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20. Franz-Strahl-Schäfer-Schau: Eine Stute wie gemalt!


Reiterjournal - epaper ⋅ Ausgabe 11/2019 vom 25.10.2019

Die Belantis-tochter Barbora begeistert zur Jubiläumsschau richter und Publikum


Zum 20. Mal lud der Pferdezuchtverband Baden-Württemberg zur Franz-Strahl-Schäfer-Schau und der Einladung nach Weilheim-Teck waren viele gefolgt. Mit gut einhundert Warmblutstuten war das Nennergebnis höher als zu erwarten war. Zum ersten Mal waren auch die „Kleinen“ mit von der Partie: Es wurde ebenfalls die Landessiegerstute der Ponys und Kleinpferde in Weilheim ermittelt. Ein Novum, welches der Veranstaltung bestens zu Gesicht stand.
In gewohnter Weise wurden die Stuten auf zwei Ringen präsentiert. Auf Ring eins richtete ...

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Bildquelle: Reiterjournal, Ausgabe 11/2019

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Zum 20. Mal lud der Pferdezuchtverband Baden-Württemberg zur Franz-Strahl-Schäfer-Schau und der Einladung nach Weilheim-Teck waren viele gefolgt. Mit gut einhundert Warmblutstuten war das Nennergebnis höher als zu erwarten war. Zum ersten Mal waren auch die „Kleinen“ mit von der Partie: Es wurde ebenfalls die Landessiegerstute der Ponys und Kleinpferde in Weilheim ermittelt. Ein Novum, welches der Veranstaltung bestens zu Gesicht stand.
In gewohnter Weise wurden die Stuten auf zwei Ringen präsentiert. Auf Ring eins richtete Zuchtleiterin Dr. Carina Krumbiegel gemeinsam mit Hans-Heinrich Brüning, auf Ring zwei wurde Karl-Heinz Vollmer bei den Warmblütern sowie Zuchtleiter der Kleinpferde Manfred Weber bei den Ponys und Kleinpferden von Gastrichter Hans-Willy Kusserow unterstützt. Zur Siegerstute der Jubiläumsschau wurde die Klassensiegerin der dreijährigen dressurbetonten Stuten ausgerufen: Barbora von Belantis/ San Amour I aus der Zucht und in Besitz des Gestüts Greim (Ludwig Fischer) stehend. Die Schimmelstute brachte Hans-Heinrich Brüning bei der Kommentierung regelrecht zum Schwärmen: „Ein Modell, wie man es sich schöner kaum vorstellen und malen kann!“ Barbora überzeugte nicht nur mit ihrem fast idealen Seitenbild, sondern auch mit überdurchschnittlichen Grundgangarten, ausgestattet mit Schwung, Raumgriff und Untertritt. Gelassen und selbstsicher präsentierte sich die Stute im Weilheimer Ring. Dabei ist sie keine Unbekannte: Nachdem man in Tübingen schon auf sie aufmerksam geworden war, sicherte sie sich in Nördlingen den Titel der DSP-Reitpferdechampionesse unter Marco Philipp. Da sie ihre Leistungsprüfung bereits mit 7,83 (Dressur 8,75) erfolgreich absolviert hat, wurde sie nun mit der Staatsprämie ausgezeichnet. In ihrer Klasse der dreijährigen dressurbetonten Stuten hatte sich Barbora zunächst gegen die Zweitplatzierte, My Lady v. Morricone/ Donnerhall aus der Zucht und in Besitz von Hugo Matthaes stehend, durchgesetzt. Auch My Lady erhielt in Weilheim die Staatsprämie, nachdem sie ihre Leistungsprüfung mit 8,15 abgelegt hatte. Die schwarzbraune Stute wusste mit ihrem noblen Typ zu gefallen. Auf dem Endring wurde weiterhin die beste springbetonte Stute gesondert hervorgestellt. Die Klassensiegerin der dreijährigen Springstuten überzeugte hier: Kasalida G v. Casalido/ Carrico (Z. + B.: Eugen Gantner). Die noch nicht leistungsgeprüfte Stute erhielt die Staatsprämienanwartschaft. Die braune Stute gefiel durch eine tolle Optik mit viel Präsenz, in der Bewegung glänzte sie mit guter Bergauftendenz im Trab. Außerdem bescheinigte ihr Hans-Willy Kusserow einen bedeutenden Schritt, bei dem sie die Bewegung stets durch den Körper fließen lässt. Eine Springstute in bester Optik und mit sehr guten Grundgangarten ausgestattet. Hinter Kasalida G rangierte in der Klasse der dreijährigen springbetont gezogenen Stuten Sidylle de Spalbec Z v. Stakkato Gold/ Carthago (Z.: N. Auwerx & F. Miljten, B.: Heinz Walz). Die bereits leistungsgeprüfte Stute (LP 8,34) wurde von Kusserow als Stute mit viel Perspektive gelobt. Die Zangersheide-Stute im praktischen Format präsentierte sich in der Bewegung mit einer Hinterhand, die zu jeder Zeit unter den Schwerpunkt arbeitete. In der Klasse der vier- und fünfjährigen Springstuten setzte sich Carisrima S klar an die Spitze und sicherte sich damit auch ihr Ticket für den Endring. Heiner Sommer hatte die Stute aus einer Mighty Magic-Mutter in Anpaarung mit Cassilano gezogen. Besitzer der Stute ist die ZG Meder. Carisrima S verkörpert alles, was man sich von einem modernen DSP-Springpferd erhofft. Sie präsentierte sich in tollem Format, mit leichtfüßigen Bewegungen und toller Mechanik. Die vierjährige Stute erhielt die Staatsprämienanwartschaft. Auf Rang Ib reihte sich Cassilana, abstammend von Cassilano/Cambridge ein. Züchterisch verantwortlich zeigt sich hier Thomas Casper, Besitzer ist Jürgen Casper. Die mit 8,18 (Springen 8,43) leistungsgeprüfte Braune überzeugte mit besten Reitpferdepoints und ihrer femininen Aufmachung. Im dritten Springring, für sechsjährige und ältere Warmblutstuten, zeigte sich eine 14-jährige Stute in bester Verfassung: Cosma Schiwa, eine Württemberger Stute von Chambertin/Alcatraz (Z.: ZG Borst und Rettenmeier, B.: Karin Rettenmeier) hatte ihre Leistungsprüfung mit 8,84 (10,0 für das Freispringen!) abgelegt und bereits fünf Fohlen ausgetragen. Hans-Willy Kusserow kommentierte die Stute als charmant und komplett, als eine Stute mit bedeutenden Bewegungen, die einen sehr guten Gesamteindruck hinterließ. An zweiter Stelle rangierte Cordoba, eine Tochter des Cassito aus einer Lauritz J-Mutter (Z.: Josef Brüstle, B.: Franz Josef Brüstle). Die leistungsgeprüfte sechsjährige Stute hatte bereits ein Fohlen. In Weilheim zeigte sie sich in recht üppiger Schaukondition, aber mit toller Präsenz. Unter den Dressurstuten siegte im Ring der vierund fünfjährigen Stuten die amtierende Landeschampionesse aus Tübingen: Fräulein Fischer. Die For Compliment/Cabaret-Tochter stammt aus der Zucht von Georg Johannes Ederle und steht in Besitz des Gestüts Greim. Fräulein Fischer ist mit 7,36 (Dressur 8,13) leistungsgeprüft und erhielt nun die Staatsprämie. Hans-Heinrich Brüning beschrieb sie als eine Stute mit herrlicher Gesamtausstrahlung und super Reitpferdepoints. In der Bewegung brilliert die Stute mit ihrer Dynamik und bester Mechanik. Neben ihrem Auftritt im Ring der vier- und fünfjährigen Stuten und dem Endring durften die Richter und Zuschauer sie noch ein drittes Mal bestaunen. Fräulein Fischer stammt aus der Candlelight S, deren Familie ihr Besitzer Georg Johannes Ederle im Familienwettbewerb präsentierte. Den Auftritt der Familie der Candlelight S kann man wohl als etwas ganz besonders herausstellen. Georg Johannes Ederle präsentierte die Familie mit gleich acht Vertretern – Stammstute Candlelight S v. Cabaret/Campari M (Z.: Klaus und Edwin Schuster) höchstpersönlich und sieben Töchter bzw. Enkel. Damit wurde diese Familie zur Siegerfamilie der Schau ernannt. Candlelight hat in zwölf Zuchtjahren elf Fohlen gebracht, darunter lediglich einen Hengst, den gekörten Sandbrink v. San Amour I (Z.+B.: Sabine Reisenauer). Zuchtleiterin Dr. Carina Krumbiegel freute sich über den Auftritt dieser großen Familie und wies auf den gut erkennbaren Zuchtfortschritt hin: Alle Stuten präsentierten sich in dunkler Jacke, vom Typ wurden die Pferde immer schöner und moderner. Mit von der Partie waren: Sonnenschein S v. San Amour I (Z.: ZG Ederle/ Reisenauer, B.: Sabine Reisenauer), Limited Edition E v. Livigno (Z.+B.: Georg Johannes Ederle), Sazou E v. San Amour I (Z.+B.: Georg Johannes Ederle), Ferigna E v. Feriado (Z.+B.: Georg Johannes Ederle), die Klassensiegerin der vier- und fünfjährigen Dressurstuten Fräulein Fischer v. For Compliment (Z.: Georg Johannes Ederle, B.: Gestüt Greim) und Darcy E v. De Sandro (Z.+B.: Georg Johannes Ederle). Für seine züchterische Leistung wurde Ederle die FNPlakette in Gold überreicht. Der Vizetitel ging an die Familie der Lissy v. Lauritz J/Latus II aus der Zucht und in Besitz von Franz Josef Brüstle
Reservesiegerin der vier- und fünfjährigen Dressurstuten wurde Liberty v. Lord Leopold/Gardez (Z.+B.: Hansjörg Harscher). Die leistungsgeprüfte Stute (8,0) zeigte sich mit viel Substanz und raumgreifenden, energiereichen Bewegungen. Die sechsjährige Destina de Vito setzte sich in der Klasse der sechsjährigen und älteren Dressurstuten durch. Die Destano/Danny de Vito-Tochter wurde von Sandra Seitz gezogen und steht in Besitz von Theo Zoller. Ihre Leistungsprüfung legte sie mit 7,3 ab und sie brachte bereits ein Fohlen. Hans-Heinrich Brüning lobte die gute Gesamtkonstruktion mit schönem Gesicht und guter Reitpferdehalsung. Auch wenn sie sich im Schritt nicht ganz losgelassen zeigen konnte, gefiel sie durch ihren raumgreifenden Trab. Hinter ihr rangierte Demonia de la Luna v. Don Frederico/Campari M (Z.: Klaus und Edwin Schuster, B.: Marlene Majer), ebenfalls leistungsgeprüft mit 7,93. Die sehr im Rechteck stehende Stute zeigte einen sehr guten Schritt mit viel Raumgriff. Die zweijährigen Stuten werden auf einem dressurbetonten und einem springbetonten Ring gewertet. Für die beste Zweijährige abstammend von einem in Baden-Württemberg stationierten Hengst wird der Zukunftspreis verliehen. Dieser geht im Jubiläumsjahr an die Siegerin der dressurbetonten Zweijährigen Farina abstammend von Fair Game/Abanos (Z.: Marion Rall). Thomas Casper vom Gestüt Birkhof stellte als Besitzer die Stute aus. Mit einem sehr guten Schritt und einem dynamischen Trab überzeugte die noble Stute die Richter. Auf dem Springring sicherte sich Casaltina den Klassensieg. Die Casaltino/Lauritz JTochter (Z.+B.: Franz Josef Brüstle) überzeugte mit ihrem modernen Typ und ihrem immer unter den Schwerpunkt tretenden Hinterbein.

Landessiegerstute der Ponys wurde eine Reitponystute, für die es in diesem Jahr wohl nicht besser laufen könnte: Landeschampionesse in Tübingen, Süddeutsche Championesse in Nördlingen, ein toller fünfter Platz in Warendorf und eine sehr gute Leistungsprüfungen (7,95). Und nun siegt sie auch in Weilheim in ihrer Klasse der Reitponys und auf dem Endring: Mariposa CM v. FS Mr. Right/Geronimo B (Z.: Myriam Charar, B.: Claudia Kaiser). Hans-Willy Kusserow lobte den guten Typ und das schöne Modell, im Bewegungsablauf begeisterte sie mit einer immerwährenden Taktsicherheit und einem sehr guten Schritt. Auf dem zweiten Rang in der Klasse der Reitponys rangierte Reuschbachshof Julia Stegner v. Golden Rock/Speyksbosch Nando (Z.+B.: ZG Hirschfeld/Reiß). Die Stute ist bereits Leistungs- und Staatsprämienstute und hat schon zwei Fohlen gebracht, eines davon hatte sie während der Schau bei Fuß. Die Stute verfügt über einen sehr schönen Körper und eine sehr gute Tiefe, die für Zuchtstuten sehr wichtig ist. Im Trab wirkt sie unheimlich geschmeidig. An die Spitze bei den Haflingern und Edelbluthaflingern setzte sich L.St. Batari v. Blickfang/Alpenstern (Z.+B.: Haflingerhof Karlsbad). Batari verfügt über 0% ox-Anteil und ist leistungsgeprüft (7,85). Hans-Willy Kusserow beschrieb sie als eine typbezaubernde Stute mit einem idealen Halsansatz und schönem Gesicht. Der Schritt zeichnet sich durch einen sehr guten Raumgewinn aus, im Trab würde man sich etwas mehr Bergauftendenz wünschen. Auf Rang Ib folgte ihr L.St. Lady Ann v. Amecello/Amadeus (Z.+B.: Kurt Antes), eine Stute mit ebenfalls 0% ox-Anteil und einer Leistungsprüfung mit 7,95. Lady Ann ist eine charmante und ausdrucksstarke Stute mit einem überragenden Schritt. Da sie sich von der Außenwelt etwas beeindruckt zeigte, hielt sie sich im Trab im Rücken fest und verkaufte sich daher etwas unter Wert. In der Abteilung der Robustponys siegte eine Stute, bei der Hans-Willy Kusserow vornweg direkt verkündete: „Kleines Pony ganz groß am heutigen Tag!“. Die St.Pr. Stute Hionda van Stal het Noordereind v. Berno v.d. Pelgrim/ Newton v. Geldersoord (B.: Ulrike Ballreich) ist eine Shetlandponystute, wie man sie sich wünscht. Perfekt im Rassetyp stehend bringt sie all das mit, was im Zuchtziel der Shetlandponys verankert ist. Den zweiten Rang sicherte sich die Welsh-A Stute L.St. Merywens Cinderella v. Salvadors Camillo/ Sunday (Z.+B.: Anette Peterlick). Die Stute hat ihre Leistungsprüfung mit 8,25 abgelegt. Die Stute verfügt über eine tolle Körperplastik und ein sicheres Auftreten. Merywenns Cinderella gehört zur Familie der Sedna (Welsh A), ihre Mutter, die in Weilheim die Siegerfamilie im Familienwettbewerb stellte. Zur Familie der Sedna v. Sunday/Fronbach Showmann (Z.+B.: Anette Peterlick) gehören außerdem ihre beiden gekörten Söhne Merywens Bacardi v. Brandyʼs Boy (Z.: Anette Peterlick) und Merywens Myrddin v. Doornzicht Mexx (Z.: Anette Peterlick), der im Fahren bis zur Klasse S erfolgreich ist. Zur Familie gehört weiterhin die zweijährige Merywens Curly Sue v. Salvadors Camillo (Z.+B.: Anette Peterlick). Reservesieger im Familienwettbewerb wurde die Familie der Happyʼs Moonlight v. Winner/Jossy, ein Deutsches Classicpony aus der Zucht von Thomas Zimmerer und in Besitz von Ilka Zimmerer. Zur Familie gehören die Stuten Happyʼs Mai Tai v. Kollin v. Clus (Z.+B.: Ilka Zimmerer) und Happyʼs Malve v. Jobi v. Bollheide a.d. Happys Mai Tai (Z.+B.: Ilka Zimmerer).
Bei den zweijährigen Kleinpferdestuten traf man auf eine bunte Rassenvielfalt. Es siegte die Deutsche Reitponystute Staufer Mayflower v. Diamond Touch NRW/Petit Magic Colour (Z.+B.: Dean Mihaljev). Die Stute steht sehr schön in ihrer Entwicklung und verkörpert bestens das Zuchtziel des Deutschen Reitponys. Sehr schön modelliert zeigt sie sich mit sehr guten Bewegungsansätzen und einen taktsicheren Schritt. „Weiter so, kann man nur sagen!“, gab Hans-Willy Kusserow ihrem Züchter und Besitzer mit auf den Weg. Der Reservesieg ging an eine Stute der Rasse Shetlandpony unter 87cm. Lotta vom Silbermond v. Littlebignor Daniel/ Grimpwood Replica (Z.+B.: ZG Reuter und Flaiz Verena Reuter) zeigte sich schön aufgemacht mit einer guten Bergauftendenz im Trab. „Ein Pony, was einfach das mitbringt, was wir uns von einem guten Mini-Shetty erwarten!“, lobte Kusserow.
Die 20. Franz-Strahl-Schäfer-Schau hat gezeigt, die Zucht in Baden-Württemberg ist auf dem richtigen Weg! Diese Menge an qualitativ tativ hochwertigen Stuten hat die Jubiläumsschau zu einer ganz besonderen gemacht.

Die Belantis-tochter Barbora konnte mit ihrem sehr guten typ und ihrem imposanten Bewegungsablauf voll überzeugen.


Casalida G wurde auf dem Endring als beste Springstute gekürt


Siegerstute bei den Kleinpferden: Mariposa CM


Gemeinsam innehalten

Anlässlich des 20-jährigen Schaujubiläums der Franz-Strahl-Schäfer-Schau hatte der Pferdezuchtverband in der Mittagspause der Schau zu einem Jubiläums-Sektempfang geladen, der genutzt wurde, um gemeinsam kurz inne zu halten und zurückzublicken. Verbandspräsident Karl-Heinz Eckerlin und Edwin Schuster begrüßten die Züchter, Besucher und Zeitzeugen der Schauhistorie. Eckerlin erinnerte an die Entscheidung für Weilheim als zentralen Austragungsort der Schau – eine weise Entscheidung, wie sich zeigte. Außerdem erinnerte er an den Namensgeber der Schau, Franz Strahl Schäfer, der über all die Jahre den Ehrenpreis für die Landessiegerstute, das Goldene Pferde, gestiftet hat. Diese Tradition führt Frau Schön bis heute fort. Außerdem dankte er allen Beteiligten, die seit Jahren die Durchführung der Schau möglich machen, besonders die Mitglieder des Zuchtvereins Esslingen-Nürtingen, die sich mit Passion und Engagement für die Schau einsetzen. Als Zeitzeugen waren der Zuchtleiter a.d. Gert Gussmann und Dr. Hans Ableiter vom Ministerium für ländlichen Raum eingeladen, um ein paar Worte zum Jubiläum beizutragen. Gert Gussmann plauderte aus seiner Anfangszeit als Zuchtleiter aus dem Nähkästchen und lobte die Entwicklung der Schau bis heute. Auch Dr. Hans Ableiter lobte die Franz-Strahl-Schäfer-Schau als eine Erfolgsgeschichte und bedankte sich bei all den Menschen die sie in den 20 Jahren mit vollem Einsatz immer wieder zum dem machen, was sie ist.

In bestem Format präsentierte sich die Klassensiegerin der vier- und fünfjährigen Springstuten Carisrima S


Ein beeindruckendes Bild: die Familie der Candlelight S.


Die 14-jährige Cosma Schiwa überzeugte bei den sechsjährigen und älteren Springstuten.


Im Überblick: Die Siegerinnen und Reservesiegerinnen

Warmblut Dressur:

Zweijährige
Farina von Fair Game/Abanos (Z.:Marion Rail, B.: Thomas Casper)
1. Reserve: Ferrari von Finest/Dr. Jackson D (Z.+B.: ZG Riß)

Dreijährige
Barbora von Belantis/San Amour I (Z.+B.: Gestüt Greim/ Ludwig Fischer)
1. Reserve: My Lady von Morricone/Donnerhall (Z.+B.: Hugo Matthaes)

Vier- und Fünfjährige
Fräulein Fischer von For Compliment/Cabaret (Z…Georg Johannes Ederle, B.: Gestüt Greim/Ludwig Fischer)
1. Reserve: Liberty v. Lord Leopold/Gardez Z.+B.: Hansjörg Harscher)

Sechsjährige und ältere
Destina de Vito von Destano/Danny de Vito (Z.: Sandra Seitz, B.: Theo Zoller)
1. Reserve: Demonia de la Luna von Don Frederico/Campari M (Z.: Klaus und Edwin Schuster, B.: Marlene Majer)

Warmblut Springen:

Zweijährige
Casaltina von Casaltino/Lauritz J (Z.+B.: Franz Josef Brüstle)
1. Reserve:Chepeta voChubakko/Chambertin (Z.+B.: Karin Rettenmeier)n

Dreijährige
Kasalida G v. Casalido/Carrico (Z.+B.: Eugen Gantner)
1. Reserve: Sidylle de Spalbec Z von Stakkato Gold/Carthago (Z.: N. Auwerx und F. Miljten, B.: Heinz Walz)

Vier- und Fünfjährige
Carisrima S von Cassilano/Mighty Magic (Z.: Heiner Sommer, B.: ZG Meder)
1. Reserve: Cassilana von Cassilano/Cambridge (Z.: Thomas Casper, B.: Jürgen Casper)

Sechsjährige und ältere:
Cosma Schiwa von Chambertin/Alcatraz (Z.: ZG Borst und Rettenmeier, B.: Karin Rettenmeier)
1. Reserve: Cordoba von Cassito/Lauritz J (Z.: Josef Brüstle, B.: Franz Josef Brüstle)

Familien
Familie der Candlelight S von Cabaret/Campari M (Z.: Klaus und Edwin Schuster, B.: Georg Johannes Ederle
1. Reserve: Familie der Lissy von Lauritz J/Latus II (Z.+B.: Franz Josef Brüstle)

Amtierende Landeschampionesse und nun Klassensiegerin der vier- und fünfjährigen Dressurstuten: Fräulein Fischer


Die Fair Game-Tochter Farina (o r.) wurde mit dem Zukunftspreis ausgezeichnet.


Siegerfamilie bei den Ponys: die Familie der Sedna (Welsh A)


Destina de Vito überzeugte bei den älteren Dressurstuten.


Casaltina siegte bei den zweijährigen springbetonten Stuten.


Hionda van Stal het noordereind: ein Shetlandpony, wie man es sich wünscht!


Staufer Mayflower (Deutsches reitpony) siegte bei den zweijährigen Ponystuten


Batari war die beste Haflingerstute der Schau in Weilheim


Siegerinnen und Reservesiegerinnen

Kleinpferde:

Zweijährige
Staufer Mayflower (DR) von Diamond Touch NRW/Petit Magic Colour (Z.+B.: Dean Mihaljev)
1. Reserve: Lotta vom Silbermond (Shet.u.87) von Littlebignor Daniel/ Grimpwood Replica (Z.+B.: ZG Reuter und Flaiz Verena Reuter)

Haflinger und Edelbluthaflinger
Batari von Blickfang/Alpenstern (Z.+B.: Haflingerhof Karlsbad)
1. Reserve: Lady Ann von Amecello/Amadeus (Z.+B.: Kurt Antes)

Reitponystuten
Mariposa CM von FS Mr. Right/Geronimo B (Z.: Myriam Charar, B.: Claudia Kaiser)
1. Reserve: Reuschbachshof Julia Stegner von Golden Rock/Speyksbosch Nando (Z.+B.: ZG Hirschfeld/Reiß

Robustponystuten
Hionda van Stal het Noordereind (Shet.) von Berno v.d. Pelgrim/ Newton v. Geldersoord (B.: Ulrike Ballreich)

1. Reserve: Merywens Cinderella (Welsh A) von Salvadors Camillo/ Sunday (Z.+B.: Anette Peterlick)

Familien
Familie der Sedna (Welsh A) von Sundy/Fronbach Showman (Z.+B.: Anette Peterlick)
1. Reserve: Happyʻs Moonlight (DtCPo) von Winner/Jossy (Z.: Thomas Zimmerer, Ilka Zimmerer)

1 Beste Stimmung herrschte in Weilheim bei Karl-Heinz Eckerlin und Dr. Hans ableiter.


2 Zum Jubiläum hatte der Pferdezuchtverband zu einem Sektempfang in der Mittagspause geladen.


3 Schärpen und Ehrenpreise warteten auf die Stuten.


4 Die Lebenspartnerin von Franz Strahl Schäfer, Cornelia Schön, setzt sich bis heute für die Schau in Weilheim ein.


5 Gert Gussmann sprach über seine Erfahrungen.


6 So sehen Sieger aus: die Siegerstuten in Weilheim

KOMMENTAR

Hans-Heinrich Brüning

Mit Freude habe ich die wiederholte Einladung, in diesem Fall zur Jubiläumslandesstutenschau, in Weilheim angenommen. Mit einem Nennungsergebnis von 106 Warmblutstuten, bei nur wenigen Ausfällen am Schautag, war ich nicht nur von der hohen Anzahl von Startern überrascht, sondern auch vielmehr von der hohen Qualität der vorgestellten Stuten. Mit viel Sachverstand haben die Baden-Württemberger Züchter ihre Stuten angepaart und das sowohl durchgängig in den Dressur- wie auch den Pedigrees der springbetonten Stuten. Wenn man früher schon einen gewissen Qualitätsunterschied zwischen den norddeutschen und süddeutschen Zuchtverbänden feststellen konnte, so ist dieser heute auf ein Minimum zusammengeschrumpft. Aus der Sicht eines norddeutschen Zuchtrichters macht es Sinn, das Ergebnis der Stutenprüfung mit in die Bewertung des Endergebnisses der Exterieurschau einfließen zu lassen. Zum Verständnis der Züchter und der großen Anzahl von kompetenten Zuschauern muss dieses jedoch vom Sprecher des Richterteams immer wieder moderiert werden. Unter der Regie ihrer engagierten und kompetenten Zuchtleiterin Frau Dr. Carina Krumbiegel sind die baden-württembergischen Züchter auf dem richtigen Weg. Doch nun zum Schluss zu den Highlights, die mich im Besonderen fasziniert haben und die ich beurteilen durfte. Da waren der Aufmarsch und die Trabvorstellung der Sieger und Reservesieger der einzelnen Altersklassen. Hochkarätige Stuten wurden von exzellenten Vorführern präsentiert. Im Besonderen möchte ich hier das Gestüt Greim – Ludwig Fischer und Marco Philipp erwähnen, die die dreijährige Siegerstute Barbora von Belantis/San Amour I/Donnerhall in ihrem besonderen Glanz hochkarätig präsentierten. Des Weiteren verdient meine Hochachtung der Züchter der Candlelight S-Familie Herr Georg Johannes Ederle. Acht Schwarzbraune bzw. Rappen als Töchter oder Enkel der Candlelight an einem Ort zur gleichen Zeit präsentiert zu bekommen, und das in dieser hohen Qualität, ist einzigartig. Zu Recht erhielt der Züchter dafür die Goldene Medaille der FN. Nun noch eines: Macht weiter so, Baden-Württemberger Züchter!

KOMMENTAR

Hans-Willy Kusserow

Die Franz-Stahl-Schäfer-Schau war in diesem Jahr einmal mehr ein vielbeachtetes Schaufenster der Pferdezucht in Baden-Württemberg, das seinesgleichen sucht. Denn nicht nur die Zahl der vorgestellten Stuten, sondern auch die erlebte Qualität verdienen Respekt und besondere Anerkennung. Derartige züchterische Erfolge kommen nicht von heute auf morgen. Sie sind das Ergebnis einer über Generationen führenden, beständigen und klar ausgerichteten Zucht- und Verbandspolitik, die „an Tagen wie diesen“ nicht zuletzt durch den beeindruckenden Auftritt der DSP-PrZu/StPrSt Candelight S und ihren sieben Nachfahren Gestalt bekam und allen Grund zur Freude gab. Die abschließende Parade der Siegerstuten und der Siegerfamilien auf dem großzügigen Platz in Weilheim bot ein Bild, das jedem Pferdefreund in nachhaltiger Erinnerung bleiben wird. In diesem Jahr wurden erstmals auch die Stuten der verschiedenen Ponyrassen vorgestellt. Eine Entscheidung, die zu begrüßen ist und die Attraktivität und nicht zuletzt auch Publikumswirksamkeit der Veranstaltung nochmals steigert. Die Ringe der springbetont gezogenen Stuten waren geprägt von attraktiven, modernen Stuten mit seriösen Grundgangarten und überwiegend schlüssig gezogenen Pedigrees. Gesamtsiegerin der springbetont gezogenen Stuten wurde die ausdrucksstrake, mit viel Präsenz und groß angelegter Front ausgestattete Kasalida G von Casalido des Eugen Gantner aus Wört. Die vorgestellten Ponystuten gaben eine erstklassige Visitenkarte für den Pferdezuchtverband Baden-Württemberg ab. Stuten, die nachweislich den überregionalen oder nationalen Verglich nicht scheuen müssen.
Gefeierte Siegerstute wurde die brilliant sich darstellende Mariposa CM v. FS Mr. Right. Sie stammt aus der Zucht von Myriam Charar, Willstätt, Besitzerin ist Claudia Kaiser, Willstätt.


Fotos: olaf rutschek