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4 Dörrautomaten im Test: Gesundes aus der Dörrküche


Testjournal - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 26.07.2019

Das Dörren von Früchten, Gemüse, Pilzen und Fleisch hat eine jahrhundertelange Tradition. Das Trocknen macht viele Lebensmittel für lange Zeit haltbar. Heute erleichtern Dörrautomaten, gesunde und leckere Snacks wie Apfelchips oder Beef Jerky herzustellen. Wir stellen diesmal vier Geräte für zuhause vor.


Artikelbild für den Artikel "4 Dörrautomaten im Test: Gesundes aus der Dörrküche" aus der Ausgabe 5/2019 von Testjournal. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Testjournal, Ausgabe 5/2019

Bilder: Auerbach Verlag, WMF

(1) Bei Gastronoma wird im Test auf fünf von sieben Ebenen Gemüse und Obst gedörrt


(2) Beim Befüllen der Metallgitter-Etagen bei Sahara heißt es aufpassen, dass nichts runterfällt


Knusprige Bananenchips, ledrige Mangostückchen, würziges Beef Jerky und aromatische getrocknete ...

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Knusprige Bananenchips, ledrige Mangostückchen, würziges Beef Jerky und aromatische getrocknete Tomaten sind beliebte gedörrte Snacks aus dem Supermarktregal. Trockenobst soll als gesunde Alternative den Süßhunger stillen. Intensiver Geschmack und feste bis knusprige Konsistenz sprechen auch für getrocknetes Gemüse. Trockenfleisch wird keinesfalls lediglich als Tiernahrung verwendet. Sportler setzen darauf als Proteinquelle.
Auf dem Markt sind zahlreiche Produkte erhältlich, häufig unter der englischen Bezeichnung „Beef Jerky“. Auf der Zutatenliste finden sich jedoch häufig viele Zusätze wie Geschmacksverstärker, Nitritpökelsalz und verschiedene Zuckerarten. Trockenobst aus der Packung kommt ebenfalls nicht immer ohne Zuckerzusatz aus und ist häufig geschwefelt. Viele, die sich gesundheitsbewusst ernähren, möchten gerne auf solche Inhaltsstoffe verzichten. „Clean Eating“ heißt ein Ernährungstrend, der industriell verarbeitete Lebensmittel meidet und stattdessen auf Nachhaltigkeit und frische Küche setzt.
Wer selbst dörrt, weiß, was er isst. Mit etwas Schneideaufwand und Geduld ist es möglich, frei von Zusatzstoffen und in Rohkostqualität zu naschen. Das Dörren gilt als eine der ältesten Methoden um Obst, Gemüse und Fleisch lange haltbar zu machen. Den Lebensmitteln wird so viel Wasser entzogen, dass Schimmel und Bakterien im Idealfall keine Chance mehr haben. So lassen sich dünne Apfelscheiben auf einer Schnur aufhängen. Gehobeltes Gemüse oder Kräuter werden im leicht geöffneten Backofen bei niedrigen Temperaturen trocken. Wer sich die Arbeit erleichtern möchte, kann einen elektrischen Dörrautomaten einsetzen. Die Geräte lassen sich auf verschiedene Wunschtemperaturen einstellen und sind so aufgebaut, dass sich auf engem Raum verhältnismäßig viel Ablagefläche bieten. Gerade für alle, die regelmäßig dörren oder ihre Gartenernte zügig konservieren möchten, kann sich ein solcher Küchenhelfer lohnen. Die Lebensmittel werden als ideal zum Mitnehmen angepriesen – etwa für Sport und Ausflüge, Schule und Arbeit. Da gerade Trockenobst einen hohen Fruchtzuckeranteil hat, sollte es nach Empfehlungen nicht übermäßig verzehrt werden.

Stapelsystem oder Einschübe?

In unserem Vergleichstest sind vier Dörrautomaten unterschiedlicher Größe und Ausstattung vertreten. Darunter sind drei Geräte mit Stapelsystem: Auf einer Basis werden Gitter übereinander gestapelt und mit einem Deckel mit Lüftungsschlitzen verschlossen. Für ein optimales Ergebnis sollen die Ebenen zwischendurch gewechselt werden. Das Modell von WMF kostet 120 Euro, die Konkurrenten von Gastronoma und Suntec sind bereits deutlich unter 100 Euro zu haben. Bei dem vierten Gerät handelt es sich um ein Modell von Sahara Brød & Taylor mit Einschubsystem für 500 Euro. Es zeichnet sich durch ein komplett faltbares Gehäuse für eine platzsparende Lagerung aus, was laut Hersteller weltweit eine Innovation ist.
In unserem Test zeigt sich, dass alle Kandidaten gleichmäßig dörren. Ledrige bis knusprige Apfel- und Bananenchips, getrocknete Tomaten und Rindfleischstücke entstehen innerhalb mehrerer Stunden oder über Nacht. Dabei sind die Lebensmittel innerhalb der Etagen gleichmäßig dehydriert. Bei drei Kandidaten sind kaum Unterschiede zwischen den Ebenen festzustellen. Lediglich bei Suntec nimmt die Trocknung von unten nach oben ab. Der Benutzer kann austesten, ob ein häufigerer Wechsel der Etagen zu einem besseren Ergebnis führt. Dörrtemperatur und Zeit sind einstellbar. Anhaltspunkte bieten die Bedienungsanleitungen. Sahara und WMF liefern sogar umfangreiche Tabellen mit Empfehlungen. Bei Sahara sind zwei Temperaturphasen hintereinander programmierbar, um anfangs den Trocknungsprozess bei Lebensmitteln mit hohem Wassergehalt zu beschleunigen und sie später nicht zu überhitzen. Geschmacklich überzeugen sich unsere Probanden pur vor allem Obst und Gemüse. Für das Fleisch empfiehlt es sich zu würzen, etwa mit Salz und Pfeffer oder einer Marinade.

(3) Bei dem Dörrautomat von WMF überzeugt das Dörrergebnis im Vorher-/ Nachhervergleich


(4) Alle Testkandidaten trocknen im Test Rindfleisch sehr gleichmäßig


(5) Knusprig und lecker kommen die Bananenscheiben aus dem Modell von Sahara


(6) Einlegematten sollen bei Suntec das Herunterfallen kleinerer Stücke verhindern


Schnell angestellt, schnell sauber

Die Testgeräte lassen sich gut bis sehr gut bedienen. Die Displays und Schalter sind funktional. Zwei Bedienungsanleitungen (WMF und Sahara) sind sehr gut, zwei gut. Das Befüllen und Stapeln klappt mit Leichtigkeit. Der Auf- und Abbau des Faltautomaten gelingt schnell. Unterschiede zeigen sich beim Säubern: Vor allem bei Tomaten sind die Gitter aus Metall anfälliger für Verschmutzungen als die aus Kunststoff. Jedoch schwimmen die meisten Reste nach kurzem Einweichen im Spülwasser. Gerade weil das Dehydrieren viele Stunden dauert, möchte man auf nervige Betriebsgeräusche verzichten. Alle Testmodelle arbeiten leise. Die nötige Sicherheit selbst für den Einsatz über Nacht soll ein Überhitzungsschutz mit automatischer Abschaltung gewährleisten. Gute bis sehr gute Werte in der Sicherheit erzielen alle Geräte. Wir haben sie auf Einklemmen, Verbrennen und Standfestigkeit geprüft. Die Bestplazierung in der Verarbeitung geht an den Faltautomaten mit sehr hochwertigen Materialien und edlem Design, gefolgt vom Testsieger von WMF.

Top-Helfer mit Alternativen

Mit einem Dörrautomaten lassen sich leckere und gesunde Snacks ohne Zusätze herstellen, ohne tagelang Lebensmittel an Schnüren aufzuhängen oder den Backofen zu blockieren. Als Top-Helfer hat sich der Testsieger aus der Küchenminis-Reihe von WMF herausgestellt. Das Gerät funktioniert nicht nur zuverlässig. Lust auf Dörren macht die einfache Handhabung etwa mit spülmaschinengeeigneten Teilen sowie die mitgelieferten Rezepte und Zubehör für die Herstellung von Müsliriegeln. Wer regelmäßig größere Mengen dörrt, etwa zur Erntesaison Obst und Gemüse konservieren oder sich als Sportler einen Vorrat an Beef Jerky anlegen möchte, kann dies mit dem hochwertigen profitauglichen Faltautomat von Sahara. Als Alternative für alle, die ab und zu kleinere Mengen dörren wollen und dafür nicht so viel ausgeben, bieten sich die insgesamt mit „gut“ bewerteten Testkandidaten von Gastronoma oder Suntec an.

Testverfahren

Die Testgeräte : 4 Dörrautomaten

Funktion : Im Vordergrund steht das Ergebnis des Dörrvorgangs für verschiedene Lebensmittel (Fleisch und Gemüse/Obst). Auch die Gleichmäßigkeit innerhalb der Ebenen und über diese hinaus wird zur Bewertung herangezogen.

Handhabung : Eine Gruppe geschulter Probanden beurteilt die Bedienfreundlichkeit, sowie die Funktionalität, Ergonomie und Gängigkeit sämtlicher Bedienelemente. Entscheidenden Einfluss auf die Handhabung hat auch, wie gut sich die einzelnen Etagen aufeinander stapeln und der Deckel sich schließen lassen. Bei der Reinigung wird die allgemeine Verschmutzungsanfälligkeit des Geräts, die Modularität der zu reinigenden Teile und die Erreichbarkeit der zu reinigenden Stellen bewertet. Das Betriebsgeräusch wird aus einem halben Meter Abstand gemessen, bis 60 dB(A) wird die Note 1 vergeben. Die Bedienungsanleitung wird einerseits auf die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitshinweise untersucht, dann anhand der Qualität (Bebilderung, Struktur, Schriftgröße, Anwendungs- und Pflegehinweise) bewertet.

Verarbeitung : Bewertet werden die allgemeine Wertigkeit der verwendeten Materialien, eventuelle Klemmstellen und natürlich das Nicht- bzw. Vorhandensein von Graten und scharfen Kanten, sowie die Größe von Spalten und Ritzen, zudem die Passgenauigkeit aller modularen Teile.

Ökologie : Der Energieverbrauch wird während der verschiedenen Testreihen ermittelt und vergleichend bewertet.

Sicherheit : Die Sicherheit und Unversehrtheit des Nutzers stehen hier im Fokus. Neben der Standsicherheit wird geprüft und bewertet, wie gut das Gerät und die Bedienungsanleitung verhindern können, dass dem Nutzer durch Klemmen, Verbrennen, Schneiden und dergleichen Schäden entstehen.

(7) Am Metallgitter bleiben bei WMF Tomatenreste zurück. Kurzes Einweichen löst sie


(8) Tropfen auf den Boden sind beim Faltgerät kein Problem. Die Matte ist herausnehmbar



Bilder: Auerbach Verlag, Gastronoma, Sahara, Suntec, WMF