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1932er Ford California Street Rod: California Dreamin'


Chrom & Flammen - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 08.01.2020

Einen 1932er Ford Roadster mit eindeutigem Wiedererkennungswert als Street Rod aufzubauen, ist eine der schwersten Disziplinen im Customizing, wurde doch kein anderes Fahrzeug so oft zu einem Rod umgebaut wie eben jenes Modell. Hier haben wir mal wieder ein sehr gelungenes Exemplar.


1932er Ford California Street Rod von Chuck Lombardo

Artikelbild für den Artikel "1932er Ford California Street Rod: California Dreamin'" aus der Ausgabe 2/2020 von Chrom & Flammen. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Chrom & Flammen, Ausgabe 2/2020

Der 1932er Ford California Street Rod von Chuck Lombardo wurde bei der RM Sotheby‘s Versteigerung für 39.600 Dollar verkauft


In die Neuzeit übertragen, kann man es vielleicht ein wenig mit einem VW Golf vergleichen. Ein Fahrzeug, das überall präsent ist in den verschiedensten ...

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... Spielarten. Ein solches Automobil so umzugestalten, dass man es sofort erkennt und zuordnen kann, fällt ungemein schwer. Ungefähr so muss man sich das Customizing eines 1932er Ford vorstellen. Hieraus etwas Einzigartiges zu schaffen, ist angesichts der unglaublichen Menge an Fahrzeugen dieses Jahrgangs ein beinahe schier unmögliches Unterfangen. Schon die Allergrößten der Custom-Szene haben sich daran versucht und ihre Stempel aufgedrückt, aber manche sind daran auch gescheitert. Chuck Lombardo, Gründer von California Street Rods (CSR), "Builder of the Year" 2013 und Erbauer des hier vorgestellten Roadsters, kann sich da durchaus in die Gruppe derer einreihen, die es geschafft haben, einen Hot Rod mit persönlichem Fingerabdruck im positiven Sinne zu erschaffen.

Dabei handelt es sich in diesem Fall gar nicht um einen Umbau, sondern um etwas, das die Amerikaner “built from scratch” nennen. Grob übersetzt quasi “vom Reißbrett”. Hier wurde nämlich keiner der letzten verbliebenen originalen 1932 Fords verwendet, von denen böse Stimmen behaupten, es gäbe mittlerweile weniger Originale als Umbauten. Stattdessen bediente man sich ausgiebig im Zubehör- und Nachbau-Sortiment. Selbst die Karosserie ist kein Stahlblech-Pendant, sondern ein GFKNachbau, was viele jetzt zunächst mal mit Naserümpfen quittieren würden. Aber in diesem Fall handelt es sich um ein sehr authentisches Exemplar von der Firma Westcott, das auf einem CSR-Ford-Chassis sitzt. Auch beim Antrieb verließ man sich auf bekannte Komponenten und verwendet hier den bekannten 5,7-Liter-GM-Crate-Motor, befüllt durch einen 650-cfm-Holley-Vergaser, der die Kraft an das Vierstufen-TH700-R4-Automatikgetriebe aus dem Hause GM weitergibt. Das Ende des Antriebsstranges bildet dann wiederum die solide 9-Zoll-Ford-Achse.

Das Kraftwerk der Wahl, wenn es um Hot-Rod-Bau geht: der 350-ci-Chevrolet-Motor.


Da hier wieder einmal viel Leistung auf sehr wenig Gewicht trifft, entschied sich Lombardo bei den Bremsen für eine Kombination aus belüfteten Scheibenbremsen vorne mit Vier-Kolben-Sätteln von Wilwood, während hinten elf Zoll große Trommeln die 285er Hinterreifen zum Bremsen zwingen.

Der Innenraum ist komplett in graues Leder gehüllt.


Auch das hintere Passagierabteil wurde wohnlich gepolstert – schließlich soll es auch die Schwiegermutter bequem haben.


Beim Lenken ging California Street Rods ebenfalls keine Risiken ein, sondern griff auf bewährte und gute Komponenten zurück – in diesem Fall auf eine geteilte Ididit- Lenksäule, die gekrönt wird von dem bekannten lederbezogenen “Banjo Wheel”-Lenkrad aus dem Hause Billet Specialties. Das gleiche Leder wie beim Lenkrad überzieht auch weite Teile des Innenraums, wie unter anderem die Seitenverkleidungen und auch die im modernen Stil neu aufgepolsterte Sitzbank sowie den im Kofferraum befindlichen Schwiegermuttersitz. Im Gegensatz zu vielen anderen Customs, die auf eher klassische Instrumente setzen, wagte Lombardo hier den Sprung in die Moderne und entschied sich für die Sportserie von VDO. Die Elektrik des Fahrzeugs und Mehrheit der HiFi- Komponenten wurden in ein Fach unter die Sitzbank gepackt. Damit sind diese im normalen Betrieb versteckt, aber da auch in den Details sehr sauber gearbeitet wurde, durchaus vorzeigbar auf Events.

Beim Dach verließen sich die Customizer wohl auf den Spruch “It Never Rains In Southern California”. Schließlich handelt es sich hier um ein sogenanntes “Carson Top”, also ein im Ganzen abnehmbares Dach, das optisch einem Cabrio-Verdeck nachempfunden ist.

Gehüllt wurde das Ganze dann in ein sehr dezentes Silbermetallic, das über die gesamte Seitenflächen mit einem leicht an sogenannte „Tribal Flames“ angelehnten Flammendekor versehen ist.

Auch wenn man hier nicht unbedingt von einer baulichen Leistung sprechen mag, vermochte es Lombardo mit seiner Truppe dennoch, die vielen Teile geschickt und mit gutem Gefühl für Details stimmig zu einem sehr individuellem Ganzen zu formen, das den Zeitgeist rund um das Millennium speziell widerspiegelt. Selbst auf reinen Rod-Events fällt dieses Modell durchaus positiv auf.