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16. OKTOBER 2022


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MAGNIFICAT - Das Stundenbuch - epaper ⋅ Ausgabe 10/2022 vom 01.09.2022
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Bildquelle: MAGNIFICAT - Das Stundenbuch, Ausgabe 10/2022

Namenstag: hl. Longinus der Hauptmann (1. Jh.) · hl. Gallus (Glaubensbote im Bodenseeraum, Gefährte Kolumbans, † 640) · hl. Lullus (Benediktiner, Schüler des Bonifatius, Bischof von Mainz, † 786) · hl.

Heriburg (Benediktinerin, Schwester Liudgers, erste Äbtissin in Nottuln, † nach 834) · hl. Hedwig von Andechs (Herzogin von Schlesien, † 1243) · sel. Luitgard von Wittichen (Franziskaner-Terziarin, Klostergründerin, † 1348) · hl. Margareta Maria Alacoque (Ordensfrau, Förderin der Herz-Jesu-Verehrung, † 1690) · hl. Gerhard Majella (it.

Redemptorist, † 1755) · Maria Sophie Watteyne (Ordensfrau, † 1895)

Morgengebet

Herr, öffne meine Lippen.

Damit mein Mund dein Lob verkünde.

Auf deine Huld bauen wir, Gott, über deine Hilfe soll unser Herz frohlocken.

Nach Ps 13, 6

Ehre sei dem Vater ... Halleluja.

Hymnus

O ew’ger Schöpfer aller Welt, des Walten Tag und Nacht regiert, du setzt den Zeiten ihre Zeit, schenkst ...

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... Wechsel in der Zeiten Lauf.

Der Hahn, des Tages Herold, ruft, der Wächter in der Finsternis.

Sein Schrei trennt von der Nacht die Nacht, dem Wanderer zur Nacht ein Licht.

Da steigt der Morgenstern empor, erhellt das schwarze Firmament, da weicht der dunklen Mächte Schar vom Weg des Unheils scheu zurück.

Da fühlt der Schiffer neue Kraft, des Meeres Brandung sänftigt sich, der Fels der Kirche, Petrus, weint, bereut die Schuld beim Hahnenschrei.

So stehet rasch vom Schlafe auf:

Der Hahn weckt jeden, der noch träumt.

Der Hahn bedrängt, die säumig sind, der Hahn klagt die Verleugner an.

Hoffnung erwacht beim Hahnenschrei, und Lind’rung strömt den Kranken zu.

Der Räuber lässt von seinem Tun, Gefallene vertrauen neu.

Herr, wenn wir fallen, sieh uns an und heile uns durch deinen Blick.

Dein Blick löscht Fehl und Sünde aus, in Tränen löst sich unsre Schuld.

Du Licht, durchdringe unsern Geist, von unsren Herzen scheuch den Schlaf, dir sei das erste Wort geweiht, dich preise unser Morgenlob. Amen.

Nach: Aeterne rerum conditor; Ambrosius, † 397

Melodie: GL 144 · GL 1978 474 · KG 40 · EG 288

Psalm 2

Warum toben die Völker, * warum machen die Nationen vergebliche Pläne?

Die Könige der Erde stehen auf, * die Großen haben sich verbündet gegen den Herrn und seinen Gesalbten.

„Lasst uns ihre Fesseln zerreißen * und von uns werfen ihre Stricke!“

Doch er, der im Himmel thront, lacht, * der Herr verspottet sie.

Dann aber spricht er zu ihnen im Zorn, * in seinem Grimm wird er sie erschrecken:

„Ich selber habe meinen König eingesetzt * auf Zion, meinem heiligen Berg.“

Den Beschluss des Herrn will ich kundtun. /

Er sprach zu mir: „Mein Sohn bist du. *

Heute habe ich dich gezeugt.

Fordre von mir, und ich gebe dir die Völker zum Erbe, * die Enden der Erde zum Eigentum.

Du wirst sie zerschlagen mit eiserner Keule, * wie Krüge aus Ton wirst du sie zertrümmern.“

Nun denn, ihr Könige, kommt zur Einsicht, * lasst euch warnen, ihr Gebieter der Erde!

Dient dem Herrn in Furcht * und küsst ihm mit Beben die Füße,

damit er nicht zürnt * und euer Weg nicht in den Abgrund führt.

Denn wenig nur, und sein Zorn ist entbrannt. *

Wohl allen, die ihm vertrauen!

Ehre sei dem Vater ...

Den Mächtigen der Erde tritt mit deiner Macht entgegen, Jesus, König der Liebe und des Friedens. Lass dein Reich unter uns wachsen.

Lesung vgl. Offb 1, 17c–18

Ich, Johannes, sah den Menschensohn. Er sprach zu mir:

Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit, und ich habe die Schlüssel des Todes und der Unterwelt.

Benedictus – Lobgesang des Zacharias

Antiphon zum Benedictus:

Wenn der Menschensohn kommt, wird er wohl Glauben finden auf Erden?

Bitten

Jesus hat bitter erfahren, dass die Entscheidung für Gottes Weg zu Konflikten führen kann. Wir bitten ihn:

A: Gib uns Kraft und Mut.

– Dass wir heute deiner Stimme in uns folgen und entdecken, was du mit uns vorhast.

– Dass wir uns nicht beirren lassen davon, wie sich andere uns gegenüber äußern oder verhalten.

– Dass wir überzeugend vertreten, was wir als unseren Weg erkannt haben.

Vaterunser

Oration

Allmächtiger Gott, du bist unser Herr und Gebieter. Mach unseren Willen bereit, deinen Weisungen zu folgen, und gib uns ein Herz, das dir aufrichtig dient. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Der treue Gott geleite uns auf unserer Pilgerschaft, er bewahre uns heute vor Schuld und lasse uns seine Herrlichkeit schauen.

Eucharistiefeier

Liedvorschläge: GL 162, 354, 355, 377, 386, 439, 471 · KG 46, 97, 136, 519, 544, 567, 571, 579

Gloria

Ich rufe dich an, denn du, Gott, erhörst mich.

Wende dein Ohr mir zu, vernimm meine Rede!

Behüte mich wie den Augapfel, den Stern des Auges, birg mich im Schatten deiner Flügel.

Ps 17, 6.8

Tagesgebet (Oration des Morgengebetes)

Lesung aus dem Buch Exodus Ex 17, 8–13

In jenen Tagen kam Amalek und suchte in Refidim den Kampf mit Israel. Da sagte Mose zu Josua: Wähl uns Männer aus und zieh in den Kampf gegen Amalek! Ich selbst werde mich morgen mit dem Gottesstab in meiner Hand auf den Gipfel des Hügels stellen. Josua tat, was ihm Mose aufgetragen hatte, und kämpfte gegen Amalek, während Mose, Aaron und Hur auf den Gipfel des Hügels stiegen.

Solange Mose seine Hand erhoben hielt, war Israel stärker; sooft er aber die Hand sinken ließ, war Amalek stärker. Als dem Mose die Hände schwer wurden, holten sie einen Steinbrocken, schoben den unter ihn und er setzte sich darauf. Aaron und Hur stützten seine Arme, der eine rechts, der andere links, sodass seine Hände erhoben blieben, bis die Sonne unterging.

So schwächte Josua Amalek und sein Heer mit scharfem Schwert.

Impuls zur Lesung

Rettung aus Bedrückung! Und doch nicht in Sicherheit. Israel hat immer wieder räuberische Überfälle und Plünderungen erlebt. Doch in seinem bedingungslosen Kampf gegen das Nomadenvolk der Amalekiter verhält es sich, so scheint es, gerade so wie irgendeine andere regionale Macht. Die Zeichenhandlung des Mose, der von seinem Feldherrenhügel aus den Kampf mit erhobenem Arm bzw. erhobenen Armen begleitet und letztlich entscheidet, verweist auf Symbole der Umwelt. In Ägypten ist der erhobene Arm des Pharao das Zeichen einer göttlichen, daher unschlagbaren und fraglosen Macht. Zwei erhobene Arme sind im Alten Orient wirksame Zeichen der Beschwörung.

Oder deutet sich in der Geste die Symbolik der Lade mit den Keruben an (Ex 25, 10–20), die Gottes Gegenwart anzeigt – und alles in seine Hände legt? Es ist jedenfalls bemerkenswert, dass die Bibel auch hier der Vergötzung eines Menschen vorbauen will und darum dem Mann Mose eine Sitzgelegenheit verschafft und Aaron und Hur als entscheidende ‚Armstützen‘ zur Seite stellt.

Antwortpsalm Ps 121, 1–8

Kehrvers: Unsere Hilfe ist im Namen des HERRN, der Himmel und Erde erschaffen hat.

Ich erhebe meine Augen zu den Bergen: *

Woher kommt mir Hilfe?

Meine Hilfe kommt vom HERRN, * der Himmel und Erde erschaffen hat. – Kehrvers

Er lässt deinen Fuß nicht wanken; * dein Hüter schlummert nicht ein.

Siehe, der Hüter Israels, * er schlummert nicht ein und schläft nicht. – Kehrvers

Der HERR ist dein Hüter, * der HERR gibt dir Schatten zu deiner Rechten.

Bei Tag wird dir die Sonne nicht schaden * noch der Mond in der Nacht. – Kehrvers

Der HERR behütet dich vor allem Bösen, * er behütet dein Leben.

Der HERR behütet dein Gehen und dein Kommen * von nun an bis in Ewigkeit. – Kehrvers

Kehrvers vgl. Vers 2 u. Ps 124, 8, ferner GL 229 · GL 1975 526, 5 · KG 48 oder GL 1975 711, 2 (I. Ton)

Lesung aus dem zweiten Timotheusbrief 2 Tim 3, 14 – 4, 2

Mein Sohn! Bleibe bei dem, was du gelernt und wovon du dich überzeugt hast. Du weißt, von wem du es gelernt hast; denn du kennst von Kindheit an die heiligen Schriften, die dich weise machen können zum Heil durch den Glauben an Christus Jesus.

Jede Schrift ist, als von Gott eingegeben, auch nützlich zur Belehrung, zur Widerlegung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes gerüstet ist, ausgerüstet zu jedem guten Werk.

Ich beschwöre dich bei Gott und bei Christus Jesus, dem kommenden Richter der Lebenden und der Toten, bei seinem Erscheinen und bei seinem Reich: Verkünde das Wort, tritt auf, ob gelegen oder ungelegen, überführe, weise zurecht, ermahne, in aller Geduld und Belehrung!

Ruf vor dem Evangelium vgl. Hebr 4, 12

Halleluja. Halleluja.

Lebendig ist das Wort Gottes und wirksam. Es richtet über die Regungen und Gedanken der Herzen.

Halleluja.

Aus dem hl. Evangelium nach Lukas Lk 18, 1–8

In jener Zeit sagte Jesus seinen Jüngern durch ein Gleichnis, dass sie allezeit beten und darin nicht nachlassen sollten:

In einer Stadt lebte ein Richter, der Gott nicht fürchtete und auf keinen Menschen Rücksicht nahm. In der gleichen Stadt lebte auch eine Witwe, die immer wieder zu ihm kam und sagte: Verschaff mir Recht gegen meinen Widersacher!

Und er wollte lange Zeit nicht. Dann aber sagte er sich: Ich fürchte zwar Gott nicht und nehme auch auf keinen Menschen Rücksicht; weil mich diese Witwe aber nicht in Ruhe lässt, will ich ihr Recht verschaffen. Sonst kommt sie am Ende noch und schlägt mich ins Gesicht.

Der Herr aber sprach: Hört, was der ungerechte Richter sagt!

Sollte Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern bei ihnen zögern? Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen.

Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, den Glauben auf der Erde finden?

Credo

Gabengebet

Hilf uns, Herr, dass wir den Dienst am Altar mit freiem Herzen vollziehen. Befreie uns durch diese Feier von aller Schuld, damit wir rein werden und dir gefallen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Präfation

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken und dich mit der ganzen Schöpfung zu loben. Denn du hast die Welt mit all ihren Kräften ins Dasein gerufen und sie dem Wechsel der Zeit unterworfen. Den Menschen aber hast du auf dein Bild hin geschaffen und ihm das Werk deiner

Allmacht übergeben. Du hast ihn bestimmt, über die Erde zu herrschen, dir, seinem Herrn und Schöpfer, zu dienen und das Lob deiner großen Taten zu verkünden durch unseren Herrn Jesus Christus. Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln, den Thronen und Mächten und mit all den Scharen des himmlischen Heeres den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit.

Kommunionvers Ps 33, 18–19

Das Auge des Herrn ruht auf allen, die ihn fürchten und ehren, die nach seiner Güte ausschauen. Denn er will sie dem Tod entreißen und in der Hungersnot ihr Leben erhalten.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, gib, dass die heiligen Geheimnisse, die wir gefeiert haben, in uns Frucht bringen. Schenke uns Tag für Tag, was wir zum Leben brauchen, und führe uns zur ewigen Vollendung. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Schlusssegen

Gott, der allmächtige Vater, segne euch; er bewahre euch vor Unheil und Schaden.

Er öffne eure Herzen für sein göttliches Wort und bereite sie für die unvergänglichen Freuden.

Er lasse euch erkennen, was zum Heile dient, und führe euch auf dem Weg seiner Gebote zur Gemeinschaft der Heiligen.

Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater und der

Sohn † und der Heilige Geist.

Auslegung · Sonntag, 16. Oktober 174

Auslegung zum Sonntagsevangelium

Von Eugen Biser

Wird der Menschensohn, wenn er wiederkommt, auf der Erde noch Glauben finden?“ Auch wenn dieses Wort erst nachträglich in diesen Zusammenhang eingefügt wurde, gibt es doch zu denken. Und dann will es scheinen, als sei es mit geradezu prophetischer Wucht in unsere Zeit hineingesprochen, in diese Zeit des immer noch anhaltenden Säkularismus und der wachsenden Entchristlichung. So sehr sich diese Deutung nahelegt, will die gesamte Verkündigung Jesu doch auf seine Zeit zurückgespiegelt und aus ihr verstanden werden. Dann erklärt sie sich aus der Modellvorstellung von der göttlichen Weisheit, die ihren Weg zu den Erdenkindern nimmt, um sie zu Gottesfreunden heranzubilden, von den meisten jedoch abgelehnt wird und deshalb wieder an ihren Ursprungsort zurückkehrt. So wird es verständlich, dass Jesus in den Gleichnissen von der Aussaat und dem zu einer großen Staude emporwachsenden Senfkorn vom unaufhaltsamen Wachsen seiner Sache spricht, in anderen Worten dann aber auch von der Vergeblichkeit seiner Mühe und seiner Einsamkeit, wie etwa in seiner Aussage: „Die Füchse haben ihre Höhlen, die Vögel ihre Nester, der Menschensohn aber hat noch nicht einmal einen Platz, um seinen Kopf hinzulegen.“ Oder in seiner Klage: „Jerusalem, Jerusalem, wie oft wollte ich deine Kinder um mich sammeln, so wie eine Gluckhenne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt; ihr aber habt nicht gewollt.“ Dem fügt er nun gleichsinnig die Frage hinzu: „Wird der Menschensohn, wenn er wiederkommt, auf der Erde noch Glauben finden?“ Das wirkt dann doch wie eine Vorahnung des von ebenso großen Erfolgen wie Rückschlägen gekennzeichneten Gangs der Christentumsgeschichte. Wenn diese Geschichte jedoch, in ihrem mystischen Hintersinn begriffen, als eine ins Weltgeschichtliche gedehnte Wiederholung der Lebensgeschichte Jesu begriffen werden kann, wird es begreiflich, dass

sich in ihr Stunden ergeben, wie sie Jesus lebensgeschichtlich in dem großen Massenabfall widerfuhren, von dem vor allem das Johannesevangelium berichtet.

Eugen Biser (dt. Theologe, 1918–2014), aus: Ders., Gott für uns. Predigten zum Lesejahr C, Düsseldorf 1997, 141, © Eugen-Biser-Stiftung, München

Abendgebet

O Gott, komm mir zu Hilfe.

Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater ... Halleluja.

Hymnus

Dreifaltigkeit, dreiein’ger Gott, du Licht voll Glut und Seligkeit: nun, da der Sonnenball versinkt, geh du in unsrem Herzen auf.

Dich preist am Morgen unser Lied, dich rufen wir am Abend an, zu dir erhebt sich unser Herz an jedem Tag, den du uns schenkst.

Du ew’ger Vater, du Gott Sohn, du, beider Odem, Heil’ger Geist:

Erhöre gütig unser Flehn, allmächtige Dreifaltigkeit. Amen.

Nach: O lux, beata Trinitas; 7.–8. Jahrhundert Melodie: GL 539 · GL 1975 605 · KG 781 · EG 142

Psalm 114

Als Israel aus Ägypten auszog, *

Jakobs Haus aus dem Volk mit fremder Sprache,

da wurde Juda Gottes Heiligtum, *

Israel das Gebiet seiner Herrschaft.

Das Meer sah es und floh, * der Jordan wich zurück.

Die Berge hüpften wie Widder, * die Hügel wie junge Lämmer.

Was ist mit dir, Meer, dass du fliehst, * und mit dir, Jordan, dass du zurückweichst?

Ihr Berge, was hüpft ihr wie Widder, * und ihr Hügel, wie junge Lämmer?

Vor dem Herrn erbebe, du Erde, * vor dem Antlitz des Gottes Jakobs,

der den Fels zur Wasserflut wandelt * und Kieselgestein zu quellendem Wasser.

Ehre sei dem Vater ...

Aus der Knechtschaft willst du uns befreien, allmächtiger Gott.

Schenke uns deine Gnade, damit wir auf dich hören und in das Land deines Segens gelangen.

Lesung 1 Petr 5, 10–11

Der Gott aller Gnade, der euch in der Gemeinschaft mit Christus zu seiner ewigen Herrlichkeit berufen hat, wird euch, die ihr kurze Zeit leiden müsst, wiederaufrichten, stärken, kräftigen und auf festen Grund stellen. Sein ist die Macht in Ewigkeit. Amen.

Magnificat – Lobgesang Mariens

Antiphon zum Magnificat:

Gott wird seinen Erwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, unverzüglich ihr Recht verschaffen.

Fürbitten

Jesus stellt im heutigen Evangelium eine unbequeme und den Autoritäten ihrer Zeit lästige Frau in den Mittelpunkt seines Gleichnisses. Ihr Lästigfallen, ihre Hartnäckigkeit sollen uns Vorbild sein. So bitten wir:

V: Jesus Christus, A: stärke uns.

– Für alle Menschen, die um ihres Glaubens willen benachteiligt, ja verfolgt werden.

– Für alle, die nicht nachlassen in ihrem Einsatz für gleiche Würde und wirkliche Geschwisterlichkeit in der Kirche.

– Für alle, die sich einsetzen für zu Unrecht Verhaftete und Gefangene.

– Für alle, die in der Schule, der Ausbildung, im Studium oder im Beruf ihre Stimme erheben und nicht schweigen, wenn Menschen ausgegrenzt und herablassend behandelt werden.

Vaterunser

Oration

Allmächtiger Gott, du bist unser Herr und Gebieter. Mach unseren Willen bereit, deinen Weisungen zu folgen, und gib uns ein Herz, das dir aufrichtig dient. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Der ewige Gott, der ist, der war und der kommen wird, bewahre uns diese und alle Nächte in seiner Hand, bis wir auf immer seinen Frieden genießen.

Salve Regina (Seite 379)