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1979er Pontiac Firebird Formula GOLDEN HEARTBEAT


Chrom & Flammen - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 11.12.2019

Golden Survivor: Der 1979er Firebird Formula trägt noch seinen Originallack namens “Solar Gold”.


Schweizer Feuervogel in Stuttgart gelandet: 1979er Pontiac Firebird Formula

Sven Volk ist ein US-Car-Fan durch und durch. Der Mann liebt Originalität, den V8 an sich, er will alles über seinen Wagen wissen – und er will ihn fahren, hier in Deutschland, und nicht nur zu einigen Treffen. Kein Wunder, dass dieser extrem gut gepflegte Formula Firebird irgendwann zu Sven fand – insbesondere wegen des sportlichen “WS6”-Packages.

Artikelbild für den Artikel "1979er Pontiac Firebird Formula GOLDEN HEARTBEAT" aus der Ausgabe 1/2020 von Chrom & Flammen. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Chrom & Flammen, Ausgabe 1/2020

Läuft problemlos: Von Oldsmobile produzierter 6,6-Liter-V8 mit Vierfachvergaser und 185 ...

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... PS.


Sieben Jahre war der Schorndorfer alt, als er 1998 mit seinen Eltern den Urlaub in Kanada verbrachte – “meine erste Begegnung mit dem American Way of Drive”. Später lebte die gesamte Familie zwei Jahre im kanadischen Edmonton, Alberta. Nach der Rückkehr kauften sich Svens Eltern einen 1991er Chevy Blazer und später ein 1999er Modell – da hegte Sven längst den Traum vom eigenen US-Car.

Der 28-jährige Volkswirt sah sich immer wieder Wagen an, aber oftmals sprang der Funke nicht über, oder deren Preis war für ihn nicht zu stemmen. Bei der Begutachtung eines 1968er Plymouth Road Runner lernte er Norbert Kutzera von NR Classic Car Collection in Rudersberg kennen. Kutzera rief ihn einige Zeit später an: “Norbert sagte nur, ich sollte mir bei ihm was ansehen”, berichtet Sven mit einem Schmunzeln. Ganz hinten in der Halle, fast versteckt, war ein Pontiac Firebird platziert; in glänzendem “Solar Gold”-Originallack, mit originalem Custom-Velours-Interieur in “Camel Tan” und beigem Teppich. Kutzera hatte das 1979er Modell im Zuge eines Corvette-Verkaufs in Zahlung genommen.

Ein Hauch Aluminium am Instrumententräger: sportliches Interieur mit gelochten Lenkradspeichen.


Toll gepflegt: originale Custom-Velours-Ausstattung mit Bucket Seats in "Camel Tan".


Jeden Tag viel Spaß am sportlichen V8- Coupe: Sven Volk aus Schorndorf bei Stuttgart.


Sven verguckte sich sofort in den Formula – und noch mehr bei der Probefahrt, denn der Erstbesitzer hatte nämlich das "WS6"-Special Performance Package angekreuzt, zu dem dickere Stabilisatoren, Heavy Duty-Stoßdämpfer und –Federn, Scheibenbremsen rundum sowie die acht Zoll breiten 15-Zoll- “Snowflake”-Alufelgen gehören. Dann wurde verhandelt, und Sven rechnete und rechnete, denn als damals noch Studierender konnte er eine solche Entscheidung nicht auf die Schnelle treffen – doch er wollte den Wagen, der bei einem Tachostand von 14.500 km vermutlich jedoch bereits eine Umrundung gemacht hatte, unbedingt haben. Als erste Amtshandlung nach dem Kauf wechselte Sven die aufgezogenen 255er und 275er Reifen gegen originale 225/70 R15-Pneus. Den Hurst-Schaltknauf tauschte er gegen den – im Auto beigelegten – Originalschalthebel. Noch vor dem Kauf hatte NR Classic Car die Klimaanlage instandgesetzt. “Ich war nur noch einmal bei Detroit Performance in Weinstadt, um die Zündanlage reparieren zu lassen”, lässt Sven das letzte Jahr Revue passieren. Netter Nebeneffekt der Reparatur war zudem, dass der vorher funktionslose Drehzahlmesser auch wieder seine Arbeit aufnahm. Besonders viel Spaß macht ihm der aufpreispflichtige 6,6-Liter-Oldsmobile-V8, für den sich der Erstbesitzer entschieden hatte (Kennbuchstabe K).

Der “Formula”, neben Firebird, Esprit und Trans Am 1979 eines von vier Firebird-Modellen, besitzt in der Grundausstattung einen 301-ci-V8. Wer den 6,6-Liter-Block bestellte, musste automatisch die G80-Hinterachse mit Sperrdifferenzial und angepasster Übersetzung nehmen. Das Automatik-Getriebe ist beim Formula Serie.

Eine Besonderheit des Formula ist die sportliche Motorhaube mit angedeuteten Lufteinlässen. Und natürlich der breite Kontraststreifen samt passend abgesetzten Stoßstangen; hier in “Heritage Brown”. Dazu gibt es feine Zierstreifen undSchriftzüge. Neu für alle Firebird war 1979 die Front mit vier eckigen, in separaten Kojen postierten Scheinwerfern und die über die gesamte Wagenbreite reichende Rückleuchtenblende. Im Motorraum von Svens Pontiac befindet sich eine Plakette der General Motors Suisse SA. Das eigene Montagewerk in Biel hatte man allerdings schon 1975 geschlossen, und GM Schweiz importierte bestimmte Modelle seit jeher komplett. Dieser Formula wurde im Werk Norwood, Ohio gebaut und bereits für sein Bestimmungsland ausgerüstet, etwa mit den “Headlamps Europe EXP (T84)”. Über Antwerpen gelangte der Wagen zum GM-Händler Tip Top Garage AG in Zürich. Der Erstbesitzer aus Kloten ließ das Hardtop Coupe im April 1980 erstmals zu. Im Winter wurde der Wagen immer abgemeldet, denn der Besitzer war Mitglied im schweizerischen Pontiac- Club und besaß mehrere Fahrzeuge, wie Sven später herausfand: “Ich habe versucht, alle Vorbesitzer zu kontaktieren und mehr über den Lebenslauf des Wagens zu erfahren.” Der Zweitbesitzer holte das Auto nach Deutschland, und beim dritten Eigner wurde der Fahrersitz aufgepolstert und die Haube neu lackiert. Der vierte Eigentümer gab den Zweitürer schließlich anlässlich des erwähnten Corvette-Kaufs bei Norbert Kutzera in Zahlung. Alle Vorbesitzer müssen mit dem Wagen sehr sorgsam umgegangen sein und ihn gut gepflegt haben – und genau so wird es der Firebird-begeisterte Sven Volk wieder machen.

Cooles Design: Die breite schwarze Rückleuchtenblende wird nachts zu einem fetten Lichtband.


Viel geht nicht rein: Im Kofferraum hockt noch das originale Notrad samt Reifenfüllflsche.


Nicht funktional, aber schick gemacht: Formula- Motorhaube mit angedeuteten Lufteinlässen.


Alles ab Werk: Spezielle Schriftzüge, Kontrastfarbe "Heritage Brown" und Europa- Blinkleuchten.


1979er Pontiac Firebird Formula

Auslieferung über einen GM-Schweiz-Händler: Das “K” in der VIN steht für den Olds-V8 mit 403 ci.


Motor: OHV-V8, 403 ci, 6.604 ccm (Oldsmobile), 185 PS bei 3.600 U/min, 427 Nm bei 2.000 U/min, Bohrung × Hub in mm: 110,5 × 86; Verdichtung 7,9:1, Rochester- M4MC-Vierfachvergaser, Doppelauspuff

Kraftübertragung: Dreistufen-Automatikgetriebe “Turbo Hydramatic”, Achsantrieb 2,41:1, Hinterradantrieb

Vorderachse: Einzelradaufhängung an doppelten Querlenkern, Heavy Duty- Schraubenfedern und -Stoßdämpfer, Stabilisator (WS6 Package)

Hinterachse: Starrachse, Heavy Duty- Längsblattfedern und -Stoßdämpfer, Stabilisator (WS6 Package)

Bremsen: Scheibenbremsen vorn/hinten (WS6)

Räder: “Snowflake”-Alufelgen in 8 × 15"

Reifen: BF Goodrich "Radial T/A" in P 225/70 R15

Interieur: originale Custom-Velours-Ausstattung in “Camel Tan”

Produzierte Stückzahl (1979): 24.851 Firebird Formula HT Coupe

Preis (1979): ab 6.018,- Dollar