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2018er Jeep Grand Cherokee Trackhawk: The Holy Grail Trail


Chrom & Flammen - epaper ⋅ Ausgabe 9/2019 vom 14.08.2019

2018er Jeep Grand Cherokee Trackhawk im Fahrbericht


Artikelbild für den Artikel "2018er Jeep Grand Cherokee Trackhawk: The Holy Grail Trail" aus der Ausgabe 9/2019 von Chrom & Flammen. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Chrom & Flammen, Ausgabe 9/2019

Für all diejenigen, die mit der 468-PS-Leistung des Grand- Cherokee-SRT-Modells nicht zufrieden sind, hat Jeep noch einen draufgelegt: den Trackhawk mit satten 710 PS!


Der Jeep Grand Cherokee SRT als Topmodell der Baureihe wird von einem HEMI-V8-Benziner mit 6,4 Litern Hubraum und hemisphärischen Brennräumen angetrieben, in denen die potenten 468 PS entstehen. Der Grand Cherokee Trackhawk kommt zwar mit einem nur 6,2 Liter großen HEMI-V8-Motor daher, leistet aber dank Kompressor-Aufladung atemberaubende 710 PS. Damit ist er so etwas wie der heilige ...

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Der Grand Cherokee Trackhawk kommt mit einem 6,2 Liter großen HEMI-V8-Motor daher, welcher dank Kompressor-Aufladung atemberaubende 710 PS leistet


Von außen gibt sich der Trackhawk allerdings sehr dezent und ist nur von Kennern, Tankwarten oder USCar- Fans mit hoher Jeep-Affinität als solcher zu erkennen. Richtig gelesen: Selten hat uns ein Tankwart auf unseren Testwagen angesprochen – im Falle des Trackhawk aber schon. Die Unterschiede finden sich unter anderem in dem modifizierten Kühlergrill, bei der optimierten Frontschürze mit Lufteintrittsöffnungen statt Nebelscheinwerfern, den Radlaufverbreiterungen, seitlichen Schwellerverkleidungen und einer Motorhaube mit zwei Entlüftungsöffnungen. Am Heck sitzt fast dezent ein Trackhawk-Emblem, und die Auspuffanlage endet mit vier zehn Zentimeter großen, schwarz verchromten Rohren. Seitlich ergänzt ebenfalls dezent ein “Supercharged”-Emblem den Grand- Cherokee-Schriftzug – auffällig sind hier eher die gelben Brembo-Bremssättel hinter den schwarzen 20-Zoll- Leichtmetallfelgen mit 295/45 Pneus.

Das Interieur wartet mit vom Rennsport inspirierten Vordersitzen mit Laguna-Leder auf, die nicht nur ausgesprochen bequem sind, sondern auch bei rasanteren Fahrmanövern sehr guten Seitenhalt geben. Das exklusive Sportlenkrad liegt gut in der Hand, der Tacho bis 320 km/h und die Einstiegsleisten mit “Supercharged”-Schriftzug sorgen für sportliche Eleganz. Echt-Karbon- und Metall-Akzente sowie luxuriöse Berber-Fußmatten mit Trackhawk-Emblem werten den Innenraum auf. Das Uconnect-Infotainmentsystem mit 8,4-Zoll-Touchscreen dient als Kommando-Zentrale für Unterhaltung, Navigation und vieles mehr.

Die aktive Geräuschunterdrückung Active Noise Cancellation ist serienmäßig, genauso wie das Harman- Kardon-Audiosystem mit 825 Watt Leistung, 19 Lautsprechern und zwei Subwoofern.

Mit dem leichten Druck auf den Startknopf melden sich zuerst ein kräftig klingender Anlasser und dann der Hemi-V8 zu Wort, sonor blubbernd im Standgas, aber gleich beim ersten Gas-Stoß mit lauter Kampfansage – Sportwagen aufgepasst! Gangwahlhebel auf D und los. Unvermittelt und ohne Unterlass spurtet der Trackhawk los – untermalt von einer Sound-Kulisse, die süchtig macht.

Der charakteristische und beeindruckende Sound der Endrohre sorgt stets für einen imponierenden Auftritt.


Doch das Ganze wirkt ein wenig surreal, denn solche Fahr-Impressionen erwartet man nicht so hoch sitzend über der Straße. In 3,7 Sekunden erreicht der Super- SUV die 100-km/h-Marke und Tempo 200 ein paar Lidschläge später. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 289 Kilometern pro Stunde konnten wir leider nicht erfahren – die öffentlichen Straßen sind leider zu voll, und das noch mit viel zu langsamen Fahrzeugen. Neben dem Geschwindigkeits-Kick sorgt aber noch ein Sound für Gänsehaut und breites Grinsen: Zwischen 40 und 60 km/h meldet sich nämlich laut surrend der Kompressor des 6,2-Liter-V8. Bei normaler Fahrweise ist das fast noch faszinierender als bei Vollgas – zumal die TorqueFlite Achtgang-Automatik fast unbemerkt die Stufen rauf- und runterschaltet.

Rivalen der Rennbahn – verstecken muss sich der stärkste Jeep aller Zeit vor den SUV-Boliden aus Deutschland aber keinesfalls …


In welchem Sportwagen hat man im Fond so viel Platz?


Die vom Rennsport inspirierten Vordersitze geben super Seitenhalt.


Die Sonderinnenausstattung mit “Laguna Black”-Ledersitzen kostet 7.190 Euro Aufpreis.


Der Trackhawk ist eine rollende Einbauküche mit dem Preis einer Eigentumswohnung – aber eine verdammt schnelle.


Die Kraft wird über das Jeep-Quadra-Trac-ondemand- Vierradantriebssystem mit elektronischer Schlupfbegrenzung im Hinterachsdifferenzial und aktivem Transfergetriebe weitergeleitet; das Select-Track System lässt dabei den Fahrer fünf Dynamik-Einstellungen – Auto, Sport, Track, Snow und Tow – konfigurieren, die sich aktiv auf das Allradsystem, das Getriebe, die Schaltpaddel, die Fahrwerksdämpfung und die elektrische Servolenkung auswirken. Und weil wohl kaum ein Kunde mit einem so sportlichen “Geländewagen” ins Gelände geht, haben die Jeeper den Grand Cherokee Trackhawk (wie schon den SRT) ohne Getriebeuntersetzung ausgestattet. Das Fahrwerk, welches über Einzelradaufhängungen mit Schraubenfedern mit variabler Federrate und adaptive Stoßdämpfer von Bilstein verfügt, sorgt für Sportwagen-Fahrqualitäten.

Mehr als eine nette Spielerei sind die “Performance Pages” im Infotainment-System. Hier gibt es neben der bekannten Launch Control auch Features wie Reaktionszeit-Messer, G-Kraft-Anzeige und ein Dyno-Diagramm für Drehzahl und Drehmoment. Der ganze Fahrspaß hat natürlich auch seine negative Seite: An den angegebenen Normverbrauch von 11,7 Litern auf der Autobahn kamen wir nicht ansatzweise heran, die 25,5 Liter in der Stadt waren eher kein Problem – und das resultiert in einer Reichweite von gerade einmal 400 Kilometern bis zum nächsten Tankstopp… natürlich Super 98 Oktan. Ein Gimmick ist uns übrigens ebenfalls aufgefallen: Wie viele Neuwagen bringt auch der Jeep Grand Cherokee Trackhawk eine Start-Stop- Funktion mit; diese kann man allerdings nicht wie sonst deaktivieren: Sie ist in der Grundeinstellung bereits deaktiviert …Fazit: Der Jeep Grand Cherokee Trackhawk ist im Vergleich zu seinen leistungsschwächeren Mitbewerbern wie Mercedes-AMG G63 oder Porsche Cayenne Turbo fast ein Schnäppchen – wenn man mal eben 130.000 Euro unter dem Kopfkissen liegen hat. Verstecken muss sich der stärkste Jeep aller Zeit vor den SUV-Boliden aus Deutschland aber keinesfalls …

Den Drehzahlmesser immer im Blick.


Liegt gewohnt gut in der Hand: das Mopar- Lenkrad, hier in der Trackhawk-Variante.


2018er Jeep Grand Cherokee Trackhawk

Motor: OHV-V8, 376 ci, 6.166 ccm, 710 PS bei 6.000 U/min, 868 Nm bei 4.800 U/min, Verdichtung 10,9:1; elektronische, sequenzielle Multipoint-Einspritzung; Kompressor mit integriertem Ladeluftkühler, Doppelrohr-Auspuffanlage mit vier Endrohren (100 mm)
Kraftübertragung: Achtstufen-Automatikgetriebe, permanenter Vierradantrieb mit variabler Drehmomentverteilung, Quadra-Trac Active-on-Demand, Elektronisches Sperrdifferenzial (ELSD) mit Schlupfbegrenzung
Vorderachse: Einzelradführung an doppelten Dreiecks-Querlenkern, adaptive Zweirohrstoßdämpfer, Querstabilisator, Schraubenfedern mit variabler Federrate, 400-mm-Brembo-Scheibenbremsen
Hinterachse: Einzelradführung an Mehrlenkerachse, Schraubenfedern und aktiven Zweirohrstoßdämpfern, Querstabilisator, 350-mm-Brembo-Scheibenbremsen
Felgen: Leichtmetallfelgen, 10 × 20”
Reifen: Pirelli “PZero”, 295/45 ZR20 110Y
Länge x Breite x Höhe (in mm): 4.846 × 1.954 (2.156 mit Außenspiegeln) × 1.749
Leergewicht (in kg): 2.531
Radstand (in mm): 2.914
Tankvolumen (in l): 93,5
Verbrauch (in l, Autobahn/Stadt): 11,7/25,5 (Werksangabe)
Beschleunigung (0-100 km/h in s): 3,7 (Werksangabe)
Höchstgeschwindigkeit (in km/h): 289 (Werksangabe)
Preis (in Euro): 119.900
Testwagenpreis (in Euro): 128.870
Sonstiges: Farbe: Redline Pearl Red (990 Euro), Leichtmetallfelgen mit Reifen (790 Euro), Sonderinnenausstattung (7.190 Euro), “Laguna Black”-Ledersitze