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3.LIGA: U-8-Trainerin wartet auch aufs Geld


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Sport Bild - epaper ⋅ Ausgabe 19/2019 vom 08.05.2019

Der Wahnsinn um Boss Ponomarew geht weiter


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Bildquelle: Sport Bild, Ausgabe 19/2019

Michail Ponomarew ist Präsident und Mäzen beim KFC Uerdingen. Ihm schlug zuletzt viel Kritik entgegen


So berichtete SPORT BILD vergangene Woche


Dass es beim KFC Uerdingen ausnahmsweise mal schnell gehen kann, bewies Michail Ponomarew (44) vergangene Woche. SPORT BILD hatte über die fragwürdige Zahlungsmoral des russischen Investors berichtet. Und prompt richtete Ponomarew einen Account bei Twitter ein, unter dem Namen „M.Ponomarew@KFC_Vorstand“. Er teilte mit, dass er die Plattform von nun an „zum Austausch und zur Diskussion“ nutzen wol le. ...

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... Vier Stunden später le- derte er los: „Zum Thema Boulevardpresse: Halbwahrheiten und Lügen sind keinen Kommentar wert. Sie beeinflussen uns nicht. Wir gehen unseren Weg weiter.

Die Hunde bellen, und die KFC-Karawane geht weiter.“ SPORT BILD hatte berichtet, dass ausstehende Gehälter von Angestellten per Gerichtsvollzieher eingetrieben werden müssen, weil der Präsident des Drittligisten in vielen Fällen so pünktlich zahlt wie die Deutsche Bahn im Winter fährt: viel zu spät, oftmals auch gar nicht. Dass es sich dabei, wie von Ponomarew behauptet, nur um „Halbwahrheiten und Lügen“ handelt, davon kann keine Rede sein. Ein Spielerberater, dem noch Zahlungen zustehen, klagte zuletzt. Das Gericht sprach ein sogenanntes Versäumnisurteil aus – weil der KFC Uerdingen einfach nicht reagierte. Auch in diesem Prozess wird ein Gerichtsvollzieher den Betrag eintreiben müssen. Beim KFC ging es zwischenzeitlich sogar so weit, dass die Austragungen der Drittliga-Spiele gefährdet waren. Die Partie gegen Hansa Rostock im Dezember stand kurz vor der Absage, weil sich der Sicherheitsdienst und der Catering-Service weigerten, ihren Dienst anzutreten. Der Grund auch hier: unbezahlte Rechnungen. Ähnlich ist es bei Ekaterini Kiriaki (26) und Melissa Lentini (26). Die beiden Trainerinnen übernahmen im September offiziell die U8 des KFC. Nachwuchs-Boss Patrick Schneider handelte mit ihnen ein Honorar aus, die beiden wurden sogar auf der Uerdinger Homepage als neue Trainerinnen begrüßt. Noch immer steht ihnen ein Honorar in Höhe von 1000 Euro netto zu. Kiriaki suchte schon im November das Gespräch mit Ponomarew. „Er sagte mir dann, dass der Verein gar keine U8 bräuchte und dass ich nicht mehr gebraucht werde. Wir haben uns nun eine Anwältin genommen, die unsere Honorare einklagen wird. Ihr erstes Schreiben an den Verein blieb bislang unbeantwortet“, sagt Kiriaki zu SPORT BILD.

Ponomarew juckt das alles nicht, stattdessen nutzte er seinen Twitter-Account, um Frust abzulassen. Auch über seinen Ex-Trainer Norbert Meier (60), dessen Gehälter ebenfalls nicht mehr gezahlt werden. Er schrieb: „KFC-Momentum Norbert Meier: Mein größter Fehler beim KFC. Der schlechteste Trainer in der KFCGeschichte. Der KFC war seine letzte Station als Trainer in Deutschland.“ Nach einem heftigen Medien-Echo löschte er seinen Account.

SPORT BILD legte der Geschäftsführung des KFC Uerdingen vor der Veröffentlichung des ersten Artikels alle Vorwürfe für eine Stellungnahme vor. Die Geschäftsführer Nikolas Weinhart und Frank Strüver gingen auf keinen Aspekt konkret ein, schrieben dafür unter anderem: „Sie können davon ausgehen, dass wir in allen Bereichen daran arbeiten, uns stetig weiter zu professionalisieren und uns an dieses schnelle Wachstum anzupassen.“

Was weniger zu der Aussage passt: Der KFC hat zuletzt Kontakt zu Spielerberatern aufgenommen, um ihnen mitzuteilen, dass sie die Gehälter zur kommenden Saison kürzen wollen, was ohne Einwilligung des Spielers natürlich nicht möglich ist. Der nächste Ärger in Uerdingen ist programmiert.

10 PUNKTE holte Uerdingen in der Rückrunde in bislang 17 Spielen – kein Drittligist ist schlechter. Dabei kündigte Ponomarew in der Winterpause noch an: „Niemand wird uns stoppen!“


FOTO: DPA/Picture Alliance/ Roland Weihrauch