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15 Diät-Irrtümer, die Sie kennen sollten: Warum nehme ich nicht ab?


Lea Schlank Fit & gesund - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 02.01.2019

Gesundes Essen, viel Wasser, sogar Sport – doch auf der Waage tut sich nichts? Vermeiden Sie die 15 häufigsten Abnehm-Fehler, dann klappt’s mit der Wunschfigur


Artikelbild für den Artikel "15 Diät-Irrtümer, die Sie kennen sollten: Warum nehme ich nicht ab?" aus der Ausgabe 1/2019 von Lea Schlank Fit & gesund. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Fotos: iStockphoto, Mauritius, (3)

1 „Smoothies sind Schlankmacher“

Hier steckt der Teufel im Detail: Ein Smoothie zum Frühstück ist eine gute Idee, ein Smoothie als Zwischenmahlzeit hingegen nicht. In einem Glas steckt deutlich mehr Obst, als Sie normalerweise im Ganzen schaffen würden. Darum enthält ein Smoothie zwar viele Vitamine, aber eben auch viel Fruchtzucker in konzentrierter Form. Betrachten Sie Smoothies als Mahlzeiten, nicht als ...

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... Getränke.

2 „Problemzonen kann ich wegtrainieren“

Es scheint ganz einfach – für einen flachen, definierten Bauch muss ich reichlich Sit-ups machen. Die Realität sieht leider anders aus. Wo der Körper bevorzugt Fett einlagert, hat etwas mit Veranlagung zu tun und ist kaum beeinflussbar. Durch gezieltes Training einzelner Muskelgruppen können Sie zwar Muskelmasse aufbauen, doch entscheidend für einen flachen Bauch oder kleineren Po ist die Reduktion des Gesamtkörperfettanteils.

3 „Als Vegetarierin nehme ich leichter ab“

Klingt logisch: Obst und gesundes Grünzeug, kein fettes Fleisch, keine Wurst. Da purzeln die Pfunde von alleine. Doch diese Rechnung geht nicht automatisch auf, denn fetter Käse, Nudeln, Weißbrot, Kuchen, Chips und Kekse sind auch vegetarisch – und alles andere als figurfreundlich. Richtig ist, Sie können mit einer kalorienbewussten vegetarischen Ernährung abnehmen. Das klappt aber auch wunderbar mit magerem Fleisch und Fisch.

4 „Kartoffeln ess ich nicht – Dickmacher!“

Freispruch! Ja, sie enthalten Kohlenhydrate, aber auch fast kein Fett, nur rund 70 kcal, gute Ballaststoffe und wertvolles pflanzliches Eiweiß. Kartoffeln wirken außerdem basisch, das entlastet den Stoffwechsel. Darum: wenn Kohlenhydrate, dann doch bitte Kartoffeln.

5 „Einmal pro Woche wiegen reicht völlig“

Täglich, einmal pro Woche oder am besten nur einmal pro Monat? Eine Studie bringt Licht in die kontroverse Debatte, wie oft sich Abnehmwillige auf die Waage stellen sollten: Personen, die sich häufig wiegen, das heißt mindestens alle zwei Tage, nahmen in mehreren Vergleichsstudien erfolgreicher ab und konnten ihr Gewicht langfristig besser halten. Außerdem sei es wichtig, sich ein exaktes Abnehm-Ziel zu setzen.

6 „Müsli ist ein super gesundes Frühstück“

Leider nein! Fertiges Müsli ist ein fieser Dickmacher. Einfache Kohlenhydrate aus nährstoffarmen Cornflakes, Rosinen, Schokolade und zugesetztem Zucker liefern leere Kalorien. Müsli besser aus guten Zutaten selbst mixen.

7 „Kohlenhydrate kennen keine Uhrzeit“

Das mag stimmen, doch unser Stoffwechsel kennt die Uhrzeit sehr wohl. Er tickt im Biorhythmus und braucht zu bestimmten Tageszeiten bestimmte Nährstoffe, um rund zu laufen. Und so bleibt es dabei: Kohlenhydrate am Abend blockieren nachts den Fettabbau.

8 „Gesunde Snacks – gut fürs Abnehmen“

Das kommt ganz darauf an. Obst ist gesund und wird gern als Snack gegessen. Doch wegen des hohen Fruchtzuckergehalts gerät der Blutzuckerspiegel aus der Balance, und die Fettverbrennung wird unterbrochen. Beugen Sie Heißhunger-Attacken mit viel Flüssigkeit vor, und haben Sie diese Low-Carb-Snacks für den Notfall griffbereit: Tomaten, Gurke, Radieschen, Paprika, hart gekochte Eier, Geflügelaufschnitt oder Hüttenkäse.

9 „Ich muss einfach mehr Sport machen“

43 Prozent der Deutschen glauben daran, dass Sport eine Diät ersetzen kann. Das ist leider falsch. Ein simples Beispiel: Um einen einzelnen Schokoriegel abzutrainieren, müssten Sie 30 Minuten joggen. 70 Prozent des Abnehmerfolgs hängt von der Ernährung ab. Sport ist „nur“ eine sinnvolle Ergänzung, aber kein Ersatz für einen Diätplan, bei dem Sie über eine längere Zeit täglich weniger Energie aufnehmen, als Sie verbrauchen.

10 „Ganz wichtig ist, öfter zu entschlacken“

Das Märchen von den Schlacken hält sich hartnäckig. Die Idee: Stoffwechselrückstände, die bei der Verdauung entstehen, lagern sich wie bei einem Ofenrohr im Körper ab und müssen durch Trink-Kuren regelmäßig ausgeschwemmt werden. Alles Quatsch, der Körper reinigt sich über die Nieren und den Darm selbst. Die DGE sagt, der Begriff Entschlacken lässt sich nicht wissenschaftlich begründen.

11 „Spezielle Ananas-Enzyme machen schlank“

Noch so ein hartnäckiger Mythos. Das Enzym Bromelain aus der Ananas soll Proteine spalten und den Stoffwechsel anregen. Ein Zusammenhang konnte bislang jedoch in keiner Studie belegt werden.

12 „In der Sauna schmelzen die Pfunde“

Warum sonst sollte wohl in jeder Sauna eine Waage stehen, wenn nicht, um den Gewichtsverlust zu dokumentieren? Schön wär’s. Die schnelle Gewichtsabnahme hat nichts mit geschmolzenen Fettpölsterchen zu tun, sondern zeigt den Wasserverlust durchs Schwitzen an. Die Haut freut sich trotzdem über den Saunabesuch und sieht sofort straffer und strahlender aus. Verlorenes Wasser durch Trinken wieder ausgleichen.

13 „Je weniger ich esse, desto schneller verliere ich Gewicht“

Die Waage mag Ihnen in den ersten fünf bis sieben Tagen recht geben. Danach springt das Notfall-Programm unseres Körpers an und befiehlt „Stoffwechsel drosseln, Energie sparen“. Darum folgt auf eine Crash-Diät stets der Jo-Jo-Effekt. So wird das Abnehmen langfristig immer schwerer: Der Körper merkt sich die Notsituation und schützt seine Reserven.

14 „Fett macht fett“

Das denken 45 Prozent der Deutschen, obwohl das so nicht stimmt. Zu viel vom falschen Fett führt zu Übergewicht. Essenzielle Fettsäuren hingegen sollten fünf Prozent des täglichen Energiebedarfs decken, damit der Stoffwechsel problemlos arbeiten kann.

15 „Hauptsache, die Kalorienbilanz stimmt“

Fast jeder Zweite glaubt, es reiche, eine bestimmte Energiemenge, z. B. 1.200 Kalorien pro Tag, nicht zu überschreiten. Figur-Experten warnen: Das ist zu einfach gedacht. Ohne Plan kann es zu Mangelernährung kommen. Und wenn wichtige Nährstoffe fehlen, läuft die Fettverbrennung nicht rund.