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2021 Nachhaltige Gestalter*innen Osterreichs


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Businessart - epaper ⋅ Ausgabe 4/2021 vom 23.11.2021

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Wirtschaft mit Weitblick

Heute und in den kommenden Jahren werden die Weichen für die Zukunft der Menschheit gestellt. Das wissen wir. Unzählige Vereinbarungen sollen dem Rechnung tragen: internationale, wie die Sustainable Development Goals oder das Klimaabkommen von Paris, europäische, wie der European Green Deal, oder nationale, wie das österreichische Regierungsprogramm. Das ist gut, die Vereinbarungen zeigen in die richtige Richtung. Aber das allein ist zu wenig, zu klein und zu langsam. Die jungen Leute von Fridays For Future fordern zurecht rasches und konkretes Handeln zum Schutz des Planeten und damit ihrer Zukunft ein.

Die Nachhaltigen Gestalter*innen schaffen bereits was notwendig ist – sie reduzieren ihren CO 2 -Ausstoß, schonen Ressourcen und halten unsere Welt lebenswert. Das ist eine große Leistung, denn unser Wirtschaftssystem ist nur bedingt darauf ausgerichtet, nachhaltige ...

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Heute und in den kommenden Jahren werden die Weichen für die Zukunft der Menschheit gestellt. Das wissen wir. Unzählige Vereinbarungen sollen dem Rechnung tragen: internationale, wie die Sustainable Development Goals oder das Klimaabkommen von Paris, europäische, wie der European Green Deal, oder nationale, wie das österreichische Regierungsprogramm. Das ist gut, die Vereinbarungen zeigen in die richtige Richtung. Aber das allein ist zu wenig, zu klein und zu langsam. Die jungen Leute von Fridays For Future fordern zurecht rasches und konkretes Handeln zum Schutz des Planeten und damit ihrer Zukunft ein.

Die Nachhaltigen Gestalter*innen schaffen bereits was notwendig ist – sie reduzieren ihren CO 2 -Ausstoß, schonen Ressourcen und halten unsere Welt lebenswert. Das ist eine große Leistung, denn unser Wirtschaftssystem ist nur bedingt darauf ausgerichtet, nachhaltige Entwicklungen zu unterstützen.

MICHAEL BEITL, LUCA FICHTINGER SEBASTIAN JESCHKO FABIAN WAGESREITHER / KERN TEC

Allerdings musste dafür erst eine passende Technologie entwickelt werden. Die automatische Trennung von Samen und Schalen ist schwierig, daher wurden Obstkerne bisher weltweit kaum verwendet. Fichtinger und Beitl holten Sebastian Jeschko, studierter Maschinenbauer, und Fabian Wagesreither, Ingenieur aus der Praxis, an Bord.

Fichtinger: „Manchmal braucht man einen Sparring-Partner aus einer anderen Ecke. Wir konnten einerseits die Techniker challengen, aber sie uns genauso. Es ist eine gute Kombination.“ Auch weil sich die vier gut verstehen: „Wir sind auf der gleichen Wellenlänge.“

Und genau diese Kombination führte schließlich zum Erfolg: „Plötzlich klappte es und wir hatten unsere ersten Produkte in größeren Mengen in der Hand. Wir haben gemerkt, es ist ein genialer Rohstoff, es macht Sinn, es begeistert alle.“

Michael Beitl, Luca Fichtinger, Sebastian Jeschko, Fabian Wagesreither / Gründer Kern Tec Gmbh Lebensmittelproduktion, Herzogenburg 12 Mitarbeiter*Innen www.kern-tec.com

INGUN KLUPPENEGGER ROLAND JARITZ / DEIN'S UND MEIN'S

5.000 Produkte umfasst das Zero-Waste-Angebot von Ingun Kluppenegger. Verkauft wird in Geschäften in Villach und Klagenfurt, in einem Hofladen auf der Nockalm und über zwei Marktwägen auf Bauernmärkten. 55 Prozent sind Bio-Lebensmittel, 35 Prozent plastikfreie Haushaltsprodukte wie ökologische Waschmittel oder feste Shampoos und zehn Prozent Kunsthandwerk wie etwa Zirbenprodukte oder Keramik von Künstler*innen.

Kluppenegger: „Wir suchen unser Angebot nach ganz speziellen Kriterien aus. Woher kommt der Rohstoff? Ist es ein Ursaatgut? Wie wird angebaut? Wird beim Anbau kein Boden verdichtet? Bekommt der Produzent, die Produzentin faire Preise? Wir schauen anhand eines Produktes auf die ganze Kette der Entstehung und Lieferung und versuchen jedes Jahr, mehr in die Tiefe zu gehen und besser zu werden.“

Bei jedem Produkt wird informiert, woher es kommt – von einem regionalen Betrieb, einem Bio-Betrieb oder einem sozial-ökonomischen Betrieb. Das soll zur Bewusstseinsbildung der Konsument*innen beitragen. Zudem werden soziale Projekte unterstützt. Vor allem Frauen, die an der Armutsgrenze leben, haben so eine kleine Verdienstmöglichkeit: „Wir produzieren etwa 300 Produkte selbst – im Sinne der Kreislaufwirtschaft oder aus Sachen, die andere wegwerfen würden.“

Kluppenegger: „Wir setzen neue Wege in einem alten Wirtschaftssystem um. Die Herausforderung ist, die richtige Balance zwischen sozialem Engagement und Wirtschaftlichkeit zu finden.“

Ingun Kluppenegger / Geschäftsführung, Roland Jaritz / Eigentümer | Dein’s und Mein’s GmbH Standorte: Kärnten, Villach Branche: Handel Anzahl der Mitarbeiter*innen: 6 www.deins-und-meins.at

BIANCA & PAUL KOLARIK / KOLARIK FREIZEITBETRIEBE

75 Tonnen Stelzenfleisch und 1.500 Hektoliter Bier werden jedes Jahr in der „Luftburg – Kolarik im Prater“ vertilgt. Seit 2021 ausschließlich in Bio-Qualität. Mit ihren 1.200 Sitzplätzen ist die Luftburg das größte biozertifizierte Restaurant der Welt. Der bewusste Umstieg auf bio begann 2018.

Paul Kolarik: Wir hatten damals schon längst Bio-Eier, Bio-Käse und Bio-Milch, weil wir das selbst privat auch konsumieren. Dann kamen die Leute von OekoBusinessWien auf uns zu, weil ein Betrieb in dieser Größe ein toller Leitbetrieb wäre. Die große Herausforderung war, ausreichend Biofleisch und Biobier zu finden. Zum Glück gab es einen Lieferanten, der sich dieser Herausforderung gestellt hat. Er hat es geschafft, in Österreich 120 Schweinebauern aufzutreiben und uns garantiert, dass wir Jahr für Jahr österreichische Stelzen in Bio-Qualität bekommen.

Bianca Kolarik: Wenn alles, was aus der Küche kommt, bio ist, müssen wir bei den Getränken auch nachziehen. Das große Thema war das Bier. Wir waren sehr bekannt für das Budweiser Bier, und das ist leider nicht in Bio-Qualität erhältlich. Auf unsere Nachfrage sind wir dort nicht auf offene Ohren gestoßen. Daraufhin haben wir ein österreichisches Bio-Bier gesucht und sind in Vorarlberg bei der Fohrenburger Brauerei fündig geworden.

Paul Kolarik: Mit der Sicherheit, dass wir rund 1.500 Hektoliter Bier im Jahr abnehmen, hat die Fohrenburger Brauerei Bäuerinnen und Bauern in Vorarlberg unter Vertrag genommen, die noch mehr Bio-Hopfen produzieren. Wir haben gemerkt, dass wir da ein Volumen steuern, das bereits einen Markt gestaltet. Durch die Abnahmegarantie trauen sich die Bäuerinnen und Bauern dann auch, den Schritt in Richtung bio zu gehen. Das hat schon eine Wechselwirkung, die dafür sorgt, dass der Bioanteil in Österreich immer größer wird. Wir dürfen unseren Beitrag dazu leisten.

Paul & Bianca Kolarik / Eigentümer Kolariks Freizeitbetriebe GmbH, Wien Branche: Gastronomie Anzahl der Mitarbeiter*innen: 80 www.kolarik.at

SARAH LECHNER, BRÜSLI

Noch immer wird in Wien mehr Brot weggeworfen als Graz konsumiert. Der Ärger darüber und die Idee ihres Sohnes standen an der Wiege von BRüSLi.

Sarah Lechner: „Wir haben zuhause ein Spiel gespielt: Was macht man alles aus Brot?’ Mein Sohn sagte: ‚Müsli’“. So entstand die Idee, Müsli aus hartem Brot herzustellen. Nicht nur gesagt, sondern auch getan! Die aus der Medizintechnik kommende Lechner beschloss, ein eigenes Unternehmen – BRüSLi – zu gründen. Mit ihrem Team testete sie erste Mischungen in der Familie, mit Freund*innen und potenziellen Kund*innen und verfeinerte die Rezeptur kontinuierlich. So konnten seit Beginn des Jahres 2021 bereits 30 Tonnen Brot zu Schoko-Nuss- und Cranberry- Nuss-Zimt-Müsli verarbeitet werden, ein Müsliriegel soll demnächst folgen.

Die größte Herausforderung war, dass sowohl der Produktionsprozess als auch das Produkt selbst neu sind.

Lechner: „Wir mussten erstens herausfinden, wie wir das, was wir machen wollen, auch in größerem Maße produzieren können. Und zweitens lernen und verstehen, wie der Kunde/ die Kundin denkt, und unsere Kommunikation anpassen. „Auch in der Medizintechnik ging es immer von der Produktentwicklung über die Zertifizierung vom Produkt und Unternehmen bis hin zum Markteintritt.“ Aber entscheidend sei nicht das fachliche Know-how, das könne man sich beibringen. Es gehe immer um die Zusammenarbeit mit Menschen, denn die Herausforderungen seien in jedem Unternehmen ähnlich. Ihr Tipp für 14-jährige Mädels? „Wenn die Motivation stimmt, kann man alles erreichen – es geht darum, dass man es auch macht, und nicht nur davon redet!"

Sarah Lechner / Gründerin und Geschäftsführerin BRüSLi GmbH, Wien Branche: Lebensmittel, Circular Economy Anzahl der Mitarbeiter*innen: 5 www.bruesli.com

HERBERT SCHLOSSNIKL, BIRGIT AICHINGER / VÖSLAUER MINERALWASSER

Vöslauer ist bereits seit Anfang 2020 CO2 -neutral – sowohl als Unternehmen als auch mit den eigenen Produkten. Verglichen mit 2005 wurden 50 Prozent der CO 2 -E missionen reduziert und 50 Prozent kompensiert. Jetzt hat das Unternehmen noch einmal nachgelegt: Bis 2030 soll der ökologische Fußabdruck um noch einmal 28 Prozent gegenüber 2019 verringert werden.

Herbert Schlossnikl: „Wir haben durchgerechnet, was es bedeutet, wenn wir zum 2-Grad-Klimaziel unseren Beitrag leisten wollen. So sind die 28 Prozent entstanden.“ Dies zu erreichen sei extrem herausfordernd, denn Vöslauer könne nur einen Teil davon unmittelbar beeinflussen, der größere Teil liege bei Verpackung und Transport, wo sowohl Infrastruktur als auch alternative Antriebe – sprich Elektro und Wasserstoff – fehlen. Aber das Verständnis dafür werde größer.

Birgit Aichinger: „Wir merken das bei unseren Kund*innen, die natürlich auch sehr ehrgeizige Klimaziele haben, wo wir mit unseren Produkten – wie der PET-Mehrwegflasche – einen Beitrag leisten können“. Herbert Schlossnikl: „Die Ökobilanz ist eindeutig. Unsere PET-Mehrwegflasche, die 30 Prozent Rezyklat-Anteil haben wird, schneidet am besten ab. Denn sie vereint die Vorteile von Glas-Mehrweg – die Umläufe – mit dem Vorteil von PET – dem geringeren Gewicht, der etwa dem Faktor 10 entspricht.“

Was können Sie jungen Menschen mitgeben?

Schlossnikl: „Dass sie neugierig sind und mutig, dass sie auf Veränderungen zugehen, mitgestalten, sich nicht zu klein fühlen. Es gibt immer so etwas wie Chancen, die sich auftun. Die muss man nutzen und darf sie nicht vorbeigehen lassen.

Aichinger: „Alles zu lernen, was man nur lernen kann. Es ist nicht so wichtig, ob man die Standardausbildung für einen Job hat. Denn bis man den Job bekommt, ist der Standard schon wieder vorbei. In der Wirtschaft gibt es viele Wege, die nach oben führen.“

Herbert Schlossnikl, Birgit Aichinger / Geschäftsführer / Vöslauer Mineralwasser GmbH, Bad Vöslau Branche: Lebensmittel Anzahl der Mitarbeiter*innen: 211 Website: www.voeslauer.com

WER WIRD AUSGEZEICHNET?

Ausgezeichnet werden Menschen, die ihr Unternehmen einen wesentlichen Schritt vorwärts gebracht und unsere Wirtschaft nachhaltiger gemacht haben. Nominiert und gewählt werden die Nachhaltigen Gestalter*innen von einer fachkundigen Jury, bei der wir uns sehr herzlich bedanken.

DIE JURY 2021 (alphabetisch)

Michaela Aschenbrenner / Klimabündnis; MonikaAuer / ÖGUT, Stefanie Beßler / Social Impact Award;Hemma Bieser / AvantSmart; Petra Bußwald /Akaryon; Barbara Coudenhove-Kalergi / IV;Cornelia Dankl / BONUS und Concisa; Max Deml /Öko-Invest; Angela Deutsch / BurgenländischeLandesregierung; Gabriele Faber-Wiener, MichaelFembek / Essl Foundation; Reinhard Friesenbichler/ RFU; Ulrike Gelbmann / Karl-Franzens-Universität;Wolfgang Gerlichn / PlanSinn; Günter Goldhahn,Leo Hauska, Reinhard Herok, Friedrich Hinterberger / Club of Rome; Ingmar Höbarth / Klima- undEnergiefonds; Thomas Hruschka / MA 22; GüntherHumer / Zukunftsakademie OÖ; Peter Iwaniewicz /BM für Klimaschutz; Christine Jasch / Institut fürÖkolog. Wirtschaftsforschung; Andrea Johanides /WWF Österreich; Bettina Kerschbaumer-Schramek,Daniela Knieling / respACT; Christian Kornherr /VKI; Manuela Krendl / WK NÖ; Karin Kuranda &Ilona Reindl / Globale Verantwortung;Verena Lässer-Kemple / Ökoprofit Vorarlberg;Silke Leichtfried & Gudrun Walter / Stmk. Landesregierung; Andrea Lichtenecker / NFI; JohannesLindner / IFTE; Susanne Maier / BIO AUSTRIA;Franz Maier / Umweltdachverband; SandraMajewski, Markus Meissner / Pulswerk; Ira Mollay,Ana Moreno / Pro Sustainability; Carmencita Nader/ Erste Bank; Josef Neuböck / OÖ Landesregierung;Kurt Oberholzer / WK Salzburg; Silvia Painer /Gemeinwohl-Ökonomie; Roswitha Reisinger /BUSINESSART; Michaela Reisinger / LEBENSART;Harald Reisinger, Michael Schaller, AnnemarieSchallhart, Sabine Schneeberger / BKA; AndreasSchneider / BM für Arbeit; Brigitta Schwarzer,Inara, Lena Steger / Global 2000; Monika Strasser,Alfred W. Strigl / Plenum; Andreas Tschulik /BM für Klimaschutz; Richard Tuschl, MartinWeishäupl / Brainbows; Eveline Wiebach / Liga;Ruth Williams / Verband für gemeinnützigesStiften.

Weitere Interviews und Geschichten über die Nachhaltigen Gestalter*innen 2021 finden Sie auf businessart.at.

GEORG STRASSER / TOO GOOD TO GO

Mit der App „Too Good To Go“ kann ganz einfach und unkompliziert zu viel produziertes Essen gerettet werden. Sie ermöglicht es Betrieben, wie Bäckereien, Restaurants, Cafés, Hotels und Supermärkten, ihr überschüssiges Essen zu einem vergünstigten Preis an Selbstabholer*innen zu verkaufen.

Einer der Masterminds dahinter ist Georg Strasser. Er hat BWL und nachhaltige Entwicklung studiert, „denn Nachhaltigkeit und Wirtschaft gehören zusammen.“ Hängen blieb er schließlich in der Lebensmittelindustrie: „Die Themenfelder waren so breit und groß: von CO 2 -Neutralität zu Partnerschaften mit NGOs, zu Food-Waste, zu Kommunikation. Essen gehört gegessen. Und es landet leider im Handel, in der Gastronomie, in der ganzen Wertschöpfungskette viel zu viel davon im Müll. Das tut weh. Es ist nicht nur ein soziales und ökonomisches Problem, sondern auch ein Umweltproblem, wenn wir zu viel Essen wegwerfen.“

So entstand 2016 die Idee der App, die zunächst in Dänemark und Frankreich ausprobiert und weiterentwickelt wurde. 2019 startete das Team in Österreich und hat heute mehr als 2.000 Partner*innen; auch erste Supermärkte sind dabei. Die Community – mit rund 800.000 Downloads – ist riesig. „Jetzt sehen wir, dass wir von der Nische in die Breite kommen. Es macht uns sehr stolz, dass wir das Thema Lebensmittelüberschüsse wirklich in die Bevölkerung tragen können.“ Über die App weiß das Team auch relativ genau, was trotz genauester Planung übrig bleibt und wie man das reduzieren kann. „Der Sinn ist nicht, viele Sackerl in die App reinzustellen, der Sinn ist, sie über die nächsten Wochen und Monate zu reduzieren. Und da können wir den Betrieben sehr gut helfen.“

Georg Strasser / Country Manager Österreich / Too Good To Go, Social Impact Company und App gegen Lebensmittelverschwendung, Wien 32 Mitarbeitende toogoodtogo.at

SOPHIE RENDL UND HANNAH ZACH / FRAUENDOMÄNE

„Uns wurde oft gesagt, dass es schwierig ist, ein Panel divers zu besetzen. Wir wollten ganz gezielt Barrieren abbauen“, beschreibt Sophie Rendl die Geburtsstunde der Frauendomäne.

Durch die Expert*innendatenbank machen Sophie Rendl und Hannah Zach seit 2018 weibliche Kompetenz kollektiv sichtbar – und auffindbar: „Eine Datenbank, in die sich Expertinnen aus allen Fachbereichen kostenlos eintragen können und auf die die gesamte Öffentlichkeit kostenlos zugreifen kann, gab es zu diesem Zeitpunkt in Österreich noch nicht.“ Rendl und Zach unterstützen auch dabei, Veranstaltungen für alle Menschen so sicher und positiv wie möglich zu gestalten. Workshops und Projekte laden dazu ein, sich mit unterschiedlicher Sichtbarkeit und den Bildern in unseren Köpfen auseinanderzusetzen: „Ein großes Problem ist, dass wir ein bestimmtes Bild von ‚dem Experten‘ gewohnt sind. Wir stellen uns oft die Frage, warum Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund oder Menschen mit Behinderung so viel weniger sichtbar sind und wie man Begriffe wie Expert*in oder Unternehmer*in so abändern könnte, dass sie für alle Menschen zugänglich sind“, erklärt Rendl. Dabei führt der Weg oft zu einer grundsätzlichen Aufklärungsarbeit: „Nach wie vor wird uns oft eine Art umgekehrte Diskriminierung vorgeworfen. Bei dieser Frage muss man einen Schritt zurückgehen und erst einmal klären, was Diskriminierung ist.“ Das ist kein einfacher Weg, aber ein wichtiges Ziel, so Rendl: „Wir arbeiten darauf hin, die Ungleichbehandlung der Geschlechter auszugleichen und uns gegen Diskriminierung aller Art einzusetzen. Das ist eine große Motivation.“

Sophie Rendl, Hannah Zach Gründerinnen und Vorstand Frauendomäne - Datenbank für Expertinnen, Wien Mitarbeiterinnen: 10 www.frauendomaene.at

GUIDO GÜNTERT, CARINA PIMPEL ALBERT BRANDSTÄTTER / LEBENSHILFE ÖSTERREICH

Inklusion ist der Schlüssel zur Nachhaltigkeit. Das ist die zentrale Erkenntnis und gleichzeitig große Herausforderung der Lebenshilfe nach einem einjährigen Prozess zur Weiterentwicklung der Organisation.

Albert Brandstätter: Wir wussten, dass sich unser Zugang zur Begleitung behinderter Menschen fundamental ändern und auf neue Grundsätze gestellt werden muss: weg von der klassischen Integration hin zur Inklusion. Denn, wenn wir uns für Menschen mit Behinderungen einsetzen, muss es auch darum gehen, ihr Umfeld barrierefrei zu machen und die Gesellschaft als solche inklusionsfit zu machen.

Guido Güntert: Der inklusive Ansatz bedeutet, Systeme zu schaffen, die barrierefrei sind – in der gesamten Gesellschaft. Es geht darum, nicht den Menschen an das System anzupassen (Integration), sondern das System an den Menschen.

Carina Pimpel: Wir können Inklusion als Narrativ für den Weg aus der Krise sehen, als Demokratieverständnis, eine Haltung, die als Innovationsprinzip aus der Krise erzählt werden muss.

Güntert: Damit haben wir einen riesigen Hebel in der Hand. Der Begriff muss über das gesellschaftliche hinaus gedacht werden und auch Mutter Erde miteinschließen. Es geht nicht nur um uns Menschen, es geht auch darum, unsere Lebensgrundlage zu inkludieren. Wenn ich den Regenwald als lebendiges System wahrnehme, mit dem ich in Verbindung stehe, dann kann ich ihn nicht abholzen, weil mir gerade danach ist.

Carina Pimpel, Inklusionspolitik Lebenshilfe Österreich, Guido Güntert, Geschäftsführung Salzburg, Albert Brandstätter, Inklusionsexperte, ehemaliger Generalsekretär der Lebenshilfe Österreich | Lebenshilfe Österreich, 8 Bundesländer Branche: Soziale Dienstleitung Anzahl der Mitarbeiter*innen: mehr als 9.000 Mitarbeiter*innen https://lebenshilfe.at

ANDREAS MATTHÄ / VORSTANDSVORSITZENDER ÖBB

Etwa 85 Prozent des CO2 -Fußabdrucks eines Urlaubs entstehen durch die An- und Abreise. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln sinkt er deutlich – doch diese muss es auch geben.

Die ÖBB sind europaweit Vorreiter bei Nachtzugverbindungen. Andreas Matthä: „Das wachsende Bewusstsein für Klimaschutz hat uns natürlich geholfen, wir haben aber auch unser Zielgruppen- Angebot komplettiert und sehen den Nachtzug als interessantes Nischengeschäft.“ Natürlich gäbe es auch Herausforderungen: „Heute ist es viel einfacher, einen Bus von Spanien nach Polen zu fahren als einen Zug.“ Deswegen setze er sich dafür ein, regulatorische Vorschriften und technische Standards für den Bahnverkehr in Europa zu harmonisieren. „Gelingt uns dies, können wir schneller mehr Nachtzüge auf Europas Gleise bringen.“ Vor fast 40 Jahren begann Matthä bei den ÖBB als Brückenbau-Ingenieur, später war er Controlling-Leiter, eine wichtige Basis für die Führung des Unternehmens: „Als Techniker und Controller brauche ich die Sicherheit von Zahlen. Das richtige Set an – nicht allzu vielen, aber aussagekräftigen – Kennzahlen immer im Blick zu haben, ist für mich die Voraussetzung für die Konzernsteuerung.“ Aber auch die Bereitschaft und Fähigkeit zur Kommunikation auf allen Ebenen und große Lernbereitschaft seien wichtig: „Im Bahnsektor verändert sich durch die Digitalisierung wahnsinnig viel. Das wird den gesamten Bahnbetrieb und die Jobprofile im Bahnsektor massiv verändern.“

Was empfehlen Sie jungen Menschen?

„Machen Sie bitte eine technische Ausbildung! Alle Bahnunternehmen suchen dringend Techniker*innen.“

Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender ÖBB Holding, Wien Branche: Verkehr Anzahl der Mitarbeiter*innen: ~ 42.000 (in Österreich und weiteren 18 Ländern Europas) www.oebb.at

MARTIN STEININGER / WINDKRAFT SIMONSFELD

Eigentlich wollte Martin Steininger Entwicklungshelfer werden, aber seine Frau war davon nicht begeistert. Daher beschloss er vor 25 Jahren, sich für erneuerbare Energie im Weinviertel einzusetzen.

Martin Steininger: „Ich habe schon damals das Gefühl gehabt, dass wir auf eine Klimakatastrophe zusteuern, und niemand etwas dagegen tut.“

Viele hätten ein Interesse daran gehabt, den notwendigen Wandel zu verhindern. Das sei heute vorbei: „Die Klimakrise ist da und das ist der Unterschied.“

Zur Windenergie hat ihn der Zufall geführt. Die Umweltberatung führte in den 1990er-Jahren Windmessungen durch, an denen er sich beteiligte. Nachdem die engagierte Truppe nicht über die finanziellen Mittel für den Bau eines Windrades verfügte, suchte sie Mitstreiter*innen. „Da haben sich gleich 20 Leute gefunden, die dann je 5.000 Schilling auf Risiko eingezahlt haben, mit der Verpflichtung, wenn es gebaut wird, den Rest auf 40.000 Schilling nachzuschießen.“ Zunächst passierte ein Jahr lang nichts, und dann ging es sehr schnell: Im November 1997 wurde die Bedingung gestellt, dass die Windkraftanlagen im darauf folgenden März, vor der NÖ-Landtagswahl, in Betrieb sein müssen. „Innerhalb kürzester Zeit haben 124 Kommanditist*innen das erforderliche Eigenkapital von sechs Millionen Schilling einbezahlt.“ Aus der ursprünglichen Idee, ein einzelnes Projekt abzuwickeln, entstand aufgrund des großen Interesses ein Unternehmen – die Windkraft Simonsfeld. Steininger wurde Geschäftsführer und betreibt heute 91 Anlagen, die den Jahresbedarf an Strom für rund 160.000 Haushalte produzieren. 2019 setzte Steininger den nächsten großen Schritt: Die Zertifizierung als Gemeinwohl-AG: „Für alle, die bei uns einsteigen, ist klar, dass es hier nicht um maximalen Gewinn, sondern auch um soziales Engagement, um die Energiewende und das große Ganze geht.“

Martin Steininger, Firmengründer und Vorstand Windkraft Simonsfeld AG, Simonsfeld Branche: Energie Mitarbeiter*innen: 77 www.wksimonsfeld.at

MARCUS WADSAK

Dass sich das Klima ändert, war für ihn bereits in den 1990er-Jahren spürbar: „Ich habe in den Ferien als Bademeister gearbeitet. 1992 und 1994 waren die ersten äußerst ungewöhnlichen Sommer – sehr lange, sehr heiß, sehr trocken. Ich konnte unendlich viele Überstunden machen und habe wahnsinnig viel Geld verdient (lacht). Wir haben mittlerweile Sommer, wo es 42 Tage mit mehr als 30 Grad gibt.“ Auch die wissenschaftlichen Arbeiten über die globale Erwärmung lagen bereits damals auf den Universitätstischen. „Wir haben gewusst, dass das passieren wird, was wir heute erleben. Die Prognosen hatten recht.“

Und wenn er in der täglichen Arbeit sieht, wie sich unser Wetter und unser Klima verändert – da könne er nicht ruhig sitzen und sagen, es werde sich schon irgendwie ausgehen. Es gebe noch immer Menschen, die uns weismachen wollten, es sei nicht so schlimm, es brauche keine Änderung. „Diese Menschen liegen falsch. Wir brauchen radikale Veränderungen in allen Bereichen, die wir uns vorstellen können und zwar so schnell wie möglich. Nicht entweder-oder, sondern alles zusammen und noch mehr davon.“ Damit man sich ein Bild machen könne: „In der letzten Eiszeit lag halb Europa unter kilometerdickem Eis, da war Leben wie heute nicht möglich. Es war nur um vier Grad kälter als heute. Wenn wir zwei Grad mehr haben, wird es in vielen Regionen dramatische Folgen haben.“

Klimaschutz sei NICHT das, was uns alles verbiete, schlechter mache und einschränke: „Es ist das, was uns gewährleistet, dass wir uns alle in einer sehr sauberen, gesunden, sozial gerechteren Zukunft wiederfinden werden, wo wir die Schönheit der Natur, die Schönheit Österreichs, die Schönheit der Welt genießen können, mit allem was dazugehört.“

Marcus Wadsak, Leitung & Moderation ORF-Wetter Buch: Klimawandel: Fakten gegen Fake & Fiction. ORF, Wien Branche: Medien Mitarbeiter*innen in der Fernseh-Wetter-Redaktion: 5 www.orf.at

OTTO LEODOLTER / LÖFFLER

Seit der Gründung 1947 produziert Löffler in Österreich und Europa und fertigt hier jährlich ca. 1,3 Mio. Stück Textilien.

Die Produktion nach Asien auszulagern, war nie Thema, erzählt Otto Leodolter: „Erstens waren wir viel zu klein dafür. Zweitens war es die DNA der Familie Fischer, sehr regional zu bleiben. Wir sind in Ried immer noch vollstufig, das heißt, wir beginnen beim Garn und hören beim fertigen Teil auf.“ Der erste Nachhaltigkeitsbericht hat dem Thema weiteren Auftrieb gegeben: „Durch den Bericht ist die Vielschichtigkeit dieses Begriffs erst in unser Bewusstsein gekommen. Es ist eine Dynamik entstanden, die uns Schritt für Schritt weiterführt.“

Die Entwicklung neuer Materialien, die funktional, nachhaltig und regional produziert werden können, steht bei Löffler im Vordergrund. Eine Innovationskraft, die selbst Leodolter immer wieder erstaunt: „Es ist jedes Jahr eine Überraschung, wenn jemand etwas Neues bringt. Man kann Kreativität nur fördern und fordern, wenn man den entsprechenden Freiraum schafft. Es geht darum, dass Mitarbeiter*innen mit Ideen kommen können und sich trauen, es zu probieren.“

Es brauche viel Kreativität um einerseits den Grat zwischen Funktionalität und Verantwortung zu beschreiten und andererseits eine zukunftsfähige Wirtschaft in Richtung einer Kreislaufwirtschaft zu schaffen. „Die Politik ist gefordert, die Ziele vorzugeben, aber die Wege offen zu lassen“, erklärt Leodolter. „Für uns Unternehmen muss es möglich sein, verschiedene Wege zu gehen, um diese Ziele zu erreichen.“

Otto Leodolter, Geschäftsführer LÖFFLER GmbH, Ried im Innkreis Branche: Sportmode Anzahl der Mitarbeiter*innen: 300 www.loeffler.at

GEORG BURSIK / BAUMIT

Baumit hat mit „Go2morrow“ einen neuartigen Trockenbeton entwickelt – die bisher verwendete Kalksteinkörnung wird durch Recyclingbeton ersetzt.

Georg Bursik: „Wir haben die Rezepturen angepasst und nach etwa einem halben Jahr Entwicklung hatten wir ein Produkt, das dem normalen Trockenbeton entspricht und dessen Körnung zu 100 Prozent aus Recyclingmaterial besteht.“ Die verkaufte Menge, und damit die Marge, sind klein, denn Go2morrow kostet etwa 20 Prozent mehr als normaler Trockenbeton, weil die Aufbereitung aufwändig ist. Die Bereitschaft, dafür mehr Geld auszugeben, sei leider nicht sehr groß: „Wir werden das Produkt aber nicht vom Markt nehmen. So schnell werfen wir die Flinte nicht ins Korn.“ Denn es mache Sinn, verbrauchtes Material einer möglichst langen Lebensdauer zuzuführen.

Auch ein gesundes Wohnen spielt bei Baumit eine große Rolle. Für den eigenen Forschungspark wurden 13 gleich große Häuser gebaut und erhoben, wie sich verschiedene Wandaufbauten – Beton, Putze und Farben – auf die Qualität der Raumluft auswirken. Eine Betonwand mit Dispersionsspachtel – im mehrgeschoßigen Wohnbau vielfach Standard – nimmt keine Feuchtigkeit auf und gibt auch keine ab. Bursik: „Optimal ist ein Putz, der die Feuchtigkeit im Raum reguliert, und eine offene, mineralische Wandfarbe – keine Dispersionsfarbe –, dann haben Sie den optimalen Wandaufbau.“ Bis zu 90 Prozent unserer Zeit verbringen wir in Innenräumen. Daher mache es Sinn, die richtigen Materialien zu verwenden.

Georg Bursik, Geschäftsführer Baumit GmbH, Wopfing Branche: Bauen Anzahl der Mitarbeiter*innen: 680 www.baumit.at

SUSANNE FORMANEK / GRÜNSTATTGRAU

„Mir ist es immer darum gegangen, dass wir Fortschritte machen“, beschreibt Susanne Formanek ihre stetige Suche nach besseren, kostengünstigeren, umweltgerechteren und emissionsärmeren Lösungen.

Ihr Innovationslabor für grüne Stadttechnologien, GRÜNSTATTGRAU, holt alle Player ins Boot – die Wirtschaft, die Wissenschaft, die öffentliche Hand und die Bevölkerung –, um mehr Grün in die Stadt zu bringen. „Dabei geht es nicht nur ums Bauen, da geht es um lebenswerte Städte, Biodiversität und Klimawandelanpassung. Das ist ein Thema, das sehr stark zukunftsorientiert ist. Ein Innovationslabor gibt uns die Möglichkeit, neue Wege zu gehen und etwas auszuprobieren“, erklärt Formanek. Das Labor war in den letzten drei Jahren Impulsgeber für 80 Projekte, 24 laufen derzeit.

Hinter begrünten Gebäuden stecken nicht nur Wohlbefinden und Klimawirkung, sondern auch Ideen, die Lebensmittelproduktion urban zu machen sowie ein enormes Potenzial für Arbeitsplätze: „Würde in Österreich jedes zweite Gründach im Neubau bis 2030 begrünt ausgeführt, ergäbe das mehr als 33.000 neue Arbeitsplätze.“

RENOWAVE, das Innovationslabor und Netzwerk für klimaneutrale Sanierungen, steht auch bereits in den Startlöchern: Ab 1.1.2022 wird es so viele Häuser wie möglich sanieren – für einen geringeren Energieverbrauch, weniger CO2-Emissionen und ein gutes Leben, selbst wenn wir in Pandemien oder Extremwettersituationen die eigenen vier Wände nicht verlassen können. „Wir können noch viel tun“, fasst Formanek die Entwicklung der Baubranche zusammen. „Wir stehen nicht am Anfang, aber wir haben noch einen weiten Weg vor uns. Bauen hat mit Menschen zu tun, und sie müssen nachhaltig denken und agieren.“

Susanne Formanek, Mitbegründerin und Geschäftsführerin GRÜNSTATTGRAU Forschungs- und Innovations- GmbH, Wien Baubranche 11 Mitarbeiter*innen (inkl. Teilzeit) www.gruenstattgrau.at