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5 FRAGEN AN … DAS MANKEI


Bayerns Bestes - epaper ⋅ Ausgabe 5/2020 vom 06.11.2020

Wer wissen möchte, wie lange der Winter noch dauert, fragt das Waldmurmeltier in Punxsutawney / Pennsylvania. Wir haben seinen Verwandten, das Mankei oder Alpenmurmeltier, im Nationalpark Berchtesgaden getroffen, bevor es für den Winterschlaf in seinen Bau verschwand. Der Winter war kein Thema. In Zeiten von Social Distancing möchten wir wissen: Wie nahe lassen die Nager jemanden an sich heran?

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... / Mario Hösel

1 Im Hochgebirge findet man nicht viel zu fressen. Wurdest du aus der Not heraus Vegetarier?
Wir sind Vegetarier aus Überzeugung. Wer braucht schon Schnitzel, wenn auf unseren Almweiden die köstlichsten Gräser und Kräuter wachsen. Frischen Alpenklee solltet ihr auch mal probieren.

2 Wie darf man sich deine Wohnung unter der Erde vorstellen?
Fünf Sterne Superior. Geräumig, kühl, weiche Heupolsterung und absolute Ruhelage. Und wir optimieren ständig weiter. Wir verfügen über ein weit verzweigtes Netz an Kammern und Gängen. Hitze mögen wir nicht – in den heißen Mittagsstunden im Sommer bleiben wir lieber in unserem Sommerbau relativ nah unter der Oberfläche. Unseren Winterschlaf verbringen wir so fünf bis zehn Meter unter der Erde.

3 Achtet ihr in Zeiten von Corona auf Social Distancing?
Social was? Na, sowas gibt’s bei uns nicht. Wir leben als Großfamilie und strecken zur Begrüßung so gerne die Köpfe zusammen. Aktuell sind wir 15 Murmeltiere. Ich, meine Frau und ein paar Youngster aus den vergangenen Jahren. Ihr Menschen sollt aber Abstand zu uns halten. Nicht wegen Corona, sondern weil wir Angst vor euch haben. Am besten 30 oder 40 Meter. Kommt ihr uns zu nahe, sind wir ganz schnell weg.

4 Müssen Murmeltiere ein Pfeifdiplom ablegen?
Stopp – wir pfeifen nicht. Das ist ein weitverbreiteter Irrglaube. Was wie ein Pfiff klingt, ist ein Schrei. Ein ziemlich lauter, der aus dem Kehlkopf kommt. Wenn Steinadler, Füchse, Hunde oder Wanderer kommen, warnen wir uns mit einem markerschütternden Schrei. Dann heißt es: Nix wie ab in den Bau! Eine Serie von kurzen Schreien signalisiert: Achtung! Gefahr im Verzug! Da bleibt noch kurz Zeit, um Ausschau zu halten. Lernen müssen wir das nicht, ein Murmeltier kann das.

5 Wo kann man euch im Nationalpark persönlich kennenlernen?
Wir sind auf den Weiden und alpinen Matten rund um die Königsbachalmen zuhause. Die Kräuter sind super, die Aussicht prima und die Steinadler haben wir gut im Griff. Da geht nur selten etwas schief. Andere Familien wohnen am Funtensee oder auf der Büchsenalm. Aber wie gesagt: Kommt uns nicht zu nahe und leint eure Hunde an. Wir sind nicht zahm und brauchen kein Futter. Eure trockenen Semmeln könnt ihr selber essen.

Interviewpartnerin: Carolin Scheiter, Nationalpark Berchtesgaden