind, und auch er legt Wert auf alle Details, auf das Aufwärmen, auf die richtige Ernährung. Er ist dazu sehr ehrgeizig – und sehr modebewusst.

Haben Sie Ihrem Trainer auch schon einmal eine Empfehlung gegeben?

TRAPP: Das brauche ich gar nicht, der Trainer ist immer gut angezogen (lacht).

Sie haben vor zwei Wochen ein Angebot von Manchester United abgelehnt, Herr Trapp, haben Sie das Gefühl, dass Sie in Frankfurt noch nicht fertig sind?

TRAPP: Ich habe bei der Eintracht Unvergessliches erlebt und fühle mich hier sehr wohl. Wir sind ambitioniert, und ich habe das Gefühl, dass die erfolgreiche Reise weitergehen wird.

Neben Ihnen, Herr Trapp, bleibt auch Daichi Kamada im Team – trotz einer Einigung mit Benfica. Kann Ihnen das einen richtigen Schub für die Saison geben, Herr Glasner?

Sie haben sich sehr dafür eingesetzt, dass beide nicht gehen.

GLASNER: Ich erachte es als enorm wichtig, dass die Eintracht ihre Leistungsträger auch halten kann, dazu gehören Ke-vin und Daichi zweifelsohne. Nachdem wir mit Martin Hinteregger und Filip Kostic bereits zwei Identifikationsfiguren und Leistungsträger verloren haben, wäre es meiner Meinung nach für die Eintracht nicht möglich gewesen, den eingeschlagenen Weg erfolgreich fortzusetzen, da wäre der Aderlass einfach zu groß gewesen.

„Gefühlt spricht jeder, ob SGE-Fan oder nicht, von dieser Reise durch Europa“

Kevin Trapp

Wie haben Sie es als Mitspieler aufgenommen, als sie erfuhren, dass Mario Götze bald ins Team stößt?

TRAPP: Ich hatte vorher schon Kontakt zu ihm und war im besten Sinne vorgewarnt. Wir hatten mit dem Verein an sich, den Fans, dem Stadion und der Stadt immer schon viel zu bieten. Und jetzt eben auch extremen sportlichen Erfolg. Dass so ein guter Spieler kommt, weil wir so etwas Großes erreicht haben, zeigt die Entwicklung des Vereins.

Was wollte Mario Götze denn vorab von Ihnen wissen?

TRAPP: Er hat zum Beispiel gefragt, wie die Stadt ist. Mario hatte sich da schon entschieden und wollte mit jemandem sprechen, der im Verein ist. Von unserem guten Teamspirit konnte ich ihm auch vorschwärmen.

Folgt nach dem Erfolg, aber auch den Abgängen von Filip Kostic oder Martin Hinteregger jetzt die noch größere Prüfung?

GLASNER: So dürfen wir nicht denken. Wenn du nach 42 Jahren etwas zum ersten Mal wieder erreichst und glaubst, du musst das bestätigen, machst du Fehler. Du kannst nicht jedes Jahr etwas Außergewöhnliches erreichen. Und wenn der Klub zum ersten Mal überhaupt die Champions League erreicht, kann man nicht sagen, das muss jetzt jedes Jahr so sein. Die Erwartungshaltung bauen wir uns selbst auf, indem wir den Anspruch haben, dass wir uns selbst immer verbessern wollen.

Wie sind Sie dann mit dem Saisonstart und zwischenzeitlich nur zwei Punkten aus den ersten drei Spielen umgegangen?

GLASNER: Ich bin dann ungeduldig. Gegen Berlin oder Köln (beide 1:1; d. Red.) hätten wir uns mehr erwartet. Mir ist in der Woche danach aber nachts eine

„In dieser Saison hat jeder seinen Teil dazu beigetragen, dass wir erfolgreich waren“

Kevin Trapp

„Bei Kevins Parade hatte ich gedacht, dass der Schuss an den Pfo sten ging“

Oliver Glasner

Sache eingefallen, und das habe ich den Spielern direkt gesagt: Wir haben diese Saison nur gegen Bayern München und Real Madrid verloren. Mannschaften, die um den Titel in der Champions League spielen werden. Sonst sind wir noch ungeschlagen. Speziell ich muss vorsichtig sein, die Latte nicht so hoch zu legen, dass wir nicht mehr rüberspringen können. Dann entsteht permanent Enttäuschung. Die Jungs geben immer alles. Aber wenn du alles gibst und trotzdem jedes Mal an der zu hohen Latte scheiterst, dann frustriert dich das. Wir sollten uns auch mal zugestehen, dass ein Ansgar Knauff, der binnen fünf Monaten vom Drittligaspieler zum Rookie der Europa League wurde, mal zwei Monate durchatmen muss. Und: Die letztjährige Saison wurde aufgrund der Erfolge von uns allen ein bisschen verherrlicht. Wir hatten immer wieder auch Dellen drin. Ein Highlight wie den Titel zu setzen, das gelingt schnell. Aber über Jahre hinweg auf Top-Level zu spielen ist die große Herausforderung.

„Ohne Trapp und Kamada wäre es für die Eintracht nicht möglich gewesen, den Weg erfolgreich fortzusetzen“

Oliver Glasner

Herr Trapp, neben dem Europa-League-Triumph wurden Sie für die Welttorhüter-Wahl nominiert. Wäre die WM in Katar jetzt das Sahnehäubchen auf Ihrem Jahr?

TRAPP: Ja, es ist definitiv ein großes Ziel, bei der WM dabei zu sein. So oft hat man nicht die Möglichkeit, eine WM zu spielen, von daher ist es natürlich etwas Besonderes. Wir wollen bei dem Turnier zurück in die Weltspitze. Das kann ein Wahnsinns-Abschluss eines verrückten Jahres werden.

Seit der Pokalparty auf dem Frankfurter Römer gibt es bei den Eintracht-Fans den Gesang „Neuer auf die Bank!“ Was denken Sie dabei?

TRAPP: Es ist ein schönes Feedback, ein gutes Gefühl, wenn die Fans meine Leistung anerkennen, das möchte ich gar nicht kleinreden.

Aber ich kann die Situation gut einschätzen. Es ist etwas Schönes, mit Manu zusammen trainieren zu dürfen, ihn auch bei der täglichen Arbeit zu erleben, sich mit ihm zu messen, wie wir uns gegenseitig unterstützen, genauso wie die anderen Torhüter auch. Manu spielt seit Jahren auf Weltklasse-Niveau und ist nicht umsonst der Kapitän der Nationalmannschaft.