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28@KAUFBERATUNG | Jaguar XF Sportbrake: Kontrastprogramm


auto Test - epaper ⋅ Ausgabe 3/2019 vom 27.02.2019

Es muss doch nicht immer Audi A6 Avant, BMW 5er Touring oder Mercedes E-Klasse sein. Ein Blick über den Ärmelkanal offenbart eine sehr attraktive Kombi-Alternative


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Fotos: L. Willgalis

Wenige Wochen, genauer gesagt nur noch knappe vier Wochen ist die europäische Gemeinschaft nach derzeitigem Stand vom Brexit entfernt. Während sich dieses Heft noch in der Produktion befindet, scheint ein Austritt der Briten ohne geregeltes Abkommen wahrscheinlich. Da keiner von uns die Fähigkeit besitzt, die Zukunft vorherzusagen, wenden wir uns lieber einem britischen Erzeugnis zu, das durchweg positive Gefühle in uns ...

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Das beginnt schon beim ersten Blick in den Innenraum des langen XF. Der britische Abgesandte schmeichelt seinen Insassen mit sehr komfortablen Sitzen, die auf Wunsch in 20-fach einstellbarer Ausführung (ab 2294 Euro) im Premiul-uemory-Paket ab der Linie Portfolio erhältlich sind. Das umfasst darüber hinaus die elektrische Lenksäule und beheizbare Außenspiegel sowie eine Memorl-uunktion für Fahrer- und Beifahrersitz. Haben Sie Interesse an der Linie R-Sport, S oder 300 Sport, ersetzt Jaguar die Komfortdurch Sportsitze, die ebenfalls nicht mit Komfort geizen. Richten wir den Blick auf den Armaturenträger, erfasst das Auge im Falle unseres Testwagens hauptsächlich Displays. Für die digitalen Instrumente im 12,3-Zoll-Format, die wir in jedem Fall empfehlen, sind 714 Euro fällig, während das 10-Zoll-Touchdisplay mit Dual View (zwei Inhalte auf einem Display) mit 1041 Euro zu Buche schlägt und stets an folgende Extras gebunden ist: Navigation Pro (750 Euro), Meridian-Soundsystem (ab 646 Euro) und CD-Laufwerk (100 Euro). Echtzeitverkehrsinformationen finden Sie im Connectel-uro-Paket für 620 Euro mit einer Laufzeit von drei Jahren. Sind Ihnen die genannten Extras in Summe zu teuer, können Sie alternativ über Apple CarPlay navigieren, die Anbindung ist ab Werk mit dabei. Das Head-up-Display kostet im Paket mit der Akustil-urontscheibe 1333 Euro. Nicht günstig, aber ein deutlicher Zugewinn, was den Komfort betrifft.

Für die fahraktive Assistenz bietet Jaguar neben einem adaptiven Tempomaten einen aktiven Spurhalte- und Totwinkelassistenten. Im Paket kostet das Trio 2760 Euro; allein gerechnet ruft Jaguar insgesamt 3243 Euro auf. Halten Sie den adaptiven Tempomaten für verzichtbar, bleiben noch 1386 Euro stehen. Wenig erfreulich gerade im Premiumsegment: Für die Parksensoren am Heck verlangt Jaguar happige 510 Euro, während für die vorderen 417 Euro zu zahlen sind. Die 360-Grad-Kamera kommt ihrerseits auf 771 Euro, die Rückfahrkamera auf 438 Euro und der Parkassistent auf 937 Euro. Hier empfehlen wir erneut die Pakel-uption. Einzeln gewählt, kosten die Extras rund 3100 Euro, das Parkhilfe-Paket-Plus steht dagegen mit 2613 Euro in der Liste. Weitere Annehmlichkeiten, die wir Ihnen ans Herz legen: das Fond Komfort-Paket (1690 Euro) mit Vierzonen-Klimaautomatik, Sitzheizung vorn und hinten sowie manuellen Sonnenrollos für die hinteren Seitenscheiben. Für 1483 Euro offeriert das Komfort-Paket neben dem Activity-Key – einem Schlüssel in Form eines Armbandes und damit einhergehendem schlüssellosen Zugang – eine elektrische Heckklappe mit Gestensteuerung und Laderaumschienen – eine sinnvolle Investition. Ferner ist das riesige Panoramadach für 1405 Euro eine Überlegung wert, auch wenn es im Falle des Kombis über keine Öffnungsmöglichkeit verfügt, was uns allerdings nicht negativ aufgestoßen ist.

Vierzylinder-Dominanz

Damit auch all dieser Komfort in Bewegung kommt, führen die Briten ein passables Angebot an Motoren. Bei den Benzinern wählen Sie zwischen 20t und 30t – Vierzylinder und zwei Liter Hubraum sind hier gesetzt. Während der 20t seine 250 PS an die Hinterräder schickt, verteilt der 30t seine 300 PS serienmäßig auf alle vier Räder. Die Vierzylinder machen ihre Sache mehr als ordentlich, speziell in Verbindung mit der achtstufigen Wandlerautomatik von ZF. Der Verzicht auf einen Motor unterhalb von 200 PS könnte Interessenten, die nicht so viel Leistung benötigen, zur Konkurrenz schicken. Auf der anderen Seite bietet der XF bei ähnlichen Preisen in der Basis gut 70 PS mehr Leistung. Bei den Dieseln fällt das Angebot deutlich reichhaltiger aus. Mit dem E-Performance, der aus ebenfalls vier Zylindern 163 PS mobilisiert, geht’s los. Es folgen der 20d mit 180 PS, der 25d mit 240 PS sowie der 30d mit schnurrendem V6 und 300 PS.

Im Detail

Fragen? Nein. Jaguar platziert alle Bedienelemente sinnvoll und bietet darüber hinaus eine gute Ergonomie


Die Ausstattungslinie R Sport bringt ein Sportfahrwerk mit und kümmert sich um den entsprechenden Auftritt


Schon die Vierzylinder bieten ausreichend Leistung für zügiges und entspanntes Reisen


Der Allradantrieb, der auch bei Land Rover zum Einsatz kommt, punktete im Test mit hervorragender Traktion


Innenraum

Der XF Sportbrake präsentiert sich mit dem versenkbaren Wählregler des Automatikgetriebes als Individualist. Der oberen Mittelklasse entsprechend bietet der Jaguar hochwertige Materialien mit guter Verarbeitung


Infotainment

Das Layout des Infotainments ist zwar nicht übermäßig intuitiv gestaltet, nach kurzer Eingewöhnung aber zügig zu bedienen


Karosserie

Trotz sportlich-eleganter Linienführung bietet der XF Insassen und Gepäck reichlich Platz

Außenbreite*: 1880 / 2091 • Innenbreite v. / h.: 1530 / 1465 • Kofferraum: 565–1700 l

Die Höhe der Ladekante passt, der Kofferraum fasst 565 bis 1700 Liter


Bequemer Fond mit angenehmer Kopffreiheit und genügend Beinauflage


Statt schwarzer Einfassung des Wählreglers bietet Jaguar auch Holzdekor


Auch fahrdynamisch zeigt sich die Großkatze von ihrer guten Seite. Zackig lenkt der XF ein, wirkt nur bei stärkerem Einschlag ein wenig zu weich in den Federn. Im Gegenzug sorgt die serienmäßige Luftfederung an der Hinterachse in Verbindung mit den 17-Zoll-ueichtmetallrädern für beachtlichen Reisekomfort. Bleiben Sie bei den 17-Zöllern, und investieren Sie das Zusatzgeld für die bis zu 4000 Euro teuren 20-Zoll-Exemplare in andere Extras. An denen sollten Sie auch nicht sparen, denn die Zulassungszahlen des Sportbrake liegen deutlich hinter denen der Deutschen, und da gilt es, auf dem Gebrauchtwagenmarkt mit feiner Ausstattung zu punkten.

Fazit

Trotz des SUV-Erfolges, der weiterhin ungebrochen scheint, bringt Jaguar eine sehr gelungene Kombi-Alternative. Kleinere Schwächen, die uns hier und da aufgefallen sind, verschmerzen wir gern, denn neben dem eleganten Design überzeugt der XF auch in puncto Technik und Fahrdynamik und stellt so eine feine Alternative zum deutschen Business-Trio dar.

Ein Rücken zum Entzücken: Anleihen vom F-Type stehen dem XF Sportbrake ausgezeichnet