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30 Berliner sind auf Rene H. hereingefallen:So betrügt dieser Miet-Nomade alle


TV neu - epaper ⋅ Ausgabe 34/2019 vom 15.08.2019

Ein Blog warnt Hausbesitzer vor seinen Tricks

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DREISTER BETRUG Im Internet beschreibt Sarah P. (kleines Foto unten) die freche Masche des angeblichen Anästhesisten Rene H.


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EIN ALBTRAUM FÜR VERMIETER A Müll und vergammeltes Essen – jedes Jahr werden Wohnungen durch skrupellose Mieter verwüstet (Symbolfoto)


Die Vermieter waren begeistert von dem jungen Arzt Rene H., der Interesse an ihrer Wohnung zeigte. Er sah gepflegt aus, war gut gekleidet, höflich und charmant. Sarah P. (29) und ihr Ehemann Markus (31) waren überzeugt, dass er der geeignete Mieter für ihre Eigentumswohnung sei. Doch das änderte sich schnell.
Vermüllte Wohnung. Denn die Miete (1.400 Euro pro Monat) sahen die beiden ein halbes Jahr nicht. Auch die Kaution haben sie nicht erhalten. Wütend beauftragte das Paar einen Anwalt und kündigte H. die Wohnung fristlos. Den angeblichen Anästhesisten interessierte das allerdings wenig. „Erst, als wir ihm im Mai Strom und Internet abstellten, ging er“, erzählte Sarah P. dem „Berliner Kurier.“ Nach dem Auszug erlebten die P.s noch eine böse Überraschung: Denn der Mieter hatte nicht nur auf ihren Namen Waren im Wert von 238 Euro bei einem Online-Supermarkt bestellt, sondern auch die Wohnung vermüllt.
Überall lagen leere Flaschen, Kühlschrank und Spülmaschine waren völlig verdreckt.

Seine Lebensmittel bestellte er unter fremden Namen

Das Paar zeigte den säumigen Mieter bei

der Polizei an und warnt inzwischen in einem

Internet-Blog vor dem Mietnomaden.

Hohe Schulden. Doch der hat nicht nur sie hinters Licht geführt. Nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft fielen noch weitere 30 Berliner auf ihn herein. Immer wieder erschlich sich H. mit seinem Charme und einer falschen Identität das Vertrauen. Und zog von Wohnung zu Wohnung, ohne auch nur einen Cent Miete zu bezahlen. Zuletzt lebte er in einer Wohngemeinschaft in einem Neubau an der Klara-Franke-Straße. Die 710 Euro Miete pro Monat blieb er aber auch hier schuldig, es folgte die Zwangsräumung.

Zu dem Hab und Gut, das der Gerichtsvollzieher zusammenpacken ließ, gehörten tütenweise Schokoriegel, Chips und Erdnussflips, dazu ungeöffnete Post von Gläubigern, Behörden und Gerichtsvollziehern, alte Mietverträge, ein paar Boxershorts und andere Kleidungsstücke.

Gerichts-Prozess. Jetzt aber lebt H. wirklich mietfrei. Denn er sitzt in der JVA Moabit in U-Haft und wartet auf seinen Prozess. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm verschiedene Betrügereien vor. So soll er von einer 25-Jährigen aus Niederschönhausen 1.500 Euro ergaunert haben. Sie gab ihm das Geld für Auto-Ersatzteile, die sie aber nie bekommen hat. Einem 36-Jährigen aus Lichtenberg blieb er nicht nur drei Monatsmieten schuldig, sondern bestellte in seinem Namen auch Waren im Internet.

Dazu veruntreute er Spendengelder für einen gemeinnützigen Verein, für den er ehrenamtlich tätig war. Noch im August soll das Urteil fallen. 30 Berliner warten darauf.

TV-Tipp

Täter–Opfer–Polizei Fahndungs-MagazinSO 25.8. 19.00 Uhr RBB

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SEIN NEUES ZUHAUSE In der JVA Moabit wartet der dreiste Betrüger jetzt auf seinen Prozess


Fotos:Facebook/Rene/ Sarah Plack, imago images/Rupert Oberhäuser (2), picture alliance

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