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1968er Ford Mustang: PinkPony


Chrom & Flammen - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 11.03.2020

Ein 1968er Ford Mustang Cabrio in der Farbe “Passionate Pink” gehört sicher zu den Raritäten - diesen dann aber noch unter dem Weihnachtsbaum als Geschenk vor-zufinden, ist wohl einmalig. Dieses Glück hatte Helga aus dem Vordertaunus.


Helga hat ihren pinken Mustang liebevoll “Mustina” getauft.

Artikelbild für den Artikel "1968er Ford Mustang: PinkPony" aus der Ausgabe 4/2020 von Chrom & Flammen. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Chrom & Flammen, Ausgabe 4/2020

ieser 1968er Ford Mustang kam ab Werk in der auffälligen Farbe daher.


Seltener “Rainbow of Colors”-1968er Ford Mustang

A ls Helga eines Ta-ges einen pinkfar-benen Mustang im Internet entdeckte, war sie total begeis-tert. “Für so ein Auto würde ich auch noch Mustang fahren ler-nen”, sagte sie zu ihrem Mann Stephan. ...

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Das Cabriolet ist mit elektrischem Verdeck und Glasheckscheibe ausgestattet.


Der “Rainbow of Color”-Mustang war eine Promo-tion der Ford-Händler an der amerikanischen Westküste.


Der “Marti-Report” be-stätigte den originalen Zustand des Fahrzeugs wie bei der Auslieferung, lediglich die Lackierung wurde einmal in der origi-nalen Farbe erneuert.


Fündig wurde Stephan mit den Suchbegriffen “pink Mustang” bei einem Händler in Idaho (USA). Ohne persönliche Begutachtung, nur nach Bildern und Videos des Händlers, kaufte Stephan das Cabriolet. Da er vor sieben Jahren beim Ebay-Kauf seines ersten Mustang bei einem Händler in Palm Springs gute Erfah-rungen gemacht hatte, traute er sich auch dieses Mal, den Mustang über das Internet zu kaufen. Der Verkäufer war sehr umgänglich und stellte auch sofort auf Nachfrage weitere Bilder und Videos des Wagens vom Unter-boden und den neuralgischen Stel-len zur Verfügung. Freundlicherweise überführte der Anbieter den Wagen dann auch noch auf seine Kosten von Idaho nach Los Angeles. Von dort aus ging es über eine von Stephan beauf-tragte Spedition im Container nach Rotterdam und nach der Verzollung für die Abnahme und H-Zulassung direkt mit einem Transport-Service in die Werkstatt seines Vertrauens.

Außer der Scheinwerfer-Umrüstung und neuen Stoßdämpfern waren keine weiteren Reparaturen not-wendig, da der Wagen sich nahezu rostfrei präsentierte. Aufgrund sei-ner Farbe war er vermutlich mehr als Ausstellungsobjekt genutzt wor-den. Ursprünglich wurde er am 13. Januar 1968 in San Jose, CA (USA) gebaut und von einem Händler im kalifornischen Anaheim bei Los An-geles verkauft. Der Käufer hatte für den Mustang eine Glasheckscheibe, Weißwandreifen, ein elektrisches Verdeck, Scheibenbremsen vorne, Klimaanlage, getöntes Frontschei-benglas, Deluxe-Gurte, einen von innen verstellbarem Außenspiegel sowie Radkappen als Sonderaus-stattung bestellt.

Der Mustang verfügt über einen 289-ci-V8 mit 195 PS.


Helga lernte für den Pink Mustang extra das Automa-tik fahren.


Der Mustang ist ein Sondermodell aus der Reihe “Rainbow of Colors”, die von den Ford-Händlern an der amerikanischen Westküste 1968 angeboten wurde, um den Verkauf des Mustang zu promoten. Die Mo-delle kamen in zehn verschiedenen Sonderlackierungen, dieser hier in der Farbe “Passionate Pink” oder “Hot Pink” - nicht zu verwechseln mit dem Pink des 1966er Playboy-Mustang. Von den über 315.000 Ein-heiten, die 1968 produziert wurden, waren nur maximal 500 Mustangs mit einer Speziallackierung ausgelie-fert worden. Der “Marti-Report” be-stätigte den originalen Zustand des Fahrzeugs wie bei der Auslieferung, lediglich die Lackierung wurde ein-mal in der originalen Farbe erneuert.

Der Wagen kam Anfang November 2016 in Deutschland an, und Ste-phan setzte alle Hebel in Bewegung, um das pinke Pony Heiligabend fahr-bereit seiner Frau zu übergeben. Am 20. Dezember 2016 konnte er den Wagen in der Werkstatt abholen und erfolgreich mit Nummernschildern versehen. Da es eine Überraschung sein sollte, hatte Stephan von einem Bekannten ein Zelt gekauft, das er auf eine Koppel seiner Mutter stellte. Somit hatte der Wagen einen trocke-nen Stellplatz, von dem seine Frau Helga nichts mitbekam.

An Heiligabend führte Stephan seine Frau in das Zelt, wo der Mustang un-ter einer Plane mit einer großen roten Schleife stand. Seine Frau erkannte, dass es sich um einen Mustang han-delte, dachte aber, ihr Mann hätte sich ein neues Bastelprojekt zuge-legt. Als sie vorne die Plane leicht anhob und die pinke Farbe sah, war sie erst mal sprachlos. In den letzten Jahren hatte Stephan ihr zwar hin und wieder Bilder mit einem pink-farbenen Mustang, ein kleines Mo-dell-Auto sowie Kappen und Jacken mit Mustang-Logo geschenkt. Aber dass jetzt ihr Traum lebensecht vor ihr stand, war fast zu schön, um wahr zu sein. Natürlich ging es direkt mit dem Mustang zur Verwandtschaft zum Weihnachtsessen.

Nach kurzer Eingewöhnungszeit fährt Helga nun ihre “Mustina”, wie sie den Wagen liebevoll getauft hat, problemlos und möchte am liebsten gar nicht mehr aussteigen:

1968er Ford Mustang Cabriolet

Motor: OHV-V8, 289 ci, 4.735 ccm, 195 PS bei 4.600 U/Min, Autolite-Doppelvergaser

Kraftübertragung: Dreistufen-Automa-tikgetriebe (Ford C4), Heckantrieb, Achsübersetzung 2,79:1

Fahrwerk: vorne Einzelradaufhängung, Schraubenfedern, Gasdruckdämpfer, Scheibenbremsen, hinten Starrachse, Blattfedern, Gasdruckdämpfer, Trommelbremsen

Räder: 14"-Stahlfelgen, verchromt, mit Falken “Sincera” in 205/70 R14

Sonstiges: Radio, Klimaanlage, elekt-risches Verdeck mit Glasheckscheibe, Deluxe-Gurte; Farbe: “Passionate Pink”

Stückzahl: max. 500 (“Rainbow of Colors”)

Preis (1968): 4.212,50 US$

Mehr Bilder und Infos findet Ihr auf www.AmeriCar.de

Im Jahr 2018 nahm das Pony auch an der History-Show “50 Jahre 1968er Mustang” beim Mustang-Treffen des First Mustang Club of Germany e. V. in Hattingen teil.


Stephan schenkte seiner Frau Helga das pinke Pony zu Weihnachten.


“Ein Highlight in meinem Leben, mein ganzer Stolz, und wir haben uns sehr gut angefreundet. Und ja, Mus-tang fahren ist gar nicht so schwer”, schwärmt Helga. Im Jahr 2018 nahm der Wagen auch an der History-Show für 50 Jahre 1968er Mustang beim Mustang-Treffen des First Mustang Club of Germany in Hattingen teil. Seinen Platz hat er jetzt in der Doppel-garage neben dem fast baugleichen Coupe in Türkis. “Der Wagen wird regelmäßig für Ausfahrten zu Tref-fen genutzt und natürlich auch für Spazierfahrten in der näheren Um-gebung. Er zieht durch seine Farbe immer die Aufmerksamkeit aller An-wesenden auf sich - fast jeder denkt, dass es sich nicht um die originale Farbe des Wagens handele. Man wird immer freundlich begrüßt und sofort in ein Gespräch verwickelt. Der Mus-tang macht einfach riesigen Spaß!”, sagen die beiden glücklichen Besitzer.

Marktpreise im Zustand 2/4

Zuhause steht Helgas Mustang nun neben dem 1968er Mustang Coupe ihres Mannes Stephan.