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3 Frauen, 3 sanfte Erfolgsmethoden: Endlich gesundes, glänzendes Haar


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 13/2020 vom 20.03.2020

Bei Haarausfall ist die Not groß. Neben medizinischen Therapien können überraschend auch alternative Kuren helfen, sagt selbst der Facharzt


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Bildquelle: Bild der Frau, Ausgabe 13/2020

Dr. Sebastian Kahl
Facharzt für Haut- und Haarerkrankungen


Für Frauen ist es der pure Horror: kahle Stellen, immer lichteres Haar. 1,2 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Kreisrundem Haarausfall (Alopecia areata). Noch häufiger ist der erblich bedingte Haarausfall, der jede fünfte Frau betrifft. „Die Gene, Nährstoffmangel, Vorerkrankungen, Hormonschwankungen und Schicksalsschläge sind häufige Ursachen“, sagt Dr. Sebastian Kahl (35), leitender Facharzt für ...

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... Hautund Haarerkrankungen in der Experten-Praxis Dr. Schaart in Hamburg.

Eine neue Studie der Sungkyunkwan Universität Seoul zeigt außerdem: Je mehr Stress wir haben, desto wahrscheinlicher ist Haarausfall. Der Grund: Ein veränderter Hormonspiegel hemmt das Wachstum der Haarfollikel.

Der Experte rät Betroffenen, zunächst Methoden auszuprobieren, die nebenwirkungsarm und kostengünstig sind: „Koffeinshampoos, eine ausgewogene Ernährung und weniger Stress können bei leichten Symptomen helfen“, sagt Dr. Kahl. Wird es schlimmer, ist eine Untersuchung beim Profiratsam. „Studien zeigen, dass unter den Mitteln zum Auftragen Minoxidil die besten Heilungschancen bringt“, so Dr. Kahl. „Doch jeder Patient ist anders. Bei vielen hilft auch eine Laser-Therapie, die die Durchblutung der Kopfhaut anregt, Botox-Unterspritzungen, die die Kopfmuskulatur entspannen oder eine Mesooder Eigenblut-Therapie, bei der Wirkstoffe oder Wachstumsfaktoren in die Kopfhaut gespritzt werden.“

Ayurveda! „Meine Locken wachsen wieder“

Eine Ayurveda-Kur bei Balvinder (l.) brachte Margarita (r.) in Balance


Bürokauffrau Margarita Brenermann (34) aus Augsburg brachte ihren Körper mit einer Ayurveda-Kur wieder ins Gleichgewicht.

„Ich habe meine lockige Wallemähne geliebt“, sagt Margarita, „doch mit 19 fing der Haarausfall an Stirn und Scheitel an, ich konnte kaum noch in den Spiegel sehen.“ Jahrelang probiert sie alles Mögliche aus, nimmt sogar die stärkste Antibaby-Pille, um den Haarausfall zu stoppen. „Aber nichts half.“ Hautärzte und Endokrinologen sagen: „Das ist erblich, nichts zu machen!“ Erst als sie 2017 auf die indische Haar-Expertin Balvinder Sidhu stößt, die in Augsburg mit Ayurveda arbeitet, schöpft sie neue Hoffnung. „Nach Puls-, Zungen- und Kopfhautanalyse hat sie erkannt, dass der Haarausfall nicht in meinen Genen liegt“, so Margarita.

„Menschen mit Locken haben meist eine trockene Kopfhaut, Frau Brenermann aber hatte fettige und schuppige, juckende Stellen – ein Hinweis auf einen schlecht verwertenden Magen-Darm-Trakt“, so Sidhu. „Das Fett verstopft die Poren und verhindert, dass nachwachsende Haare ausreichend versorgt werden.“ Waschen helfe da nicht, sondern nur eine Ayurveda-Kur. Kräuter- und Gewürzkapseln, die Immunsystem und Darmflora stärken. Dazu Kräuterpasten für die Kopfhaut und ein Serum, das die Haarwurzel stärkt. Und Entschlackungskuren mit Frühstücksbrei und Ingwer-Wasser.

„Nach sechs Monaten sind meine Locken wieder voller geworden“, sagt Margarita. „Ich konnte die Antibaby-Pille absetzen.“ Im Dezember ist sie Mama geworden – und endlich überglücklich!

Ein spezielles Serum soll helfen, die Haarwurzeln zu stärken


Das meint der Experte:

►„Der Erfolg von Ayurveda-Kuren ist wissenschaftlich nicht stichfest nachgewiesen“, so Sebastian Kahl. „Aber die ganzheitliche Behandlung von Körper und Geist, in Kombination mit konkreten Anwendungen für Kopfhaut und Magen-Darm-Trakt, kann dem Körper guttun, Stress reduzieren und der Seele Hoffnung spenden.“

Mentaltraining! „Toll, ich brauche keine Perücke mehr“

Mindset-Coach und Flughafen-Angestellte Katja Kämpf (49) aus Ingolstadt besiegte mit Selbstliebe den Kreisrunden Haarausfall.

Ihr Leben lang hat Katja einen blonden Wuschelkopf:„Dadurch hab ich mich weiblich und schön gefühlt“, sagt sie. Doch als 2007 drei enge Familienmitglieder sterben, beginnt ihr Haar auszufallen: „Erst hatte ich kreisrunde Löcher und nach sechs Monaten war jede Körperbehaarung weg“, so Katja. Diagnose: Kreisrunder Haarausfall. Sie kauft sich Perücken, lernt, sich kaschierend zu schminken, nimmt teure Nahrungsergänzungsmittel, die nicht helfen. Nach einer langen Trauerphase um die Verstorbenen und ihre Haare merkt sie: „Ich muss Klarheit finden und Verantwortung für meine Gesundheit übernehmen.“ Sie beginnt zu meditieren und Power-Smoothies zu trinken.

„Ich habe alle alten Glaubenssätze hinterfragt, in denen Anerkennung von außen wichtig war“, sagt sie. „Damit kam auch die Selbstliebe zurück und ich konnte den Haarverlust annehmen. Denn schön ist, wer von innen heraus strahlt und mit sich zufrieden ist.“

Nach acht Jahren dann das Unfassbare: „Plötzlich hatte ich wieder einen Flaum auf dem Kopf! Ende 2015 konnte ich meine Perücken wegschließen“, sagt Katja. „Die Krankheit hat mir gezeigt was wirklich wichtig ist: Selbstwert und Selbstliebe!“

Das meint der Experte:

►„Viele Betroffene leiden auch psychisch sehr unter dem Verlust ihrer Haare“, weiß Dr. Kahl. „Ein vehementer Kampf gegen den Haarausfall kann über Jahre zusätzlich Stress erzeugen und die Heilung blockieren. Selbstakzeptanz und das Bewusstsein auf schöne Dinge im Leben zu lenken, kann eine heilsame Wirkung haben.“

Die Haare sind zurück. Aber Katja hat gelernt, sich auch ohne schön zu finden


Kreisrunder Haarausfall


Mit Perücke


Kombi-Therapie! „Da hörten sie auf, auszufallen“

Dreifach-Mami Tamara Schlatter (32) aus Zürich hat dem erblichen Haarausfall mit Low-Level-Laser-Therapie, Minoxidil und Detox den Kampf angesagt: „Mütterlicherseits haben alle dünne Haare in unserer Familie“, sagt Tamara. „Aber bei mir war es schon mit Mitte 20 so schlimm, dass ich auf meine Halbglatze am Hinterkopf angesprochen wurde!“ Mit Puder und Spray kaschiert sie die kahlen Stellen. „Wundermittelchen“ aus Drogerie und Apotheke und eine Meso-Therapie beim Dermatologen, bei der ihr Vitamine unter die Kopfhaut gespritzt werden, helfen nicht.

„Ich habe über die Jahre sicher 3000 Euro ausgegeben“, sagt Tamara. In ihren drei Schwangerschaften scheinen die Haare voller zu werden, doch danach wird es jedes Mal schlimmer. Im Juni 2019 wagt sie einen neuen Versuch in der Haar-Klinik in Zürich. „Wir setzen auf ein ganzheitliches 5-Stufen-Modell, das dem Haarausfall von innen und außen begegnet“, sagt Trichologe Remo Lageder. Nach Labor-, Haar- und Kopfhautanalyse, behandeln sie bei Tamara erst die gereizte Kopfhaut mit Shampoos und Haarmasken. „Um die Durchblutung und die Regeneration der Zellen anzuregen, folgte eine Low-Level-Laser-Therapie (LLLT) mit nicht spürbaren Mini-Impulsen“, so der Trichologe. „Erst wenn die Kopfhaut wieder gesund ist, raten wir zu Minoxidil, weil der enthaltene Alkohol austrocknen und reizen kann.“

Ein Detox-Tee mit Löwenzahnwurzeln, Artischockenblättern und Wildkräutern sorgt dafür, dass Leber und Nieren entgiften. Und Kapseln mit Eisen, Biotin, Kupfer und Vitaminen geben den nachwachsenden Haaren neue Kraft.

Schon nach vier Wochen stoppte tatsächlich der Haarausfall“, lächelt Tamara, „und nach rund fünf Monaten war der Unterschied sichtbar!“ Zu Hause macht sie die Laser-Therapie mit einem mobilen Laser (rund 700 Euro) weiter: „Das ist total unkompliziert. Ich setze ihn einfach nach der Haarwäsche auf, während ich mich schminke“, sagt Tamara. „Danach massiere ich ein paar Tropfen Minoxidil in die Kopfhaut ein. Das alles zusammen dauert drei Minuten und ist auch für mich als Mami von drei kleinen Buben in den Alltag integrierbar.“

Endlich! Der Haarausfall ist gestoppt, und Tamara hat keine Angst mehr vor dem Blick in die Bürste


Unten: mit Mitte 20 schon fast eine Glatze


Tamara vertraut den Haarspezialisten, den sogenannten Trichologen, der Haarklinik in Zürich


Das meint der Experte:

► „Minoxidil ist bei Männern und Frauen die bisher erfolgreichste Behandlungsmethode auf dem Markt mit nur geringem Risiko für Nebenwirkungen“, so Dr. Kahl. „Das Problem: Es bekämpft nur die Symptome, nicht die Ursache und muss daher regelmäßig und meist lang-. fristig auf die Kopfhaut aufgetragen werden.“


Fotos: privat (4), Marion Vogel (2)

Texte: Sira Huwiler-Flamm; Fotos: haar-klinik.ch, Sira Huwiler-Flamm (2)