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365 Tage Gartenglück


GARDEN STYLE - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 26.09.2019

Wenn die Bepflanzung stimmt, kann man sich das ganze Jahr über am Anblick des Gartens erfreuen.


Artikelbild für den Artikel "365 Tage Gartenglück" aus der Ausgabe 4/2019 von GARDEN STYLE. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Wie entflammt wirken Sträucher und Bäume, wenn das Herbstlaub leuchtet.


FOTOS: GvE u.a.

Wer im Spätherbst durch die Terrassentür in seinen Garten schaut, weiß sofort, ob er eine der großen Herausforderungen der Gartengestaltung gemeistert hat, nämlich Beete so anzulegen, dass sie sich ihrem Betrachter 365 Tage im Jahr attraktiv präsentieren.

„Spätestens Januar und Februar sind die optimalen Gradmesser für die Ganzjahrestauglichkeit von Beeten. Sie sind doch traditionell die ‚Durststreckenmonate‘ im Garten“, ...

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... weiß Peter Sturm, Gartengestalter aus Euskirchen in der Eifel. Spätestens jetzt haben Frost und Feuchtigkeit auch die letzten Frucht- und Blütenstände braun gefärbt und frisches Grün ist noch nicht in Sicht. Wenn aber die Beete selbst jetzt noch ansehnlich sind, hat man bei deren Anlage eine Menge richtig gemacht - zum Beispiel auf Immergrüne wie Eibe oder Ilex gesetzt. „Immergrüne bilden so etwas wie das Rückgrat eines Gartens“, erklärt Sturm. „Wenn der Garten in voller Blüte steht, bringen sie Ruhe und Ordnung in die Beete, ist die Vegetationsperiode vorbei halten sie die Stellung, zeigen, dass es auch weiterhin Struktur und Leben im Garten gibt.“ Auch Gräser - selbst wenn sie nicht immergrün sind - können einen spätherbstlichen und winterlichen Garten bereichern, etwa mit ihren Blütenständen, die sich in der Dämmerung in Scherenschnitte und bei Frost in filigrane Eisskulpturen verwandeln. Ja selbst auf Blüten braucht man im Winter nicht zu verzichten: Mit Winterschneeball, Zaubernuss und Christrose etwa gibt es Gartenbewohner, die ihre Blütenpracht ausschließlich in der kalten Jahreszeit entfalten.

Hortensien gehören zu den beliebtesten Blütensträuchern.


Schöne Gartenbilder zu inszenieren, ist eine Kunst. Es ist daher kein Fehler, einen Gartenprofi um Rat zu fragen.


Eine Staffelung nach Wuchshöhe ist bei Staudenbeeten wichtig, damit sich die Pflanzen nicht gegenseitig verdecken.


FOTOS: BARBARA HELGASON /ADOBE STOCK

Dekorativ und das zu jeder Jahreszeit sind Gartenskulpturen - etwa Statuen aus Bronze oder Stein. Sie machen buchstäblich immer eine gute Figur, ganz egal bei welchem Wetter. Und ist der große Blütenrausch des Sommers vorbei, kommen sie um so eindrucksvoller zur Geltung.


Dauerblüte Auf Sommer- folgen Herbstblüher, wenn man die Bepflanzung richtig auswählt.


Mit Gräsern lässt sich das Gartenjahr wunderbar verlängern, denn sie entfalten im Herbst ihre ganze Pracht.


Eine geschickte Planung garantiert konstante Freude


Mit Pflanzen komponieren

„Dieses winterliche Gartenbild lässt sich dann gut um Pflanzen mit unterschiedlichen Blühperioden erweitern“, beschreibt Peter Sturm die Herangehensweise für die Planung ganzjahresschöner Gärten. „Schließlich ist das Ziel, Beete zu kreieren, in denen immer etwas los ist.“ Damit ein Beet allerdings derart durchkomponiert werden kann, ist einiges an Fachwissen erforderlich, denn gefragt sind Pflanzen, die teils zeitversetzt, teils gleichzeitig blühen und mit ihrer ganzen Erscheinung - also Wuchsform und -höhe sowie Laub- und Blütenfarbe alle gemeinsam ein harmonisches Gesamtbild ergeben und darüber hinaus zum Stil von Haus und Garten passen. „Wir denken bei der Pflanzplanung immer in längeren Zeiträumen, weil wir auch den Wuchs der neuen und vorhandenen Gehölze und Hausbäume berücksichtigen“, so der Gartengestalter. „Mit jedem Zentimeter, die diese höher und breiter werden, ändert sich das Erscheinungsbild des Beetes, Wurzeln breiten sich aus, mehr Schatten fällt auf das Beet. All das hat Auswirkungen.“

Rotlaubige Gehölze setzen eindrucksvolle Akzente. Gleiches gilt für Sträucher mit roter Rinde wie zum Beispiel der Sibirische Hartriegel.


FOTOS: ALLISEJA /ADOBE STOCK

Stauden tauchen die Beete in die schönsten Farben.


Bergenien blühen je nach Sorte das ganze Jahr hindurch.


Blattschmuckstauden bereichern die Beete auch ohne Blüten.


FOTOS: KIRSTEN JOHANSON; FOTOMINE, BARBARA HELGASON / BEIDE ADOBE STOCK


Die Wahl des richtigen Standorts ist entscheidend


Standortgerecht pflanzen

Entscheidend für die letztendliche Pflanzenauswahl ist dann vor allem auch der individuelle Standort. So bringt es in der Regel wenig Freude, auch noch so schöne Kombinationen aus Büchern oder Magazinen einfach nachzupflanzen, ohne vorher überprüft zu haben, ob der eigene Garten die passenden Bedingungen für die Ansprüche der verwendeten Pflanzen bieten kann. „Grundsätzlich sollten Pflanzen ausgewählt werden, die mit den vorherrschenden Verhältnissen, also Bodenbeschaffenheit, Temperaturen, Nährstoff-, Licht- und Wasserangebot, zurechtkommen“, so der Experte. Entsprechend gilt es, Pflanzen mit gleichen oder ähnlichen Ansprüchen zu kombinieren. Das schränkt die Auswahl unter Umständen ein, erleichtert aber die Pflege und bewahrt vor Enttäuschungen, wobei nicht ausgeschlossen werden kann, dass auch bei der besten Planung immer einmal eine Pflanze ausfällt. Bei der gesamten Komposition wirklich schöner Beete zeigt sich, dass es ohne fundiertes Pflanzenwissen nicht geht und für Spontaneität wenig Raum ist. Ein gut durchdachtes Pflanzkonzept bildet die Basis für ein ganzjährig schönes Gartenerlebnis.

Der Experte: PETER STURM

Peter Sturm aus Euskirchen gründete 1995 sein Unternehmen für Gartengestaltung. Mit einem Team aus leidenschaftlichen Gärtnern, Technikern und Gartenarchitekten gestaltet er anspruchsvolle Gärten, die so etwas wie ein erweiterter Wohn- und Erlebnisraum sind. Das Team zählt mit zu den rund 50 Top-Gartengestalter-Betrieben in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich unter dem Markennamen Gärtner von Eden zusammengeschlossen haben und sich der Planung, Anlage und Pflege privater Gartenparadiese auf höchstem Niveau verschrieben haben. Mehr unter: gaerten-petersturm.de gaertner-von-eden.com

Tipp

Im Spätsommer und Herbst kommt die Zeit der Gräser. Winterfest und damit eine dauerhafte Bereicherung für den Garten sind zum Beispiel Rutenhirse, Chinaschilf und Lampenputzergras.