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44 günstige Berlin-Ideen


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tip Berlin - epaper ⋅ Ausgabe 21/2022 vom 12.10.2022

Titel Viel Berlin für wenig Geld

Artikelbild für den Artikel "44 günstige Berlin-Ideen" aus der Ausgabe 21/2022 von tip Berlin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.
Am Theatertag zu ?Anna Karenina oder Arme Leuete? ins Maxim Gorki Theater: Wladmir, so ich dir

1. Erzählfestival in Neukölln Gratis

FÜR ORAL-HISTORY-HÖRER:INNEN Was wären wir ohne die Geschichten, die wir uns erzählen? Berlins erstes Erzählfestival bespielt in der zweiten Auflage am Wochenende 17./18. Oktober Bühnen vor und in der Genezarethkirche am Neuköllner Herrfurthplatz: unter anderem mit der Protest-Oper „Wem gehört Lauratibor?“, der Storytelling-Arena „Hassan ohne Heimat“ mit den Storytellern Hasan Ze Alnoon und Jonas Siepmann und Poetry Slam mit den Kiezpoeten. Organisiert wird das Festival unter dem Motto „Vom Begegnen (und) Erzählen“ von der gemeinnützigen Neuköllner Gesellschaft Interkular.

1. Berliner Erzählfestival Genezarethkirche, Herrfurthplatz 14, Neukölln, Sa 15.10., ab 14 Uhr So 16.10. ab 13 Uhr,

2. Live-Politik im Bundestag Gratis

FÜR DIE SOUVERÄNIN UND DEN SOUVERÄN Wer Staatskunst auf großer Bühne erleben will, nimmt Platz ...

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... auf der Tribüne unter der ein Pro Reichstagskuppel. Dort können sich Schaulustige ein Bild von der Qualität des parlamentarischen Personals machen, quer ühne ühne durchs Parteien-Spektrum. Plastischer wird politische Bildung nicht mehr. Noch besser: Vielleicht muss man nach diesem Einblick nie wieder den Wahlomat gebrauchen, um die eigenen politischen Vorlieben zu finden.

Bundestag Platz der Republik 1, Besuch während Sitzungswochen, mittwochs ab 13 Uhr, donnerstags ab 9 Uhr, freitags ab 9 Uhr, Anmeldung unter

3. Ringvorlesung an der HU Gratis

FÜR GEO-LESER:INNEN „Tief im Ozean. Tauchgänge in aquatische Wissens- und Imaginationsräume“, so lautet das Thema dieser Ringvorlesung an der HU. Die nautische Expedition geleitet Wissbegierige in die terra incognita der Weltmeere – und ist dabei so verwegen, dass die schon lange nicht mehr quicklebendigen Humboldt-Brüder vor Begeisterung glatt aus dem Totenreich wiederauferstehen würden. Zumal die Redner, die über Mythos und Wirklichkeit der Ozeane referieren, aus Kulturwissenschaft, Geschichtsforschung, Meeresbiologie und etlichen anderen Gebieten stammen. Die gesammelten Erkenntnisse: womöglich tiefgehender als der Marianengraben.

Humboldt-Universität Dorotheenstr. 26, Mitte, Hörsaal 208, ab Do 20.10., 14–16 Uhr,

4. Pferderennen in Karlshorst Gratis

FÜR HASARDEURE UND ZOCKERINNEN Ein wilder Ritt für Nostalgiker: Auf der Trabrennbahn in Karlshorst, dieser historischen Anlage, die schon mehr als ein Jahrhundert rasanten Pferdesport gesehen hat, galoppieren Araberhengste um die Wette. Falls Charles Bukowski einmal einen Trip nach Ost-Berlin gemacht hätte, wäre er diesem Anblick ziemlich sicher verfallen. Besonders die Zockerei ist heutzutage verlockend: Wer zu Zeiten der Rezession auf die richtigen Startnummern setzt, kann sein krisengebeuteltes Saldo aufbessern. In diesem Sinne: Alles auf Jolly Jumper!

Pferdesportpark Karlshorst Treskowallee 159, Karlshorst Renntag am So 16.10., pferdesportpark-berlin-karlshorst.de

5. Filmschau mit der Heinrich-Böll-Stiftung Gratis

FÜR SUFFRAGETTEN Von der Selbstbehauptung mutiger Frauen im erzpatriarchalischen Syrien handelt die preisgekrönte Doku „Her Stories“. Umso authentischer wird das Screening, weil der Regisseur Abdel Kader Habak als Kronzeuge des Geschehens vor Ort sein wird. Ebenso erhebt die syrisch- deutsche NGO „Adopt a Revolution“ die Stimme, die auch Mitorganisatorin ist. Auf die Leinwand gebannt wird der Auslandsbericht aus dem Bürgerkriegsland im Kino Central in Mitte.

Kino Central Rosenthaler Str. 39, Mitte, Mi, 9.11., 19 Uhr, Anmeldung über:

6. Synagogen-Fotos im Abgeordnetenhaus Gratis

FÜR ALLE Anhand von religiösen Gebäuden das Verhältnis zur antisemitischen Vergangenheit ablesen: Das ist in etwa das Lernziel der Ausstellung „Das Synagogen-Projekt“ im Abgeordnetenhaus. Im öffentlichen Raum Deutschlands symbolisiert kein Ort das Judentum so schillernd wie die Synagoge. An diesen klerikalen Bauten zeigt sich die tiefe Wunde, die der Holocaust in das Seelenleben dieser Gesellschaftsgruppe geschlagen hat. Im Zentrum der Ausstellung steht die Dokumentation von zwei Wiederaufbau-Vorhaben: am Fraenkelufer in Berlin und am Josef-Carlebach-Platz in Hamburg.

Abgeordnetenhaus Niederkirchner Straße 5, Mo–Fr 9–18 Uhr, Dauer: Mo 7.11–Mi 2.12.

7.Theatertag an den Berliner Bühnen Bis 15 Euro

FÜR DRAMA-QUEENS UND -KINGS Im Maxim Gorki Theater, in der Schaubühne oder auch im Berliner Ensemble gibt es ihn schon: den Theatertag, bei dem Bühnenbegeisterte verbilligt in die Theatersessel ihres Vertrauens gelangen können. Im Gorki arbeitet sich beispielsweise Lea Dräger am 25. Oktober, 19.30 Uhr für schmale 10 Euro durch Oliver Frljićs Tolstoi-/Dostojewski-Mashup „Anna Karenina oder Arme Leute“. Seit Oktober hat nun auch die Volksbühne den Theatertag eingeführt, ein- bis zweimal im Monat kosten dann alle Karten 12, ermäßigt 9 Euro. Beim nächsten Termin am 5. November, 19.30 Uhr, geht „Jessica – an Incarnation“ von Susanne Kennedy und Markus Selg über die große Bühne am Rosa-Luxemburg-Platz.

Theatertag-Preise Berliner Ensemble: 12/9 €, Gorki: 10 €, Schaubühne: 50 Prozent vom Normalticketpreis, Volksbühne: 12/9

8. Flanieren mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Bis 5 Euro

FÜR HISTORY-NERDS Arne Krasting, der Showmaster dieser Kiezrunde, ist bekannt für seine Expertise im Podcast „Goldstaub“, in dem er gemeinsam mit Else Edelstahl (Bohème Sauvage) von Glanz und Elend der 20er-Jahre erzählt. Der Historiker lenkt den Blick auf die verborgenen Reize des Winsviertels zwischen Greifswalder Straße und Prenzlauer Allee, vom „Babylon Berlin“-Drehort bis zum ehemaligen Grenz- übergang an der Bornholmer Straße. So flaniert man durch ein Spiegelkabinett der Geschichte.

Ernst-Thälmann-Denkmal (Startpunkt) Greifswalder Str. 52, Prenzlauer Berg, Sa 15.10., 13–15 Uhr, 4 €, Anmeldung unter:

9. Thriller-Suspense in den Nordischen Botschaften Gratis

FÜR KRIMI-FANS Die „Times“ zählt sie zu den „besten Krimi-Autoren der Welt“: Die isländische Thriller-Autorin Yrsa Sigurðardóttir sorgt mit ihrem neuen Pageturner „Schnee“ für subtile Schreckensmomente. Es geht um vier Freunde, die in der mythenumrankten Landschaft Islands verloren gehen, und um die Grenzen zwischen Realität und Illusion. Moderiert wird die Lesung von Marion Brasch, einer versierten Literaturvermittlerin. Der Veranstaltungsort ist zudem ein Hingucker für Architektur-Fans: Das Felleshus, Kulturzentrum der Nordischen Botschaften in Tiergarten, ist ein Bau mit viel Holz und berückenden Lichtachsen.

Nordische Botschaften Rauchstr. 1, Tiergarten, Di. 1.11., 19 Uhr, Anmeldung über:

10. Jazzmontag im A-Trane Gratis

FÜR BLUE-NOTE-RECORDS-HÖRER:INNEN Andreas Schmidt ist Jazzpianist, -Komponist und -Lehrer. Die eindrucksvolle Liste seiner Kollaborationspartner reicht vom Lisa Bassenge Trio über Ute Lemper und Till Brönner bis David Friedmann. Jeden Montagabend ist der gebürtige Berliner bei freiem Eintritt im Charlottenburger Jazz-Club A-Trane zu erleben, die jeweiligen Gäste der M odern-Jazz-Session werden immer erst kurzfristig auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht.

International Jazz-Club A-Trane Bleibtreustr. 1/ Ecke Pestalozzistr., Charlottenburg, jeden Mo, 20.30 Uhr

11. Literatur@Taiwan 2022 im Taiwan Kultursaal Gratis

FÜR ASIENREISENDE Literatur findet ja oft eine Sprache für Phänomene, die bislang unbemerkt geblieben sind. Insofern ist dieser Lese-Abend im Taiwan Kultursaal eine sensationelle Gelegenheit, um sich mit einem Land vertraut zu machen, das Menschen aus dem Westen bislang oft nur in Umrissen kennen. Gemeint ist Taiwan, die Insel vor der chinesischen Küste, die wegen ihrer schwierigen Beziehungen zu Peking in den geopolitischen Fokus gerückt ist. Jenseits der landestypischen Klischees lesen die einheimischen Schriftsteller:innen Chen Bo-Ching und Nathalie Chang sowie der Comicautor Animo Chen. In Zusammenarbeit mit dem Kulturministerium Taiwans und der Taipeh Vertretung in Berlin.

Taiwan Kultursaal Markgrafenstr. 35, Mitte, Fr, 14.10., 18.30 Uhr, Anmeldung unter Tel. 203 61-400 oder taiwan-kultur-berlin@outlook.de

12. Gegenwartskunst im Palais Populaire Gratis

FÜRS PUBLIKUM DER ARTWEEK Wenn es um Geld geht, kann die Deutsche Bank großzügig sein: Der Eintritt in ihre Kunsthalle, das Palais Populaire Unter den Linden, ist frei. Hier finden Ausstellungen mit Werken aus der internationalen Kunstsammlung des Geldinstituts statt und Soloschauen von Künstlern und Künstlerinnen „des Jahres“, die eine Fachjury kürt. Und Kooperationen mit anderen Sammlungen. Aktuell ist das ein Überblick über rund 60 Jahre Schaffen von Künstlerinnen in Spanien. Obacht: Einige Veranstaltungen wie die Vorführung von Filmen der Künstlerin LuYang am 20. Oktober kosten Eintritt.

PalaisPopulaire Unter den Linden 5, Mitte,

13. Zum Pinsa-Knuspern zu Ripieno nach Kreuzberg Bis 5 Euro

FÜR PIZZA-ALTERNATIVEN Bei Ripieno in Kreuzberg gibt’s Pinsa – eine Art Vorfahre der Pizza – in allen Variationen und die einfachen kosten gerademal 4 bis 5 Euro. Was bei Pinsa zählt ist Knusprigkeit (check!), gute Tomatensauce (check!) und nach Bedarf zartschmelzender Käse (auch check!). Was kann also schief gehen beim Pinsa-essen? Eigentlich nur die Überraschung, dass am Ende so wenig bezahlt wird. Großzügig Trinkgeld geben, wer kann!

Ripieno Monumentenstr. 21, Kreuzberg, tgl. außer Mi, 11.30-21.30 Uhr

14. Widerstandskunst im P145 Gratis

FÜR DIE HACKER-COMMUNITY Wikileaks war eine Revolution. Die Enthüllungsplattform und ihr Gründer Julian Assange machten der Öffentlichkeit geheime Staatsdokumente zugänglich und sprengten damit die Grenzen der Informationsfreiheit. In dieser Ausstellung namens „NoisyLeaks!“ blicken Kunstgößen wie Ai Wei Wei, Hito Steyerl oder auch Daniel Richter auf die weltweit entstandene Praxis des kollektiven Aufdeckens, ergänzend dazu finden Workshops, Filmvorführungen und Talks unter anderem mit Stella Assange, der Anwältin und Ehefrau des Aktivisten, statt.

P145 Invalidenstr. 145, Mitte, Di–Fr 12–20/Sa+So 14–21 Uhr

15. Preisverleihung in der Lettretage Bis 15 Euro

FÜR PARTYLÖW:INNEN Wie eine Oscar-Nacht, nur ohne Flugticket nach Los Angeles: Dieser Abend ist eine feierliche Preisverleihung für talentierte Künstler:innen von Comedy über Tanz bis hin zu visuellen Künsten. Das Ganze heißt „The Big Berlin“.Für funkelnde Atmosphäre sorgt der Gastgeber: das Lettretage, ein Literaturhaus in Berlin-Mitte, das im Acud seine Zelte aufgeschlagen hat.

Lettretage im Acud Veteranenstr. 21, Sa 15.10., 19.30 Uhr, Lettretage im Acud, Eintritt auf Spendenbasis, Empfehlung 12

16. Fahrradverleih als Non-Profit-Projekt Gratis

FÜR RADELNDE URBANIST:INNEN Um sich in Berlin kostenlos ein Fahrrad zu beschaffen, braucht es keinen Bolzenschneider, sondern bloß einen Account bei BikeSurf. Die gemeinnützige Organisation ist in mehreren europäischen Städten vertreten und bietet Bike-Sharing an. Das ist kostenlos oder wird auf Spendenbasis vergolten. Jeder Obolus fließt in den Erhalt, die Verbesserung und das Wachstum des Projekts sowie die Menge der Fahrräder.

Fahrradverleih mit Share-Community mehr Infos auf:

17. Zeitgenössisches Kino bei den Tilsiter Lichtspielen Bis 10 Euro

FÜR CINEAST:INNEN Wer bei Tilsiter nicht zuerst an leckeren Käse, sondern an weiche Kinosessel denkt, muss bereits in den Genuss eines Kinoabends in den Tilsiter Lichtspielen gekommen sein. Mit sechs Euro pro Vorstellung verschafft das Friedrichshainer Programmkino unschlagbar günstigen Filmgenuss. Mit Stempelkarte gibt es jede siebte Vorstellung geschenkt.

Tilsiter Lichtspiele Richard-Sorge-Str. 25A, Friedrichshain,

18. Fest der jungen Talente in der Hochschule Ernst Busch Gratis

FÜR TALENT-SCOUTS Bereits seit 1951 fungiert die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, wie sie vollständig heißt, als Talentschmiede für Film und Fernsehen. Hervorgebracht hat sie an festen Regie-, Theaterund Schauspiel-Größen etwa Thomas Ostermeier, Fritzi Haberlandt und Lars Eidinger sowie viele andere. Wer heute schon die Talente von morgen bestaunen möchte, dem seien die kostenlosen Vorspiele der Ernst-Busch-Hochschule empfohlen. Übrigens sind in der HfS Ernst Busch bis Ende des Jahres auch alle anderen Veranstaltungen – es sind zehn bis 15 pro Monat – kostenfrei, Motto: „Eintritt frei - kommt vorbei“. Freikarten bitte im Voraus reservieren!

Bühnen der HfS Ernst Busch Bühnen Oben und Unten, Zinnowitzer Str. 11, Mitte, Uferstudios/ HZT Berlin, Uferstr. 23, Wedding, Studio 14; bat-Studiotheater, Belforter Str. 15, Prenzlauer Berg;

19. Siebdruck mit Autonomen in der Köpi 137 Bis 5 Euro

FÜR SUBVERSIVE Die Zecken des linken Kulturzentrums an der Köpenicker Straße schütteln ein beachtliches Programm aus ihren Hoodie-Ärmeln – von Punk bis Agitprop-Kino. Dass sich Autonome auch auf die schönen Künste verstehen, zeigt die dortige Siebdruckwerkstatt. Dort können Do-It-Yourself-Fans ihre Fantasien ausleben.

Köpi 137 Köpenicker Str. 137, Mitte, Mi, 19.10. 19–21 Uhr, Druck gegen Spende,

20. Bücher für kleines Budget in den Medienpoints Bis 5 Euro

FÜR ROMANTIKER:INNEN In der Tiktok-Gesellschaft ist die immersive Welt, die aus Wörtern und Sätzen zwischen zwei Buchdeckeln hervorgeht, krasser Scheiß. Noch unfassbarer: Roman, Sachbuch, komische Bibliothek und anderes schriftstellerisches Werk gibt’s manchmal sogar fast so kostenlos wie Luft und Liebe. Zum Beispiel an den Bookpoints des Kulturrings Berlin, wo ein schmales Budget ausreicht. Achtung: Dieses Angebot richtet sich an bedürftige Menschen!

Medienpoints z. B. Helsingforser Str. 39, Friedrichshain, Mo-Fr 9-18 Uhr; Crellestraße 9, Schöneberg, Mo-Fr 9.30-20 Uhr

21. Stummfilm mit Piano im Neuköllner Froschkönig Gratis

FÜR SCHWARZ-WEISS-ÄSTHET:INNEN Die cinephilen Leute vom Verein „Laufende Berliner“ buddeln im Mutterboden der Filmgeschichte – und fördern dabei prototypisches Kino zutage. Nämlich Stummfilme aus den 20er-Jahren, die Vorstufen heutiger Sehgewohnheiten sind. Immer mittwochs zeigen sie ihre Ausgrabungen im Froschkönig, einer urigen Kiezkneipe in Neukölln. Klaviertöne untermalen die Reisen in eine erstaunliche Vergangenheit.

Froschkönig Weisestr. 17, Neukölln, immer mittwochs,

22. Pippi Langstrumpf im Philosophischen Café Bis 5 Euro

FÜR GENDER-STUDIES-INTERESSIERTE So viel Selbstbewusstein wie sie hat womöglich keine weibliche Figur der Kinderliteratur jemals ausgestrahlt. Pippi Langstrumpf ist zum role model für Mädchen auf Schulhöfen in der halben Welt geworden. Das feministische Potenzial dieser Superheldin aus der südschwedischen Idylle analysiert an diesem Abend der Politikwissenschaftler Maurice Schumann. Der Vortrag ist Teil der Reihe „Philosophisches Café“ und heißt offiziell „Pippi Langstrumpf – Die Infragestellung von traditionellen Rollenbildern“. Statt Eintrittsgeld bittet das Veranstaltungsteam der „Moving Poets“ um Spenden.

Moving Poets Novilla Hasselwerderstr. 22, Niederschöneweide, So 16.10., 16 Uhr,

23. Meisterwerke am Museumssonntag Gratis

FÜR SONNTAGSKINDER Ohne Eintritt große Ausstellungen zu sehen, diese Gelegenheit bieten rund 70 Museen jeden ersten Sonntag im Monat, von Alter Nationalgalerie bis Werkbundarchiv. Auch Akademie der Künste und das Neuköllner Kindl-Zentrum beteiligen sich an der landesgeförderten Aktion, die 2021 begann. Karten lassen sich eine Woche vorher online buchen. In den meisten Häusern finden zudem Extra-Veranstaltungen statt: Führungen, Performances, Workshops für Kinder. So lassen sich am 6. November im Technikmuseum Zahnbürstenroboter bauen.

verschiedene Standorte

24. Lunchkonzerte in der Philharmonie Gratis

FÜR PAUSEN-PROFIS Haydn, Mozart oder Mendelssohn Bartholdy: Virtuos:innen aus dem Orchestergraben und sonstigen Resonanzräumen geben die Lunchkonzerte in der Philharmonie immer mittwochs um 13 Uhr. Serviert wird oft hochamtliche Klassik. Die Programme sind dabei kurz und pointiert. Was Parfümproben in der Kosmetik-Abteilung darstellen, sind diese Miniaturen in der Sphäre der Erben Herbert von Karajans. Beides lässt sich locker in der Mittagspause abstauben. Eine bessere Nachspeise als klassische Musik kann es ja gar nicht geben.

Philharmonie Foyer des Großen Saals, Herbert-von-Karajan-Str. 1, Tiergarten, immer mittwochs um 13 Uhr

25. Ost-Reise ins Museum in der Kulturbrauerei Gratis

FÜR DDR Zwar nicht volkseigen, aber trotzdem mit freien Eintritt (weil staatlich finanziert): die Dauerausstellung „Alltag in der DDR“ im Museum in der Kulturbrauerei, die sich dem Leben der DDR-Bürger:innen in den 70er- und 80er-Jahren widmet. Inklusive Brigade-Tagebuch, Trinkbranntwein für Bergarbeiter („Kumpeltod“) und Schrankwand-Glück. Die Ausstellung zeigt auch, wie kreativ man damals auf der östlichen Seite der Mauer mit dem alltäglichen Mangel an Konsumgütern umging. Könnte man ja im kommenden Winter gut brauchen.

Museum in der Kulturbrauerei Knaackstr. 97, Prenzlauer Berg, Di–Fr 9–18 Uhr, Sa+So 10–18 Uhr

26. Das Tempelhofer Feld stadtökologisch erkunden Gratis

FÜR FELDFREUNDE Das Tempelhofer Feld ist einzigartig, eine grandiose Weite. Und auch als Naturraum hochinteressant. Es gibt ja nicht nur die berühmte Feldlerche. Dort weiden auch Schafe. Die stadtökologische Führung auf dem Tempelhofer Feld, angeboten vom Campus Stadt Natur, dauert zwei Stunden. Danach sieht man das Feld noch einmal mit ganz anderen Augen.

Tempelhofer Feld (südlicher Eingang) Oderstr. 22, Neukölln, Infos unter

27. Unterschätzte Exponate in den Kommunalen Galerien Gratis

FÜR LOKALPATRIOT:INNEN Stets kostenfrei ist der Zutritt zu den Kommunalen Galerien der Bezirke. Sie sollen Kunst in die Kieze bringen und auch, aber nicht nur, Arbeiten von Berliner Künstler:innen zeigen. Beides tun ihre Leiter:innen mit Lust am Experiment und auf stetig steigendem Niveau. Aktuell reicht das Spektrum von einem riesigen Überblick über Fotokunst in Polen (Zitadelle Spandau) bis zu einer Schau über die 2014 gestorbenen Wienerin Maria Lassnig (Gutshaus Steglitz), die als herausragende Vertreterin der subjektiven Malerei gilt.

verschiedene Orte

28. Offene Lesebühne für alle in der Z-Bar Gratis

FÜR TEXT-MUTIGE Sich ins Rampenlicht begeben. In erwartungsfrohe Gesichter schauen. Den eigenen Text testen. Wie er wirkt. Ob er trägt. Wie gut er ist. Ein bisschen Selbstbewusstsein braucht man schon, in der Z-Bar eigene literarische Texte vorzutragen. Und hinterher darüber zu reden. Jeden dritten Donnerstag im Monat veranstaltet die Autor:innen-Gruppe Tintenschiff in der Z-Bar den Freihafen, eine offene Lesebühne, bei der jeder Termin ein Motto hat, auf das sich die Vorlesenden lose beziehen sollten. Man kann auch nur zuhören. Nächstes Motto am 17. Oktober: „Frischer Wind“.

Z-Bar Bergstr. 2, Mitte, jeden dritten Do im Monat,

29. Auf einen sehr guten Burek in den Wedding Bis 5 Euro

FÜR TEIG-WAHRER Nichts geht über das wärmende Gefühl, das von einem Burek im Bauch ausgeht. Dann kann der Tag nur ein Knaller werden. Die besten Burek in Berlin gibt es bei der Nummer eins unserer cheap eats, bei Sarajevo im Wedding. Sarajevo, das sind Hairo und seine Familie aus Bosnien, zu der im weitesten Sinne auch die fleißig backenden Kollegen gehören, die im Hinterraum Teige durch die Luft wirbeln. Unbedingt warm essen!

Sarajevo Berlin Triftstr. 8, Wedding, tgl. 8–22 Uhr

30. True Crime im Kriminalgericht Gratis

FÜR BLAULICHT-REPORTER:INNEN Dem Angesicht des Verbrechens blickt man in den Sälen der Justizpaläste tief in die Augen. Das Kriminalgericht in Moabit, wo Kapitalverbrechen und ähnliche Delikte verhandelt werden, ist der abenteuerlichste Schauplatz in diesem mephistophelischen Drama. Es handelt sich um die größte Institution der Strafgerichtsbarkeit in ganz Europa. Eine True-Crime-Kulisse, wo Franz-Biberkopf-Gestalten, Unterweltpaten sowie Spießbürger auf Abwegen die Anklagebänke füllen. Auch mit tollem Treppenhaus.

Kriminalgericht Moabit Turmstraße 91, Moabit,

31. Warmtanzen mit Staatsballett und Deutscher Oper Gratis

FÜR SCHWUNGVOLLE Tanzen wie die Profis und vor allem: mit Profis. Weil die flotte Sohle nicht nur das Herz, sondern auch den Körper wärmt, erklären Staatsballett und Deutsche Oper an den vier Novembersamstagen das Foyerparkett der Oper zum Tanzboden. Jeweils ab 15.30 Uhr stellen Ballett-Koryphäen in kostenlosen Tanzkursen die wichtigsten Schritte für Swing, Salsa und Argentinischen Tango vor. Motto: „Let’s Move – Tanzt Euch Warm“.

Deutsche Oper (Foyer) Bismarckstr. 35, Charlottenburg, Sa 5., 12., 19., 26.11., 15.30 Uhr, Zählkarten via Webshop oder Tageskasse der Deutschen Oper

32. Soli-Demo durch Mitte Gratis

FÜR POLITIK-INTERESSIERTE Viele nette Leute, interessante Routen, spannende Redebeiträge, oft sogar Tanz und Musik: Demos sind eine ausgezeichnete Beschäftigung für Menschen, denen Spazierengehen zu langweilig ist und Disco zu spät. Und das Beste: Sie sind immer kostenlos. Am 22. Oktober beispielsweise lädt ein großes Bündnis aus u.a. Greenpeace, Attac, Ver.di und Wohlfahrtsverbänden deutschlandweit in sechs Städten zu Demos unter dem Motto: Solidarisch durch die Krise. Gefordert werden Umwelt-Investitionen und Bürger-Entlastungen. Die Veranstaltungen sollen ein Gegengewicht zum befürchteten rechten Wutherbst werden.

Solidarisch durch die Krise Invalidenpark, Mitte, Sa 22.10., 12 Uhr. Alle Demos: service/versammlungsbehoerde/versammlungen-aufzuege

33. Kunst mit mehr Gewissen im Humboldt Forum Gratis

FÜR KURZ-FERNREISENDE Das Humboldt Forum ist ein nationales Prestigeobjekt. Was auch Vorteile bringt. Beispielsweise, dass sehr viele der Ausstellungen und Veranstaltungen dort kostenlos sind. Und dass wir hier für umme Exponate von Weltrang sehen können, die Boote aus Ozeanien beispielsweise und die Bronzen aus Benin, die einst in der Kolonialzeit von den Briten geraubt, verkauft (und da haben auch die Berliner Museen zugeschlagen) und jetzt an Nigeria restituiert wurden – wobei in Berlin noch Leihgaben verblieben sind. Nachdem das Humboldt Forum endlich bereit war, sich der kolonialen Vergangenheit der Sammlungen zu stellen und die Raubbiografien vieler Objekte offenzulegen, kann man jetzt dort hingehen, ohne sich permanent aufregen zu müssen.

Humboldt-Forum Schloßplatz 1, Mitte,

34. Vor der Fußball-WM dieses Katar besser verstehen Gratis

FÜR KICKER-KENNER Vorfreude auf die Fußball-WM bei den Scheichs? Na ja, geht so. In der Heinrich Böll Stiftung diskutieren einen Monat vor der Weltmeisterschaft unter anderem die „Fußballvisionärin“ von der „taz“, Alina Schwermer, der Katar-WM-kritische Autor René Wildangel, der Golfstaaten-Experte Sebastian Sons und der grüne Politiker Jürgen Trittin über historische, politische und gesellschaftliche Fragen der Fußball-WM. Live aus Beirut zugeschaltet wird Hiba El Jaafil, einst libanesische Nationalspielerin, jetzt Trainerin und Ausbilderin.

Heinrich Böll Stiftung Schumannstr. 8, Mitte, Sa 22.10., 19 Uhr

35. Zukunftsvisionen im Futurium Gratis

FÜR VORAUSSCHAUENDE Einen spielerischen Blick in die Zukunft der humanen Spezies wagt das Futurium ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs. Die Perspektiven auf kommende Zeitalter werden vermittelt auf einer Fläche von 3.200 Quadratmetern, die sich auf drei Etagen verteilen. So fortschrittsorientiert wie die Exponate sind auch die architektonischen Eigenschaften des Museumsbaus. Die Außenhülle besteht unter anderem aus Solarmodulen, die im Sonnenlicht gleißen. Der Big Boss der Betreibergesellschaft dieses Sci-Fi-Komplexes ist die Bundesregierung..

Futurium Alexanderufer 2, Mitte, Mo, Mi, Fr, Sa, So 10–18 Uhr, Do 10–20 Uhr

36. Schriftsteller von morgen in Schwartzscher Villa Gratis

FÜR TALENT-SCOUTS Könnte sein, dass man in diesem literarischen Salon die Büchner-Preisträger:innen von morgen erleben kann. Auf diesem Autorenforum lesen allerlei Talente aus ihren Manuskripten, und weil diese Art des Exhibitionismus ein Labor ist, wird danach über die Versuche diskutiert. Fast so wie früher, zu Zeiten von Pfeife und Rollkragenpulli, wie sie Schriftsteller:innen aus der Gruppe 47 um Böll, Grass & Co. trugen.

Schwartzsche Villa Grunewaldstr. 55, Steglitz, immer montags um 20 Uhr,

37. Promi-Gräber auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof Gratis

FÜR TODESROMANTIKER:INNEN Ein melancholischer Walk of Fame schlängelt sich über den Dorotheenstädtischen Friedhof in Mitte. Viele Größen haben auf diesem stimmungsvollen Gelände ihre ewige Ruhe gefunden: Schriftsteller:innen wie Bertolt Brecht und Anna Seghers, der prägende Baumeister Karl Friedrich Schinkel, die Philosophen Fichte und Hegel – aber auch Personen der Zeitgeschichte, deren Tod noch nicht lange her ist wie der Apo-Aktivist Fritz Teufel oder Christoph Schlingensief, der Meister der Provokation. Ein Rundgang ruft die Lebensleistungen dieser und anderer Berühmtheiten in Erinnerung.

Dorotheenstädtischer Friedhof Chausseestr. 126, Mitte, Oktober: 8–18 Uhr, November: 8–7 Uhr

38. KinderKulturMonat Gratis

FÜR FAMILIENMENSCHEN Noch einen halben Monat Zeit für Kinder zwischen vier und zwölf Jahren und ihre Familien, kostenlos Kunst und Kultur in Berlin und Umland zu erleben. Der Oktober ist der KinderKultur-Monat. Wie wäre es beispielsweise mit Monsterjagd in der Berlinischen Galerie?

Alle Infos bis 31.10.,

39. Sightseeing an Epizentrender Bis 5 Euro Alternativ-Szene

FÜR PUNKS Weitab von üblichen Sightseeing-Stationen befinden sich die Stopps dieser Stadtführungen. Da wäre zum Beispiel die „Alternative Free Tour“: Sie eskortiert Fans der Gegenkultur an die Heldenorte der alternativen Szene. Diese Strecke könnte zum Beispiel zum Künstlerhaus Bethanien und SO36 in Kreuzberg verlaufen oder zum Yaam in Friedrichshain. Es gibt aber auch eine „Street Art Tour“ oder die „Real Berlin Experience“. Wer mitläuft, wird um eine Spende gebeten.

Alternative Berlin Tours mehr Infos auf

40. Parkour lernen Gratis

FÜR WAGHALSIGE Parkour ist eine effiziente Fortbewegungsart durch den öffentlichen Raum, und das nur mit den Mitteln des eigenen Körpers. Stehe da im Weg herum, was wolle: Augen auf und drüber weg! An jedem zweiten Sonntag treffen sich die Cracks der Ausbildungsschule Parkour One am Potsdamer Platz zum Teamtraining, Interessierte dürfen kostenfrei teilnehmen. Natürlich auf eigene Gefahr.

Potsdamer Platz Gabriele-Tergit-Promenade, Bernburger Treppe, jeder zweite Sa im Monat, 13 Uhr,

41. Super trendy Sandwich in Mitte Bis 5 Euro

FÜR BESSER-BAGUETTE-BEISSER Ein Sandwich, das gerade im Internet trendet, ist das Bánh mì. Eine Art Baguette, das mit Koriander, Ei, Pilzen, Karotten und scharfer Soße gefüllt wird und einfach genial frisch schmeckt. Preiswerte und gute Bánh mì gibt es bei Bánh mì Sài Gòn in Mitte. Ein kleiner vietnamesisch-deutscher Familienimbiss mit täglich wechselnden Angeboten.

Bánh mì Sài Gòn Wallstr. 21, Mitte, Mo-Fr 10–18, Sa 11–18 Uhr

42. Oldtimer aus dem Ölzeitalter in der Classic Remise Gratis

FÜR OLDTIMER-LIEBHABER:INNEN In einem ehemaligen Straßenbahndepot parken elegante Modelle aus der Geschichte des Automobils – ob Bolide oder Cabrio. Wer das fossile Zeitalter mit Grandezza verabschieden will, bewundert die Ingenieurskunst. Ein bisschen Museum und ein bisschen Verkaufshaus ist diese Roadshow. Überflüssig ist danach die Reise an andere Wallfahrtsorte des Otto-Motors wie Detroit oder Wolfsburg.

Classic Remise Wiebestr. 36–37, Moabit,

43. Vokü im Stadtteilladen Lunte Bis 5 Euro

FÜR HUNGRIGE SYSTEMGEGNER:INNEN Köstliche und vielfältige Mahlzeiten, oft vegan oder zumindest vegetarisch, bieten die zahlreichen Berliner Voküs, wie zum Beispiel die im Stadtteilladen Lunte, siehe Interview auf Seite 16. Voküs, kurz für Volxküchen - das x wird genutzt, um sich von nationalistischen Deutungen des Begriffs Volk abzusetzen – Fotos: Rolf Zöllner, Jürgen Ritter / beide imago images sind meist im linken Spektrum verortet, das Essen gibt es deshalb ganz antikapitalistisch gegen Spende oder sogar umsonst. Viele Zutaten sind containert oder vor der Tonne gerettet, die Köch:innen arbeiten allesamt ehrenamtlich, und dennoch oder gerade deswegen ist das Essen in den allermeisten Fällen richtig, richtig gut.

Termine für Volxküchen in Berlin stressfaktor.

44. Ticketpreis selbst bestimmen im nach Wunsch Konzerthaus

FÜR ERLEBNIS-WERTSCHÄTZENDE Unsere finale Idee in dieser Erlebnis-Liste ist: das Erlebnisticket. Das Konzerthaus Berlin bietet für das zweiwöchige Festival „Aus den Fugen“, dem „Soundtrack einer Welt im Umbruch“, im November ein solches für acht ausgewählte Veranstaltungen an. Das Prinzip: Man guckt erst die Veranstaltung und entscheidet dann, was diese einem wert ist. Los geht’s am 18. November mit einem Konzeptkonzert im dunklen Saal: „limited approximations“ unter anderem mit Klängen vom Meister der Fuge himself: Johann Sebastian Bach.

Konzerthaus Berlin Gendarmenmarkt, Mitte, Festival „Aus den Fugen“: Mo 14.–So 27.11., Erlebnispreis-Veranstaltungen: erlebnispreis

TEXTE: STEFANIE DÖRRE, BETTINA GRABL, ERIK HEIER, INA HILDEBRANDT, CLAUDIA WAHJUDI, MARTIN SCHWARZBECK, PHILIPP WURM