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30 Tipps für Looks und Bild-Effekte


DOCMA - epaper ⋅ Ausgabe 4/2021 vom 15.09.2021

Looks und schnelle Effekte | Bildlooks

Artikelbild für den Artikel "30 Tipps für Looks und Bild-Effekte" aus der Ausgabe 4/2021 von DOCMA. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: DOCMA, Ausgabe 4/2021

DIE BELIEBTESTEN FOTOEFFEKTE

Beinahe jeder, der mit Bildbearbeitung anfängt, will eigentlich zunächst nur eines: Genauso stylische Fotos wie die Profis, Details bis zum Abwinken und knallige Effekte. Ich erinnere mich noch an meine erste Bildbearbeitung. Die Software Picture Publisher, die ich mir damals gekauft hatte, kannte weder Ebenen noch Masken, sondern nur schwebende Auswahlen. Und in der Tat war mein erster Effekt genau das, was sich Jahrzehnte später immer noch viele Einsteiger und Bildbearbeitungslaien wünschen: ein Color- Key. Ich entfärbte die Umgebung meines damaligen roten Autos.

In diesem Workshop soll es um genau solche Dinge gehen. Eine Sammlung voneinander unabhängiger Tipps und Tricks zur Anregung oder Gedächtnisauffrischung. Ich empfehle Ihnen, sich die jeweiligen Videos zu den Tipps anzuschauen. Wir haben die Textfassung der Tipps bewusst ...

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... knackig für erfahrene Photo shop-Profis formuliert.

Zusätzliche Details erfahren Sie in den dazugehörigen Videos.

Video-Clips

Olaf Giermann erläutert jeden einzelnen Tipp in einem kurzen Online-Video. Schauen Sie es sich an, falls Ihnen ein Detail unklar sein sollte! Scannen Sie dazu einfach den QR-Code mit dem Smartphone oder Tablet. Alternativ können Sie auch den angegebenen Kurzlink in die Adresszeile Ihres Browsers eingeben, um zum jeweiligen Film zu gelangen.

Die Themen im Überblick

In diesem Workshop finden Sie 30 Tipps & Tricks zu folgenden Themenbereichen:

20 Quick & Dirty-Looks I Tipps zu praktischen Vorgaben und Gradationskurven

22 Quick & Dirty-Looks II Farblooks und Überstrahlungen erzeugen

24 Mehr Drama So können Sie die Bilder eines Fotowalks aufpeppen.

26 Natur kreativ Beliebte Effekte für Tier-und Naturfotografen

28 Architektur Wolken einer Langzeitbelichtung simulieren, Fotos abstrahieren, maximale Details mit HDR-Tonung herausarbeiten und Bilder auf alt trimmen

30 Filter-Effekte Beliebte Filter-Effekte wie Glamour-Glow, geringe Schärfentiefe, Gemälde-und Zeichnungs-Effekt

Quick & Dirty-Looks I

Adobes Kreativ-Profile

Im Profilbrowser (a) von Lightroom, Lightroom Classic und Camera Raw finden Sie eine Vielzahl vorinstallierter Kreativ­Profile, mit denen Sie Fotos per Mausklick stilisieren können. Sie erhalten eine Sofort­Vorschau der Profile, indem Sie den Mauszeiger über die Miniaturvorschauen (c) bewegen. Mit dem »Stärke«­Regler (b) legen Sie fest, wie kräftig sich das Profil auswirken darf. Ausgehend von den voreingestellten 100 % ist sowohl eine Reduktion des Effekts als auch eine Verstärkung bis zu 200 % möglich.

HINWEIS: In Camera Raw erscheint der »Stärke«-Regler direkt unter der jeweils aktiven Profilvorgabe.

DAS VIDEO ZUM TIPP FINDEN SIE UNTER: www.docma.info/22204

Adobes Premium-Presets

In Lightroom, Lightroom Classic und Camera Raw finden Sie als Abonnent der Creative Cloud seit einigen Versionen die sogenannten Premium­Presets. Sie heißen so, weil sie in der kostenlosen Lightroom­

Version für Smartphones nicht verfügbar sind. Derzeit sieben Kategorien enthalten jeweils zehn bis zwölf Vorgaben. Deren Bezeichnungen dienen dabei nur als Anhaltspunkt, bei welcher Art von Foto die Presets dienlich sein können: Porträts mit verschiedenen Hauthelligkeiten, drei Stile für futuristische, Kino­ und Vintage­Wirkungen sowie eine Gruppe rund um das Thema Reisen. Probieren Sie die Presets am besten alle einmal aus und markieren Sie sich Ihre persönlichen Favoriten. Empfehlenswert ist auch, den Presets eigene Namen zu geben, da die Standardbezeichnungen wie etwa CN01 oder VN02 wenig aussagekräftig sind. Als Ausgangsbasis für die weitere Fotooptimierung sind viele dieser Presets sehr gut geeignet.

DAS VIDEO ZUM TIPP FINDEN SIE UNTER: www.docma.info/22205

Cross-Entwicklung

Die Effekte, die man früher durch das Entwickeln eines Films mit einer „falschen“ Entwicklerflüssigkeit erhielt, können Sie digital mit einer »Gradationskurve« nachempfinden. Im Rot­ und im Grünkanal erhöhen Sie dafür mit einer S­förmigen Kurve den Kontrast; im Blau­Kanal senken Sie ihn mit einer umgekehrt S­förmigen Kurve. Mit der Gesamtkurve stimmen Sie den Helligkeitskontrast des Bildes ab.

DAS VIDEO ZUM TIPP FINDEN SIE UNTER: www.docma.info/22206

Schnellster Kurvenlook

Das blaue Tonen der Tiefen und ein gelbliches Färben der Lichter passt zu vielen Motiven. Dafür müssen Sie in der »Gradationskurve« nur zum Blaukanal wechseln und dort den Schwarzpunkt nach oben und den Weißpunkt nach unten ziehen. Je nach Weißabgleich erhalten Sie eher kühl­blaue Farben oder einen Magenta­Farbstich.

DAS VIDEO ZUM TIPP FINDEN SIE UNTER: www.docma.info/22207

Komplementärfarbe per Kurve und Mausklick

Damit sich das Hauptmotiv vom Hintergrund abhebt, können Sie ihn in der Komplementärfarbe der wichtigsten Farbe Ihres Motivs färben. Oft ist das die Farbe der Haut, und die daraus resultierende Komplementärfarbe wäre Cyan. Wählen Sie zunächst das Modell oder Objekt aus – das geht automatisch mit »Motiv auswählen« (a) oder mit dem »Schnellauswahl«­Werkzeug. Verfeinern Sie gegebenenfalls die Auswahl, kehren Sie sie um und erzeugen Sie eine Einstellungsebene vom Typ »Gradationskurve«. Im Dialog der »Gradationskurve« von Photoshop lässt sich die Grau­Pipette (b), die eigentlich der Farbneu tralisierung dient, zur Farbstilisierung nutzen. Klicken Sie damit auf die Hauptfarbe Ihres Motivs, und der Hintergrund wird in der Komplementärfarbe getont.

DAS VIDEO ZUM TIPP FINDEN SIE UNTER: www.docma.info/22208

Quick & Dirty-Looks II

Matter Look

Kaum ein Stil ist auf Instagram und Co. schon seit längerer Zeit so angesagt wie der matte Look, der durch detail­ und kontrastarme Tiefen gekennzeichnet ist. Er ist Bestandteil vieler Instagram­Filter und zahlreicher Vintage­Vorgaben.

Luminar AI hat dafür sogar eine extra Korrektur­Funktion bekommen. Dabei ist dieser Look mit einer »Gradationskurve« schnell selbst erzeugt. Hauptbestandteil ist die Reduzierung des Tonwertumfangs durch Anheben des Schwarzpunktes. Über eine optionale Abflachung der Kurve in den Tiefen legen Sie anschließend den Detailgrad der Tiefen fest: Eine flachere Kurve bedeutet weniger Details. Das schmeichelt vielen Schnappschüssen und reduziert den Retuscheaufwand in diesem Tonwertbereich.

DAS VIDEO ZUM TIPP FINDEN SIE UNTER: www.docma.info/22209

Warmer Schein per Vektorebene

Mit dem »Ellipse-Werkzeug« fügen Sie einen warmen Schein oder eine Überstrahlung von Gegenlicht hinzu, indem Sie damit eine Formebene im Modus »Weiches Licht« anlegen. Im »Eigenschaften«­Bedienfeld legen Sie in den »Formeigenschaften« die »Fläche« (a), also die Farbe der eingefügten Ellipse fest. Der Clou: Mit dem Regler »Weiche Kante« (b) in den »Maskeneigenschaften« lässt sich die Ebene non­destruktiv weichzeichnen. Durch Duplizieren der Ebene und Ändern von Farbe und Weichzeichnung lassen sich so schnell auch mehrere Lichtquellen im Bild mit einer zusätzlichen Aura versehen.

Foto: Olaf Giermann

DAS VIDEO ZUM TIPP FINDEN SIE UNTER: www.docma.info/22210

Farb-Looks per Farbflächen

Eine einfache Füllebene vom Typ »Farbfläche« bietet unzählige Farbtonungsmöglichkeiten, indem Sie Deckkraft und Füllmethode variieren und den Effekt mit Masken auf Bereiche beschränken, die Sie ändern möchten. Von Vorteil ist, dass Sie im Farbwähler gezielt Farbton, Sättigung und Helligkeit einstellen können.

TIPP: Eine »Farbton/Sättigung«-Einstellungsebene im Modus »Färben« hat in Kombination mit Ebenen-Modi einen anderen Effekt. Probieren Sie es aus.

Foto: Olaf Giermann

DAS VIDEO ZUM TIPP FINDEN SIE UNTER: www.docma.info/22211

Färbung durch Ausblenden abstimmen

Das Überlagern mit einer orangen Farbfläche (a) im Modus »Farbig abwedeln« erzeugt eine hellere und knallig bunt gefärbte Variante (b) des Ausgangsbildes. Öffnen Sie mit einem Doppelklick auf einen freien Bereich (c) der Ebene den »Ebenenstil«­Dialog, können Sie im Bereich »Mischen, wenn« festlegen, dass die Ebene anhand der Helligkeit der Hintergrundebene ausgeblendet werden soll. Dafür nutzen Sie die Regler unter dem Verlauf »Darunter liegende Ebene« (d). Halten Sie die Alt­Taste gedrückt, um den schwarzen Regler zu teilen. Ziehen Sie die rechte Hälfte nach rechts, um die Aufhellung der Tiefen weich auszublenden (e).

Tiefrote Sonnenuntergänge

Mit einer Einstellungsebene vom Typ »Verlaufsumsetzung« lässt sich ein Sonnenuntergang dramatischer gestalten. Laden Sie unter »Fenster > Verläufe« in Photo shop die Vorgabe »Ältere Verläufe«. Der Verlauf „Blau, Rot, Gelb“ hat bereits die richtigen Farben eingestellt (Blau ist hier entbehrlich, stört aber auch nicht) (a). Wählen Sie dann diesen Verlauf in der »Verlaufsumsetzung« aus. Ändern Sie den Modus der Einstellungsebene in »Multiplizieren« (b), um den gezeigten Effekt zu erhalten. Bis auf die fehlende Vorgabe funktioniert das Ganze in Affinity Photo genauso mit einer Verlaufsumsetzung.

Zufällige Verlaufsumsetzung

Für etwas Inspiration bei der farblichen Tonung Ihrer Fotos können Sie sich von Photo shop zufällige Farbverläufe für die »Verlaufsumsetzung« erzeugen lassen. Stellen Sie dafür im Dialog »Verläufe bearbeiten« die »Verlaufsart« auf »Rauschen« (a), die »Rauheit« auf 0 % (b) und das »Farbmodell« auf »HSB« (e). Um Farbverläufe gleicher Sättigung und Helligkeit zu erhalten, ziehen Sie den linken Regler für »S« (d) ganz nach rechts und machen dasselbe für »B« (c). Jeder Klick auf die Schaltfläche »Zufallsparameter« (f) erzeugt nun einen neuen Farbverlauf, dessen Auswirkung Sie im Bild sehen.

Mehr Drama für Ihre Fotowalks

Stilisierte Farben per Kamera kalibrierung

Orange und Cyan ist ein fast schon überstrapazierter Komplementärkontrast, den Sie aus vielen Blockbustern kennen dürften. Einen ähnlichen Look können Sie mit Hilfe der »Kalibrierung« in Camera Raw und Lightroom erzeugen. Zur Verdeutlichung habe ich hier den Look in extremer Stärke angewendet. Etwas behutsamer eingesetzt, kann er Ihren Bildern das gewisse Etwas geben. Alles, was Sie dafür tun müssen, ist, den »Farbton« für »Primärwerte Rot« (a) und »Primärwerte Grün« (b) nach rechts und für »Primärwerte Blau« (c) nach links zu ziehen. Wie gesagt: Übertreiben Sie es nicht wie in der Abbildung. Mit den anderen Reglern stimmen Sie das Ergebnis ab, indem Sie die »Sättigung« jeweils reduzieren. Hier ist je nach Farben und Motiv immer etwas Experimentieren angesagt. Werte, die bei allen Bildern passen, gibt es nicht.

DAS VIDEO ZUM TIPP FINDEN SIE UNTER: www.docma.info/22215

Farben beschränken

Falls Sie kein Dokumentarfotograf sind, dürfen Sie Ihre Bilder auch künstlerisch verfremden. Für manche Bildsprache bietet es sich dabei an, die Anzahl der Farben in einem Foto zu reduzieren. Das geht auch, nachdem Sie ein Bild bereits mit der »Kamerakalibrierung« stilisiert haben. Im Abschnitt »HSL« stehen Ihnen für jeweils acht Farbtonbereiche Regler zur Abstimmung von »Farbton« (a), »Sättigung« (b) und »Luminanz« (c) zur Verfügung. Nutzen Sie am besten das »Zielgerichtet-Anpassen-Werkzeug« (d), mit dem Sie einfach ins Bild klicken und ziehen, um den jeweils aufgenommenen Farbbereich interaktiv zu ändern. Durch Kombination der drei Parameter unter »HSL« mit der »Kalibrierung« lassen sich die Farben im Bild so stilisieren, dass das Motiv stärker in den Vordergrund tritt. Aber Vorsicht:

Heute noch moderne Farb­Effekte kön ­ nen morgen schon altbacken wirken.

DAS VIDEO ZUM TIPP FINDEN SIE UNTER: www.docma.info/22216

Postapokalyptischer Look

Unsere Vorstellung der Welt nach einer Apokalypse wie etwa einem Atomkrieg ist nachhaltig von Filmen wie Mad Max mit ihren fast Mars-artigen Wüsten und dem rötlichen Color-Grading geprägt. In Camera Raw und Lightroom lassen sich solche Färbungen mit den Farbrädern im Reiter »Color- Grading« erzeugen. Die Funktionsweise ist einfach: Den zentralen Anfasser jedes Rades, das entweder für die Mitteltöne (a), die Schatten (b) oder Lichter (c) steht, ziehen Sie nach außen, um die Sättigung, und kreisförmig, um den Farbton festzulegen. Die Helligkeit jedes Bereichs lässt sich mit dem Schieberegler darunter justieren. Hohe »Überblenden«- Werte (d) sorgen für einen kontinuierlichen Übergang zwischen den Farben der einzelnen Tonwertbereiche. Färben Sie diese mit Rot, Orange und Gelb, erhalten Sie das nebenstehende Zwischenergebnis. Kombinieren Sie es mit dem Originalfoto, um die Tonung des Vordergrunds abzuschwächen.

DAS VIDEO ZUM TIPP FINDEN SIE UNTER: www.docma.info/22217

Himmel tauschen

Bei spontanen Fotowalks oder bei Fotoreisen können Sie viel Glück mit dem Wetter haben, aber auch viel Pech. Wenn Sie an tollen Sehenswürdigkeiten vorbeikommen, die Sie vielleicht nicht so schnell wieder besuchen werden, wäre ein eindrucksvoller Himmel natürlich super. Warum nicht einmal – zumindest für das augenzwinkernde Deckblatt Ihres Fotobuches – einfach den Himmel Ihrer Wahl einsetzen und die Stimmung herstellen, die Sie gern vor Ort gehabt hätten? Mit dem Dialog »Himmel austauschen« in Photoshop oder der »Himmel AI« von Luminar ist das heutzutage so einfach wie nie zuvor. Achten Sie jedoch darauf, dass die Beleuchtung von Himmel und Turm in Farbe und Richtung zueinander passt. Der Automatik müssen Sie mitunter etwas unter die Arme greifen, indem Sie die Masken nachträglich optimieren und beim Farbton noch etwas nachhelfen. In Photoshop ist das dank der erzeugten Ebenen kein Problem.

DAS VIDEO ZUM TIPP FINDEN SIE UNTER: www.docma.info/22218

Natur kreativ

Tierporträts vor Schwarz

Sehr beliebt sind Tierporträts vor einem schwarzen Hintergrund. Die Qualität solcher Bilder steht und fällt mit der Qualität der Freistellung. Die gelingt am einfachsten, wenn das Ausgangsfoto wie im Beispiel des Adlers einen guten Kontrast zwischen Tier und Hintergrund enthält. In dem Fall lassen sich die Auswahlkanten mit »Auswählen und maskieren« schnell verbessern und daraus eine Maske erzeugen. Es reicht jedoch nicht, anschließend eine schwarze Ebene hinter das freigestellte Tier zu legen. Es muss sozusagen ein leichter Übergang in die Dunkelheit hergestellt werden. Am einfachsten geht das, indem Sie die Freistellmaske als Auswahl laden, die Auswahl umkehren und sie auf einer neuen Ebene mit Schwarz füllen. Zeichnen Sie diese Ebene weich, wird ein dunkler Schein rund um den Adlerkopf erzeugt. Über »Mischen, wenn« sparen Sie die hellsten Stellen des Gefieders von der Abdunklung aus.

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Schnelles Color-Key

Das Entsättigen eines Bildes bis auf wenige Farben („ Color-Key “) fasziniert insbesondere Bildbearbeitungseinsteiger sehr – also in einem Stadium, in dem die technischen Hürden unüberwindlich oder mit großem Malaufwand verbunden erscheinen. Dabei ist ein Color-Key in Photoshop dank der Ebenen-Modi »Hellere Farbe« oder »Dunklere Farbe« schnell erzeugt: Sie legen eine Einstellungsebene vom Typ »Schwarzweiß« in einer der genannten Füllmethoden an und ziehen die Regler nach links oder rechts, bis nur noch die gewünschten Farben übrig bleiben. Was es dabei noch zu beachten gibt, erfahren Sie im Video.

DAS VIDEO ZUM TIPP FINDEN SIE UNTER: www.docma.info/22220

Schwarze S/W-Himmel

Um in einer Schwarzweiß-Umsetzung einen tiefschwarzen Himmel erzeugen zu können, darf der Himmel nicht überbelichtet sein. Nutzen Sie deshalb am besten das Raw-Format oder ein Smartphone, das automatisch HDR-Fotos erzeugt. In Lightroom oder Camera Raw reduzieren Sie dann in der Schwarzweiß-Konvertierung die Werte für »Aquamarin« und »Blau«, um den Himmel abzudunkeln. Halten Sie beide Regler nah beieinander, um Tonwertabrisse zu vermeiden.

DAS VIDEO ZUM TIPP FINDEN SIE UNTER: www.docma.info/22221

Digitales S/W-Infrarot

Fotos im Infrarot­Spektrum zeigen die Vegetation oft sehr hell. Ursache dafür ist, dass das grüne Chlorophyll im infraroten Bereich transparent ist und somit das Licht am in den Blattzellen enthaltenen Wasser reflektiert wird. Außerdem wird das Infrarot­Licht durch Dunst weniger gestreut, so dass die Kamera weiter „sieht“. Beide Effekte kann man zum Teil digital simulieren, indem Sie in Camera Raw oder Lightroom Grün und Gelb in der »Schwarzweiß«­Umsetzung aufhellen und die Lichtstreuung mit dem Regler»Dunst entfernen« kompensieren.

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Vegetationslook abstimmen

Über die Farbe der Vegetation legen Sie fest, welche Stimmung Sie in einem Naturfoto transportieren wollen. Dieselbe Waldszene wirkt mit einem frühlingshaften, saftigen Grün ganz anders als mit dunklen, gedämpften Grüntönen. Beides können Sie schnell und unkompliziert im Bereich »Farbe« von Camera Raw und Lightroom erreichen. Hier reicht es nicht, Farbton, Sättigung und Luminanz von »Grün«(a) abzustimmen, denn der Großteil dessen, was wir als Grün bezeichnen würden, befindet sich tatsächlich im »Gelb«­Bereich (b).

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Alien-Looks

Auch Bildverfremdungen sind natürlich völlig legitim, um eine Bildaussage zu unterstreichen (im Beispiel: das „ Betreten auf eigene Gefahr “­Schild). Insofern können Sie die Farben des Originalfotos (a) nach Gusto verändern. Schnell und unkompliziert erzeugen Sie eine „ Mars“­Stimmung, indem Sie das Kamera­Profil »Künstlerisch 03« anwenden und dessen Stärke auf 200 % erhöhen (b). Noch kräftigere Effekte sind in einer Kombination aus »Kamerakalibrierung« und »HSL/Farbe« möglich (c). Mehr darüber erfahren Sie im Video.

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Architektur

Ziehende Wolken simulieren

Ziehende Wolken können als fotografischer Langzeitbelichtungseffekt oder in Form stilisierter Linien als grafischer Effekt genutzt werden. Das hier gezeigte Beispiel ist eine Kombination aus beiden. Einen am Tag fotografierten Wolkenhimmel können Sie in Schwarz­Weiß umwandeln und dem wolkenlos erscheinenden Nachtfoto im Modus »Negativ multiplizieren« überlagern (a).

Die grafisch anmutende Streckung erzeugen Sie mit dem Filter »Radialer Weichzeichner« (b). Setzen Sie den Filter bei voller Stärke gegebenenfalls mehrfach ein, falls eine einfache Anwendung für den angestrebten Wischeffekt nicht ausreicht.

Verwenden Sie die »Methode« »Strahlenförmig« (c) und für die eigentliche Anwendung die »Qualität« mit der Option »Sehr gut« (d). Zuvor müssen Sie wegen der kaum brauchbaren Vorschau (e) viel mit dem Setzen des »Mittelpunkts« experimentieren. Dabei bietet es sich an, mit der schnelleren »Option: Entwurf« zu arbeiten. Zuletzt maskieren Sie die in die Wolken ragenden Türme.

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Architektur-Details stilisieren

Selbst in vermeintlich langweiligen Gegenden und Gebäuden lassen sich spannende Fotos machen. Jedenfalls, wenn Sie Abstraktion und Details mögen. Erforschen Sie Linien, Winkel und Formen mit der Kamera und versuchen Sie, Muster zu erkennen. In der Nachbearbeitung können Sie Ihrer Vision dann Nachdruck verleihen, indem Sie das Foto weiter vereinfachen. Dazu müssen Sie oft gar nicht groß retuschieren. Hier wurde das Bild quadratisch beschnitten und mit dem Profil »S/W 09« in Schwarz­ Weiß konvertiert. Vor allem die Erhöhung des »Kontrasts« auf +100 betont die Linien, die das Bild in Dreiecke unterteilen.

Einen Gegensatz dazu bilden die wie Umwicklungen wirkenden Schatten auf der nach unten rechts führenden Stange (a).

Hier wurde der Kontrast selektiv mit dem »Korrekturpinsel« weiter verstärkt, um diese deutlicher sichtbar zu machen.

DAS VIDEO ZUM TIPP FINDEN SIE UNTER: www.docma.info/22226

HDR aus einem Bild

Wie Color-Key-Bilder erfreuen sich auch Fotos mit extremer Detailverstärkung großer Beliebtheit. Möglich sind solche Mikrokontrast-Explosionen durch das sogenannte Tonemapping, bei dem der Kontrast von Pixeln gegenüber ihrer lokalen Umgebung vergrößert wird. Damit erscheinen Lichter, Schatten und Mitteltöne eines Bildes gleichermaßen kontrastreicher. Das ist vor allem beim Konvertieren eines HDR-Bildes in ein normal darstellbares Bild wichtig. Sie benötigen jedoch nicht unbedingt ein HDR-Bild für diesen Zweck. Voraussetzung ist ein scharfes, gut belichtetes Foto ohne ausgebrannte oder ausgefressene Stellen. Mit Photoshops etwas umständlich zu verwendenden Dialog » HDR-Tonung« lassen sich die Details dieses Fotos massiv verstärken.

Ansehnliche Ergebnisse erhalten Sie aber nur, wenn Sie das Filterresultat mit dem Originalfoto mischen.

Altes Foto simulieren

In drei Schritten lässt sich einem modernen Foto ohne Zuhilfenahme fotografierter Texturen der Anschein einer alten Fotografie geben. Im ersten Schritt entsättigen Sie das Bild mit einer Einstellungsebene vom Typ »Schwarzweiß« (a). Halten Sie die Rottöne entsprechend der Charakteristik alter Filme dabei eher dunkel. Mit »Filter > Weichzeichnergalerie > Feld-Weichzeichnung« (b) soften Sie auf einer zusammengefassten Ebene anschlie ßend selektiv einige Bildstellen – vor allem Bildränder. Im »Camera Raw-Filter« (c) fügen Sie eine Körnung sowie eine aufhellende Vignette hinzu. Nutzen Sie die Farbräder unter »Color-Grading«, um eine Sepiatonung hinzuzufügen. Wählen Sie das globale Farbrad (d), um die Farbtonung für alle Helligkeitsbereiche in gleicher Weise festzulegen.

DAS VIDEO ZUM TIPP FINDEN SIE UNTER: www.docma.info/22228

Allgemeine Filter-Effekte

Glamour Glow

Der aus dem Color Efex Pro bekannte Effekt „Glamor Glow“ erzeugt ein sanftes Leuchten, das mit der einhergehenden Sättigungsverstärkung zu vielen Bildern passt. Duplizieren Sie die Ebene mit dem Ausgangsbild (a), konvertieren Sie das Duplikat in ein Smartobjekt, ändern Sie die Füllmethode in »Weiches Licht« und wenden Sie den Filter »Gaußscher Weichzeichner« mit einem nicht zu großen Radius an (b). Das Ergebnis (c) wirkt deutlich weicher als das Original und schmeichelt der Haut. Der Glow kann sich aber auch für Landschaftsbilder eignen und erzeugt dann eine mystischmärchenhafte Atmosphäre. Fällt der Effekt zu schwach aus, duplizieren Sie die Ebene (d). Das Ergebnis können Sie variieren, indem Sie eine Einstellungsebene vom Typ »Farbton/Sättigung« als Schnittmaske anlegen (e). Ändern Sie »Farbton«, »Sättigung« und »Helligkeit«, um Farbe und Stärke des Glows abzustimmen (f).

DAS VIDEO ZUM TIPP FINDEN SIE UNTER: www.docma.info/22229

Schärfentiefe verringern

Selbst mit Blende 2.8 und 200 mm Brennweite bekommt man mitunter nicht die störenden Details im Hintergrund gesoftet. Statt lichtstärkere Objektive zu kaufen, die teuer und schwer sind, können Sie in Einzelfällen auch Photoshop zu Hilfe nehmen. Mit dem Filter »Tilt-Shift« aus der »Weichzeichnergalerie« ist es einfach, einen Unschärfeverlauf zur erzeugen. Störende Objekte im Bild sollten Sie zuvor retuschieren oder farblich weniger auffällig gestalten.

Sie müssen vor der Filteranwendung eine genaue Auswahl des Hauptmotivs anlegen, das scharf bleiben soll, und diese Auswahl dann umkehren, um den Hintergrund weichzuzeichnen. Beim »Tilt-Shift«­Filter ist es nicht notwendig, das Hauptmotiv vor der Anwendung aus dem Hintergrund zu retuschieren, da sich der Filter an die Auswahlgrenzen hält und keine Säume erzeugt. Leider funktioniert das jedoch nur auf einer Pixelebene und nicht non­destruktiv als Smartfilter.

Der Standfuß (a) der Begrenzung wurde vor dem Weichzeichnen aus dem Bild retuschiert, und der Querbalken (b) mit »Farbton/Sättigung« weniger auffällig gefärbt.

DAS VIDEO ZUM TIPP FINDEN SIE UNTER: www.docma.info/22230

Geringe Schärfentiefe per Neuralfilter

Wohin die Entwicklung geht, zeigt die Betaversion von Photoshops Neural­Filter »Tiefenunschärfe«: Er leitet automatisch aus einem Foto (a) eine Tiefenkarte (b) ab und erlaubt es, anhand dieser Karte das Bild weichzuzeichnen (c) oder andere Korrekturen durchzuführen. Solche Tiefenkarten werden realistische Fotomontagen in Zukunft deutlich vereinfachen.

DAS VIDEO ZUM TIPP FINDEN SIE UNTER: www.docma.info/22231

Besserer Gemälde-Effekt

Wenn Sie den »Ölfarbe«­Filter für die Bildstilisierung verwenden, wirken die Details zwar schön malerisch. Oft gehen Feinheiten aber zu sehr verloren (a). Eine geringere Stärke des Filters führt jedoch nicht mehr zu dem gewünschten Mal effekt. Besser ist es, das Originalbild im Modus »Ineinanderkopieren« über die mit »Ölfarbe« gefilterte Ebene zu legen und den »Hochpass«­Filter mit einem kleinen Radius anzuwenden.

Die so bewirkte Schärfung bringt verlorene Details zurück (b), behält aber die Anmutung der vorhergehenden Weichzeichnung. Passen Sie anschließend die Deckkraft der Hochpass­Ebene an.

DAS VIDEO ZUM TIPP FINDEN SIE UNTER: www.docma.info/22232

Zeichnungseffekt

Einen illustrativen Zeichnungseffekt erzeugen Sie durch eine Kombination von Weichzeichnung und Konturbetonung. Zunächst erfolgt eine Glättung der Bildflächen mit dem Filter »Matter machen«. Anschließend überlagern Sie eine aus dem Ursprungsfoto mit »Hochpass« und »Schwellenwert« erzeugte Konturen­Ebene im Modus »Multiplizieren«. Der »Radius« des »Hochpass«­ Filters bestimmt dabei die Dicke der entstehenden Konturen. Am besten erzeugen Sie mehrere Detail­Ebenen mit unterschiedlichen Radien, die sich dank des Ebenenmodus gut kombinieren lassen.

DAS VIDEO ZUM TIPP FINDEN SIE UNTER: www.docma.info/22233