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5 Geheimnisse der alten Ägypter


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Gong - epaper ⋅ Ausgabe 27/2022 vom 01.07.2022

GESCHICHTE

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Bildquelle: Gong, Ausgabe 27/2022

MYTHOS Die Pyramiden von Gizeh mit der Sphinx gehören zu den sieben Weltwundern

Vor rund 5000 Jahren entstand am Nil eines der mächtigsten Reiche aller Zeiten: das alte Ägypten. Bis heute gilt die Hochkultur als rätselhaft und fremd. Eine achtteilige TV-Dokumentation (siehe TV-Tipp) versucht, die Geheimnisse der Pharaonen zu ergründen.

Hoffnung auf Unsterblichkeit

Paradoxerweise wissen wir über das Jenseits der alten Ägypter mehr als über ihren Alltag. Reliefs in Gräbern sowie Totenbücher liefern ein detailliertes Bild, denn damals galt der Grundsatz: Wird ein Pharao nach seinem Tod nicht zum Leben erweckt, stirbt das ganze Volk. Dafür musste sein Körper möglichst unversehrt bleiben. Also konservierten Priester die Verstorbenen für die Ewigkeit. Rund ...

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... 40 Tage dauerte die Mumifizierung. Von zentraler Bedeutung waren auch die zahlreichen Bilder und Hieroglyphen im Grab: Sie wiesen dem Pharao den Weg ins Jenseits. Da er nach seinem Tod dasselbe wie zu Lebzeiten benötigte, gab es üppige Grabbeigaben: Obstkörbe, Weinkrüge, gebratenes Fleisch, Brot, Kleidung, Schmuck, Schminkutensilien. Und damit er sich nicht langweilte, wurden sogar Brettspiele beigelegt.

Monumente im Wüstensand

Die Pyramiden von Gizeh gehören zu den sieben Weltwundern. Vor allem das Grabmal des Pharaos Cheops gibt Ägyptologen noch immer Rätsel auf. In der ursprünglich fast 147 Meter hohen Pyramide entdeckten sie bislang drei Hauptkammern, deren Funktion nicht eindeutig geklärt ist. Ein kompliziertes System aus Schächten durchzieht das Bauwerk. Gibt es weitere Hohlräume? Verborgene Grabschätze? Forscher planen eine Durchleuchtung mit hochauf lösenden Myonen-Scannern. Die Detektoren fangen schnelle Elementarteilchen ein, die sogar dicken Fels durchdringen. Je nach Dichte des Materials werden Teilchen unterschiedlich stark absorbiert und verraten so die innere Struktur von Bauwerken. Für das Projekt muss die Pyramide allerdings von mehreren Seiten mit Myonen „beschossen“ werden – zwei Jahre lang!

Auf der Spur des Wissens

Tausende Jahre alte Papyri beweisen, dass die Medizin im alten Ägypten erstaunliche Erfolge vorweisen konnte: Es gab Augenärzte, Gynäkologen und Zahnärzte, die Brücken aus Golddraht fertigten. Chirurgen wagten sich an Kopfoperationen und Amputationen, schienten gekonnt Brüche. Auf Wunden trug man Honig, Harz und Metalle auf – Substanzen, die Bakterien hemmen und bekämpfen. Als wichtigste Quelle der ägyptischen Heilkunde gilt der im 16. Jahrhundert v. Chr. entstandene Papyrus Ebers. Er beschreibt bereits ausführlich verschiedene Krankheiten, deren Symptome, Diagnosen und mögliche Therapien. Doch ohne den Glauben an Dämonen und Götter fand keine Heilung statt. Ärzte waren zumeist Priester und Heiler zugleich. So wurden die Tempel damals zum Wallfahrtsort für Kranke.

Mächtige Frauen

Die Geschichte des alten Ägypten ist auch eine Geschichte der Frauen. Bereits vor 3500 Jahren regierte eine Frau alleine das Reich am Nil. Ihr Name: Hatschepsut. Nach dem Tod ihres Mannes übernahm sie die Regentschaft für ihren minderjährigen Neffen, ließ sich sogar zur Pharaonin krönen. Ein Jahrhundert später war es Nofretete, die an der Seite ihres Mannes Echnaton über Ägypten herrschte. Ihre Büste, die heute mit der Inventarnummer 21.300 im Neuen Museum in Berlin ausgestellt wird, machte sie unsterblich. Kleopatra ging als „Femme fatale“ und letzte Pharaonin in die Geschichte ein. Ob nun Königinnen, Beamtinnen, Händlerinnen oder Ärztinnen: Frauen hatten viele Möglichkeiten, sich im Pharaonenreich zu verwirklichen. Sie genossen eine Form der Gleichberechtigung, die in der antiken Welt ihresgleichen suchte.

Der Weg in den Untergang

Das alte Ägypten war untrennbar an die Macht der Pharaonen gekoppelt. Sie galten als gottgleich. Doch dann bestiegen Fremde den Thron: Erst herrschten Perser über das Reich am Nil, dann Pharaonen aus der Dynastie der Ptolemäer, gegründet von einem General Alexanders des Großen. Der Glaube der Ägypter an die Allmacht ihrer Könige war erschüttert, auch weil Klimaveränderungen für Dürren, Missernten, Hungersnöte sorgten. Wenn die Pharaonen sich hilflos zeigten, konnten sie keine Götter sein. Kleopatra, die letzte Herrscherin aus der Ptolemäer-Dynastie, konnte diesen Untergang nicht mehr aufhalten.

KAI RIEDEMANN