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15 Notebooks für alle Fälle


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PC Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 12/2021 vom 04.11.2021

NOTEBOOKS IM TEST

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Bildquelle: PC Magazin, Ausgabe 12/2021

Das Corona-Jahr 2020 hat in der Arbeitswelt riesige Umbrüche mit sich gebracht. Zumindest temporär entschieden sich viele Unternehmen wenn irgend möglich gegen die Anwesenheitspflicht und fü den Ausbau der Heimarbeit. Das brachte einen ungeheuren Boom im Notebooksektor mit sich, der in Kombination mit den angeschlagenen Lieferketten zu Engpässen und natürlich auch zu deutlichen Preissteigerungen geführt hat. Inzwischen hat sich das meiste wieder normalisiert. Lieferengpässe sind zumindest teilweise überwunden, und die Verfügbarkeit von Geräten ist ein wenig besser als vor einem Jahr, als vor allem größere Unternehmen nicht in der Lage waren, die benötigte Anzahl an Notebooks zu beschaffen. Im Vergleich zu unserem Test vom Vorjahr fallen aktuell diverse Dinge ins Auge. Zunächst einmal scheint die Zeit von Notebooks mit acht GByte Hauptspeicher weitgehend vorbei zu sein; was ...

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... angesichts des Starts von Windows 11 auch eine gute Idee ist. Von den 15 von uns getesteten Geräten bieten nur zwei nicht wenigstens 16 GByte Hauptspeicher. Im Vorjahr waren es deren sieben, darunter vier mit Preisen weit über 1000 Euro. Größere Veränderungen gibt es bei den normalen Notebooks im Preisbereich um die 1000 Euro bei den Displays und den Anschlüssen. Inzwischen werden nämlich Geräte mit OLED-Bildschirmen bezahlbar, und USB-C-Ports mit ihren vielfältigen Möglichkeiten ersetzen nach und nach nicht nur die älteren USB-Anschlüsse sondern sie dienen auch zum Laden sowie zum Ansteuern externer Monitore. Wie im Vorjahr setzt sich unser Testfeld aus Geräten aus drei Kategorien zusammen. Den Anfang machen fünf Notebooks zu Preisen unter 1000 Euro, wobei das preiswerteste Gerät für 749 Euro zu haben ist. Das

Feld der Rechner über 1000 Euro umfasst fünf Allrounder zwischen 1600 und knapp 3200 Euro. Und schließlich stellen wir vier Workstations vor, die sich mit einem außer Konkurrenz antretenden Gaming-Notebook messen müssen. Wir wollten wissen: Für wen lohnt sich die Anschaffung einer teuren Workstation wirklich, und für wen reicht möglicherweise ein weit preiswerteres Gaming-Notebook aus.

Standard-Notebooks bis 1000 Euro

Für die meisten Privatkäufer dürfte die Geräteklasse bis 1000 Euro die interessanteste sein. Waren in dieser Preisklasse früher Notebooks mit Aluminiumgehäuse oder beleuchteter Tastatur die Ausnahme, sind sie heute schon recht häufig anzutreffen. Die Unterschiede zu den Geräten oberhalb der magischen 1000-Euro-Grenze liegen bei Details wie etwa der Qualität der Tastatur, beim Gewicht und vor allem beim Display, das in der Regel bei preiswerteren Geräten deutlich weniger lichtstark ist.

Honor MagicBook 15

Das Honor ist bereits seit einigen Monaten auf dem Markt und wird derzeit zu recht günstigen Preisen angeboten. Es verfügt über einen aktuellen Core-i5-Prozessor der elften Generation, über großzügige 16 GByte RAM sowie ein stabiles Aluminiumgehäuse. Der 15,6-Zoll-Bildschirm liefert „nur“ Full- HD und eine im Testfeld durchschnittliche Helligkeit. Bei der Leistung hält es gut mit der Konkurrenz mit, dafür lässt die Akkulaufzeit zu wünschen übrig. Unterm Strich ist das Honor zum aktuell aufgerufenen Preis durchaus eine Empfehlung.

Testverfahren Notebooks

Unsere Testgeräte müssen in unserem Labor eine ganze Reihe von Tests durchlaufen. So messen wir beispielsweise die Displayhelligkeit, die Akkulaufzeit und die Geschwindigkeit der verbauten Festplatte. Für Letzteres kommt die Software AS SSD zum Einsatz, für die Akkulaufzeit der PC Mark 8 sowie der PC Mark 10 Battery Life. Der PC Mark dient auch zur Einschätzung der Büroperformance, der Leistung beim Videoschnitt, bei der Bildbearbeitung sowie der Visualisierung. Die Gaming-Performance ermitteln wir mit dem aktuellen 3D Mark, und bei den Workstations setzen wir zur Messung der 3D-Fähigkeiten das Tool SPECviewperf ein, das die Leistung bei professionellen CAD-Programmen berechnet. Und schließlich verwenden wir den Rendering-Benchmark Cinebench R23 als generellen CPU-Leistungstest.

Expertenmeinung

Die Qualität der getesteten Notebooks war durchweg hoch, Verarbeitungsmängel kaum zu finden. So entschieden am Ende meist Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage. Meine Lieblinge in den drei Kategorien? Bei den Notebooks bis 1000 Euro ist es das Huawei MateBook 14, das eine tolle Verarbeitung und reichlich Leistung zum fairen Preis bietet. Bei den Geräten über 1000 Euro würde meine Wahl auf das XPS 13 fallen, obgleich es leider an Laufzeit mangelt. Bei den Workstations wäre es der tolle Allrounder von HP. Wenn es um Leistung geht, kann die Wahl aber eigentlich nur auf das Rechenmonster MSI WE76 fallen.

Huawei Matebook 14

Das Matebook 14 bekommt mit dem 14s einen Nachfolger; dafür gibt es den Vorgänger derzeit deutlich günstiger. Das Matebook 14 besitzt, wie das Honor, ein Aluminiumgehäuse und, anders als das MagicBook, eine wenn auch etwas zu dunkle Tastaturbeleuchtung. Das Display bietet auf 14 Zoll eine hohe Auflösung von 2160 x 1440 Pixel sowie eine gute Helligkeit, die sich auch vor den Geräten der Preisklasse über 1000 Euro nicht verstecken muss. Der verbaute Ryzen 7 ist ein flotter Achtkerner, der im Turbomodus für ordentlich Power sorgen kann; geht es aber darum, Bürosoftware zu betreiben, kann er auch recht sparsam sein und zur guten Akkulaufzeit beitragen. Das Gesamtpaket passt, erster Platz!

Lenovo ThinkBook 15A

Für unter 800 Euro ist das ThinkBook 15A in seiner nunmehr dritten Generation zu haben. Für das Geld bekommt der Käufer ein Gerät mit 15,6-Zoll-Display, das eine Full- HD-Auflösung bietet, eine gut beleuchtete, hochwertige Tastatur und einen sparsamen Ryzen-7-Prozessor von AMD. Der Bildschirm liefert in der Mitte eine ausreichende Helligkeit, die jedoch zu den Rändern hin deutlich abfällt. Nur das Samsung Galaxy Book hat noch weniger Leuchtkraft zu bieten. Mit 1,7 Kilogramm ist das ThinkBook recht schwer.

Wegen des guten Gesamtpakets landet das Huawei Matebook 14 in der Preiskategorie unter 1000 Euro auf dem ersten Rang.

Samsung Galaxy Book Mystic Silver

Das Galaxy Book Mystic Silver ist mit einem Preis von 749 Euro das günstigste Notebook im Testfeld. Leider besitzt es nur acht GByte RAM, der verlötet ist und sich nicht erweitern lässt. Mit 303 cd/m 2 in der Bildmitte ist das Display, das auf 15,6 Zoll eine Full-HD-Auflösung bietet, kein Helligkeitsmonster. Das Notebook ist insgesamt gut verarbeitet, auch wenn das an sich sehr schöne Aluminiumgehäuse beim „Winden“ ein leichtes Knarzen von sich gibt. Die Tastatur ist von guter Qualität, allerdings fehlt eine Beleuchtung.

Schenker Media 14

Knapp vom Huawei geschlagen läuft das Schenker Media 14 als guter Zweiter ins Ziel. Das Intel-basierte Notebook mit hellem 14-Zoll-Display liegt bei Leistung und Ausstattung auf geteilten ersten Plätzen. Das mit unter 1400 Gramm recht leichte Notebook bietet außergewöhnlich viele Schnittstellen und lässt sich sowohl über das mitgelieferte Standard-Ladegerät als auch über USB-C mit Strom versorgen. Die Akkulaufzeit liegt bei etwa 3,5 Stunden im sehr anspruchsvollen PC Mark 8 Battery Life. Das größte Manko des Notebooks ist der schlechte Klang, der aus den Lautsprechern kommt. Wir erwarten von Notebooks wahrlich keine Hi-Fi-Klänge, aber etwas angenehmer dürfte es dennoch musizieren. Das ist dann aber auch schon die einzige wirkliche Schwäche des Media 14.

High-End-Notebooks über 1000 Euro

Das Testfeld der Notebooks über 1000 Euro bietet, im Gegensatz zu der niedrigeren Preisklasse, einige wirklich schöne Besonderheiten. So liefern die Displays teilweise hohe Auflösungen, was das Arbeiten mit mehreren Fenstern deutlich erleichtert. Und auch die farbstarken OLED-Displays sind in dieser Preisklasse langsam keine absoluten Exoten mehr.

Asus Zenbook Flip S13

Das edle ZenBook Flip 13 ist gleich das erste von zwei Geräten mit OLED-Display. Dessen Qualität fällt schon beim Betrachten des von Asus geschickt ausgewählten Desktop-Hintergrunds ins Auge: So knallig und spektakulär sieht es auf Notebook-Displays nur selten aus. Gewöhnungsbedürftig ist allerdings das 16:9-Format mit 3840 x 2160 Pixel, das Filmfans mehr entgegenkommt als Windows-Arbeitern. Die Qualität des dem US-Militärstandard entsprechenden Notebooks ist über jeden Zweifel erhaben, die Tastatur sehr gut – von der zu klein geratenen Enter-Taste mal abgesehen. Wie bei den Zenbooks üblich ist der Nummernblock ins Touchpad integriert. Hat man sich an den Umgang damit gewöhnt, kann das eine große Hilfe sein.

Dell XPS13 9310

In Sachen Display kann es das XPS 13 mit dem Zenbook aufnehmen. Auch hier fasziniert ein OLED-Bildschirm mit einer fantastischen Farbwiedergabe; dazu ist das Format des 13,4-Zoll-Displays mit seiner XPS-exklusiven Auflösung von 3456 x 2160 Pixel besser zum Arbeiten geeignet als das des Zenbook. Die Verarbeitung des aus Aluminium gefertigten XPS ist ganz ausgezeichnet, die zweistufig beleuchtete Tastatur überzeugt mit ihrer hohen Qualität und einem tadellosen Layout. Zwei USB-C-Ports sind die einzigen Anschlüsse, dafür befindet sich einer an jeder Seite, und sie unterstützen Thunderbolt. Der Lautsprecherklang ist gut, die Akkulaufzeit eher nicht. Hier verliert das XPS entscheidende Punkte.

HP Elite Folio

Das Folio ist ein außergewöhnliches 2-in- 1-Gerät, das von einem ARM-basierten Snap Dragon 8cx Gen 2 von Qualcomm angetrieben wird und daher komplett ohne aktive Kühlung auskommt. Es verfügt über acht GByte RAM und eine SSD mit 256 GByte Kapazität und besitzt eine Verkleidung aus Kunstleder, das dem Gerät eine tolle Haptik verleiht. Dem steht der Nachteil gegenüber, dass sich das Gehäuse für Upgrades vom Anwender keinesfalls öffnen lässt, ohne größeren Schaden zu verursachen. Das Folio verfügt über ein 4G-Modul und ist daher und aufgrund der langen Akkulaufzeit für den mobilen Einsatz prädestiniert. Das Manko ist die Leistung des Prozessors: Der Qualcomm hinkt bei den meisten Benchmarks deutlich hinterher oder verweigert sogar die Zusammenarbeit gänzlich.

Lenovo ThinkPad X1 Titanium

Über 3000 Euro verlangt Lenovo für das edle X1 Titanium, das trotz eines 13,5-Zoll-Dis-plays weniger als 1200 Gramm auf die Waage bringt. Mit seiner Core-i7-CPU gehört das X1 zu den schnellsten im Testfeld, kommt aber nicht ganz an das Summit heran, das vor allem im 3D-Bereich flotter unterwegs ist. Das Display, das eine Auflösung von 2256 x 1504 Pixel bietet, ist ausgesprochen hell und mit einer Pixeldichte von 201 ppi auch recht scharf. Etwas enttäuschend fällt mit 201 Minuten im anspruchsvollen PC Mark 8 Battery Life die Akkulaufzeit aus.

MSI Summit E13 Flip Evo

Das Convertible von MSI holt sich mit zwei Punkten Vorsprung den Testsieg in der Kategorie über 1000 Euro. Das schicke und hervorragend verarbeitete Notebook bietet das hellste Display im Testfeld. Es liefert eine Full-HD-Auflösung und damit nicht ganz so scharfe Bilder wie die Konkurrenz. Das Summit ist mit drei USB-C-Ports ausgestattet, wobei nur die beiden auf der linken Seite Thunderbolt 4 sowie Power Delivery unterstützen. Mit seinem schnellen Core-i7- Prozessor, den üppig bemessenen 32 GByte RAM und der schnellen Samsung-SSD holte das Summit die meisten Leistungspunkte. Ohne Steckdose hielt nur das HP Elite Folio länger durch. Die Tastatur verdient ein Sonderlob, weil die dreistufige Beleuchtung erstklassig funktioniert. Erfreulich: Die Lautsprecher können sich hören lassen.

Workstation-Notebooks von 2400 bis 4800 Euro

Den Workstations räumen wir in diesem Vergleichstest wegen ihrer Besonderheiten und dem höheren Preispunkt deutlich mehr Platz ein als den anderen Kategorien. Die fünf Kandidaten unterschieden sich beträchtlich voneinander; und einer davon, das Schenker XMG Core 15, ist ein klassisches Gaming-Notebook, das wir nach Workstation-Kriterien getestet haben. Wir wollten wissen, worin genau sich die Geräte aus diesen sehr unterschiedlichen Kategorien unterscheiden und wie sich ein potentes Gaming-Notebook zum Beispiel bei CAD-Anwendungen im Vergleich zu den Spezialisten schlägt. Letztendlich soll damit die Frage beantwortet werden, ob es sich für den einen oder anderen professionellen Anwender nicht lohnen könnte, statt in eine Workstation in ein meist deutlich preiswerteres Gaming-Notebook zu investieren. Im Gaming-Umfeld ist das Schenker übrigens ein echter Gewinner, das mit 94 Punkten einen Spitzenwert einfahren konnte.

Den Sieg in der Preisklasse über 1000 Euro holt sich MSI mit dem Summit E13, das für etwa 2150 Euro zu haben ist.

Nun zum wichtigsten Punkt: die eingesetzten Grafikkarten. Während Gaming- Notebooks normale Spiele-Grafikkarten mit meist sechs oder weniger GByte VRAM an Bord haben, die für das Gaming-Umfeld vollkommen ausreichen, ist bei Profikarten wie etwa der neuen RTX A5000 und vielen Quadro-Karten je nach Modell deutlich mehr verbaut. Zusätzlich handelt es sich dabei um ECC-Module mit Fehlerkorrektur, die zuverlässiger arbeiten. Diese sind im Fall der RTX A5000 im MSI mit einem 256-Bit-Grafikbus verbunden, während die sechs GByte in der Geforce RTX 3060 des Schenker-Notebooks „nur“ über einen 192-Bit-Grafikbus verfügen. Ein weiterer Unterschied besteht in den Treibern einer Quadro- oder Nvidia Axxxx-Karte: Diese sind zertifiziert und auf Stabilität, Kompatibilität und Leistung bei professionellen Anwendungen optimiert. Wer derartige Software einsetzt, greift also zwingend zu Geräten mit entsprechender Grafikkarte.

Asus ProArt StudioBook 16

Mit seinem 16,9-Zoll-Display und einem Gewicht von knapp 2300 Gramm ist das ProArt eine stattliche Erscheinung. Das OLED-Display liefert eine Auflösung von 3840 x 2400 Bildpunkten und besticht durch tolle Farben und eine gestochen scharfe Darstellung. Die Akkulaufzeit kann sich trotz des stromhungrigen Bildschirms sehen lassen: 370 Minuten im PC Mark 10 Battery Life sind ordentlich, wenn auch nicht überragend. Die dreistufig beleuchtete Tastatur ist sehr gut, die Enter-Taste hätten wir uns größer gewünscht. Links neben dem präzisen Touchpad befindet sich das praktische Asus Dial, mit dem sich, je nach Anwendung, bestimmte Befehle nach etwas Übung sehr viel schneller ausführen lassen als per Tastatur und Touchpad. Im Testlabor holt sich das Asus StudioBook 16 nach dem Testsieger von MSI die zweitmeisten Punkte und belegt damit den zweiten Platz. Der schnelle AMD-Prozessor und die RTX 3070 aus dem Gaming-Bereich leisten mit den beiden TByte-SSDs im RAID-Verbund gute Arbeit, doch gibt es Einschränkungen bei der CAD-Software NX von Siemens. Diese ist Teil des SPECviewperf-Benchmarks, den wir für unseren Vergleichstest verwendet haben. Bei NX schnitten die Geräte mit Profikarten gravierend besser ab als die mit Gaming-Karten, in allen anderen Teilen des Benchmarks war das dagegen nicht zu beobachten. Der Grund dafür dürfte in der Eigenart von NX liegen, dass die Bearbeitung der Viewsets explizit auf Profikarten ausgerichtet ist. In den PC-Mark-10-Benchmarks, die beispielsweise Fotobearbeitung, Rendering und Visualisierung sowie Videoschnitt beinhalten, lag das StudioBook zumeist vorn oder zumindest im vorderen Feld. Das ist auf den schnellen AMD-Prozessor und die für diese Arbeiten im 2D-Bereich bestens geeignete Grafikkarte zurückzuführen.

Fujitsu Celsius H7510

Dem Celsius von Fujitsu ist in jeder Faser anzumerken, dass der Hersteller bei den Profinotebooks zuhause ist. Das beginnt bei den zahlreichen Schnittstellen, geht bei der mitgelieferten Docking-Station weiter und endet bei den beiden Netzteilen, die der Käufer im Paket findet. Das Größere lädt schneller und bleibt am Schreibtisch, das Kleine ist für unterwegs gedacht. Mit seinem 15,6-Zoll-Display und dessen breitem Rand sowie einem Gewicht von 2,7 Kilogramm dürfte das Celsius trotz LTE-Modul aber nur in Ausnahmefällen mit auf Reisen gehen. Das matte Display ist das hellste im Testfeld, die Full-HD-Auflösung passt zur Mittelklasse-Karte, eine ältere Quadro T2000 mit lediglich vier GByte VRAM. Nicht aus der aktuellen elften sondern aus der Vorgängergeneration stammt der Intel-Prozessor, der mit 16 GByte RAM und einer SSD mit 512 GByte Kapazität das Grundgerüst bildet. Bei den Leistungstests ist das Celsius nicht vorn dabei und holt lediglich 35 von 50 möglichen Punkten. Bis auf wenige Ausnahmen lag es in allen Benchmark-Tests hinten. Diese Ausnahmen bilden einige der Einzeltests des SPECviewperf, in denen das Fujitsu-Notebook die Geräte mit Gamer- Karten von Asus und Schenker hinter sich lassen konnte. Alles in allem ist das Celsius ein gut verarbeitetes Arbeitstier, das auf einem schnellen, aber leider nicht auf dem schnellsten Level unterwegs ist.

HP ZBook 15-Studio-G8

Das ZBook mit seinem Full-HD-Bildschirm in 15,6-Zoll wiegt lediglich 1805 Gramm und ist damit der bei weitem leichteste Testkandidat. Das geht nicht auf Kosten der Stabilität, denn das Notebook entspricht, wie im Übrigen auch die gesamte Workstation-Konkurrenz des Testfeldes, dem US-Militärstandard. Die Verarbeitung des Notebooks ist, ebenso wie die erstklassige Tastatur, über jeden Zweifel erhaben. Es macht Spaß, mit diesem Notebook zu arbeiten. Das matte Display ist in der Bildmitte mit 395 cd/m 2 zwar hell, das ändert sich jedoch vor allem nach oben hin um bis zu 20 Prozent. Neben einem aktuellen 8-Kern Core i7 kommen satte 32 GByte RAM sowie eine SSD mit einem TByte Kapazität zum Einsatz. Die Grafikkarte ist eine RTX A2000 und gehört zur neuesten Nvidia-Generation aus der mittleren Profischiene, die von der Leistung her einer Geforce RTX 3050 Ti entspricht. Im Vergleich mit dem Fujitsu Celsius war das ZBook in den Profi-Benchmark- Tests durchgehend zwischen zehn und 20 Prozent schneller, blieb allerdings mit Ausnahme des Siemens NX in allen anderen CAD-Benchmarks hinter dem Asus Studio- Book und dem Schenker-Gaming-Notebook zurück. Großes Plus: Einen so guten Klang wie der, der aus den B&O-Lautsprechern kommt, hört man aus Notebookspeakern nur sehr selten. Da macht sogar das Musikhören Spaß. Ein weiteres Plus ist die grandiose Akkulaufzeit von 707 Minuten, die wir mit dem PC Mark 10 Battery Life gemessen haben. Da steht dem mobilen Einsatz nichts mehr im Wege.

Knapp 4800 Euro kostet der Workstation-Sieger von MSI. Das WE76 dominierte vor allem bei der Leistung und ließ die Konkurrenz klar hinter sich.

MSI WE76 11UM-456

Das Leben ist manchmal etwas unfair. So auch im Fall der Konkurrenten des MSI-Boliden, denn der kostet mit schlanken 4799 Euro einen ganzen Batzen mehr Geld als die anderen. Doch man muss mit dem Budget auch etwas anfangen können, und das hat MSI zweifelsfrei getan. Der 17,3-Zoll- Bildschirm bietet eine Auflösung von 3840 x 2160 Pixel und gehört zu den helleren im Testfeld. Erfreulich ist, dass das Notebook über eine Full-HD-Webcam verfügt, denn die meisten Notebooks bieten hier nur 720p. Absolutes Highlight des 2,9 Kilogramm schweren Notebooks ist die Grafikkarte: Die RTX A5000 basiert auf der aktuellen Ampere-Architektur und ist mit seinen 16 GByte VRAM ein absolutes Topmodell aus dem Hause Nvidia. Und das zahlt sich aus: In allen Profibenchmarks aus dem SPECviewperf fährt das WE76 mit der Konkurrenz Schlitten, für den CAD-Bereich ist das MSI-Notebook also die mit Abstand beste Wahl. Etwas anders sieht es aus, wenn es um 2D-Anwendungen wie etwa die Bildbearbeitung, das Rendering, die Visualisierung oder den Videoschnitt geht. Auch da ist das WE76 zwar vorn dabei und manchmal auch der schnellste Kandidat, doch ist der Vorspung dann nur noch klein und rechtfertigt den Aufpreis nicht. In einigen Tests lag sogar das wesentlich preiswertere Schenker XMG vorne, wenngleich nur um ein paar Pünktchen. Gerade diese Ergebnisse verdeutlichen, dass sich sehr teure Workstations mit Spitzengrafikkarten nur dann auszahlen, wenn die Anwendungen diese Vorteile auch wirklich nutzen können. Dennoch: Am Ende bleibt ein klarer Sieg für MSI und die Erfahrung, dass absolute Spitzenleistung immer eine Stange Geld kostet.

Schenker XMG Core 15 M21

Im Gaming-Bereich ist das XMG Core 15 ein absolutes Spitzengerät, das im Test fantastische 94 Punkte einfahren konnte. Testet man das Notebooks allerdings nach Workstation-Kriterien, sieht die Sache ein wenig anders aus, wobei die 82 Punkte immerhin für das Testurteil „gut“ und Platz vier reichen. Der Hauptgrund der Diskrepanz ist banal: Es fehlt an einigen Profi-Features wie etwa an ISV- oder Militärstandard-Zertifizierungen oder einem Fingerprint-Sensor, die ein Gaming-Notebook nicht braucht. Woran es aber nicht mangelt ist die Leistung: Vom teuren MSI mal abgesehen konnte das XMG die gesamte Konkurrenz hinter sich lassen. Bei Anwendungen wie Bildbearbeitung, Rendering oder Videoschnitt ist das Notebook ebenso vorn dabei wie, ganz klar, beim Gaming. Und so bleiben am Ende nur einige CAD-Anwendungen übrig, bei denen die Spezialisten nicht zuletzt wegen der Zertifizierung die bessere Wahl sind.