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200-MIO.-ANGRIFF AUF BAYERN


Sport Bild - epaper ⋅ Ausgabe 29/2021 vom 21.07.2021

BUNDESLIGA

Julian Nagelsmann (33) saß keine zwei Meter entfernt, als Oliver Mintzlaff (45) zur Attacke blies. Bei der Pressekonferenz, auf der Leipzig den Wechsel des Trainers zum FC Bayern bekannt gab, sagte der RB-Geschäftsführer: „Julian wird uns spüren. Wir werden weiterhin auf Angriff gehen!“

Nun, keine drei Monate später, ist klar: Mintzlaff hat Wort gehalten. Mindestens, was den Kader angeht. Kein anderer Klub in Europa hat aktuell so viel Geld bei Zu- und Abgängen bewegt wie die Sachsen. Bis zum Saisonstart werden sie wohl die Investitions-Marke von 200 Millionen Euro knacken.

Allein, was Ablösesummen betrifft, flossen im laufenden Geschäftsjahr schon weit über 100 Mio. Euro für André Silva (25/23 Mio.), Josko Gvardiol (19/18,8 Mio.), Angeliño (24/18 Mio.), Mohamed Simakan (21/15 Mio.), Benjamin Henrichs (24/15 Mio.), Caden Clark (18/1,82 Mio.) und Dominik Szoboszlai ...

Artikelbild für den Artikel "200-MIO.-ANGRIFF AUF BAYERN" aus der Ausgabe 29/2021 von Sport Bild. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Sport Bild, Ausgabe 29/2021

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... (20/22 Mio.). Bei den meisten Transfers waren zudem üppige Unterschriftsprämien, sogenannte Signing Fees, und Beraterhonorare fällig. Stürmer Silva war zwar dank einer Ausstiegsklausel ein Ablöse-Schnäppchen. Das Gesamtpaket summierte sich nach SPORT BILD-Info aber bis auf knapp 30 Mio. Euro. Durch solche Zahlungen an den Spieler und Berater Mino Raiola (53) hat auch der eigentlich ablösefreie Angreifer Brian Brobbey (19) eine hohe einstellige Millionensumme gekostet.

Und RB ist mit der Kaderplanung noch nicht fertig. Innenverteidiger Maxence Lacroix (21) soll aus Wolfsburg kommen. Bisher hatten die Leipziger bis zu 24 Mio. Euro geboten. Die Forderung des VfL: mindestens 30 Mio. Tendenz: Die Vereine einigen sich, Lacroix wird Leipzigs Rekord-Transfer. Und RB sprengt damit die 200-Millionen-Marke.

In Zeiten von Corona, in denen sogar die Bayern ihren Kader nicht weiter aufrüsten können, liegt die Frage nah: Wie geht das?

Hauptsächlich durch die üppigen Einnahmen, die RB verbucht hat. Die Ablösen für Nagelsmann (bis zu 25 Mio.) und Ibrahima Konaté (22), für den Liverpool bis zu 45 Mio. Euro zahlt, fließen fast als Reingewinn in die Leipziger Kassen. Zumindest rund die Hälfte der 42,5 Mio. Euro, die Bayern für Dayot Upamecano (22) zahlte, auch. Zudem kassierte Leipzig für Hannes Wolf (22) rund zehn Mio. Euro von Gladbach und 21 Mio. von Leeds für Jean-Kévin Augustin (24). Und durch die Champions League kann RB mit ca. 25 Mio. Euro planen.

So könnte der RB-Kader aussehen

Das macht handlungsfähig. Erst recht, wenn man weiß, dass nur ein Teil der Ablösen sofort die Bücher belastet. Denn: Die Summen können über die Laufzeit der Verträge abgeschrieben werden. So fallen bei Silva beispielsweise erst einmal „nur“ 4,6 Mio. Euro ins Gewicht.

RB will nur 21 Feldspieler im Kader. Einige Stars sollen gehen

Und: RB wettet mit vielen Transfers auf die Zukunft – und auf einen Verkauf mit Gewinn. Auffällig ist tatsächlich, dass die Marktwerte vieler Zugänge, die langfristig und vorausschauend verpflichtet worden waren, schon jetzt über der Transfersumme liegen. Bei Silva sind es laut transfermarkt.de 45 Mio. Euro, bei Angeliño 35 Mio., bei Simakan 18 Mio., bei Szoboszlai 25 Mio.

Allerdings hat RB nun auch den Druck, noch Spieler abgeben zu müssen. Aus drei Gründen: Der Kader darf nicht zu groß werden, damit nicht zu viele Spieler unzufrieden werden. Zum anderen, um noch Ablöse-Einnahmen zu bekommen. Und zum Dritten, um das Gehaltsbudget wieder zu bereinigen. Internes Ziel ist, nicht mehr zu zahlen als im vergangenen Geschäftsjahr. Da lag man bei rund 100 Mio. Euro. Was kaum einer weiß: Die RB-Verträge sind so gestaltet, dass sie ihr Maximum erst dann erreichen, wenn am Saisonende deutlich über 60 Punkte – und damit normalerweise die Champions League – erreicht werden.

Die interne Zielmarke: 21 Feldspieler will RB im Kader haben, jede Position soll doppelt besetzt sein. Kommt Lacroix, wären es aktuell 26 – ohne eigene Nachwuchsspieler. Abgangskandidaten sind: Halstenberg (29) und Sabitzer (27), an denen Dortmund interessiert ist, die Leih- Rückkehrer Saracchi (23) und Lookman (23) sowie Talent Samardzic (19), zudem die Stürmer Sørloth (25) und Hwang (25).