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13 Traumwege: Weinwandern mit Aussicht


Land & Berge - epaper ⋅ Ausgabe 5/2021 vom 18.08.2021

Artikelbild für den Artikel "13 Traumwege: Weinwandern mit Aussicht" aus der Ausgabe 5/2021 von Land & Berge. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Ahr

Die schönen Weinberge im wildromantischen Ahrtal

Die „Schönste Weinsicht 2020“ – das ist im Ahrtal der Blick vom Burgplateau der aus dem 11. Jahrhundert stammenden Ruine Saffenburg oberhalb von Mayschoss. Von hier oben hat man eine einzigartige Aussicht auf den malerischen Weinort Mayschoss, auf den wildromantischen Ahrbogen mit seinen steilen Terrassen, auf den Mönchberg mit Kirche und Kloster.

Doch im Moment sieht diese malerische Landschaft leider sehr stark verwundet aus. Die verheerenden Fluten nach den Regenfällen im Juli haben auch im Ahrtal Schlimmes angerichtet. Häuser wurden zerstört, auch vielen Winzerfamilien sind die Keller vollgelaufen, unzählige Flaschen, Fässer oder gar der gesamte Maschinenpark wurden vernichtet. An unbeschwertes Wandern oder Weingenuss ist vorerst nicht zu denken. Doch nicht alles ist verloren: Die Winzergenossenschaft Mayschoss hat aus geretteten Flaschen ein ...

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... „WG Hochwasser-Überraschungspaket“ geschnürt, dessen Erlöse besonders Not leidenden Familien und Betrieben helfen soll.

INFOS zum „Überraschungspaket“ der Winzergenossenschaft: www.wg-mayschoss.de. Aktuelle Auskünfte zur Situation vor Ort nach dem Hochwasser im Ahrtal: www.mayschoss.de

2

Sieben Weine im Weinberg verkosten

In Sichtweite des Michaelsbergs liegt die Privatkellerei Storz. Hier nimmt man sich auch in der hektischsten Phase des Jahres Zeit zum Genießen. „Mitten in der Lese“ heißt der gemütliche Spaziergang durch die herbstlichen Weinberge, den die zertifizierte Weinerlebnisführerin Magdalena Storz am 19. September anbietet. Unterwegs erfährt man nach einem Begrüßungssekt Wissenswertes zum Thema Wein, verkostet während des Rundgangs sieben Weine und genießt auf dem Hof noch ein Vesper. Preis pro Person: 28 €. Anmeldung unter lena@privatkellerei-storz.de oder Telefon: 0 71 35/85 24, www.privatkellerei-storz.de

1 Württemberg

Traumpanorama vom „Wächter des Zabergäus“

Der kurze Aufstieg hat sich gelohnt: Vom 394 Meter hohen Michaelsberg, auch „Wächter des Zabergäus“ genannt, hat man eine fantastische Rundumfernsicht bis zu Königstuhl und Katzenbuckel im Odenwald, den Löwensteiner Bergen und der Schwäbischen Alb. Der Berg hat eine lange und mystische Geschichte als Kultort. Auf dem Gipfelplateau steht ein ehemaliges Kapuzinerkloster, die Kapelle St. Michael wurde aufwendig renoviert, bereits im Mittelalter war sie ein Wallfahrtsziel. Im fünften vorchristlichen Jahrhundert, so vermutet man, stand auf dem Michaelsberg eine keltische Fliehburg. Durch Ausgrabungen wurde außerdem ein römisches Heiligtum, vermutlich ein Luna-Tempel, nachgewiesen.

Wir wandern an der Nordseite des Michalsbergs durch die Reben, bevor wir von Westen her zum Gipfel gehen. Zurück geht es an der Südseite des Bergs, wo im Steinbruch Näser sonntags die Weinausschankhütte der Weingärtner Cleebronn- Güglingen geöffnet hat (www.cg-winzer.de) und wenige Schritte weiter der berühmte Vergnügungspark Tripsdrill wartet.

INFO Die Wanderung (3,5 km) rund um und auf den Michaelsberg startet am Parkplatz Katharinenplaisir an der K 2150 Cleebronn-Tripsdrill. Wein-Infos: www.neckar-zaber-tourismus.de

3 Mosel

Mit großem Anlauf zur „Heldensicht“

Heldensicht“ nennen die Lieser den Blick, den man von der Terrasse unterhalb der Hambuchhütte über die Mosel, die Weinberge und das Winzerörtchen Lieser hat. Am besten, sagen die Experten, nähert man sich diesem Aussichtspunkt mit einer Wanderung – und am allerbesten mit großem Anlauf auf der Tagestour „Vom Urstrom zum Strom“ mit der „Heldensicht“ als krönender Abschluss.

Der Rundweg beginnt am Marktplatz in Lieser, schlängelt sich durch Weinberge, Waldlandschaften und Streuobstwiesen. Von der Paulskirche blickt man hinab in ein Trockental, durch das einst die Ur-Mosel floss. Über den „Wehlener ObstArtWeg“ und durch das Wehlener Naturschutzgebiet gelangt man zum Aufstieg zum Kueser Plateau und erreicht schließlich über Waldwege die Hambuchhütte. Dort, auf einer Bank an der neuen Weinsicht- Stele, genießt man nun den ausgezeichneten Blick über die Reben-Landschaft der malerischen Mittelmosel.

INFO Die Tageswanderung „Vom Urstrom zum Strom“ (17 km) startet am Marktplatz in Lieser bei Bernkastel-Kues. Auskünfte: www.lieser-mosel.de

4 Rheingau

Mit Blick auf den Freistaat Flaschenhals

Der Fluss glitzert silbern bis hier hoch, unten im Strom teilen Lastschiffe und Ausflugsboote mit ihrem Bug die Wellen. Zwischen Flussufer und Weinbergen drängt sich Lorch eng an die Flanken, die so steil abfallen, dass man beim Hingucken ahnt: Der Schlossberg rund um die Nollig ist etwas Besonderes. Wer hier ankommt, kennt nun eine Antwort auf die altbekannte Frage: Warum ist es am Rhein so schön?

Der Blick von dem kleinen Rastplatz unterhalb der Ruine Nollig auf den Flaschenhals gehört sicher zu den schönsten Aussichtspunkten am Fluss. Nollig ist eine der 40 Burgen, Schlösser und Ruinen im Welterbetal.

Die Sitzgruppe erreicht man auf der 16. Etappe (Kaub- Lorch, 14 km) des Rheinsteigs, dem Premiumweg von Wiesbaden-Biebrich bis Bonn. Von Lorch direkt steigt man auf einem Felssporn hierherauf. Das steilste Stück ist mit Stahlseilen gesichert. Es gibt aber auch weniger steile Alternativwege.

Und warum überhaupt Flaschenhals? Das hat ganz besondere historische Gründe. In der Region von Lorch wurde von 1919 bis 1923 der Freistaat Flaschenhals ausgerufen. Es handelte sich um eine rechtsfreie Region, die auf der Karte in ihrer Form an einen Flaschenhals erinnert. Zum 75. Jahrestag des Freistaats gründeten Winzer aus Lorch und Kaub im Jahr 1994 die gleichnamige Initiative – seitdem kann man wieder Freistaat-Flaschen kaufen. Und genießen.

INFO Von der Wisperbrücke in Lorch führt der Weg (0,5 km) in knapp 30 Minuten hoch zur Ruine Nollig. Auskünfte zum Thema Wein: www.lorch-rheingau.de

5 Pfalz

Familien-Picknick über dem Pfälzer Rebenmeer

Wer die Pfälzer Weinsicht genießen will, spaziert auf den Gipfel der Kleinen Kalmit (271 m). Dort oben, an der Mater-Dolorosa-Kapelle, bietet sich nämlich ein herrlicher Blick weit in die Rheinebene hinein und über die schier unendlichen Weinberge – nicht umsonst heißt diese Rundwanderung bei Ilbesheim „Rebenmeerweg“.

Aber der Ausflug im Biosphärenreservat Pfälzerwald hat mehr zu bieten als Weinstöcke: Unterwegs kommt man an zahlreichen Rast- und Picknickplätzen vorbei, der „Kalmitwingert“ zeigt verschiedene historische Reberziehungsformen – und Start- sowie Zielpunkt der Wanderung ist in Ilbenheim ein schöner Abenteuerspielplatz. Für Familien ist die Wanderung zur Weinsicht also ein echtes Muss.

INFO Der „Rebenmeerweg“ (4,8 km) startet am Parkplatz „alla hopp!“-Spielplatz in Ilbesheim bei Landau. Wein und Kulinarik: landauland.suedlicheweinstrasse.de

Heckenwirtschaften und Genießen am „terroir f “

Am „terroir f“ wird sonntags ein „Fränkisches Gedeck“ angeboten. Der Winzerkeller Stetten (www. winzerkeller-stetten.de) und das Weingut Höfling (www.weinguthoefling.de) wechseln sich als Anbieter ab. Zudem bietet der Winzerkeller Stetten Weinbergwanderungen mit Stettener Winzern an. In der Region Karlstadt sind im September/Oktober viele Heckenwirtschaften geöffnet.

Aktuelle Infos: www.karlstadt .de

6 Franken

Drei Gründe, eine Wanderung

Enatürlich die atemberaubende 360-Grad-Rundumsicht von der stählernen Aussichtsplattform – bis nach Würzburg und weit in den Spessart. Zum zweiten erfährt man an der Plattform und auf dem Weg dorthin allerhand über die Trockenmauern im Weinbau und die Geologie des Weinlands Franken. Und schließlich, wenn man schon mal da ist, kann man nach der Wanderung in zahlreichen Heckenwirtschaften in und um Karlstadt (s. Kasten links) die Produkte dieser Weinlandschaft und viele fränkische Köstlichkeiten genießen …

INFO Die Wanderung „terroir f Stetten“ (4,5 km) beginnt in Stetten (Kirche St. Albanus) oder alternativ am Wanderparkplatz an der Straße Richtung Himmelstadt. www.karlstadt .de

7 Sachsen

Ein ganz besonderes Weingut im Tal der Elbe

Eine Schiffsanlegestelle gleich neben- an der Elbe hat das Weingut Lehmann schon lange. Jetzt haben der gelernte Winzer Sebastian und seine Frau Maria Lehmann, ehemalige Sächsische Weinkönigin, auch noch eine „eigene“ Weinsicht. Denn das prämierte Panorama „Weinbergsblick über die abbiegende Elbe in Diesbar-Seußlitz“ liegt direkt über ihren Rebhängen und ist vom Weingut aus in einer 3,5 Kilometer langen Rundwanderung zu erreichen.

Außerdem haben die Lehmanns auch unter ihren aktuell 14 Weinen aus elf Rebsorten einen ganz speziellen. Denn der Schieler, erklärt Maria Lehmann, „ist eine sächsische Besonderheit. In anderen Weinbaugebieten wird er Rotling, Schillerwein oder Rotgold genannt.“ Er wird aus weißen und roten Rebsorten zusammengekeltert. Der Name Schieler stammt aus dem 17. Jahrhundert, als in Meißen das Sankt-Afra-Gymnasium eigene Weinflächen hatte, aber beim Ausbau wurde kein Wert auf Qualität gelegt. Denn diesen Wein tranken ausschließlich die Schüler (sächsisch: „Schieler“). Durch Sebastian Lehmanns Großvater Joachim, den Gründer des Weinguts, gibt es in Sachsen wieder diesen lang vergessenen Wein, sagt Maria Lehmann. Natürlich in besserer Qualität als damals für die Schüler.

Diese und andere Geschichten rund um den sächsischen Wein wird Maria Lehmann am 18. September bei einer Weinwanderung durch die Reben von Diesbar-Seußlitz ihren Gästen erzählen. Unterwegs in der Großlage Seußlitzer Heinrichsburg werden vier Weine probiert. Mitten in der Weinlese wird es auch die Möglichkeit geben, reife Trauben vom Stock zu naschen. Für die Wanderung (20 Euro pro Person) ist eine Anmeldung erforderlich, am besten per Mail über die Website des Weinguts.

INFO Der Rundweg zum „Weinbergsblick über die abbiegende Elbe“ startet am Weingut Lehmann, An der Weinstraße 28 in Diesbar-Seußlitz. Weitere Auskünfte: www.weingut-lehmann.de

8 Rheinhessen

Hin und zurück zur doppelten Weinsicht

Gleich zweimal erlebt man bei der „Hiwweltour Zornheimer Berg“ die Weinsicht – denn das Ruhkreuz ist Start und Ende der Rundwanderung.

Vom Ausblickspunkt geht es dann auf knapp sieben Kilometern einmal durch die schöne und und abwechslungsreiche Landschaft Rheinhessens. Vorbei an Obstbäumen und wogenden Wiesen, durch das artenreiche Biotop Rohrwiesen und hinauf zum Selzer Berg mit seinen Rebhängen. Unterwegs informieren zehn Tafeln über die Charakteristika von Landschaft und Wein. Die letzte kurz bevor man erneut den Ortsrand von Zornheim am Ruhkreuz erreicht. Dort macht man es sich auf der Wanderliege bequem und genießt den tollen Blick.

INFO Der Rundweg „Hiwweltour Zornheimer Berg“ (6,8 km) startet am Parkplatz Lindenplatz in Zornheim bei Mainz. www.zornheim.de

9 Nahe

Vom Licht verzaubert

Was für eine wunderschöne spätsommerliche Stimmung! Da will man sich nur noch auf die Relaxliegen an der Weinsicht „Am Kertzer Wäldchen“ platzieren – und den Blick über die Weinberge und das Nahetal schweifen lassen. Gleich nebenan gibt es einen Grillplatz, wo man seinen Wanderproviant veredeln kann. Und wer keine Lust hat, selbst zu kochen oder selbst zu entkorken: Unten an der Nahe in Niederhausen, dem Start- und Endpunkt des Rundwanderwegs, warten Weingüter und Gasthöfe darauf, einem diese Bürde abzunehmen.

INFO Der „Weinwanderweg“ (4,4 km) startet am Bürgerhaus in Niederhausen (Nahe) bei Bad Kreuznach. Auskünfte zu Weingütern: www.niederhausen-nahe.com

10 Hessische Bergstraße

Drei Weinlagen und ein Panorama-Rastplatz

Gleich durch drei Weinlagen führt die Rundwanderung „Weininsel“ in Groß-Umstadt an der Hessischen Bergstraße, östlich von Darmstadt.

Vom Start aus wandert man zum Stachelberg, wo sich eine tolle Sicht über die Altstadt bietet. Durch die Lage „Sterngerück“ mit ihren vielen Riesling- Reben geht es anschließend hoch zum „Buschel“ und zum „Frankfurter Blick“. Und als Letztes kommt der „Herrnberg“. Hier beginnt ein Wein-Lehrpfad, wo zahlreiche Tafeln über die Rebsorten, aber auch über Geologie und Landschaft informieren. Hier liegt auch der Rastplatz „Petermanns Ruh“, der nicht nur die „Weinsicht 2020“ bietet, sondern auch Tische und Bänke für eine gemütliche Pause – bevor es wieder hinunter geht nach Groß-Umstadt.

INFO Rundweg „Weininsel“ (11 km), Start: Groß-Umstadt, Darmstädter Schloss (Bahnhof/Parkplatz). Winzer und Feste: www.umstaedter-wein.de

11 Mittelrhein

Rheinpanorama mit Weinbergschaukel

Schon bei der Anfahrt durch die Leutesdorfer Steillagen kann man die „Schönste Weinsicht“ kurz sehen. Vom Wanderparkplatz geht der Aufstieg dann zu Fuß weiter, und über den Nürer Weg erreicht man nach 1,1 km den Aussichtspunkt mit der Stele.

Dort wartet auch eine riesige Weinbergschaukel, auf der man das Panorama noch mehr genießen kann. Weiter geht es dann Richtung Norden, leicht bergauf über den „Kunst- und Kulturweg Leutesdorf “, bevor sich der Weg nach Süden wendet und man, immer wieder auf den Rhein blickend, das Naturfreundehaus „Edmundhütte“ erreicht.

INFO Wanderung am Nürer Kopf (4 km), Stadt und Ziel: Parkplatz Grillhütte Leutesdorf. Auskünfte zu Wein/Wandern: www.bad-hoenningen.de

12 Saale-Unstrut

Vom Bergbau zum Weinbau – das Rebenwunder vom Geiseltalsee

Früher war hier nur ein großes, fast 80 Meter tiefes Loch. Entstanden in fast 300 Jahren Tagebau. Mehr als 1,4 Milliarden Braunkohle waren hier im Geiseltal (Sachsen-Anhalt) seit 1698 aus dem Boden geholt worden. Doch 1993 war endgültig Schluss, die Bagger standen still – zurück blieb eine zerklüftete Mondlandschaft. Was tun damit?

Winzer Rolf Reifert hatte eine besondere Idee. Er erkannte, dass am Nordufer des im Tagebauloch geplanten Sees eine ideale Weinlage entstehen würde – wenn der Südhang auf 25 Prozent Steigung abgetragen wäre. Gegen Norden wären die Rebhänge durch einen Wald vor der Kaltluft geschützt, und die 17 Quadratkilometer Wasseroberfläche des entstehenden Geiseltalsees würden die beste Voraussetzung für den Weinanbau liefern.

Gesagt, getan. Und so wuchs an Deutschlands größtem künstlichen See in Deutschlands nördlichstem Weinbaugebiet eine Reblandschaft. Cabernet Mitos und Burgundertrauben wachsen hier genauso wie Gutedel und Müller-Thurgau. Und direkt am Weinberg „Goldener Steiger“ befindet sich ein Weinausschank mit einer wunderbaren

Aussicht über die Reben und den Geiseltalsee – ausgezeichnet als Weinsicht 2020. Hier kann man ein Glas Wein trinken und dazu eine Kleinigkeit essen. Ideal für Radler, Wanderer und andere Genießer …

INFO Wanderung zur Weinsicht an der Schankwirtschaft „Goldener Steiger“: ab Marina Mücheln (7 km), ab Wasserwerk Stöbnitz (1,2 km). Auskünfte zu Öffnungszeiten/Veranstaltungen: www. weinbau-am-geiseltalsee.de, Telefon: 03 44 64/2 71 33

13 Baden

Hier geht’s zum Texas-Pass

Ein Panoramablick ins Innere des grünen Rebenherzens des Kaiserstuhls – das ist die Aussicht vom Texas-Pass, ausgezeichnet als „Weinsicht 2020“ im Weinbaugebiet Baden. Moment, Texas-Pass?

Wie kommt so ein Südstaatenname in das kleine Mittelgebirge ganz im Südwesten Deutschlands? Das ist eine ganz besondere Geschichte – und die geht so: Einst quälten sich Radprofis bei einem Rennen hoch zu dieser Passhöhe zwischen Vogtsburg-Oberbergen und Endingen- Kiechlinsbergen. Oben angekommen, stellten sie fest, dass die Kurven, die sich verschlungen nach oben winden, aus der Vogelperspektive wie ein Lasso aussehen.

Lasso, Cowboy, Texas – so kam der Pass (385 m) zu seinem Namen, der sich längst im Kaiserstuhl etabliert hat.

Wer den Radprofis nacheifern will, der kann den Texas-Pass auf einer Wanderung vom Bahnhof Oberrotweil zum Bahnhof Endingen überqueren (s. Info unten). Wer einfach nur etwas Besonderes genießen will, der wandert am späten Nachmittag vom Pass aus auf dem Katharinenpfad zwei Kilometer Richtung Westen zur Mondhalde – und schaut dort der Sonne zu, wie sie hinter den Vogesen untergeht.

INFO Wanderung über den Texas-Pass (13 km) vom Bahnhof Oberrotweil über den Katharinenpfad zur St. Katharinenkapelle und von da über den Neunlindenpfad zum Bahnhof Endingen (Verbindung nach Oberrotweil). www.vogtsburg.de