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15 Mikrowellen im Test: Strahlende Sieger


Testjournal - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 22.11.2019

Wenns mal wieder schnell gehen muss, kommt die Mikrowelle zum Einsatz. Eingefrorene Lebensmittel werden schnell aufgetaut und vorgekochtes Essen in wenigen Minuten wieder erhitzt. Einige Geräte verfügen außerdem über eine Heißluft- und eine Grillfunktion. Aber welches Gerät kann im direkten Vergleich überzeugen?


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Bildquelle: Testjournal, Ausgabe 1/2020

(1) Einfach vs. umständlich: Die Caso MG20 Ecostyle Ceramic mit ihren zwei Drehreglern für Wattzahl und Zeit ist leicht zu bedienen


(2) Bei der Sharp R890 ist das Bedienfeld kompliziert zu bedienen und die Einstellung der Zeit etwas umständlich


Als in den 1950er Jahren in den USA die ersten ...

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... Mikrowellenherde für den Privathaushalt auf dem Markt erhältlich waren, kam das einer kleinen Sensation gleich. Heute sind die Geräte aus den meisten Küchen nicht mehr wegzudenken. In fast dreiviertel aller Haushalte in Deutschland steht eine Mikrowelle. Kein Wunder, denn die neue Technologie hat die Küchenarbeit spürbar vereinfacht. Zum Aufwärmen des Mittagessens am Abend oder zur Zubereitung von Popcorn muss nicht länger der Herd genutzt werden – das spart Energie und vor allem jede Menge Zeit. Und im Gegensatz zu den Mikrowellen aus den 50er Jahren, mit einem Gewicht von über 300 Kilogramm, sind die heutigen Modelle auch nicht annähernd so groß und schwer.

Achtung Strahlung?

Das Grundprinzip hat sich jedoch bis heute nicht verändert. Mithilfe von elektromagnetischen Wellen werden Wassermoleküle, die ja in allen Lebensmitteln vorhanden sind, in Bewegung versetzt. Durch diese Schwingung erhöht sich die Temperatur. Aber keine Sorge: die so zubereiteten Lebensmitteln strahlen dadurch nicht selbst. Einige Vitamine und Nährstoffe gehen durch das Erhitzen in der Mikrowelle zwar verloren, aber das lässt sich auch beim normalen Kochen mit Wasser nicht vermeiden. Zu nah sollte man den Geräten im Betrieb aber nicht kommen, denn auch wenn die Gehäuse mittlerweile sehr gut abschirmen, sind die elektromagnetischen Wellen auch außerhalb messbar. Wird jedoch der empfohlene Abstand von 30 Zentimetern eingehalten, ist man auf der sicheren Seite.

Die Strahlenintensität ist dort bei modernen Mikrowellen deutlich unter den zugelassenen Grenzwerten und alle getesteten Modelle sind so gesichert, dass ein Betrieb bei offener Tür nicht möglich ist. Einige Schwierigkeiten den Mindestabstand einzuhalten hat man allerdings bei der Koenic KMW 2221 B und der Caso MCG 30 Ceramic Chef. Denn durch das Sichtfenster ist, wenn überhaupt, nur etwas zu erkennen, wenn man seine Nase an der Scheibe plattdrückt. Um den Fortschritt des Garprozesses zu überprüfen muss also immer die Tür geöffnet werden, was nicht nur umständlich, sondern auch energieraubend ist.

Knöpfe, Rädchen oder Touch

Die Bedienfreundlichkkeit ist ein wichtiger Punkt beim Kauf einer Mikrowelle. Denn wer will schon stundenlang die Bedienungsanleitung studieren, nur um schnell das Essen aufzuwärmen. Ein eindeutig beschriftetes und klar strukturiertes Bedienfeld ist deshalb von Vorteil. Am einfachsten in der Handhabung sind die Modelle, welche lediglich über zwei Drehregler für Wattzahl und Zeit verfügen. Dazu zählen die MG20 Ecostyle und die M20 Ecostyle von Caso, sowie die Koenic KMW 2221 B. Dafür muss bei diesen Mikrowellen aber auf Automatikprogramme verzichtet werden. Etwas mehr Funktionen bieten da Geräte mit LCD-Anzeige und zusätzlichen Bedienelementen, mit deren Hilfe vorinstallierte Programme eingestellt werden können. Ob es dabei lieber ein Touchdisplay oder doch eher Knöpfe sein sollen, hängt ganz von den persönlichen Vorlieben ab. Für beide Kategorien gibt es in unserem Test überzeugende Beispiele. Sehr übersichtlich ist etwa das Bedienfeld der Panasonic oder der MIG 25 von Caso gehalten, mit wenigen großen Tasten und eindeutigen Symbolen. Weniger nutzerfreundlich ist hingegen das Bedienfeld der Koenic KMW 4441 DB mit seinen in Reihe angeordneten und zu klein beschrifteten Knöpfen. Über ein Touchdisplay verfügen lediglich die vier Testmodelle von Bauknecht, diese können durchweg mit einfacher Handhabung überzeugen. Besonders die MW 338 und die MW 427 fallen mit einem durchdachten und über- sichtlichen Bedienfeld auf. Worauf es letztlich jedoch wirklich ankommt, ist die Leistung der Mikrowelle.

(3) Trotz Automatikprogramm ist der Spinat nach dem ersten Durchgang bei der Panasonic, wie auch bei allen anderen Mikrowellen im Test, noch nicht aufgetaut


(4) Erst nach der dritten Wiederholung ist hier das gewünschte Endergebnis erreicht


(5) Bei der Bauknecht MW427 ist das Toast nach 30 Minuten im Grillprogramm noch immer nicht richtig gebräunt


(6) Bei der Caso MG 20 Ecostyle Ceramic 4 sind Minuten ausreichend, um das Toastbrot stellenweise zu verkohlen


Kochen, Auftauen und Grillen

Um die Effizienz der Geräte zu bewerten, wird in zwei Durchgängen Wasser erhitzt und der dafür benötigte Stromverbrauch gemessen. Definierte Mengen Wasser sind dabei der Platzhalter für die Lebensmittel und ersetzen diese in Bezug auf die Wärmekapazität. Bestnoten erzielen hier die Modelle von Panasonic und Sharp, sowie die Koenic KMW 4441 DB und die Caso MIG 25, die im Schnitt etwa 250 Wattstunden pro Durchgang benötigen. Doppelt so hoch ist der Energieverbrauch hingegen bei der Mikrowelle von First Austria und der Koenic KMW 2221 B. Aber auch die Modelle MW 338 und MF 206 von Bauknecht können hier nur befriedigende Ergebnisse erzielen.

Neben effizientem Erhitzen, sollte eine Mikrowelle gefrorene Lebensmittel auch schonend auftauen können. Im Test nehmen wir dafür 450 Gramm Tiefkühlspinat und nutzen die in den Bedienungsanleitungen beschriebene Auftaumethode. Hier können die Modelle mit vorinstallierten Automatikprogrammen zeigen, was sie können. Bei einigen Mikrowellen, wie etwa der Bauknecht MW 338, muss dafür lediglich die Art des Lebensmittels und das Gewicht eingestellt werden, und die Auftauzeit wird automatisch errechnet. Bei anderen Geräten wiederum, wie der Panasonic, kann die benötigte Zeit anhand einer Tabelle händisch berechnet oder mit dem Programm „Turbo-Auftauen“ nach drei Gewichtsklassen automatisch berechnet werden. Außerdem zeigen die Geräte, nach etwa der Hälfte der Auftauzeit mit einem Signalton und auf dem Display an, dass die Lebensmittel gewendet werden müssen. Innerhalb eines Durchganges schafft es jedoch keine der Mikrowellen den Spinat restlos aufzutauen, auch wenn die bei der Panasonic empfohlene nachträgliche Stehzeit eingehalten wird.

Sauberer Schluss

Im letzten Testdurchlauf wird die bei 13 von 15 Mikrowellen vorhandene Grillfunktion unter die Lupe genommen. Dafür wird mit Hilfe von Toastscheiben die Verteilung der Oberhitzeleistung ermittelt. Die Ergebnisse könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Modelle wie die MW 338 von Bauknecht sehr gleichmäßig bräunen, sind die Toast bei anderen Geräten wie der Caso MG 20 Ecostyle Ceramic stellenweise verkohlt und an anderen Stellen noch weiß. Bei der abschließenden Reinigung macht sich ein grundlegender Unterschied zwischen den Mikrowellen bemerkbar, der ansonsten keinen messbaren Einfluss auf deren Performance hat. Neben den altbekannten Modellen mit einem Drehteller aus Glas sind auch einige Testgeräte mit einer Bodenplatte aus Keramik ausgestattet. Die sorgt dafür, dass die Strahlung gleichmäßig reflektiert wird, ohne dass sich die Lebensmittel ständig drehen müssen. Das spart zum einen Platz, so dass auch mal eine größere Auflaufform in die Mikrowelle geschoben werden kann, ohne beim Erhitzen immer wieder anzuecken. Zum anderen lassen sich die Geräte mit Keramikboden deutlich leichter reinigen.

Denn gerade unter den Drehtellern können sich unschöne Schmutzecken bilden. Aber die Reinigung ist spielt in den meisten Fällen nur eine untergeordnete Rolle beim Kauf einer Mikrowelle. Und so kommt es, dass unter unseren Testsiegern neben der Caso MI 30 Ceramic auch zwei Geräte mit Glasdrehteller zu finden sind – die Caso MIG 25 holt den Sieg in der Kategorie Mikrowelle mit Grillfunktion und die Panasonic überzeugt mit Grill und Heißluft.

(7) Nützliches Zubehör: Die Bauknecht MW 427 ist mit Grillrost, Backblech inklusive Griff und einem Dampfgarbehälter ausgestattet


(8) Alternative zum Glasdrehteller: die leicht zu reinigenden Keramikböden wie hier von der Sharp R890 zu sehen


Testverfahren

Die Testgeräte : 2 Mikrowellen, 9 Mikrowellen mit Grillfunktion, 4 Mikrowellen mit Heißluft

Funktion : Zur Bewertung der Mikrowellenleistung werden wird in mehreren Testreihen definierte Mengen Wasser erhitzt und der Energieverbrauch ermittelt. Es ergibt sich die Effizienz, mit der die Geräte die aufgenommene Leistung in Erhitzung der Substanz im Innenraum umsetzen. Die Grillfunktion wird Anhand des Energieverbrauches (bezogen auf die Grundfläche des Innenraumes), die Gleichverteilung der Bräunung und des Grillergebnisses insgesamt bewertet. Beim Auftauen werden gleiche Mengen gefrorene Lebensmittel vollständig aufgetaut, es fließen der Energieverbrauch, der Nutzen der Automatikprogramme und des Bedienaufwandes ein.

Handhabung : Die Testredaktion beurteilt die Bedienfreundlichkeit anhand der Ergonomie der Bedienelemente, des Displays (Kontrast, Blickwinkelstabilität, Schrift- und Zeichengröße), zudem der Tür- und Zubehörhandhabung. Die Bedienungsanleitung wird anhand der Qualität (Bebilderung, Struktur, Anwendungs- und Pflegetipps sowie Schriftgröße) bewertet.

Verarbeitung : Bewertet wird die allgemeine Wertigkeit und das Nicht- bzw. Vorhandensein von Graten und scharfen Kanten, sowie die Größe von Spalten und Ritzen, außerdem die Passgenauigkeit aller modularen Teile.

Ökologie : Der Energieverbrauch wird während der Testreihen gemessen und bewertet. Ebenfalls wird die Verpackung unter ökologischen Gesichtspunkten bewertet.

Sicherheit : Die Sicherheit und Unversehrtheit des Nutzers stehen hier im Fokus. Geprüft und bewertet wird, wie gut das Gerät und die Bedienungsanleitung verhindern können, dass dem Nutzer durch Klemmen, Verbrennen und dergleichen Schäden entstehen.


Bilder: Auerbach Verlag, Bauknecht

Bilder: © Fotoluminate LLC - FOotolia.com, Auerbach Verlag, Bauknecht, Caso